Hallo Bricom,
rückblickend ist mir aufgefallen, daß fast alle meine Beziehungen sprich Beziehungsversuche mit dem gleichen Typ Mann waren...
....es sind die rasanten, verwegenen, männlichen....die auf mich wirken.
Irgendwie ziehen solche Männer mich in ihren Bann.....
Kommt dann mal ein "lieber" daher, dann spüre ich nichts.....es ist irgendwie "langweilig". Selbst ne liebe SMS hat für mich nicht soviel wie eine herausfordernde, spritzige SMS von so einem A....Typ ?!
Diese rasanten Männer sind meist Beziehungsunwillig (obwohl man tolle Zeiten hat) oder frischgetrennt oder, oder, oder.
Das paradoxe daran ist, das ich mir nichts sehnlicher Wünsche als geliebt zu werden und das auch selbst zu geben.
(P.S. Meine Ehe war einfach langweilig über viele Jahre und ich hatte das Gefühl, nicht mehr am Leben teilzunehmen)
Wie komm ich da raus ?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 212
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28.01.2011, 12:41
Warum immer ein A....-Typ ???
Man sagt, die Zeit würde Dinge ändern. Das stimmt nicht. Man muss es selber tun. (Andy Warhol)
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28.01.2011, 12:51
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Indem du folgenden Fragen nachgehst:
1) An wen erinnern dich diese A---Typen?
Wer ist schon damals mit dir so umgegangen?
2) Welchen "Nutzen" bzw. "Gewinn" ziehst du aus diesen Beziehungen?Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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28.01.2011, 12:55
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Ich weiß nicht, ob ich das darf, vielleicht gilt es als Werbung, dann muss es eben ein Mod wieder rausmachen.

Ich kann dir da ein Buch empfehlen. "So nah und doch so fern"
Da geht es um aktive und passive Beziehungsvermeider .
Denn das ist es ja. Ein Beziehungsvermeidungsverhalten.
Wenn man auf Typen anspringt, die einem nicht gut tun, die einen nicht wirklich wollen, die beziehungsunwillig sind, untreu, kaputt oder sonstwas und wenn man Männer langweilig oder sonstwas findet, die beziehungswillig sind, nett, interessiert, lustig, vertrauenswürdig und vor allem: die einem gut tun.
Letztendlich wird man sich so lange im Kreise drehen und immer wieder ins Klo greifen, bis man seine Lektion gelernt hat.
Und ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen.
Ich meine auch genau zu wissen, welche Art Mann du da meinst, die dich anspricht.
Und wenn man ganz ehrlich ist, man braucht meist keine sonderlich feinen Antennen um zu merken, dass das nach Problemen riecht. Und dass man dem Braten nicht trauen kann, auch wenn es vordergründig erstmal gut läuft.
Es hilft alles nichts, außer Rückbesinnung auf sich selbst und die Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten, Klippen und Sollbruchstellen.
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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28.01.2011, 13:13
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
herausfinden, was liebe wirklich ist. liebe ist eine innere einstellung, und eine art zu handeln. es ist keine sache, die man bekommt.Wie komm ich da raus ?
wenn du liebst und liebevoll bist, hast du ein auge dafür, ob hinter der jeweiligen männlich-rasanten fassade ein liebevoller mensch steckt, der geben kann, oder ein bedürftiger mensch, der die beziehung und dich verkonsumieren wird.
wenn du das - ungeachtet der fassaden - noch nicht unterscheiden kannst, kannst du deine eigene liebesfähigkeit noch ein wenig üben... bis es klappt
Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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28.01.2011, 13:59
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Liebe Wonderwomen,
in ClaudeMonets Strang war mal ein Link zur "Imago Therapie arbeitsblätter.stangl-taller.at" und da wurde beschrieben, warum wir uns genau den Partner aussuchen, den wir uns wählen. Und warum wir uns dann eben oft ein und denselben Typ Mann immer wieder suchen und was uns da hindert, manchmal einen passenderen Partner für uns zu wählen.
Evtl. hilft dir dieser Artikel ja weiter, zu verstehen, warum du im Moment immer wieder an so einen Typ Mann gerätst und dich gerade von solchen Männern angezogen fühlst.Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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28.01.2011, 14:03Inaktiver User
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Alleine wahrscheinlich gar nicht.
Bei solchen Geschichten wurde meiner Meinung nach in der Kindheit ein Muster im Gehirn verankert. Mit verankert meine ich, dass da die Gehirnchemie und die Synapsen so geschaltet wurden dass Dich genau dieses Verhalten kickt während ein Dir liebevoll zugewandter Mann in Dir Ängste auslöst oder Dich gar nicht erst anspricht.
Ein Beispiel ist wenn man als Kind von den Eltern nicht geliebt wurde bzw. sich die Liebe immer wieder erkämpfen musste. Bei Frauen spielt vor allem der Papa eine entscheidende Rolle weil das der erste Mann ist im Leben der Tochter und sich diese später im erwachsenen Leben immer an diesem Typus orientiert.
Das bedeutet im Kind wird z. B. folgende Struktur (unbewusst) verankert.
Ich kann meinen Papa nicht erreichen, entweder ich verhalte mich zickig oder reize ihn solange bis ich eine Reaktion bekomme von ihm und wenn er dann eine Reaktion zeigt dann wird das unter Liebe und Zuwendung abgespeichert.
Man speichert ab, dass Frau einen Mann nur attraktiv findet wenn man um ihn kämpft und wenn er sich wie ein Arsch einem gegenüber verhält (Synonym für Wildheit, Unabhängigkeit) dann wird das alte Muster reaktiviert.
Bei den Männern, die scheinbar weicher sind und rücksichtsvoller wird dieses Areal im Gehirn nicht aktiv weil man es ja so nicht gelernt hat.
Blöderweise wird gleichzeitig in der Kindheit auch das sexuelle Zentrum im Kopf mit betroffen obwohl gar nix sexuelles an sich passiert aber alleine das der Vater bereits das männliche präsentiert und das in sich schon Sex ist wird auch da eine Struktur gelegt, die einem im späteren Leben genau auf die Megamachos anspringen lässt.
Kurzum um Dein Verhalten genau zu sehen wirst Du Dir jemanden suchen müssen, der neutral ist.
Ich kann Dir empfehlen eine Therapie zu suchen, die aber nicht nur aus Analyse besteht oder Gesprächen sondern zwingend den Körper mit einbezieht.
Viele Dinge werden physisch im Körper abgespeichert und es besteht eine Wechselwirkung zwischen Geist und Körper. Vor allem intellekuelle Menschen können über den Geist sehr viel sich rauswinden und auch Therapeuten in die Irre führen. Der Körper lügt nie.
Die Frage ist willst Du wirklich hinschauen?
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28.01.2011, 14:08
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
also ich weiß ja nicht, aber ich würde hier nicht gleich die therapiekeule ziehen.
offensichtlich hast du, wonderwoman (übrigens ein bezeichnender nick in diesem kontext) die variante "lieber, aber langweiliger mann" bereits zur genüge ausgelebt.
dass du dich jetzt nach einem kick sehnst, kann ich angesichts dessen nur zu gut verstehen. und was ist so schlimm daran? klar, du musst einen bestimmten preis dafür zahlen.
aber warum sagst du dir nicht: okay, ich habe ich jahrelang auf nummer sicher gelebt und mich dabei zu tode gelangweilt. jetzt lebe ich mal eine zeit lang auf der überholspur, auch wenns nicht immer ganz schmerzlos abläuft,
muss ja nicht den rest des lebens so weitergehen. aber was spricht dagegen, mal selbst etwas rasant, verwegen und abenteuerlustig zu sein, wenn man eine lange phase der langeweile hinter sich hat?
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28.01.2011, 14:16
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Oh, Stecher, was für eine Analyse....
Bei mir sind es ja die schwachen Männer. Ich signaliere extra, dass ich keinen starken Mann brauche, der mich versorgt, sondern mit mir mithalten kann und nach ein paar Monaten entpuppen sie sich dann doch als schwache Männer, machen einen was vor. Ich will das gar nicht, aber das ist das einzige Muster, das ich heraus lesen kann. Mein Vater war eher dominant, das Gegenteil, so einen habe ich mir noch nie gesucht. Ich glaube, es liegt an meiner Mutter, die immer krank und Alkoholikerin war. Ich lerne schon früh, auch für andere zu sorgen. Und das suche ich mir wohl unbewusst wieder.....
. Aber Anfangs merkt man das gar nicht, oder ich nehme die Signale nicht wahr. Was soll denn das für ne Therapie sein? "Wie finde ich einen Mann oder wie?"
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28.01.2011, 14:22
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Sehe es auch eher wie Carmelona, wobei sie sich ja nach Stabilität sehnt...
Aber wenn man es wirklich so mal extrem langweilig ausgelebt hat, kann ich mehr verstehen, wenn man eher das Abenteuer sucht. Also ich bin ja doch überzeugt, dass es beides gibt. Etwas verrückt, verwegen und doch liebevoll und zuverlässig....Irgendwann treffe ich ihn auch noch....
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28.01.2011, 14:22
AW: Warum immer ein A....-Typ ???
Stecher,
ich finde, du hast das sehr gut beschrieben, Leider muss ich aus heutiger Sicht sagen, dass Therapie da nichts ausrichten kann. Man kann die Programmierung im Gehirn nicht mehr ändern, davon bin ich heute überzeugt. In der Therapie kann man höchstens lernen, besser mit den Konsequenzen zu leben.
Vielleicht gehöre ich aber auch zu den Intellektuellen, die sich in der Therapie immer rauswinden? An welche Körpertherapie hast du denn gedacht?


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