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  1. Inaktiver User

    AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...)
    Wie macht man das? Wie hält man die Gefühle zurück? Geht das überhaupt?
    Hallo Gittiy,

    Kann es sein, dass du Gefühle zurückhalten willst, um nicht mehr so oft verletzt zu werden?

    Wenn es nämlich so ist, wie du schilderst, dass du dich oft verliebst, der "Hormonrausch zuschlägt", und dann der Katzenjammer hinterher groß ist, und das in häufiger Abfolge, dann kann ich mir vorstellen, dass das ziemlich wehtut.

    EINE Reaktion darauf könnte ja sein, dass man sich von selbst zurückzieht, vorsichtiger wird. So schützt man sich automatisch erst einmal selbst, ohne große "Kopfsteuerung".

    Das scheint bei dir aber nicht der Fall zu sein. (Oder doch, gerade jetzt, bist du dabei, dich zurückzuziehen, sonst hättest du ja nicht den Strang eröffnet???)
    Du scheinst dich immer wieder und ziemlich oft zu verlieben. Das ist doch aber zunächst einmal ein gutes Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass du begeisterungsfähig bist und durchlässig für positive Emotionen. Also auch ein Stück weit lebendig bist!

    Ich stand vor kurzem auch vor dem Punkt, Verliebtsein kontrollieren zu wollen. Das geht aber nicht. Man "fällt" in dieses Gefühl rein und kann eigentlich nichts dagegen tun. Oder eine andere Metapher: Plötzlich geht eine Tür auf und innerlich wird es ganz weit, hell und warm. (Im Englischen heißt es doch auch : "to fall in love".)
    DAS kannst du also nicht kontrollieren. (Gottseidank!!! )

    WAS du aber "steuern" kannst, ist, WIE du mit dieser Verliebtheit umgehst. Also, nachdem dir bewusst wird, DASS du dich verliebt hast, entscheiden, ob du auf diesem Weg weitergehst, oder lieber doch nicht.... Wenn die Gefühle aber so übermächtig sind, dass es schwer ist, sie "umzuleiten", dann würde ich immer wieder in die Vollen gehn. Auch wenn ich noch weitere 10 Mal auf die Schnauze fiele.

    Daraus ergäbe sich dann die Frage, wie du dich (und ich mich ) nach einer Enttäuschung wieder selbst soweit auffangen kannst, dass du nicht allzulange leiden musst.... und NICHT, ob und wie du Gefühle zurückhalten könntest und solltest.
    Geändert von Inaktiver User (25.10.2010 um 11:25 Uhr) Grund: grad noch eine "Erleuchtung" gehabt...

  2. Inaktiver User

    AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich frage mich, warum Du das überhaupt anstrebst?

    Die Frage wäre für mich als eher, warum Du "Deine" Art, an das Thema heran zu gehen, unbedingt ändern möchtest. Glaubst Du, einen langfristigen Partner so schneller zu finden? Welchen Preis würdest Du dafür in Sachen Spontaneität und Authentizität zahlen, und mit welcher Aussicht auf "Erfolg"?
    Jetzt in der Reflektion der Beziehung ist mir aufgefallen, dass die Dinge, die ich am Schluss der Beziehung als störend empfunden habe bereits nach 2 Wochen zu erkennen waren. Meiner Meinung nach habe ich diese aber nicht wahrgenommen, da ich
    erstens: gedacht habe das ist gar nicht so schlimm, damit komme ich klar und
    zweitens: keine Zeit hatte das Erlebte wirklich frühzeitig zu reflektieren.
    In diesem Punkt hat Leonie nämlich ganz Recht, ich weiß nicht, ob ich auch auf 2x pro Woche kommen würde, aber für tägliche Treffen habe ich eigentlich keine Zeit. Trotzdem habe ich dann aber auch kein Treffen bereut und gedacht: „Hättest Du mal lieber den Abwasch gemacht.“

    Um zu Deinem „Warum?“ zurück zu kommen. Ich denke mit weniger Gefühl und mehr Zeit zum reflektieren, kann ich die „Trial & Error“-Männer besser unterscheiden. Es gibt mit Sicherheit welche, für die lohnt sich der „Versuch“ auf alle Fälle, selbst wenn ich dann nach einem Jahr feststelle, es ist doch ein „Error-Mann“ hat sich das Probieren gelohnt. Es gibt aber auch Männer da sollte man schnell zum „Error“ kommen und keine Zeit verschwenden.
    Anders als Du es beschreibst, glaube ich, dass man durch „langsame Annäherung“ schneller zum Ende mit dem „Falschen“ kommt.

    Ich gehe mal davon aus, dass ich mich selbst am Besten kenne. Ich weiß genau was ich in einer Beziehung möchte, was ich gerne hätte, aber nicht notwenig ist und ganz wichtig: was ich auf keinen Fall ertragen kann, Dinge mit denen ich mich nicht, nie anfreunden kann. Diese Dinge muss ich aber sehen, darüber reflektieren und dann eine Entscheidung treffen. Mit rosaroter Brille war mir das leider nicht möglich, daran möchte ich etwas ändern.

    Ob eine Beziehung dauerhaft tragfähig ist kann ich so natürlich nicht herausfinden, aber ob sie nicht tragfähig ist meiner Meinung nach schon.

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    AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?

    Zitat Zitat von Einzelne Beitrag anzeigen
    Aber Du hast schon recht: mit dem, was dann im Gehirn passiert, ist man nicht mehr wirklich zurechnungsfähig, man projiziert sämtliche Hoffnungen wahllos.
    "Man"?

    Ich habe das noch nie gemacht -- und wahr sehr wohl schon richtig verliebt.

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    AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verstand einschalten und genau hinschauen kannst Du doch auch, wenn die Hormone verrückt spielen. Das kann man "bewusst" - auch wenn Gefühle da sind - und eben nicht blind sein für Probleme.
    Das sehe ich auch so. Du, Gittiy, könntest Dich zum Beispiel anhand diverser Themen, die Dir für eine langfristige Partnerschaft wichtig sind, fragen, wie gut der potentielle Partner überhaupt zu Dir passt. Da wirst Du sehr schnell auf Dinge stossen, bei denen ihr verschieden seid.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt in der Reflektion der Beziehung ist mir aufgefallen, dass die Dinge, die ich am Schluss der Beziehung als störend empfunden habe bereits nach 2 Wochen zu erkennen waren. Meiner Meinung nach habe ich diese aber nicht wahrgenommen, da ich
    erstens: gedacht habe das ist gar nicht so schlimm, damit komme ich klar und
    zweitens: keine Zeit hatte das Erlebte wirklich frühzeitig zu reflektieren.
    Das verstehe ich nicht. Wahrgenommen hast Du es. Was nicht stimmte, war Deine Bewertung. Du hast also dem, was Du jetzt gern noch stärker ausklammern würdest - Deinem Empfinden, knackig und direkt aus dem Bauch heraus - nicht die Wertigkeit gegeben, die für Dich, für jeden sinnvoll wäre. Wahrgenommen hast Du die Empfindung - was nicht stimmte, war die Bewertung "ist nicht wichtig", und die Motivation, aus der heraus sie erfolgte. Das ist ein meines Erachtens wichtiger Punkt. Ergo halte ich diese Schlussfolgerung:

    Um zu Deinem „Warum?“ zurück zu kommen. Ich denke mit weniger Gefühl und mehr Zeit zum reflektieren, kann ich die „Trial & Error“-Männer besser unterscheiden.
    für nicht sonderlich zielführend. Du HAST reflektiert, und Dein Gefühl überstimmt, obwohl es richtig lag.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich nicht. Wahrgenommen hast Du es. Was nicht stimmte, war Deine Bewertung. Du hast also dem, was Du jetzt gern noch stärker ausklammern würdest - Deinem Empfinden, knackig und direkt aus dem Bauch heraus - nicht die Wertigkeit gegeben, die für Dich, für jeden sinnvoll wäre. Wahrgenommen hast Du die Empfindung - was nicht stimmte, war die Bewertung "ist nicht wichtig", und die Motivation, aus der heraus sie erfolgte. Das ist ein meines Erachtens wichtiger Punkt. Ergo halte ich diese Schlussfolgerung:

    für nicht sonderlich zielführend. Du HAST reflektiert, und Dein Gefühl überstimmt, obwohl es richtig lag.
    Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, meine Schilderung wird so verdreht, dass sie in Deine Schlußfolgerung paßt.

    Trotzdem Danke für Dein erstes Post, das war wirklich gut und hat mir gute Denkansätze geliefert.


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