Okay. Es gibt einen Unterschied zwischen Gefühlen und blindem Verliebtsein.
Wie sieht nicht hineinsteigern im Alltagsleben aus? Hat das auch etwas damit zu tun wie oft man sich am Anfang sieht? Wie viel man noch alleine macht?
Ich war es aus meiner langjährigen Beziehung gewohnt den Partner "da" zu haben, d.h. er war da oder kam meist am selben Abend noch nach Hause. Man geht eigene Wege, aber trifft sich auch immer wieder.
In einer neuen Beziehung sieht das mit unterschiedlichen Wohnsitzen ja meist anders aus. Die Versuchung sich jeden Tag sehen zu wollen ist groß (aus Gewohnheiten heraus), aber es sind ja auch noch eigene Interessen und ganz einfach auch Haushalt und Einkaufen und und und da, das regelt sich ja auch nicht von alleine.
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25.10.2010, 08:36Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
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25.10.2010, 08:56Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
ich bin anders gestrickt als Du - denn ich habe mich noch nie in jemanden verliebt, den ich nicht mindestens einige Monate kannte. Dafür war kein wirklicher Fehlgriff dabei. Trotzdem schreibe ich mal.
Verstand einschalten und genau hinschauen kannst Du doch auch, wenn die Hormone verrückt spielen. Das kann man "bewusst" - auch wenn Gefühle da sind - und eben nicht blind sein für Probleme.
Den Aspekt mit dem frühen in die Kiste springen würde ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen - ob Sex nicht Dein Problem verstärkt.
Und schließlich - da das Leben weitergeht, finde ich ein Treffen zweimal in der Woche anfangs die "richtige Dosis". Ich hätte nie Zeit für mehr gehabt (und auch nicht die Bereitschaft - die Männer waren aber auch selbst immer "gut beschäftigt", so dass ich da nie angeeckt bin. Ist ja auch schon länger her).
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25.10.2010, 09:19Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
Gittiy,
ich frage mich, warum Du das überhaupt anstrebst? Das, was Du beschreibst, lässt sich nicht vermeiden - Du wirst JEDEN Mann erst einmal ein wenig kennen lernen müssen, bevor Du entscheiden kannst, ob die Beziehung eine langfristige sein könnte oder nicht, und zwar unabhängig davon, ob Du nun "verliebt" bist, oder es "langsam" angehen lässt.
Jeder Mensch, auch der vorsichtigste, ängstlichste, kontrollierteste, kommt beim Kennenlernen eines neuen Menschen nicht um bestimmte Entwicklungen herum, wenn er gern eine neue Partnerschaft eingehen möchte.
Jeder muss bei einen Menschen, den er frisch kennen gelernt hat, zunächst Fremdheit überbrücken, was meist mithilfe von Projektionen gelingt. Jeder muss diese Projektionen irgendwann, wenn sich das Verhältnis von "kennen" und "lernen" Richtung "kennen" verschiebt, zurück nehmen, und sich mit dem anfreunden, was IST, statt auf das zu bauen, das schön wäre.
Niemand kann gleich von Anfang an wissen, ob eine Beziehung zu einem neuen Menschen dauerhaft tragfähig sein könnte. Dazu muss Beziehung überhaupt erst einmal hergestellt, etabliert, und fort geführt werden.
Ob das nun von Champagnerkorken, Überschwang und Hormonrausch begleitet ist, oder von Reserviertheit und Distanz - das, worauf es letztendlich hinaus läuft, ist in jedem Falle erst einmal offen, bis man einander besser einschätzen und entscheiden kann, ob ein gemeinsames Tänzchen dauerhaft funktionieren kann, oder man dabei zu häufig ins Straucheln gerät.
Einen Lebens_Partner trifft man nicht an jeder Ecke, und ich finde es nur natürlich, dass es bei der Partnersuche erst einmal auf trial & error hinaus läuft. Ob das bei jemandem in rascher Folge von Ver- und Entlieben erfolgt, oder jemand sehr vorsichtig agiert, und dabei ja immer auch das Risiko eingeht, so manche Chance ungenutzt vorüber ziehen zu lassen, ist eine Frage des persönlichen Erfahrungsschatzes und Seins.
Die Frage wäre für mich als eher, warum Du "Deine" Art, an das Thema heran zu gehen, unbedingt ändern möchtest. Glaubst Du, einen langfristigen Partner so schneller zu finden? Welchen Preis würdest Du dafür in Sachen Spontaneität und Authentizität zahlen, und mit welcher Aussicht auf "Erfolg"?
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25.10.2010, 09:34Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
Ich wollte andere Meinungen hören als meine, meine kenne ich zu genüge.

Welcher Sex?Den Aspekt mit dem frühen in die Kiste springen würde ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen - ob Sex nicht Dein Problem verstärkt.
Danke, zum Thema "wie oft die Woche" sammel ich erst einmal nur.Und schließlich - da das Leben weitergeht, finde ich ein Treffen zweimal in der Woche anfangs die "richtige Dosis". Ich hätte nie Zeit für mehr gehabt (und auch nicht die Bereitschaft - die Männer waren aber auch selbst immer "gut beschäftigt", so dass ich da nie angeeckt bin. Ist ja auch schon länger her).
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25.10.2010, 09:41Inaktiver User
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25.10.2010, 09:50Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
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25.10.2010, 09:52Inaktiver User
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25.10.2010, 09:55Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
ich kann nur lesen, was Du schreibst. Und insbesondere hast Du geschrieben, dass die Hormone bei Dir früh verrückt spielen.
und mein Gedanke war, dass Sex diesen - von Dir so nicht gewünschten - Zustand der "Unzurechungsfähigkeit" verstärken könnte. (bitte den Konjunktiv beachten).
mehr nicht.
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25.10.2010, 10:03Inaktiver User
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
Okay, dann als Ausführung.
Ich hatte auf diese Frage geantwortet:
Mit diesem Satz:Ab wann schlagen die Hormone bei Dir denn so zu, üblicher Weise? Könnte es vielleicht auch damit zusammen hängen, dass Du schnell auch in der Kiste landest?
Heißt: Nein, die Hormone werden nicht durch schnellen Sex beeinflußt. Ich lande NICHT schnell in der Kiste.In der Kiste lande ich erst nachdem die Hormone zugeschlagen haben. Ich war nie beim ersten Date verfügbar.
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25.10.2010, 10:40
AW: Wie "verliebe" ich mich nicht?
Dieses Posting kann ich 100% unterschreiben.
Hineinsteigern ist, wenn man an nichts anderes mehr denkt als an diesen Mann, wenn man sich in Tagträumen verliert, wie es wäre, näher mit ihm zusammen zu sein. So entsteht eine Pseudobindung - weil ja in dieser Intensität erst mal einseitig und ohne Grundlage - von der man schlecht wieder runter kommt.
Dann gibt es auch Menschen, die sich in das Verliebtsein verlieben. Schmetterlinge, Taumel der Hormone, Schwärmerei, das gibt ihnen einen Adrenalinkick, und das kann tatsächlich süchtig machen. Solche Menschen suchen auch nicht unbedingt einen Partner. Wenn sie merken, dass der Verliebtheitstaumel nachlässt, wird der/die Kandidat/in schnell langweilig, und sie suchen sich ein neues Objekt der Begierde - wegen des Kicks.
Seewespe hat Recht, wenn sie schreibt:Wenn es ums Kennenlernen geht, dann muss man die rosa irgendwann Brille absetzen, und wenn man eine Partnerschaft will, dann muss man den Menschen mögen, der realiter da ist. Wer sich immer nur in Projektionen verliebt, wer den realen Menschen dahinter nie ertragen kann, der ist nicht wirklich beziehungsfähig, sondern rennt nur seinem Traumbild hinterher.Du wirst JEDEN Mann erst einmal ein wenig kennen lernen müssen, bevor Du entscheiden kannst, ob die Beziehung eine langfristige sein könnte oder nicht, und zwar unabhängig davon, ob Du nun "verliebt" bist, oder es "langsam" angehen lässt.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!



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Habe ich ein wenig reflektiert und festgestellt, dass dieses sich immer gleich "verlieben" kontraproduktiv ist. Ich könnte damit vielleicht wieder eine neue längere Liebe finden, die die "Verliebtheitsphase" übersteht, aber eigentlich ist die Chance so hoch wie beim Russischen Roulett.
