Das ist auch vollkommen legitim.
Ganz ehrlich, ich z.B. kann mir auch keine Partnerschaft mehr vorstellen weil ich nicht eines Tages die Rolle des Partners mit der des Pflegefalls tauschen möchte. Und das kommt ja nunmal so sicher wie das Amen in der Kirche.
Das z.B. ist meine Angst. Das könnte ich nicht.
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Thema: Kennenlernen und Krankheiten
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29.08.2010, 00:44Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
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29.08.2010, 00:55
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29.08.2010, 01:02
AW: Kennenlernen und Krankheiten
ja, das wär für mich auch ein abschreckender grund. zuzusehen, wie ein dir geliebter mensch leidet, schmerzen hat und vielleicht immer mehr vor einem zugrunde geht. da stirbt man doch mit.
die pflege an sich sehe ich weniger problematisch, das könnte man über die versicherungen klären, notfalls noch zusätzliche abschliessen, kenne mich da aber nicht aus. hat er denn familienangehörige, die helfen könnten?
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29.08.2010, 01:02Inaktiver User
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29.08.2010, 02:12
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Wir wissen, dass er in fruehrente ist, das ist die einzige information die wir haben. Das deutet schon auf ein fortgeschrittenes stadium der krankheit hin.
Das kann man nicht wegleugnen und sagen wer weiss was die zukunft bringt, die zukunft hat bereits begonnen.
Die TE hat andere wuensche und vorstellungen fuer ihre zukunft, sie wuenscht sich ein kind, hat schon viel pflegedienst geleistet.
Ich finde es wichtig, dass sie ihre zukunft realistisch sieht und sich ehrlich eingesteht was sie will und ich sehe es sogar als ihre pflicht und ihr recht sich selbst gegeueber ein.
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29.08.2010, 08:07Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Guten Morgen an Alle!

Also Penatencreme,ganz ehrlich,ich bin der Meinung,das diese Info für dich VOR dem ersten Date hätte kommen müssen.
Du hängst jetzt schon persönlich involviert drin,weil du den Mann magst und nun auch noch persönlich kennst.
Vor einem Treffen wäre dir die Entscheidung sicher leichter gefallen.
Du wärst ganz anders in das Treffen hineingegangen,sofern du das dann noch gewollt hättest.
Wenn eine deiner Freundinnen dieses Problem hätte,was würdest du ihr raten?
LG
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29.08.2010, 09:28Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Das ist richtig - deshalb wird über seine Position munter spekuliert, und er in diesen Spekulationen zu einer Art Ausschussware.
Eine Erwerbsminderungsrente bedeutet beispielsweise, "die Zukunft hat schon begonnen" = der Pflegefall steht unmittelbar bevor. Diese Interpretation finde ich einigermassen gewagt.
Die Prognose bei MS ist gar nicht so ungünstig, auch da hat sich in den letzten Jahren einiges bewegt. Etwa die Hälfte der Erkrankten kann beispielsweise mit einem milden Verlauf ohne grössere Einschränkungen rechnen --> klick
@ Pommesbude: Ich finde Deinen Anspruch etwas gewagt. Wäre ich Single, würde ich einem Menschen, dem ich zum ersten Mal begegne, garantiert nichts von meiner Erkrankung erzählen. Wieso sollte ich als Mensch mit einer Autoimmunerkrankung verpflichtet sein, prophylaktisch eine Auskunft über meinen Gesundheitszustand zu geben, wenn ich selbst sehr sicher bin, dass weit über 90% überhaupt nicht als Partner interessant sind für mich, egal wie interessiert sie möglicherweise selbst auch sein mögen?
Und wie stellst Du Dir das praktisch vor? Wenn ein chronisch kranker Mensch, der keine sichtbare Behinderung hat, ausgeht, soll er sich dann ein Schild umhängen, auf dem steht: Ich leide an MS, einer CED, bin Krebspatient, habe Rheuma ö.ä., damit sich auch ja niemand spontan verlieben kann, ohne dieser Information Rechnung zu tragen? Vielleicht sollten wir chronisch Kranken ja vorsichtshalber einen Stern an den Pullover heften, das macht die Lage dann hübsch transparent, und markiert die "Ausschussware" deutlich. Ich kann nicht glauben, dass das Dein Ernst ist.
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29.08.2010, 09:32Inaktiver User
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29.08.2010, 09:43
AW: Kennenlernen und Krankheiten
hallo penatencreme, hallo @ all!
schwieriges thema zu dem schon sehr viel gepostet wurde.
vielleicht mal ein ganz anderer ansatz.
penatencreme warum versuchst du nicht mit ihm eine offene und tiefgehende freundschaft aufzubauen? muss alles immer gleich in einer beziehung enden??
versuche doch ein offenes gespräch mit ihm zu führen. dass du eben nicht weisst ob du dich in ihn verlieben wirst, dass du ihn aber als mensch so wertschätzt und magst, dass du sehr gerne eine freundschaft zu ihm möchtest .... alles andere ergibt sich dann ohnedies.
ich bin mir sicher, wenn bei euch BEIDEN liebe für den anderen wächst, dann wird sich diese liebe auch über seine krankheit hinwegsetzen.
liebe überwindet viele hindernisse, entfernungen, krankheiten, altersunterschiede, unterschiedliche sprachen und kulturen, .........
penatencreme nimm doch einfach den druck raus indem du ihm eine wirklich gute freundin bist. du magst ihn, er mag dich. das ist schon sehr viel.
und wenn sich mehr und mehr gefühle einstellen dann lass sie zu.
keiner von uns weiss wie lange er sich guter gesundheit erfreut. das kann von einem tag auf den anderen alles ganz anders aussehen. du gehst z.b. als frau zu einer mammographie und 30 minuten später bist du brustkrebspatientin und .......
bezogen auf einige der wortspenden hier, es kann jeden! von uns treffen, von einem moment auf den anderen. schwerer autounfall, schlaganfall, herzinfarkt, krebs, diabetes ....... und ja, es ist nicht immer leicht einen schwerkranken menschen zu begleiten auf seinem weg (mein vater war viele, viele jahre schwerkrank), aber man wird auf der anderen seite auch reich beschenkt.
penatencreme hab den mut als freund, als mensch ganz offen auf diesen mann zuzugehen. alles weitere wird sich ergeben.
für euch beide.
viel kraft und viel zuversicht wünsche ich dir!
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29.08.2010, 09:48Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Genau dies hatte ich auch mal. Natürlich war ich erst total schockiert. Allerdings hatte dieser Mann eine leichte Form und konnte noch absolut arbeiten. Wanderungen etc. gingen allerdings nicht mehr.
Was mich dann gestört hat: sein Umgang mit der Krankheit. Ich habe ihn gefragt, ob er sich auch vorstellen könne, nicht mehr grad so viel Alk zu trinken und vielleicht das Kiffen aufzugeben (mit immerhin 40). Nein, konte er sich nicht vortellen.
Wie gesagt, für mich wars nicht gleich ein K.O-Kriterium. Er hat dann gesagt, dass er gerne einen Hund hätte. ich mag Hunde nun mal nciht besonders und in seinem Fall hätte es druchaus sein können, dass ich dann mich hätte um den Hund kümmern müssen. "Wenn ich eines Tages mit einem kleinen Bündel nach Hause käme, könntest du nichts mehr machen", war die lapidare Antwort. Oder wenn jemand mal ihm etws entgegengesetzt hat "meine MS, meine MS, willst du, dass ich einen Schub bekomme wegen dir?, Willst du mich im Rollstuhl umherschieben müssen?" Dann wollte er unbedingt noch ein Kind und hat mich Abende lagn bekniet, es sdoch einfach mal zu probieren.
Das war schlussenlich der Grund, nicht seine Krankheit. Die Tatsache, dass er vielleicth eines Tages nicht mehr oder nur mit Hilfsmiteln laufen kann, hat mich nicht wirklich beunruhigt, dies hätte ich wohl mit ihm durchgestanden.



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