Sicher bin ich nicht, ob mein Anliegen hierhin passt, aber "Umgangsformen", "Freundschaft" oder "Persönlichkeit" fand ich auch nicht treffend. Deswegen.
Es geht um einen Mann, mit dem ich mich eine zeitlang getroffen habe. Für die, die sich erinnern: es war der mit immer demselben Oberteil.
Zwischen uns lief nichts. Es gab ein paar kribblige Momente, die ich aber im Nachhinein eindeutig der Tatsache zuordnen kann, dass ich seit fast einem Jahr auf dem Trockenen sitze.
Ok, er hat eine männliche Ausstrahlung und was auf dem Kasten, und ich mag Männer, die eine männliche Ausstrahlung und etwas auf dem Kasten haben. Das allein reicht aber nicht für irgendetwas.
Darüber hinaus haben die Dinge zugenommen, die mich definitiv an ihm stören. Nicht nur das mit dem Oberteil, sondern seine schnelle, nuschelige Aussprache, sein für mich unattraktives Gesicht, seine zum Teil tendenziell chauvinistischen Ansichten, das Gel in den Haaren ... vielleicht sollte man es wirklich lediglich zusammenfassen unter "Chemie stimmt nicht".
Und zwar so sehr nicht, dass ich nicht einmal mehr Lust habe, mit ihm etwas trinken zu gehen.
Darüber hinaus mein Bauchgefühl. So richtig weiß ich nicht, wie er das hält mit Frauenbekanntschaften, und eventuell braucht mich das nicht zu interessieren, aber da er mir signalisiert hat, dass er mich attraktiv findet, habe ich da unweigerlich in mich hineingehorcht.
Da ich auf seine letzte (unverbindliche) Nachricht nicht reagiert und seitdem über einen Monat nichts von ihm gehört habe, dachte ich, es hätte sich eh erledigt.
Nun hat er sich aber gemeldet, und will was mit mir trinken.
Und nun?
Einfach nicht mehr melden, ist nicht meine Art, wenn ich merke, jemandem liegt etwas an meiner Antwort. Es sei denn, irgendwer hat mir übel mitgespielt, aber das kann man ihm nicht vorwerfen.
Ich könnte meine Arbeit vorschieben, aber das wäre auch irgendwo unehrlich.
Ich könnte ehrlich sein, aber verletzen möchte ich ihn auch nicht. Zumal er wohl nicht verstehen wird, warum ich wegen "Chemie stimmt nicht" sogar ein Problem damit habe, einfach nur mit ihm trinken zu gehen. Schließlich waren wir ja auch öfters zusammen aus und haben zusammen Filme geguckt, lang und viel gequatscht etc.
Wie kommt man da am elegantesten und für ihn angenehmsten raus?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 61
-
20.04.2011, 10:15Inaktiver User
Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
-
20.04.2011, 10:25
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Ich würde wirklich einfach ehrlich sein.
Was würdest du dir denn für dich wünsche, wenn es anderrum wäre? Wie würdest du es erfahren wollen? Willst du vorgeschobene Gründe, oder die Wahrheit?
Es ist so wie es ist und das sollte er auch so wissen. Damit wird er schon irgendwann umgehen können.
Schön wird er es so oder so nicht finden.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
-
20.04.2011, 10:33Inaktiver User
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Hallo Balsamikatz,
ich sehe da kein so großes Problem. Wenn ihr euch schon über einen Monat nicht mehr gesehen und auch nichts voneinander gehört habt und zudem die letzte Funkstille von Dir ausging, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass er sich a) noch (halbwegs ernsthafte/begründete) Hoffnungen macht und b) noch wirklich ins Zeug legen wird.
Ich denke, von der Ebene seid ihr schon einigermaßen runter. Möglicherweise, das kann ich jetzt nicht so genau aus Deinen Zeilen lesen, ist/war er interessiert an Dir, aber nach dieser Funkstille wird er bereits wissen, dass Du es nicht bist - selbst, wenn er es noch nicht ganz wahrhaben wollte.
So, bleibt also "nur noch" die Freundschaftsebene. Wart ihr gut befreundet? Oder eher eben Bekannte für eine Zeitlang? Ich würde ihm offen und ehrlich schreiben, dass Du ihn nicht wieder treffen möchtest - weil Du das Gefühl hast, er machte sich Hoffnungen, falls das so ist, oder weil Du Dich einfach mit ihm unwohl fühlst und das Gefühl hast, ihr seid zu verschieden, oder...
Einfach ehrlich, aber nicht verletzend (also ihm nicht unbedingt im Einzelnen das aufzählen, was Du hier schreibst
).
Gruß Sin
-
20.04.2011, 11:01
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Dass man jemanden, wo man anfangs mal dachte "recht nett" plötzlich so abturnend findet,
dass man keinerlei gesteigerten Wert mehr auf seine Gegenwart legt, kenn ich von mir auch.
Als wär da plötzlich ein Schalter umgelegt.
Da nervt's einen auf einmal schon wie der sich immer neurotisch räuspert und immer mit dem einen Auge plinkert *g*
Ja, die Welt ist nicht fair, hat aber auch nie einer behauptet ;)
Also ich glaube elegant und ehrlich schließt sich in den meisten Fällen, auch hier,
gegenseitig aus.
Ich würde allein schon aus egoistisch motivierten Gründen die Varition Elegance mit Wahrheitstuning vorziehen.
Nein, nicht um besser dazustehen,
sondern allein um zu verhindern, das gewisse Wahrheiten (bist doch net so der Richtige für mich!) oder Mutmaßungen (ich glaub du machst dir Hoffnungen!) Aufhänger für erneute Kontaktaufnahmen, Widerlegungsversuche, Überzeugungsarbeit, Rechtfertigungsdebatten und Klarstellungsgespräche werden.
Du willst keinen Kontakt mehr. Das ist das Primärziel.
Sag, du hast in der zwischenzeit nen anderen kennengelernt ,
(schnelllebig wie de bist*g*)
und der ist rasend eifersüchtig (tja, du hast halt nen eigenwilligen Männergeschmack *lach*)
und darum lass ma lieber....
Das ist die Methode ;)---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
__________________
-
20.04.2011, 11:08Inaktiver User
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Das habe ich auch überlegt, vorzuschlagen - und verworfen.
Wenn mich jemand auf der Straße anspricht oder bei ähnlichen Gelegenheiten, wo klar ist, man sieht sich nicht wieder und kannte sich auch vorher nicht/kaum, da nutze ich auch ein elegantes "Tut mir leid, ich bin schon vergeben." Grad stimmt's ja sogar.
Aber hier wäre mir das zu... Einerseits riskant (aufzufliegen), andererseits feige, denn: muss sie sich hinter einem erfundenen eifersüchtigen Freund verstecken? Sie hat das Recht, ihn nicht mehr treffen zu wollen. Und diese Ausrede würde ihm auch einen Anhaltspunkt zum Nachhaken geben, fürchte ich zudem. Dann denkt er noch, sie würde ihn ja gerne treffen, aber ihr eifersüchtiger Macker ist im Weg... und er wäre doch vielleicht viel besser für sie und netter zu ihr und gar nicht so eifersüchtig... Nee, das würde ich lassen!
-
20.04.2011, 11:11
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Aufgrund der von ihr erwähnten chauvinistischen Ansichten hätte ich diese Befürchtung,
dass er nämlich gern seine Männlichkeit unter Beweis stellen möchte und Frauen ja sowieso immer Ja meinen, wenn sie Nein sagen, nicht locker lassen wird,
egal was sie sagt.
Bliebe also nur noch der Evergreen mit dem hochgradig ansteckenden, leider nicht austherapierbaren Lippenpilz
---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
__________________
-
20.04.2011, 11:14Inaktiver User
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Ich bin gerade auf dem Ehrlichkeitstrip. Frau muss nur angepisst genug sein, dann funktioniert das ganz gut.
Da fällt mir ein, ich sollte die Phase nutzen, um was bei meiner Schneiderin zu reklamieren (ich drücke mich schon ein paar Tage)...
-
20.04.2011, 11:14Inaktiver User
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Ich fand ihn von Anfang an nicht so richtig ansprechend, denke aber, solange der andere nicht gerade den Impuls auslöst, spontan schreiend den Raum zu verlassen, kann man dem Ganzen ruhig ein paar Treffen geben, bevor man sich ein Urteil bildet.
Nun hat sich der erste Eindruck eben auch nach vier, fünf Treffen verfestigt.
Sowas hab ich auch schonmal gemacht, aber eigentlich nur bei Männern, die eine gewisse Aufdringlichkeit an den Tag gelegt haben, oder die ich nicht bis kaum kannte.Sag, du hast in der zwischenzeit nen anderen kennengelernt ,
(schnelllebig wie de bist*g*)
und der ist rasend eifersüchtig (tja, du hast halt nen eigenwilligen Männergeschmack *lach*)
und darum lass ma lieber....
Gegen spontane Anmachen, sozusagen.
Ich glaube, ich bleibe ehrlich. Ohne Details, aber ihm zu sagen, dass ich zu dem Ergebnis gekommen bin, wir seien so verschieden, dass wir von weiteren Begegnungen im Endeffekt beide nichts hätten, sollte doch eigentlich okay sein. Alles Gute, schöne Feiertage, und so.
-
20.04.2011, 11:18
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Hallo,
ich würde es halten wie Hamster und möglichst nahe an der Wahrheit bleiben. Das mag im ersten Moment unangenehm sein, aber du schaffst dir damit - im Gegensatz zu jeder Lüge keine weiterführenden Probleme, denn man sieht sich erfahrungsgemäß immer zweimal im Leben.
Liebe Grüße
prometheaFreiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
-
20.04.2011, 11:32
AW: Jemandem taktvoll vermitteln, dass man ihn nicht mehr sehen möchte?
Hi,
ich würde ihm sagen, dass die Chemie zwischen Euch beiden nicht so richtig passt und Du keine falschen Hoffnungen schüren möchtest.
Auch dass Du zur Zeit zeitlich sehr angespannt bist darf man erwähnen, auch dass Du die Zeit mit ihm nett fandest um auch was positives zu sagen könnte man auch einfliessen lassen, dass ist ja nicht ganz gelogen, sonst hättest Du Dich nicht mehrfach mit im getroffen.
Ihn tief verletzen würde ich versuchen zu umschiffen, denn das tut ja gar nicht not.
Vielleicht schreibst Du ihm einfach eine freundliche Mail anstatt zu telefonieren
LG
PS. Wünsche ihm auch alles Gute für die Zukunft, das hat immer einen sehr abschliessenden Charakter und signalisiert eigentlich ganz klar, lass mich in RuheDas Leben macht was es will und ich auch!


Zitieren
