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    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    [QUOTE=Inaktiver User;7584219]
    Hallo Miabelle!
    Ja....an Deinen Strang kann ich mich auch noch erinnern, wie Du an meinen Beiträgen bemerkt haben könntest, sah ich bei Dir auch schon große Parallelen...und witzigerweise habe ich Dir da geraten, ruhig zu bleiben und "einfach" zu schauen, was weiter von ihm kommt. Also - die andere Seite, die unbeteiligte Perspektive ziehe ich der im Schlamassel eindeutig vor

    Wie ging's bei Euch denn dann weiter? QUOTE]

    Ich war ja zunächst total verunsichert von der Diskrepanz zwischen seinem Verhalten (Hand halten, Nähe suchen, regelmäßige Treffen) und der nüchternen Art, dem Fehlen von spontanen Gesten - das hat mich schwer verwirrt. Und dann noch die Ansage mit dem Verlieben...

    Ich hab dann mehrere Gänge runtergeschaltet, hab mich zurückgenommen und ebenfalls cool gespielt. Aber das hat mir nicht gutgetan, weil es ein Verbiegen war. Irgendwann war ich richtig unglücklich damit und hab ihm kurz entschlossen eine Email geschickt mit genau dem Inhalt: dass ich merke, wie diese ultracoole rationale Schiene mir nicht guttut und ich mir gerade überlege, ob ich das so möchte.

    Zwei Tage Schweigen, dann eine supernette Mail, dann ein langes Telefongespräch, ab da regelmäßigere sms mit persönlicherem Inhalt. Wir haben noch mit keinem Wort über meine Mail gesprochen (er ist mal wieder im Ausland - ich warte damit, bis er zurückkommt), aber es ist klar, dass sie die Änderung eingeleitet hat.

    Für mich lerne ich daraus, dass es tatsächlich nichts bringt, sich zu verbiegen, nur um nicht zu 'bedürftig' zu wirken. Die Unsicherheit, die du empfindest, könnte er durchaus genauso empfinden (bei meinem glaube ich mittlerweile felsenfest daran), und wenn du dich seinem Tempo anpasst, schließt er vielleicht daraus, dass du gar nicht mehr möchtest. Ich werde in Zukunft klare Ansagen machen. ZB werde ich ihn fragen, was er davon hält, mit mir Silvester nach xy zu fahren (anstatt bang zu warten, ob in seinem Beziehungskonzept ein gemeinsames Silvester überhaupt vorgesehen ist).

    Zur Klarheit und Authentizität würde ich dir auch raten. Natürlich gibt es keine Garantien, dass die Herren dasselbe wollen wie wir... aber du möchtest nicht weitere vier Monate herumeiern und dich am Ende fragen, ob da noch was kommt. Es ist besser, das bald herauszufinden, und das nicht durch Forderungen und Ansprüche an den andern, sondern durch ruhige und klare Ich-Botschaften. Mal sehen, wie's weitergeht!


  2. Inaktiver User

    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Zitat Zitat von miabelle Beitrag anzeigen
    Ich war ja zunächst total verunsichert von der Diskrepanz zwischen seinem Verhalten (Hand halten, Nähe suchen, regelmäßige Treffen) und der nüchternen Art, dem Fehlen von spontanen Gesten - das hat mich schwer verwirrt. Und dann noch die Ansage mit dem Verlieben...

    Ich hab dann mehrere Gänge runtergeschaltet, hab mich zurückgenommen und ebenfalls cool gespielt. Aber das hat mir nicht gutgetan, weil es ein Verbiegen war. Irgendwann war ich richtig unglücklich damit und hab ihm kurz entschlossen eine Email geschickt mit genau dem Inhalt: dass ich merke, wie diese ultracoole rationale Schiene mir nicht guttut und ich mir gerade überlege, ob ich das so möchte.

    Zwei Tage Schweigen, dann eine supernette Mail, dann ein langes Telefongespräch, ab da regelmäßigere sms mit persönlicherem Inhalt. Wir haben noch mit keinem Wort über meine Mail gesprochen (er ist mal wieder im Ausland - ich warte damit, bis er zurückkommt), aber es ist klar, dass sie die Änderung eingeleitet hat.

    Für mich lerne ich daraus, dass es tatsächlich nichts bringt, sich zu verbiegen, nur um nicht zu 'bedürftig' zu wirken. Die Unsicherheit, die du empfindest, könnte er durchaus genauso empfinden (bei meinem glaube ich mittlerweile felsenfest daran), und wenn du dich seinem Tempo anpasst, schließt er vielleicht daraus, dass du gar nicht mehr möchtest. Ich werde in Zukunft klare Ansagen machen. ZB werde ich ihn fragen, was er davon hält, mit mir Silvester nach xy zu fahren (anstatt bang zu warten, ob in seinem Beziehungskonzept ein gemeinsames Silvester überhaupt vorgesehen ist).

    Zur Klarheit und Authentizität würde ich dir auch raten. Natürlich gibt es keine Garantien, dass die Herren dasselbe wollen wie wir... aber du möchtest nicht weitere vier Monate herumeiern und dich am Ende fragen, ob da noch was kommt. Es ist besser, das bald herauszufinden, und das nicht durch Forderungen und Ansprüche an den andern, sondern durch ruhige und klare Ich-Botschaften. Mal sehen, wie's weitergeht!

    Wie hätte er es auch ahnen können, nachdem Du ihm eine andere Fassade gezeigt hast, als tatsächlich Inhalt da war... vielleicht ist das auch der Fehler, den ich mache. Und ich weiß auch nicht, ob er nicht auch eine Fassade hochhält, und wir uns aneinandervorbei annähern, glaube das wäre das Fatalste. Ich weiß nicht, ob ich es direkt ansprechen kann. Per Mail hätte ich weniger Probleme, aber das ist bei Dir angebrachter, da die persönliche Aussprache schon wegen der Distanz schwer ist.

    Aber ob ich's ansprechen kann? Puh. Schwere Frage. Obwohl das natürlich am sinnigsten ist, so wissen wir beide, wer der jeweils andere wirklich ist. Tief innen drinnen, hinter dem Schutzschild... vielleicht erwisch ich mal eine ruhige Minute, in der ich es thematisieren kann.

    Ich bin jedenfalls gespannt und drück uns die Daumen!
    Geändert von Inaktiver User (21.10.2010 um 21:31 Uhr)

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    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    [QUOTE=Inaktiver User;7584388]Ich weiß nicht, ob ich es direkt ansprechen kann. Per Mail hätte ich weniger Probleme.

    [QUOTE]


    Kannst du dir denn vorstellen, ihm so eine Mail zu schreiben?

    Vielleicht wäre es ganz gut, wenn du dir die Gelegenheit nimmst, ihm deine Gedanken sozusagen aus der konkreten Situation herausgelöst mitzuteilen? Klar ist das eine Überwindung, aber was hast du zu verlieren außer Verwirrung und Unklarheit?

    Ich weiß, es ist kaum auszuhalten, dass man wochen- und monatelang so eine 'nahe' Verbindung lebt (auf bestimmten Ebenen) und trotzdem so viel Nähe fehlt/ zu fehlen scheint. Ob er das gut und richtig findet, und am Ende gar nichts vermisst, ist seine Sache - dir muss es damit aber auch gutgehen, das ist die deine. Und du bist im schlimmsten Fall frei zu sagen 'so will ich das nicht'. Mir hat es geholfen, mir das klarzumachen - dass ich agiere, nicht reagiere. Viel Glück!

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    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    [QUOTE=Inaktiver User;7584388]. so wissen wir beide, wer der jeweils andere wirklich ist. Tief innen drinnen, hinter dem Schutzschild... [QUOTE]

    Wer sich hinter einem Schutzschild versteckt, ist weniger angreifbar... ist er auch unsicher? Gibt es Hinweise? (Bei meinem ja)

    Mittlerweile schau ich mehr auf die (liebevollen) Taten als auf die (nüchternen) Worte, hab es einfach so beschlossen

  5. Inaktiver User

    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Zitat Zitat von miabelle Beitrag anzeigen
    Kannst du dir denn vorstellen, ihm so eine Mail zu schreiben?

    Vielleicht wäre es ganz gut, wenn du dir die Gelegenheit nimmst, ihm deine Gedanken sozusagen aus der konkreten Situation herausgelöst mitzuteilen? Klar ist das eine Überwindung, aber was hast du zu verlieren außer Verwirrung und Unklarheit?
    Hm. Ich mag Mails, und kann mich schriftlich oft besser ausdrücken als mit Worten. Zudem ich mit ihm (bisher) nicht über Gefühle reden konnte, außer bei einigen wenigen Anlässen. Er überspielt das dann oft mit Humor, oder auch Schweigen. Wobei ich mir aber sicher bin, dass er es durchaus durchdenkt, zumindest begreift.

    Nur weiß ich nicht, ob eine Mail passt, wo wir uns nicht einmal SMS schreiben, sondern eben telefonieren oder uns dann sehen - oder denkst Du, das wäre trotzdem eine Möglichkeit?

  6. Inaktiver User

    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Zitat Zitat von miabelle Beitrag anzeigen
    Wer sich hinter einem Schutzschild versteckt, ist weniger angreifbar... ist er auch unsicher? Gibt es Hinweise? (Bei meinem ja)

    Mittlerweile schau ich mehr auf die (liebevollen) Taten als auf die (nüchternen) Worte, hab es einfach so beschlossen
    Manchmal entrutscht mir ein Lächeln in der absurdesten Situation, nämlich in genau denen, die Du beschreibst Er ist in gewissen Moment auch unsicher, und das macht mich dann wiederum soviel "glücklicher", weil er dann eben menschelt.... er muss von Beruf wegen schon "tough" sein, denke, das hat die Maske noch verfestigt und ich weiß nicht viel von seiner Kindheit, seinem Leben, seinen vergangenen und prägenden Erfahrungen.

    Aber - er muss sich öffnen wollen, erzwingen und erfragen kann man da nix. Ist wohl nur eine Frage der Geduld, und auch des sich einlassen auf den anderen, mitsamt seinen Macken.

    Und letztlich sind es die Taten, die wichtig sind...

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    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Nu schreib ihm schon, das du grad an ihn denkst und mit einem Lächeln einschlafen wirst
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  8. Inaktiver User

    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Nu schreib ihm schon, das du grad an ihn denkst und mit einem Lächeln einschlafen wirst
    Nein. *bockigguck*. ich hab ihn gestern angerufen, und vorgestern ging die Initiative auch von mir aus... sonst denkt er noch, ich denk jeden Tag an ihn

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    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm. Ich mag Mails, und kann mich schriftlich oft besser ausdrücken als mit Worten. Zudem ich mit ihm (bisher) nicht über Gefühle reden konnte, außer bei einigen wenigen Anlässen. Er überspielt das dann oft mit Humor, oder auch Schweigen. Wobei ich mir aber sicher bin, dass er es durchaus durchdenkt, zumindest begreift.

    Nur weiß ich nicht, ob eine Mail passt, wo wir uns nicht einmal SMS schreiben, sondern eben telefonieren oder uns dann sehen - oder denkst Du, das wäre trotzdem eine Möglichkeit?
    Warum nicht? Selbst wenn er sich im ersten Moment wundert - er wird darüber hinwegkommen

    Generell scheint mir - bei dir wie auch bei mir - die Crux in der Unsicherheit zu liegen. Was, und wieviel von sich selbst, darf man dem Mann überhaupt zumuten? Er bekommt damit ganz viel Stärke von uns zugewiesen, indem wir uns passiv machen. Man will ihn schließlich nicht verprellen - also nimmt man sich so weit zurück wie es irgend geht. So entsteht aber kein gesundes Gleichgewicht. Das merkst du ja selber, denn du leidest unter der Situation, genauso wie ich vor ein paar Wochen.

    Vielleicht ist es nur eine ganz kleine Verschiebung, die hilft: du bist keine Bittstellerin, keine von den 'Frauen, die zu sehr lieben' und damit riskieren, zurückgewiesen zu werden, sondern du hast etwas ganz Tolles zu bieten - nämlich Interesse an ihm, sowie echte Gefühle. Damit bist du nicht schwach, sondern stark - wenn du verstehst, was ich zu sagen versuche und das hilft dir aus der Warte-Ecke heraus und gibt dir neuen Handlungsspielraum und neues Selbstbewusstsein. Du hast was zu bieten, und im Gegenzug hast du auch die Entscheidung, dich zurückzunehmen, wenn es für dich so nicht passt - du bist aktiv.

    Ist mein Modell... mal sehen, wie sich's entwickelt!

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    AW: Langsames Kennenlernen oder Schönreden?

    Zitat Zitat von miabelle Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Selbst wenn er sich im ersten Moment wundert - er wird darüber hinwegkommen

    Generell scheint mir - bei dir wie auch bei mir - die Crux in der Unsicherheit zu liegen. Was, und wieviel von sich selbst, darf man dem Mann überhaupt zumuten? Er bekommt damit ganz viel Stärke von uns zugewiesen, indem wir uns passiv machen. Man will ihn schließlich nicht verprellen - also nimmt man sich so weit zurück wie es irgend geht. So entsteht aber kein gesundes Gleichgewicht. Das merkst du ja selber, denn du leidest unter der Situation, genauso wie ich vor ein paar Wochen.

    Vielleicht ist es nur eine ganz kleine Verschiebung, die hilft: du bist keine Bittstellerin, keine von den 'Frauen, die zu sehr lieben' und damit riskieren, zurückgewiesen zu werden, sondern du hast etwas ganz Tolles zu bieten - nämlich Interesse an ihm, sowie echte Gefühle. Damit bist du nicht schwach, sondern stark - wenn du verstehst, was ich zu sagen versuche und das hilft dir aus der Warte-Ecke heraus und gibt dir neuen Handlungsspielraum und neues Selbstbewusstsein. Du hast was zu bieten, und im Gegenzug hast du auch die Entscheidung, dich zurückzunehmen, wenn es für dich so nicht passt - du bist aktiv.

    Ist mein Modell... mal sehen, wie sich's entwickelt!
    So ist es richtig... Heißt doch nicht, dem anderen hinterherzulaufen, wenn der einen nicht will... Aber der eine zeigt seine Zuneigung so und der andere so. Warum sollte das jemanden verprellen?
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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