100% Zustimmung.....
Du meinst, ich soll von den Gedanken "kleines bedürftiges Frauli bettelt um Aufmerksamkeit" wegkommen (nicht dass ich mich so sehe, aber so denke ich oft, komme ich an, wenn ich meine Bedürfnisse anspreche), und hin zu "er hat Glück, mich kennengelernt zu haben" kommen? Das ist jetzt etwas überspitzt gesagt, aber meisnt Du es so? Mein Denkmuster zu verändern? Oder tatsächlich anders handeln?
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Ergebnis 31 bis 40 von 156
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21.10.2010, 22:26Inaktiver User
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?
Geändert von Inaktiver User (21.10.2010 um 22:29 Uhr)
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21.10.2010, 22:33
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21.10.2010, 22:34
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?
Hallo Panamissy,
tu Dir selbst einen Gefallen: geh in Dich und sieh, ob diese Beziehung, so wie sie läuft, das ist, was Du haben möchtest.
Ich selbst habe gerade 9 Monate Beziehung mit so einem Mann hinter mir. Es tut noch weh, aber ich bin auch froh dass es vorbei ist.
Er hatte auch nicht das Bedürfnis viel Zeit mit mir zu verbringen. Ich habe versucht das zu akzeptieren, habe mich aber furchtbar dabei verbogen. Ich habe immer Rücksicht auf ihn genommen, habe mich klein gemacht und es ging mir nie wirklich gut. Auch er hat nie SMS geschrieben, selten telefoniert. Wir hatten unsere festen Abende (Tage gab es nicht!), ansonsten ging es nach seinen Launen und Befindlichkeiten.
Ich rate Dir nicht Dich zu trennen. Aber werde Dir selbst klar wieviel Du Dir selbst wert bist und was DU willst.
Liebe Grüsse
Ammernixe
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21.10.2010, 22:34
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22.10.2010, 08:08Inaktiver User
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?
Hallo Ammernixe!
Danke für Deinen Beitrag.... und schade, dass es mit Deiner Beziehung so geendet hat.
Ich habe mir Deinen Strang von 2008 mal durchgelesen, da ich erst dachte, Du meintest diesen Mann, die "letzten 9 Monate" habe ich beim ersten Ansatz überlesen...
Ich denke, wir sind uns schon ähnlich, was Selbstsicherheit angeht. Du scheinst (dem Strang nach) auch viel Bestätitung zu brauchen in einer Beziehung, und ich auch. Aber das möchte ich ändern. Denn wenn eine Beziehung dazu da ist, sich kontinuierliche Bestätigung einzuholen, dann ist sie wohl auf einem eher unsicheren Fundament aufgebaut. Aber das schafft man wohl nur, wenn man sich seiner selbst sicher ist. Im ungünstigsten Fall treffen zwei aufeinander, die sich gegenseitig zum Bestätigen brauchen, und dann jede Unabsichtlichkeit, Unzulänglichkeit des Partners als Angriff gegen die eigene Person sehen.
Ich möchte ihn gar nicht jeden Tag sehen, brauche nicht jeden Tag Kontakt, so gesehen. Ich habe meinen Sport, Freunde, die ich bei einer neuen Bekanntschaft "gern" vernachlässige und momentan andere Herausforderungen, die meine Aufmerksamkeit einfordern. Und es ist nicht so, dass wir nur das machen, was er will. Wir sehen uns auch tagsüber, unternehmen Sachen zusammen, planen Wochenenden. Somit denke ich nicht (mehr), dass ich für ihn nur eine Bettgeschichte bin.
Aber ich kann aus diesem Sicherheitsbedürfnis heraus nur schwer mit dieser Sprachlosigkeit umgehen, die zwischen den Treffen herrscht, und zum Teil auch währenddessen. Aber er ist so. Wahrscheinlich hat sich sein Charakter die letzten 30+ Jahre entsprechend gefestigt, ändern werde ich ihn nicht können. Zumindest nicht grundlegend. Sondern ihm wohl nur mitteilen, was mir wichtig ist, und dann wieder sehen, ob er in seinem Verhalten verharrt, oder ob er tatsächlich willens und fähig ist, einen Schritt auf mich zuzugehen. Was er tatsächlich schon öfter getan hat, bei anderen Dingen. Das sehe ich dann auch und freue mich, weil es zeigt, dass er trotz mancher Schweigeminuten zumindest nachdenkt.
Ich denke auch, wesentlich ist, das eigene Leben weiterzuführen, und sich nicht ganz auf den Partner und die Beziehung einzustellen. Es fällt zwar schwer, sich auf andere (schöne) Dinge zu freuen, wenn man sich eh nicht jeden Tag sieht, aber ich muss da höllisch aufpassen, dass ich nicht das Gleichgewicht verliere, und dann in ein Loch falle, wenn es denn mal vorbei sein sollte, weil ich meine "Gegengewichte" wie Sport, Freunde, Interessenen nach und nach hinten angestellt habe.
Ich werde genau hinschauen, und schauen, ob ich mir das auf Dauer vorstellen kann. Bisher gab es immer kontinuierliche kleine Steigerungen, er fragte mich letztens, ob ich nicht im Dezember nochmal für ein Wochenende wegfahren möchte. Was mir ja auch zeigt, dass er eben nicht nur bis zum nächsten Wochenende mit mir plant. Also, erstmal abwarten und schauen, was kommt, heißt die Devise. Auch wenn es schwerfällt, weil man (ich) eben permanent im Kopf unterwegs bin, und nur allzu gern analysiere.
Ich merke auch, dass ich Dinge sage oder tue, und mir eine entsprechende Reaktion von ihm erhoffe. Schmolle wegen Lächerlichkeiten, damit er mir zeigt, dass er mich schon mag. Merke, dass ich nicht so leicht bedingungslos geben kann, sondern mir oft ein Zurück-geben erhoffe. Das ist denke ich auch etwas, was ich durcharbeiten sollte. Weniger Kopf, mehr Bauch. Und mir meine Signatur öfter mal durchlesen
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22.10.2010, 08:09Inaktiver User
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22.10.2010, 10:55
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?
Wenn Ihr seit 4 Monaten Kontakt habt, und er ganz offenbar Interesse an Dir hat, dann kannst Du so einen Wunsch schon äussern, ohne Gefahr zu laufen, ihn zu vergraulen. Denn er hat sich ja bereits dafür entschieden, Dich kennenlernen zu wollen.
Zu Beginn einer Bekanntschaft würde ich von der Äusserung eines solchen Wunsches auch abraten, weil da noch zuviel offen ist. Da sollte man nicht gleich mit ausdrücklichen Wünschen kommen, die mehr Nähe implizieren, wenn die andere Seite offensichtlich auf Distanz bleibt. Denn meist gibt es dafür einen guten Grund - er will (noch) nicht, und es nutzt nichts, ihm dabei mit expliziten Wünschen auf die Sprünge helfen zu wollen.
Was das Meldeverhalten zwischendurch angeht, gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Frauen möchten oft gerne auch zwischen den Treffen Kontakt halten, während Männern sowas oft zuviel ist. Sie möchten zwischen den Verabredungen ihr eigenes Ding machen können und nicht dauernd an die Frau denken müssen. Wenn sie das wollen, dann melden sie sich auch von sich aus. Wenn sie aber lieber abtauchen wollen, dann ist ihnen eine solche Meldepflicht lästig.
Die Tatsache, dass ein Mann zwischen den Verabredungen mehr sein eigenes Ding machen will, heißt deswegen noch lange nicht, dass er nichts für die Frau empfindet. Seine Gefühle für sie können tief sein, was sich in einem intensiven Erleben der gemeinsam verbrachten Zeit zeigt. In der restlichen Zeit macht er eben was anderes. Das muss frau nicht als gegen sich oder gegen die Zweisamkeit gerichtet sehen.
Das gilt unter der Voraussetzung, dass auch er Verabredungen anleiert und das nicht immer nur der Frau überlässt. Tut er das, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sein Interesse nur gering ist, jedenfalls geringer als das ihre.
Es gibt auch Frauen, die zwischen den Verabredungen nicht so viel zusätzlichen Kontakt zum Mann wollen. Es ist neben der geschlechtsspezifischen Verteilung auch eine Typfrage: Manche wollen es eng, andere wollen mehr Freiraum. Und den muss man ihnen auch lassen, wenn man will, dass sie sich in der Bekanntschaft wohlfühlen.
Du kannst dem Mann Deinen Wunsch nach mehr Meldung seinerseits zwischen den Verabredungen vortragen, musst es aber ihm überlassen, ob er dem nachkommen will. Und wenn er es Dir zuliebe tut, dann ist das keine Selbstverständlichkeit. Wenn er es nicht tut, dann solltest Du nicht drauf beharren, sondern es so nehmen, wie es ist. Schau Dir dann lieber seine anderen Liebesbeweise an. Sind Dir die auch nicht genug, musst Du überlegen, ob er der Richtige für Dich ist - oder ob Du nicht vielleicht zuviel verlangst, wie viele Frauen mit Selbstwertproblemen, die hoffen, sich durch die Zuneigung eines Mannes endlich wirklich wertvoll fühlen zu können.Geändert von Latona (22.10.2010 um 15:46 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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22.10.2010, 11:47Inaktiver User
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?
Liebe Panamissy,
eigentlich willst du mehr Nähe. Du willst spüren oder wissen, dass ihr euch nah seid, auch wenn ihr euch nicht seht.
Nähe zu wollen, hat nichts mit Bedürftigkeit zu tun.
Da du ihm ja ab und zu schreibst oder Sehnsucht äußert, weiß er, dass du an ihn denkst.
Du möchtest nun auch wissen wie das bei ihm ist, oder?
Wie nah ist er mir? - ist die zentrale Frage und die finde ich absolut verständlich und selbstverständlich.
Nähe zwischen Euch entsteht, indem du dich zeigst und indem er sich zeigt.
Wenn dir also etwas nicht so gut gefällt an Eurer Beziehung oder du etwas vermisst, sag es ihm und zeig es ihm. Das hat nichts mit Forderung, Bedürftigkeit oder Meckern zu tun.
Man kann einfach sagen, ich wünsche mir..., weil ich das brauche, weil ich sonst verunsichert bin.
Wenn er sagt, hast du Pech gehabt, kann ich dir nicht geben, musst du überlegen, ob er in diesem Fall der Richtige für dich ist. Und zwar in dieser Reihenfolge: Ob ER der richtige für DICH ist (nicht andersrum.)
Wenn er dich aber wirklich mag, wird er sich freuen, dass du so viel Vertrauen zu ihm hast, ihm diese Seite von dir zu zeigen, und alles versuchen, um dich glücklich zu machen.
Man erkennt liebende Männer daran, dass sie dich glücklich sehen wollen und sich über Nähe und Vertrauen freuen. Und dass sie auch deine schwachen Seiten lieben und nicht versuchen dein Vetrauen auszunutzen.
Deshalb würde ich diese Situation auch ein bisschen als Test sehen, wie er zu dir steht. Deine Angst vor Abweisung kann ich zwar verstehen, aber es geht ja auch gerade in dieser Phase darum, was für dich richtig und ob er für dich der Richtige ist. Vergiss das nicht
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22.10.2010, 12:02
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?
Hallo Panamissy,
ich möchte dir mal Mut machen!
Habe auch so ein Exemplar erwischt, dass nicht gerne über Gefühle redet und nur gaaaanz langsam auftaute ;)
Der Anfang war wie bei euch. Er hat mich zwar immer wieder sehen wollen, das war aber die erste Zeit nur 1x die Woche und zwischendurch gab es immer wieder Phasen, in denen er sich nicht meldete, teilweise tagelang nicht. Auch Gefühlsäußerungen kamen ihm niemals über die Lippen. Das war schon hart, mit dieser Distanz zurechtzukommen und da ich selbst ein Mensch bin, der schwer aus sich herauskommt, hab ich es mir auch verkniffen, ihn zu fragen, wie er zu mir steht. Wenn von mir damals Gefühlsäußerungen kamen, ist er nicht wirklich drauf eingegangen. Kann mich da gut an einen Abend erinnern, an dem ich ihm sagte, ich habe mich schon die ganze Zeit drauf gefreut. Seine Antwort: "Soso"
Insgesamt hat es etwa ein Jahr (!!) gedauert, bis er aufgetaut ist.. dann kamen endlich mal Gefühlsbekundungen (auch jetzt nicht allzu oft, er sagt, er war schon immer so, konnte nie gut über Gefühle reden) und der Kontakt wurde auch mehr zwischen den Treffen. Ich bin mittlerweile auch so weit, dass ich ihn fragen kann, wie er zu mir steht, ob er mich vermisst hat, usw.
Also hab Geduld, manche Menschen/Männer brauchen einfach etwas länger, bis sie sich einlassen können! Meiner hat übrigens erst nach 9 Monaten angefangen, bei mir über Nacht zu bleiben.. hab die erste Zeit oft überlegt, ob ich es hinschmeissen soll, weil er so nüchtern war, aber er hat nur Zeit gebraucht.
Viel Glück!
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22.10.2010, 12:11
AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?



Eben, ihr seit jetzt (im allgemeinen) in der Phase wo sich entscheidet, ob das was längerfristiges werden könnte oder nicht.
Wenn er sich da jetzt von deinen Wünschen und wie ich finde auch ganz normalen Bedürfnissen irgendwie in die Zange genommen fühlt und mit Zurückweisung reagiert, na dann weißt du doch (leider) woran du bist.
Schwierig ist's halt nur, aus solchen Erkenntnissen dann auch nochmal die konsequenzen zu ziehen,
aber soweit isses ja zum Glück noch nicht

Dennoch möchte auch ich die an dieser stelle nochmal dringendst ans Herz legen, dein Selbstverständnis (und somit auch Paarverständnis) zu hinterfragen.
Folgende Zeilen aus deinem Eröffnungsposting finde ich schon ziemlich bezeichnend und haben mich regelrecht angesprungen:
Das wirkt in der Tat (auf mich) so wie:
puuuhhh, bin ich froh, dass ich jetzt mal einen kennengelernt habe, der mich so einigermaßen will.
Würd ihn zwar gern öfter sehen, will mich aber nicht aufdrängen und damit alles vermasseln. Immer schön auf der Hut sein, nicht dass ich ihn durch Zumutung meiner eigentlichen Hoffnungen auf mehr Integration in sein Leben verrärgere, und dann steh ich wieder allein da. Immer ganz hübsch zurückhaltend und nicht störend sein.
Naja.... Durfte ja sogar schonmal ein bisserl an seinem Privatleben teilhaben und sogar schon ne Zahnbürste ablegen, ohne dafür achtkantig rausgeschmissen zu werden...*schwitz*
Ist ja eigentlich toll, oder!!
Hey, Mensch, Panamissy,
ein andere User schrieb schon:
der ist auch froh, dich kennengelernt zu haben!
Oder sollte es gefälligst sein.
Sonst hat's das ja nun gar nicht.
Wenn der dich nur in seinem Leben grad so toleriert, solange du nicht irgendwie rumstresst und mehr willst, sondern dich hübsch artig im Hintergrund (und ihn mit vorgespielter Coolness auf Abstand) hältst ..ähh, soll'n das dann??

bzw. hat der dich toll zu finden,
wenn ihr ein Paar seid oder werden wollt-
woraus folgt, dass er eigentlich auch gern mit dir Zeit verbringen sollen wollen würde (oder so *ggg*) und es ihm auch nicht zuviel ist,
wenn du ihm "zumutest" was in dir vorgeht, was du dir so vorstelltst und auch dass du dich positionierst,
im tatsächlichen und übertragenen Sinn.
Sei bitte bitte nicht so kleinlaut, ok!?
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In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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