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Thema: Verwitwet
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02.06.2011, 13:10Inaktiver User
AW: Verwitwet
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02.06.2011, 13:11Inaktiver User
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02.06.2011, 13:33
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02.06.2011, 13:35Inaktiver User
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02.06.2011, 13:36Inaktiver User
AW: Verwitwet
Danke

Man kommt sich manchmal so "exotisch" vor, aber damit kann man auch leben
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02.06.2011, 23:55Inaktiver User
AW: Verwitwet
Ich glaube auch nicht, daß das mit dem Abarbeiten wirklich funktionieren kann. Man ist wohl nur viel länger down und traurig, wenn jemand langsam und schleichend verschwindet. Man kann sich auf den Tod nicht wirklich vorbereiten, auch wenn man ihn lange hat kommen sehen.
Schön wär's ja: zum Glück haben die Partnerin und ich die Trauerarbeit schon vorher zusammen bewältigt. Ich wär' dann also nun wieder soweit.
Alle Theorie ist grau.
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02.06.2011, 23:59Inaktiver User
AW: Verwitwet
Genau! Es gibt ja auch solche, die sich bewusst und vollständig von einem Sterbenden zurückziehen. Ich kenne da so einen Kandidaten. Nicht, daß er sonst sehr zugänglich gewesen wäre - aber nun ist ihm alles aber sowas von egal, es ist schon nicht mehr normal.
Ich wäre bei dem besagten Herren jedenfalls auch ein bisschen auf der Hut, es klingt tatsächlich ein bisschen nach Haushaltshilfe gesucht, weil es sich so gehört.
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03.06.2011, 00:49
AW: Verwitwet
Hallo,
ich denke schon, dass jeder Fall anders ist.
Ich habe zwei Herren in meinem Bekanntenkreis, denen ich sehr nahe stehe, beide beim Tod der Ehefrau etwa 63 Jahre alt. Jeweils rund 40 Jahre verheiratet.
Bei dem ersten war seine Frau bereits die letzten zehn Jahr vor ihrem Tod aufgrund von Alkoholismus und Depressionen schwer krank und es hat aufgrund des Krankheitsbildes bereits eine starke Entfremdung/Entliebung stattgefunden. Er hat sich zwar ihretwegen frühpensionieren lassen, um sich um sie kümmern zu können, aber als sie wenige Monate später an einem Herzinfarkt starb, hielt sich seine Trauer in Grenzen. Er hatte die Frau, die er geliebt hatte bereits einige Jahre zuvor verloren.
Er hat sich relativ bald nach Ihrem Tod in SB umgetan (auch er kein Typ, der gut allein sein kann, Haushalt hat er allerdings problemlos selbst führen können, musste er vorher ja auch, da seine Frau viel ausfiel) und nach einem Jahr fand er eine Frau mit der er nun seit vier Jahren zusammen ist und sie sind glücklich miteinander.
Ein anderen hatte ein sehr intensives und glückliches Verhältnis zu seiner Frau. Sie erkrankte schwer an Krebs, die ganze Familie hat sie mit gepflegt und versorgt und sie hatten in diesem letzten halben Jahr viele gute Gespräche und sie hat immer gesagt, dass sie möchte, dass er nach ihrem Tod nicht alleine bleibt und auch, dass es kein Liebesbeweis ihr gegenüber wäre, wenn er es täte. Sie liebe ihn und wolle dass es ihm gut geht und alleine ginge es ihm nicht gut.
Er hat nach etwa einem halben Jahr angefangen sich in SB umzutun, war auch nach einem Jahr liiert und ist seit vier Jahren glücklich in dieser neuen Beziehung, die auch eine sehr intensive ist.
Ich denke die Fälle sind unterschiedlich, im ersten Fall war aufgrund der langen Krankheit und der "Zerstörung" der Beziehung durch Alkohol und Depression die Trauerphase in gewisser Weise schon vor dem Tod der Ehefrau abgeschlossen.
Und im zweiten Fall weiß ich, dass die Eheleute das Thema Tod und Trauer sehr intensiv miteinander verarbeitet haben und er sich durchaus schnell auf einen neue Beziehung einlassen konnte, ohne Schuldgefühle und trotzdem mit der verstorbenen Frau in seinem Herzen, wo sie auch immer bleiben wird, ohne der neuen etwas wegzunehmen.
Und beide Männer konnten nicht gut allein sein, weil sie es eigentlich in ihrem Leben nie waren, sie sind direkt vom Elternhaus in die Ehe gegangen und hatte nie allein gelebt, auch das mag prägen und ein Faktor sein. Bei beiden war es jedenfalls so, dass sie sich ansonsten gut allein versorgen konnten und in den anschließenden Beziehungen auch einen wesentlichen Teil des Haushalts machen, die die neuen Frauen im Gegensatz zu ihnen noch zwei, drei Jahre arbeiten mussten.
Für deinen Fall mag das nichts sagen, aber es zeigt, jeder Fall und jeder Mann ist anders und ich glaube tatsäch, dass es in gewisser Weise "leichter" ist, seinen Ehepartner nach langer Ehe und Vertrautheit und dann "vorbereitender" Krankheit zu verlieren. Je jünger man ist, desto verzweifelter ist man vielleicht überhaupt über den Tod und seine Ungerechtigkeit und das Alleingelassen werden. Während man nach 40 Jahre Ehe auf soviel schöne Zeit zurückblicken kann, dass es leichter fallen kann, los zu lassen.
Und ich habe den Eindruck, dass vielen Männern, die lange in Beziehung waren, nicht gut allein sein können. Während Frauen in einer ähnlichen Situation - gerade jenseits der 60 - es eher genießen allein zu sein und ihr Leben selbständig zu gestalten ohne jemanden, der ihnen reinredet und bestimmen oder versorgt werden will. Der Eindruck kann aber auch täuschen.
Ein kleines Gegenbeispiel, eine liebe Freundin war beim Tod ihres Mannes 85 (65 Jahre Ehe) und er war länger Zeit krank gewesen, sie hingegen sehr fit, aber seinetwegen sehr ans Haus gebunden. Sie hat direkt nach der Beerdigung gesagt, "ich habe ihn geliebt, er war mein Leben, aber ich habe keine Zeit mehr lange zu trauern, was ich noch vom Leben haben werde, muss ich sofort in Angriff nehmen." Sie hat dann erstmal ihre Kinder in Neuseeland besucht (er konnte nicht fliegen), geht jede Woche ins Kino, regelmäßig ins Theater und Konzert, ist jeden Tag in der Stadt oder im Wald unterwegs und hat ein aktiveres Sozialleben, als ich jetzt mit 40. Sie ist mittlerweile 92 und einer der agilsten Menschen, die ich kenne. Ein neuen Mann war allerdings nie Thema "ich such mir doch keinen alten Tattergreis, den ich dann versorgen und pflegen muss" ..... ich nehme an, das Thema Sex ist bei ihr ebenfalls abgeschlossen ..... aber ich werde sie auch nicht fragen ....
Liebe Grüße
prometheaFreiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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03.06.2011, 09:43
AW: Verwitwet
Vielen lieben Dank für die Antworten!!!
Es hilft mir zu sehen, dass die meisten von euch denken, dass es alles geben kann. Ich überlege mir, ob ich ihn frage, ob wir uns Samstagabend sehen...
Nur damit ihr es besser einsortieren könnt: er ist Mitte vierzig und ich Ende dreißig.
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03.06.2011, 09:44Inaktiver User
AW: Verwitwet
du hast nichts zu verlieren!
das leben braucht auch ein bisschen mut- einen wunderschönen samstag abend jetzt schon wünscht



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