wo? bei uns müssen diese überpünktlichen freizeitphilosophen a.k.a. gasthörer wenigstens dafür zahlen, dass sie die ordentlichen studierenden auf den fußboden der vorlesungssäle verdrängen dürfen.
obwohl: wahrscheinlich haben sie sich nicht ordnungsgemäß um einen gasthörer-status beworben, sondern eingeschlichen, denn dass gasthörer zu ohnehin überlaufenen pflichtveranstaltungen zugelassen werden, mag ich mir nicht vorstellen.
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Ergebnis 81 bis 87 von 87
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18.01.2011, 00:22
AW: Künstler, Schriftsteller und Konsorten ;-)
Geändert von nebenschauplatz (18.01.2011 um 00:27 Uhr)
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18.01.2011, 10:15Inaktiver User
AW: Künstler, Schriftsteller und Konsorten ;-)
Also, nach 8 Seiten Strangdiskussion verstehe ich immer noch nicht, warum Dich die Vorstellung, einen Künstler als Partner zu haben, so sehr triggert. Was ist denn so besonderes daran? Ist es eine romantisch verklärte Vorstellung von dem, was ein Künstler ist? Vielleicht die Vorstellung von Sensibilität, Kreativität, ungewöhnlichem Leben, das er Dir durch seine Anwesenheit zukommen lassen könnte, bzw., Dich in seine Welt mit hinein nehmen könnte?
Warum brichst Du nicht selbst auf, Dich in diese Welt zu begeben? Eine "künstlerische Ader" (was immer das jetzt auch heißen mag) scheinst Du doch zu haben? Keine ZEit?
Und da muss ich an Stecher erinnern, der in einem seiner Post davon geschrieben hatte, dass Du das Pferd von hinten aufzäumst. Du schriebst daraufhin, dass Du es von allen Seiten her aufzäumst. Das spürt man auch ,denn irgendwie kommst Du nicht zum Punkt. Deine Gedanken haben etwas beliebiges und konturloses und drücken Deine Richtungslosigkeit aus. Nun, vielleicht schreibst Du ja genau deswegen hier, um deinen Absichten etwas mehr Kontur zu geben und eine Richtung für Dich zu finden.
Da man in der Praxis aber immer nur in EINE Richtung gleichzeitig gehen kann, könntest Du das Pferd tatsächlich mal von vorne aufzäumen und Dir konkret überlegen, wie Du deiner Kreativität Ausdruck verleihen könntest, anstatt mit Hilfe eines potentiellen Partners an Deine kreative Ader herangeführt zu werden, denn: Brauchst Du tatsächlich einen Partner, um Deine Kreativität auszuleben? LEbe doch ZUERST Deine Kreativität aus, DANN stellt sich auch ein passender Partner ein....
Übrigens würde ich mir ganz genau die letzten Beiträge von Latona , Priscinome, Chrissiebabe, Ditha anschauen.... Da drin ist alles gesagt...
Viel Glück auf Deinem Weg!Geändert von Inaktiver User (18.01.2011 um 10:19 Uhr)
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18.01.2011, 10:47Inaktiver User
AW: Künstler, Schriftsteller und Konsorten ;-)
Ich bin jetzt mit lesen noch nicht ganz durch, aber was mich auch stutzig macht, ist, daß Dir der Gedanke nicht selbst gekommen ist. Kein, ach, ich glaube jemand der so und so ist, täte mir gut. Stattdessen sagt Dir die Freundin ihre Ansicht und Du findest es dann attraktiv. Das hinkt. Riecht eher nach Status* als nach inneren Zuständen.
Ich habe schon so den einen oder anderen nicht ganz so erfolgreichen Künstler kennengelernt. Die docken sehr gerne am Modell Beamte oder Angestellte an, um ihre Wünsche nach finanzieller Stabilität auszuleben. Die einen sind halt "langweilig" und bringen dafür aus soliden Tätigkeiten regelmäßig Geld heim und die anderen "drücken sich aus", brauchen aber auch was, um ihre Rechnungen zahlen zu können. Das gibt prima aus äußeren Zwängen nach innen stabilisierte Beziehungen. Wer's mag
* wobei das natürlich ziemlich viel Raum für Projektionen läßt, wenn man keinen Kontakt zu diesem Lebensstil hat.Geändert von Inaktiver User (18.01.2011 um 10:55 Uhr)
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18.01.2011, 11:38Inaktiver User
AW: Künstler, Schriftsteller und Konsorten ;-)
Schau, ich glaube, wenn Dir das wirklich ein Anliegen ist, integriere es in dein Leben und Du wirst Menschen kennenlernen, die es in ihr Leben integriert haben. Aber suche nicht nach einem, der das mitbringt, was Du vorgibst, es sei wichtig für Dich, es aber selbst nicht lebst. So funktioniert das nicht.
Ich habe ein starkes Interesse an Soziologie, Entwicklungspsychologie und einer Spur Pädagogik. Die Themen liegen ganz jenseits meines Berufs, den ich liebe und der mich gut ernährt. Ich befasse mich auf laienhaften Niveau mit den Themen, einfach, weil es mich interessiert, weil es mich bereichert und weil es SPAß macht.
Und irgendwie lerne ich immer wieder SozPäds kennen ...Geändert von Inaktiver User (24.01.2011 um 11:28 Uhr)
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22.01.2011, 04:37
AW: Künstler, Schriftsteller und Konsorten ;-)
Lustiges Thema! Aber irgendwie kann ich mit dem meisten, was hier geschrieben wurde, nichts anfangen. Manche Ansätze kann ich nachvollziehen, doch mehr auch nicht. Ich kann aber auch nix erklären und auch den Rat der Freundin nicht wirklich verstehen. Hilflosigkeit auf allen Ebenen.

Und das mir, einem Künstlerkind (völlig normale Eltern, denen nur immer irgendwas unterstellt wurde - Orgien und so Kram), das mittlerweile selber Kunst macht, auch wenn es manchmal wirklich nur Lebenskunst ist. Die durchgeknallten Artisten wurden auch älter und sind mittlerweile genauso spießig wie Hinz und Kunz - nur nicht im Geist. Ich kenne Künstler bis zum Abwinken und bei vielen tu ich auch genau das.
Das Argument, sich einen Künstler anzuschaffen, kann ich maximal nur so verstehen, dass es ganz nützlich sein kann, jemanden zu finden, der die eigenen Traumwelten und die daraus entstehenden Intentionen versteht. Das ist aber ein Sechser im Lotto, da die meisten wirklichen Künstler Egomaniacs sind oder so zurückgezogen, dass eh niemand an sie rankommt. Das Differenzierungspotiental dabei ist extrem hoch :-)
Für mich heißt der Rat: "Such dir einen Künstler" - grob interpretiert - nix weiter als "Spinn weiter" *gg*
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22.01.2011, 19:06
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22.01.2011, 20:15



wo? bei uns müssen diese überpünktlichen freizeitphilosophen a.k.a. gasthörer wenigstens dafür zahlen, dass sie die ordentlichen studierenden auf den fußboden der vorlesungssäle verdrängen dürfen.
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