Stecher,
ich hatte Gwens Ausgangsposting dahingehend verstanden, dass sie mit ihrer Single-Schwester über DEREN Suche nach einem Mann diskutiert hat. Im Verlauf der Diskussion hat die Schwester gefragt, was denn "auf dem Partnermarkt" Winner-Eigenschaften und Loser-Eigenschaften seien - sie SELBST würde sich für einen Loser halten.
Daraufhin hat Gwen hier die Debatte gestartet, um "allgemeine" Winner&Loser - Eigenschaften zu sammeln. Die Schwester hat also nicht - aus Frust - irgendwelche anderen Leute als Loser bezeichnet, sondern eher die Befürchtung, sie selber sei einer.
Wenn es meine Schwester wäre, hielte ich nix davon ihr mit "wohlmeinenden Worten" auszureden, dass sie ein Loser ist - das kommt bei einem Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen nämlich zu 0,0% an! Einem Menschen mit schwachem Selbstwertgefühl helfen am ehesten praktische Tipps, die er sofort umsetzen kann, und die sofort ein sichtbares Ergebnis bringen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Ein Mensch der nie Minderwertigkeitskomplexe hatte und der sich mit dem Kennenlernen von Menschen im allgemeinen und Männern im Besonderen leicht tut, der kann sich da schwer reinfühlen....
Chennai
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Ergebnis 51 bis 53 von 53
Thema: winner und loser
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22.06.2011, 11:51
AW: winner und loser
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23.06.2011, 02:08
AW: winner und loser
Ob man sich selbst als winner oder als loser einschätzt, ist nicht zuletzt eine Frage des Selbstwertgefühls.
Menschen, die sich als loser sehen, sehen hauptsächlich ihre Schwächen, oder das, was eine Mehrheit von Menschen in ihrer Umgebung für ihre Schwächen halten könnte.
Menschen, die sich als winner sehen, sehen in erster Linie ihre Stärken oder das, was eine Mehrheit von Menschen in ihrer Umgebung für ihre Stärken halten könnte.
Es gab eine Zeit in meinem Leben, da hab ich mich auch als loserin gesehen. In erster Linie deshalb, weil ich bei Männern nicht so ankam, wie ich wollte, und dann noch, weil mein Berufseinstieg lange nicht geklappt hat. Dabei sah ich gar nicht so schlecht aus und hatte eine gute Ausbildung.
Heute sehe ich mich als winnerin: Ich habe einen Beruf, der mich ernährt, ohne mich aufzufressen, ich habe einen guten Freundeskreis und Hobbies und Interessen, die mich glücklich machen. Dass ich seit einigen Jahren keinen Partner mehr habe, sehe ich nicht als Manko, früher wäre das für mich ein Beweis dessen gewesen, dass ich eine unattraktive Frau bin.
Womit man sich übrigens selbst zur loserin machen kann, ist, indem man sich ständig mit anderen vergleicht, denen es scheinbar besser geht, und indem man alle außen vorläßt, denen es schlechter geht oder gehen könnte.
Womit man sich ebenfalls zur loserin machen kann, ist, indem man die Abwertung, die eine Mehrheit von Menschen in der eigenen Umgebung den eigenen Eigenschaften gegenüber zum Ausdruck bringt (ohne Mann sein, keine sexuelle Erfahrung haben, kleine Brüste haben etc.) selbst übernimmt, anstatt sich davon abzugrenzen und seine eigenen Maßstäbe zu entwickeln.
Und man macht sich selbst zur loserin, wenn man es möglichst vielen recht machen will.
Denn dann bleibt das, was man eigentlich selbst will, schnell auf der Strecke.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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23.06.2011, 09:02Inaktiver User
AW: winner und loser
das gilt aber auch alles für Kerle, Latona.
als Kerl biste der Verlierer wenn du z.B. mit einer gerne gehen würdest, die aber einen anderen nimmt. Verlierer biste eigentlich nur dann wenn ein anderer gewonnen hat.
als Verlierer fühlt man sich wenn dir ständig einer deine Fehler vorhält, wohlwollend zwar und mit Ratschlägen.
ich hab das Gefühl, dass die Leute die Schubladen, Statistiken und Klischees ablehnen, diese ernster nehmen als die, die sie aufstellen. Vielleicht, weil die sich darin z.T. wiederfinden.



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