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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    Guter Gedanke. Ist das mit dem Selbstwert eigentlich bei allen so, also, egal, was man für eine Sozialisation etc. hinter sich hat? Ich halte mich für mittlerweile selbstbewusst (hart erarbeitet), aber wahrscheinlich gibt es da einen Unterschied zwischen Selbstwert und Selbstbewusstsein ... Ich frage mich, wie mich so ein Mann, der mir nahe kommt, jetzt noch so umhauen kann. Vielleicht ist es dann sowas wie kein wirklich tiefes Selbstbewusstsein, kein wirklich gutes Selbstwertgefühl...? Oh my god. Das ist übrigens nicht der erste Mann, das war auch so bei einigen meiner Beziehungsmännern. Da hat mich mein ad hoc-Verliebtsein so überrumpelt, dass ich erst nach 1,5 oder 3 Jahren klar gesehen habe. Aber damals war ich eher noch mauerblümerisch und ich-kann-nichts-mäßig unterwegs. Hä? Wo sind die Analytikerinnen unter Euch?

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    @ Kathrin
    Wo sind die Analytikerinnen unter Euch?
    *schulmäßig-streberisch das Fingerchen heb*

    Man kann ein gewisses Selbstbewusstsein haben und dennoch Selbstwertprobleme haben.
    Man kann sich im großen Ganzen so gut finden, dass man in der Lage ist, seine berechtigten Interessen zu vertreten, also sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, aber man kann trotzdem Teile seiner Person haben, die man ablehnt oder wegen der man sich wenig bis gar nicht mag.

    Oft sind das Teile, wo man tatsächlich einen Schaden in der Sozialisation erlitten hat: Man wurde ständig mit Maßstäben konfrontiert, die diese Teile der Persönlichkeit negativ bewertet haben, so dass man keine eigenen Maßstäbe entwickeln konnte, die es einem erlauben würden, diese Teile auch positiv zu sehen und damit anzunehmen.

    Bei Frauen sind das nicht selten Sachen, die was mit ihrem Aussehen zu tun haben bzw. mit ihrer Wirkung auf Männer. Ablehnung seitens des Vaters, Bevorzugung einer Schwester in der Familie, mehrere Erfahrungen als Mauerblümchen in der Pubertät oder ständiges Zurückstehen müssen hinter der hübscheren oder nur lebhafteren Freundin, wenn es um Kontakte zum männlichen Geschlecht geht, führen oft dazu, dass diese Frauen Probleme mit ihrer Weiblichkeit haben. Sie halten diese Weiblichkeit für ungenügend, um für Männer anziehend zu sein, sie zweifeln ständig an ihrer positiven Wirkung auf Männer. Das wirkt sich natürlich negativ auf Kennenlernsituationen aus, wo sie nicht gelassen bleiben können, sondern von Ablehnungsängsten gequält werden.
    Geändert von Latona (24.05.2011 um 17:02 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    Exactly!
    Ablehnung seitens des Vaters; mehrere Erfahrungen als Mauerblümchen in der Pubertät
    Hinzu kommt noch ne konkurrierende Mutter und ich als Tochter, die sich immer schön sackig angezogen hat, um keinen Stein des Anstoßes zu geben ...
    Ok, diese meine Familiensachen sind mir ja auch alle klar und hab ich gut herausgefunden. Und ja, Selbstbewusstsein ist da in Hülle und Fülle, keine Angst vor fast nix und niemandem, gut als Selbständige unterwegs, zufrieden als Alleinerziehende, nichts ist mir peinlich, was werden die anderen über mich denken, ist mir auch egal. Aber das mit dem Selbstwert hört sich plausibel an, das mit der eigenen Ablehnung (muss aber unbewusst sein, is mir nämlich nicht klar). Ich finde mich ziemlich reflektiert und ok. Nur eben, ja, da muss es was in mir geben, was Amok läuft, wenn mich jemand interessiert. Vorhin war er bei mir im Büro, weil er was abholen wollte. Ich war schon ziemlich entspannt, aber so ganz eben noch nicht. Und wir haben ja auch nichts miteinander und doch is da sowas komisches in mir drin. Ja und nun? Wie kommt man aus dem Unbewusstseinsablehnungsdilemma raus, Frau Analytikerin. Es zu wissen, ist die halbe Miete, ich will dann aber doch gern die ganze ;) Danke Latona!
    Geändert von Lukulla (18.06.2011 um 17:48 Uhr) Grund: Quote repariert

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    @ Kathrin

    Gezielte psychologische Beratung oder eine Psychotherapie kann helfen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    Zitat Zitat von Kathrin01 Beitrag anzeigen
    Ja und nun? Wie kommt man aus dem Unbewusstseinsablehnungsdilemma raus, Frau Analytikerin. Es zu wissen, ist die halbe Miete, ich will dann aber doch gern die ganze ;) Danke Latona!
    Es zu wissen, ist die halbe Miete, die ganze entsteht dann durch eine klare Analyse deiner Handlungsalternativen zu dem, was dir dein Unterbewusstsein immer wieder "rät".

    Unterdrücken kannst du diese Emotionen nicht, auch nicht nach einer endlosen Therapie, du kannst sie nur annehmen und dich dann - Schritt für Schritt - anders verhalten bzw. bessere Handlungsalternativen entwickeln und austesten. Trial and Error, den Error dann immer besser durchleben und aushalten. Irgendwer schrieb ja schon mal hier in der BriCom: Irgendwann gehst du dann um das Loch herum.

    Die Handlungsalternativen kannst du dir auch mit psychologischer Hilfe langsam, vor allem auf der Gefühlsebene erarbeiten. Denn die Gewohnheit wird dir emotional erstmal immer wieder suggerieren, dass das alte Verhalten das für dich "natürliche" ist. Das war es ja auch mal, auch das gilt es einzugestehen, ist es aber nicht mehr!

    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    @Latona: Ok, Therapie war und ist ein Thema, nicht mehr so massiv wie vor zehn Jahren, aber ab und an - ein ständiger Begleiter.
    @Elwyn: Naja und deswegen, wie Du es schreibst, ist ja dieser Mann, der mich schon zum Teil will, aber nicht ganz, ein ziemlich gutes Training. Mein Kopf weiß es und mein Gefühl zieht langsam nach. Wir mögen uns, haben außerordentlich guten Sex, aber mehr wird nie drin sein. Mein Kopf weiß es, wie gesagt, nur mein Gefühl sitzt ab und an im "Kinderzimmer" und will das Papa es lieb hat ..., aber, wie gesagt, die Realität hält Einzug.
    Von daher ist das, was gerade mit ihm passiert ganz gut. Oder mache ich mir da was vor? Ich denke und hoffe nicht.

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    es geht noch weiter: letztens am Telefon sagte er mir, er hätte Angst, sich zu verlieben. Er hätte zu viele Probleme derzeit, ich wisse nichts von ihm und überhaupt, sei er wahrscheinlich eine Frau, weil er gerade anfangen würde, sich zu verlieben, nur übern Sex. (Wie er denkt) Ich werde ihn in Ruhe lassen, schweren Herzens, oder?

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    Ich werde ihn in Ruhe lassen, schweren Herzens, oder?
    Weiß ich nicht, wirst du ihn denn in Ruhe lassen?

    Und wenn du es nicht tätest, was würdest du dir davon positives für dich versprechen/erwarten?

    LG
    Hexl
    The difference between try and triumph is just a little "umph"

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    Zitat Zitat von Kathrin01 Beitrag anzeigen
    Ich werde ihn in Ruhe lassen, schweren Herzens, oder?
    Warum?

    Hast Du Angst oder denkst Du, er passt ernsthaft gar nicht zu Dir, weil er *ein paar sehr seltsame Sachen quasselte.*

    (Was waren das für Sachen?)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Was ist das? Wie nennt man das? Und was nun?

    Zitat Zitat von Kathrin01 Beitrag anzeigen
    ... Ich frage mich, wie mich so ein Mann, der mir nahe kommt, jetzt noch so umhauen kann. Vielleicht ist es dann sowas wie kein wirklich tiefes Selbstbewusstsein, kein wirklich gutes Selbstwertgefühl...?
    Zitat Zitat von Kathrin01 Beitrag anzeigen
    Nur eben, ja, da muss es was in mir geben, was Amok läuft, wenn mich jemand interessiert.
    Wovor hast Du jetzt Angst? Vor Kontrollverlust, davor nicht mehr Frau Deiner Gefühle zu sein?

    Mir ist die Verknüpfung von *sich heftig verlieben* und mangelndem Selbstwertgefühl nicht klar. Meinst Du, Du verliebst Dich, weil Du nicht genügend Selbstwertgefühl hast?

    Was meinst Du mit Amok? Du klingst sehr wenig "amokisch".
    Geändert von Lukulla (20.06.2011 um 00:36 Uhr)
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