Sorry, ich bezog das nicht auf langjährige Beziehungen oder Ehen.
Hätte ich vielleicht sagen sollen.
Wenn nach einer Kennenlernphase und einer kurzen Zeit des Zusammenseins plötzlich kein Interesse mehr da ist, dann ist das so!
Welche Gründe auch genannt werden könnten - so wie ich sie nicht hören wollen würde, so werde ich sie auch nicht mehr nennen!
Es bringt nichts!
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19.12.2010, 16:49
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
"Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
(Mia Wallace)
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19.12.2010, 16:55Inaktiver User
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Mein Fehler. Ich habe den Thread ja selbst eher unter dem Aspekt einer "Kurzzeit-Beziehung" eröffnet

Allerdings finde ich auch nach "nur" Kennenlernen und evtl. Beziehungsanbahnungsversuchen eine Erklärung angebracht,
zumindest die Absichtserklärung, es nicht fortsetzen zu wollen und nicht einfach abzutauchen.
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19.12.2010, 17:04
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Ich nicht!
Selbst dem kann ich immer noch nicht zustimmen.zumindest die Absichtserklärung, es nicht fortsetzen zu wollen und nicht einfach abzutauchen.
Wie ich es im Laufe hier schon einmal schrieb:
Die "Absichtserklärung" ist die beste Basis für eine Diskussion. Und spätestens DA wird es unangenehm und peinlich.
Ich bleibe dabei:
So blauäugig kann man gar nicht sein um nicht bei Zeiten zu merken, dass man unterschiedlich unterwegs ist.
Und dann liegt es meiner Meinung nach bei einem selber, die eigene Euphorie etwas zu zügeln."Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
(Mia Wallace)
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19.12.2010, 23:49Inaktiver User
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Du willst dir halt einfach nicht die Mühe machen, in eine Situation zu geraten, die für dich peinlich oder gar unangenehm ist.
Das finde ich sehr schade für die Person, die in dir immerhin so viel gesehen hat, dass sie sich auf eine Beziehungsanbahnung mit dir eingelassen hat.
Mehr will ich da jetzt nicht dazu sagen.
Oh doch, denn man trifft sich immer zweimal.
Angenommen du hättest dir beim "1. Treffen" die Mühe gemacht, das Ganze in einem fairen Gespräch ohne Interpretationsspielräume zu beenden, wird das "2. Treffen" mit Sicherheit wesentlich weniger peinlich und vielleicht sogar feundschaftlich.
Meine "2. Treffen" waren nie peinlich, meist freundschaftlich.
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20.12.2010, 12:12
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Hi morcheeba ;)
wir hatten die Diskussion ja schonmal im "Rückgaberecht-Mann-Strang",
wo ich meinte, man trennt sich ja voneinander, und nicht miteinander,
und du das Beispiel deines Mannes dagegen gehalten hast.
Und das ist ja genau der springende Punkt,
dass man das eben nicht vergleichen kann,
weil man es eben nicht mit jemandem zu tun hat,
den man schon ewig und in- und auswendig kennt.
Sondern man hat sich da auf jemanden eingelassen,
der sich bestenfalls recht schnell als irgendwie inkompatibel, wunderlich oder gar "geht gar nicht"
rausstellt.
Wär das jemand, mit dem man sich total verbunden fühlt, eine Sprache spricht,
wunderbar auskommt und die Kommunikation klappt,
würde man es ja nicht vorziehen, das ganze tzeitnah zu kappen- oder?
Ein Austausch im engeren oder weiteren Sinne macht ebenjenen nicht! :-/
Mia, ich verstehe dich!
Zumindest kann ich nachvollziehen,
dass du aufgrund gemachter erfahrungen für dich persönlich zu dem Schluss gekommen bist,
wobei der sicherlich nicht jedem "Kandidaten" gerecht wird.
Steinbirne, das ist mir allerdings auch zu pauschal.
Ich zumindest habe mir immer die Mühe gemacht einzuschätzen,
ob eine langwierige Erklärung was bringt oder nicht.
Wortlos abgetaucht bin ich nie, hab meist auf nachfragen hin oder einem eigenen Bedürfnis heraus auch noch ein Statement abgegeben.
Allerdings nicht immer, denn es muss sich der andere die (stumme) Frage gefallen lassen,
ob ich ihn und die Gesamtsituation so beurteile, dass ihm und mir selbst das noch was bringt,
oder ob jedes Wort dass ich jetzt noch sagen könnte Aufhänger für eine neuerliche Debatte ist.
Im Grunde, also vom Prinzip, hast du recht.
Nur- im Einzelfall mach ich dann von meinem Recht, keine Aussage machen zu müssen, Gebrauch.
Dann nämlich, wenn ich nicht glaube, dass der "Verlassene" vernünftigen Argumenten zugänglich,
und ein freundschaftliches Auseinandergehen im folgenden möglich wäre.
Sollten nämlich ohnehin o.g. Verständigungsschwierigkeiten, unter anderem, der Grund für meinen Rückzug sein,
dann werden wir sicher nicht spontan total toll kommunizieren können, wenn ich dem sagen will,
dass ich keinen Bock mehr auf die Sache habe, gell?
Des weiteren, sollte es zB so sein, dass der andere extremst verliebt ist oder sonstwie sehr heftig an der Angelegenheit hängt (was ja durchaus auch zur Folge haben kann, dass einem das zuviel wird und einem irgendwie schräg vorkommt), dann ist bei dem ja auch ne andere Schaltung zugange,
und ein "freundschaftliches Abschiedsgespräch" wird ruckzuck uminterpretiert in:
wenn er/sie sich noch die zeit nimmt mit mir so ausführlich darüber zu sprechen, dann liegt ihm/ihr doch noch was an mir, er/sie sagt Nein, obwohl das Ja heißt, warum sonst soviel Mühe, da ist noch was zwisschen uns, also lass ich nicht locker!!
Wer war nicht schon auf dem Trip,
in seiner Vewrzweiflung so einiges umzudeuten!?
Und da ist es besser, es kommt gar nicht erst was,
was man so ungeschickt formuliert, bzw. und wenn es noch so unmissverständlich ist, aber der Zurückgewiesene sich dann dennoch mit der Kraft der Verzweiflung dran hochziehen kann,
sondern je eher man das jeweils mit sich selbst aus- und nen Knick dran macht, desto besser--
seh zumindest ich so, in einigen Fällen.
Ob das dann angemessen ist oder man dem anderen Unrecht tut kann man natürlich nicht mit Bestimmtheit wissen,
aber ich denke die Entscheidung sollte man treffen dürfen,
ohne per se das konfliktscheue A-loch zu sein.---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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20.12.2010, 14:47Inaktiver User
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Zunächst:
Das finde ich sehr schade für die Person, die in dir immerhin so viel gesehen hat, dass sie sich auf eine Beziehungsanbahnung mit dir eingelassen hat.
Es ist ja nicht so, dass sich nur der Verlassene auf eine Beziehungsanbahnung eingelassen hat, sondern auch der Verlassende.
Wenn der eine nun zum Schluss kommt, dass er das Ganze beenden will, obwohl der andere dies nicht möchte, liegt es in meinen Augen im Verantwortungsbereich des Verlassenden, dies klar zu kommunizieren und(!) sich auch die Mühe zu machen, das zu begründen.
Und wenn der Grund nur heißt: "Die Gefühle reichen nicht aus und werden es auch in Zukunft nicht tun."
Da ist doch eigentlich nicht dran zu rütteln.
Es geht nicht um ein freundschaftliches Auseinandergehen.
Das hatte ich auch nie, denn für Argumente sind "Verschmähte" in der Situation des Verlassenwerdens nun mal meistens nicht zugänglich.
Es geht um ein Wiedersehen in Freundschaft nach einer angemessen langen Zeit - das können viele Jahre sein.
Das würde ich jetzt nicht für den anderen mitbeurteilen wollen.
Mir fallen da jetzt spontan drei Menschen aus meiner jungen Erwachsenenzeit ein, bei denen es etlicher(!) Gespräche und Briefe bedurfte bis das "Nichtbeziehunghabenwollen" von mir vom anderen wohl oder übel akzeptiert wurde.
Wenn ich einem der drei heute hin und wieder begegne, ist das schön für beide Seiten.
Sie wissen wohl, dass ich es mir nicht leicht gemacht hatte und würdigen es zumindest im Nachhinein.
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20.12.2010, 18:21
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Steinbirne, ich weiß gar nicht wie Du jetzt auf 1, bzw. 2 Treffen zu sprechen kommst.
Zumindest in dem aktuellen Fall, der mich beschäftigt, sind tatsächlich sogar noch mehr Treffen zustande gekommen.
Und anknüpfend an meine Meinung, die ich hier im Verlauf schon ein paar Mal geschildert habe:
Letztlich ist es egal, wie oft man sich trifft - man kann durchaus merken, dass man unterschiedlich unterwegs ist. Man muss es nur auch wollen!
Oh, hier geht es sogar noch arroganter meinerseits:
Peinlich wurde es für IHN!
Zu der Nennung der Gründe:
Richtig, daran gäbe es eigentlich nichts zu rütteln.Und wenn der Grund nur heißt: "Die Gefühle reichen nicht aus und werden es auch in Zukunft nicht tun."
Da ist doch eigentlich nicht dran zu rütteln.
Ich kann nicht beschreiben, was ich meine, aber: Sowas merkt man doch! Ich merke doch, wenn ich ganz anders unterwegs bin als mein Gegenüber!
Nein, natürlich pauschalisiere ich hier nicht.
Zitat von Viscacha
"Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
(Mia Wallace)
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20.12.2010, 21:57Inaktiver User
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
MiaWallace, du hast mich falsch verstanden.
Das mit dem 1. und 2.Treffen meinte ich nicht wörtlich, sondern im übertragenen Sinne.
Ich meinte damit:
1. Treffen: Die Zeit der Beziehung oder deren Anbahnung und das Beenden.
2. Treffen: Wenn man sich mal irgendwann wieder über den Weg läuft.
Und:
Wenn beim "1. Treffen" bei der Beendigung versucht wurde, die Trennung gemeinsam in einem Gespräch zu klären, denke ich halt ist das "2. Treffen" entspannter - vielleicht sogar in freundschaftlicher Atmosphäre.
Ja, meistens merkt das Gegenüber schon, dass zumindest was in Schieflage ist.
Aber was ist so schlimm dran, das einfach anzusprechen und dann zu beenden?
Der andere weiß dann definitiv, woran er ist und verzettelt sich nicht noch endlos in Grübeleien.
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21.12.2010, 14:44
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
manchmal merkt das gegenüber nichts... was zumindest in meinem fall so war. bei einem mann, der verliebt in mich war und mir anfangs auch gar nicht gefiel. ich ihm aber schon. wir waren beide vorher lang allein gewesen und wollten beide gern wieder eine beziehung haben. das drumherum hätte super gepasst, seine familie (der er mich sofort vorgestellt hat) war nett, meine und seine kinder haben sich toll verstanden, etc. ich habe versucht, ihn mir "schönzureden", aber es war zwecklos.
ich habe ihm gesagt, dass ich finde, dass wir nicht zusammenpassen - was hätte ich auch sonst sagen sollen? dass mich seine sprüche genervt haben? ich seine scherze nicht im geringsten lustig fand? dass ich mich mit ihm fast zu tode gelangweilt habe? und mich schließlich nur noch aus mitleid mit ihm getroffen habe? klar, dass ich ihn nicht so verletzen wollte, daher ist meine begründung wohl auch etwas "schwammig" ausgefallen. was hätte ihm die wahrheit genützt?
wer sich aus einer (beginnenden) beziehung zurückzieht, hat wahrscheinlich gründe, die den anderen sehr verletzen würden, wenn man sie zu genau erklärt. also bleibt man lieber allgemein. und die ganz feigen exemplare tauchen dann eben unter und melden sich gar nicht mehr.
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26.12.2010, 10:13
AW: Plötzlich kein Interesse/Gefühle mehr - aus der anderen Perspektive
Ich beziehe mich jetzt mal nur auf das Eingangsposting bzw. das Thema "kurze Beziehungen beenden".
Bei mir ist jemand nach drei Monaten "loser" Beziehung einfach abgetaucht. Kurz davor habe ich auch noch besondere Zuneigungsbeweise bekommen. Nach fast drei Monaten traf ich ihn mehrfach und es kamen heftige Flirtversuche seinerseits, dann seine Erklärung: er war zu doll verliebt, das will er nicht noch einmal, er hatte Angst vor nochmaliger Verletzung bei "zu fester" Beziehung. Ich habe mich eher wegen anderer Sätze noch einmal umstimmen lassen und wieder auf ihn eingelassen. Und er versprach mehrfach von sich aus, mich nicht noch einmal so hängen zu lassen (ich Trottel dachte damals aus bestimmtem Gründen, dass ihm was passiert sein könnte). Ich erklärte, dass ich einfach wissen möchte was ist: Schluss oder Pause für einen Rückzug, er soll's nur kurz mitteilen.
Jetzt, nach wieder tollen Erklärungen
ist er wieder einfach abgetaucht. Naja den Weihnachtsvorabend hat er mir versaut (wir waren verabredet, der Terminvorschlag kam von ihm). Hatte meine Weihnachts- und Silvesterpläne zum Glück nicht mehr extra für ihn geändert, Heiligabend und gestern waren trotzdem schön, auch wenn es mir natürlich noch im Kopf rumgeht.
Also ich finde das erbärmlich. Ich erwarte keine Erklärungen, aber wenigstens ein Wort, dass jetzt Schluss ist, ist angebracht. Die einen lassen es dann auf sich beruhen und wissen wenigstens, was los ist. Die anderen "Stalker"typen werden den Abgetauchten auch ohne Schlussmitteilung trotzdem mit Kontaktversuchen behelligen.
Achja und zum Ende einer langen Beziehung: Mein Ex hat inzwischen zugegeben (nein ich habe nicht danach gefragt, der Anlass war sozusagen indirekt), dass es allein seiner Feigheit geschuldet war, dass er mir erst 36 h vor Auszug mitteilte, dass unsere fast 20jährige Beziehung beendet ist.


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