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  1. Inaktiver User

    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Ich finde, dass Du eine wichtige Eigenschaft hast, die Du auch wahrgenommen und somit Dich ernstgenommen hast.
    Du hast gefühlt, dass es Dir zu eng wurde und hast daher Abstand gesucht.

    Behalte Dir diese Eigenschaft, sie hat Dich aus meiner Sicht vor einer grossen Leidensgeschichte bewahrt, die sich gerade dadurch, dass Du Abstand suchtest bei ihm anscheinend einen Anteil geweckt hast, der für eine Beziehung grosses Leid bedeuten könnte.

    Du sagst, es war sehr intensiv, kann es sein, dass er bei Dir durch seine Leidensgeschichte Deinen Mutterinstinkt geweckt hat und Du deswegen so auf Ihn angesprungen bist?

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    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Bei so einer Geschichte liegt die Vermutung nahe, Mutterinstinkt oder Helfersyndrom, doch so war es nicht.
    Er war für mich ein Mann mit einer Krankheit.

    Es war mir zum Schluss zuviel, das Gerede über die Krankheit. Das habe ich ihm auch gesagt. Egal ob wir über meinen Sohn (er lernt Physiotherapeut) oder mein Patenkind sprachen, am Ende landete er bei seiner Krankheit. Vielleicht ist das nach der langen Leidensgeschichte normal, ich will es aber nicht als bestimmendes Thema.
    Ich habe ihm gesagt, in erster Linie sind wir ein Mann und eine Frau, nicht eine Frau und ein Kranker.

    Er hat nach Ostern mal gesagt, er fühlt sich mir nicht gewachsen. Vielleicht war dieses wortlose Ende seiner Unfähigkeit einen Konflikt auszutragen und auszuhalten geschuldet. Sicher Küchenpsychologie. Für mich ist er mal wieder weggerannt.

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    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Ich denke einmal, dass er nicht ohne Grund Frührentner geworden ist. Wie lange ist er das schon? Wie lange schon ist er nur mit sich beschäftigt?

    Dass er ein psychisches Problem hat, das steht wohl außer Frage und auf Dein Bauchgefühl zu hören auch. Ich denke es ist auch wichtig, sich nicht die Schuldfrage zu stellen, sondern tatsächlich zu erkennen, was Dich angezogen hat, um daraus zu lernen.

    Ich selbst bin ebenfalls ein "Flüchter", aber deswegen ist es wichtig, das anzusprechen. Er sollte ehrlich zu sich selbst und zu Dir sein. Aber ich fürchte, das kann er nicht und versteckt sich hinter seiner "Krankheit", die sicherlich nicht das einzige Handycap in seinem Leben ist.

    Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Hallo Linde,

    ich komme mal von der anderen Seite, weil ich diese Verhaltensweisen schon öfter gesehen habe.

    Dieser Mann hatte Darmkrebs, schreibst Du und dem entnehme ich, dass es für Dich vorbei ist.

    Für ihn ist es nicht vorbei sein, den er lebt weiter mit seiner offensichtlichen Angst.
    Ich habe ja keine Ahnung, wei geheilt er angeblich ist. Was war denn seine Lebererkrankung? Ich frage mal, weil die Leber der erste Metastasierungsort bei Darmkrebs ist. Udn falsl es so war, dann schwebt der Tod weiterhin über diesem Mann und so kommt mir halt auch sien Verhalten vor. Udn dazu passt sehr gut, dass er die Karte an Dich zurückgibt. Das war in seinen augen womöglich Zynismus.
    Hat er weiter Kontrolluntersuchungen? Das wäre auch e Hinweis, dass er nicht als geheilt gilt. Acuh sein Geheule und seine merkwürdig abrupten Trennungen von Dir passen in dieses Bild. Du hast das Leben noch vor Dir, manchmal möchte er das mit Dir teilen, manchmal kann er es vielleicht nicht ertragen oder wird ihm bewusst, dass ihm diese Zukunft nicht bleibt ...
    vVielleicht wurde auch gerade wieder eine kleine Metastase gefunden? Kein Ahnung. Aber seine Kranheit ist bei ihm noch gegenwärtig.
    Ein psychologische Therapie Begleitung bekommen (todgeweihte) Krebskranke bei uns gelegentlich oft aber auch nicht.

    Mit Krebskranken umzugehen ist schwer. Nicht nur, weil die Krankheit schlaucht, sondern auch die psychische Labilität der Kranken, vor allem bei den vielen auf und abs.
    Ich habe vor Jahren meine Schweigervater begleitet, als er an Darmkrebs gestorben ist, letztes Jahr meinen Vater (Lungenkrebs), der dan kurz vor Weihnachten verstorben ist.
    Ich glaube nicht, dass ich das geschafft hätte, wenn ich nicht diese Verbundeheit gehabt hätte.
    Unter dem Gesichtspunkt muss man auch die Flucht (?) seiner Frau betrachten, obwohl das von außen immer schäbig aussieht.

    Nein, ich möchte Dir kein schlechtes Gewissen einreden. Ich möchte Dir eine mögliche Erklärung für diese unverständliche Trennung und sein Verhalten geben.
    Ich kann mich in der Beurteilung des Mannes ja auch immer noch täuschen, aber wie gesagt, es wäre auch typisch (und damit beziehe ich mich jetzt nicht nur die beiden Erkrankten aus meinem näheren Umfeld).
    Und selbst wenn er für den Moment als geheilt gilt, so hat dieses Thema doch von ihm Besitz ergriffen und nein, ich denke auch nicht, dass sich das ändern könnte.
    Er kan einem sicherlich Leid tun, aber das ist keine Basis frü eine Liebesbeziehung.
    Und ja, er ist mE nicht frei, sondern mit der Krankheit verheiratet. Weil sie seine Gedankenwelt bestimmt.
    Vielleicht hat er gehofft mit Dir seine Angst zu verlieren und dann hat sie ihn vielleicht doch wieder eingeholt?

    Und so würde es immer weider sein ...

    Du hast ein Recht darauf, dass ein Kranker, erst recht, wenn er eine Bezeihung zu Dir will, auch Deine Bdürfnisse respektiert. Aber tatsächlich sind sei dazu oft nicht in der Lage, werden egoistisch und ungerecht ... keine gute Basis für einen Neuanfang.

    Wie gesagt, ein mögliche Sicht aus meiner Erfahrung, mit all den Abstrichen, die man in so einem Forum immer machen muss, weil ich ja nur Deine Bschreibung kenne und da zugegebernmaßen einfach auf ganz bestimmte Aspekte "angesprungen" bin.

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    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Liebe Seifreundlich,

    also bei allem Verständnis für eine Krebserkrankung oder andere lebensbedrohlich erkrankte Menschen, aber es ist egoistisch sich aufgrund der Erkrankung so zu verhalten.
    "Ich bin krank, Du gesund, also kümmer Dich um mich und ich darf aufgrund dessen mich immer so verhalten wie es gut für mich ist, da muss ich keine Rücksicht auf Dich und Deine Bedürfnisse nehmen"
    Bevor auf mich gehauen wird, mein Mann hat mittlerweile 10 Jahre Krebs, der nicht heilbar ist, ich weiss wovon ich spreche. Aber bei so einem Verhalten wäre ich nicht mehr bei ihm, das kann man doch nicht aushalten!!! Ich kann mich doch nicht total reduzieren und auch ich habe Bedürfnisse und Wünsche!
    Unser Motto "Soviel Rücksichtnahme wie nötig, soviel Normalität als Möglich"
    Der Kranke soll Hilfe und liebevolle Unterstützung bekommen, aber auch er kann in "gesunden" Phasen geben, selbst in kranken Phasen tut mein Mann dass.
    Dieser Mann ist scheint ein reiner Nehmer und kein Geber zu sein.

    LG
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  6. Inaktiver User

    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    also bei allem Verständnis für eine Krebserkrankung oder andere lebensbedrohlich erkrankte Menschen, aber es ist egoistisch sich aufgrund der Erkrankung so zu verhalten.
    "Ich bin krank, Du gesund, also kümmer Dich um mich und ich darf aufgrund dessen mich immer so verhalten wie es gut für mich ist, da muss ich keine Rücksicht auf Dich und Deine Bedürfnisse nehmen"

    Dieser Mann ist scheint ein reiner Nehmer und kein Geber zu sein.
    veranoazul, ich hoffe für Deinen Mann, dass er nicht an Darmkrebs erkrankt ist. Und es freut mich, dass er auch in schlechten Phasen geben kann.

    Ich habe im Freundeskreis erlebt, wie sehr Darmkrebs und die Todesangst einen Menschen verändern können. Aus einem Geber kann ein Nehmer werden und zwar dann, wenn er das Gefühl bekommt, dass von ihm immer nur genommen wurde und er nichts zurück bekommt. Für eine bestehende Beziehung eine schier unerträgliche Belastung, die jedes bestehende positive Gefühl ersticken kann.
    Für das Entstehen einer neuen Beziehung ist da sehr wenig Raum, was Seifreundlich auch sehr treffend formuliert hat
    Und ja, er ist mE nicht frei, sondern mit der Krankheit verheiratet. Weil sie seine Gedankenwelt bestimmt.

  7. Inaktiver User

    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Bevor auf mich gehauen wird, mein Mann hat mittlerweile 10 Jahre Krebs, der nicht heilbar ist, ich weiss wovon ich spreche. Aber bei so einem Verhalten wäre ich nicht mehr bei ihm, das kann man doch nicht aushalten!!! Ich kann mich doch nicht total reduzieren und auch ich habe Bedürfnisse und Wünsche!
    Unser Motto "Soviel Rücksichtnahme wie nötig, soviel Normalität als Möglich"
    Der Kranke soll Hilfe und liebevolle Unterstützung bekommen, aber auch er kann in "gesunden" Phasen geben, selbst in kranken Phasen tut mein Mann dass.
    Dieser Mann ist scheint ein reiner Nehmer und kein Geber zu sein.

    LG
    Liebe Veranoazul, dein Mann ist ein anderer Mensch als der Freund der TE. Dein Mann hat auch eine Frau an seiner Seite, die ihn stützt. Hinzu kommt, dass wohl niemand, der nicht selbst schon so einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste, wirklich behaupten kann, wie er selbst unter diesen Voraussetzungen handeln würde. Da würde ich mich an deiner Stelle nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen.

    Man braucht sich ja nur mal daran zu erinnern, wie es ist, heftige Zahnschmerzen über mehrere Stunden durchhalten zu müssen. Da ist nicht mehr viel mit Nächstenliebe übrig, da wird man zum egoistischsten Nehmer aller Zeiten. Und das ist noch Pille-Palle und ja relativ schnell behandelbar. Wie muss es dann erst sein, wenn man weiß, man ist todkrank und kann faktisch nichts dagegen tun!!!


    Ich will diesen Mann auch nicht in Watte packen; aber verstehen kann ich ihn trotzdem. Eine neue Partnerin kann ihm sicher nicht das Verständnis und die Fürsorge entgegenbringen wie du, Veranoazul als langjährige Ehefrau eines kranken Mannes.

    Deshalb denke ich, dass ihre Erwartungen viel zu hoch gewesen sind.

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    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will diesen Mann auch nicht in Watte packen; aber verstehen kann ich ihn trotzdem. Eine neue Partnerin kann ihm sicher nicht das Verständnis und die Fürsorge entgegenbringen wie du, Veranoazul als langjährige Ehefrau eines kranken Mannes.

    Deshalb denke ich, dass ihre Erwartungen viel zu hoch gewesen sind.
    Die TE hat geschrieben, dass er aktuell alles überstanden hat, kein akutes Krankheitsbild.
    Seine Erwartungen waren von m. E. zu hoch, über die Mitleidsmasche alles erreichen zu wollen was ihm sein Leben schön macht.

    Natürlich verstehe ich diesen Mann auch, das Leben ist nicht immer fair, that's it! Aber wenn ihm das Glück zuspielt jemand nettes zu finden und er das nicht sieht, Pech!
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  9. Inaktiver User

    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Die TE hat geschrieben, dass er aktuell alles überstanden hat, kein akutes Krankheitsbild.
    Seine Erwartungen waren von m. E. zu hoch, über die Mitleidsmasche alles erreichen zu wollen was ihm sein Leben schön macht.

    Natürlich verstehe ich diesen Mann auch, das Leben ist nicht immer fair, that's it! Aber wenn ihm das Glück zuspielt jemand nettes zu finden und er das nicht sieht, Pech!
    Manchmal sieht vor lauter Leiden wirklich nicht mehr, dass das Glück einem zuspielt. Aber dann von Mitleidsmasche zu reden ist sehr aggressiv.

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    AW: Wie umgehen mit diesem Abschied?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manchmal sieht vor lauter Leiden wirklich nicht mehr, dass das Glück einem zuspielt. Aber dann von Mitleidsmasche zu reden ist sehr aggressiv.

    Er spielt seine Erkrankung menschlich aus, so verstehe ich die TE
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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