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Thema: Kennenlernen und Krankheiten
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29.08.2010, 00:12Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
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29.08.2010, 00:12Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Genau

Der Mensch wächst tatsächlich oft mit den Herausforderungen, die sich ihm stellen, dafür gibt es viele, viele Beispiele von Menschen, die das ganz prima hinkriegen.
Angst spielt dabei immer auch eine Rolle - aber sie ist letztlich kleiner als der Mut, der einem immer wieder die Kraft gibt zu sagen: Na und? Ich finde eine Lösung! Und bis dahin geniesse ich den Moment.
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29.08.2010, 00:16Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob man einen Partner als Teil seines Lebenskonzeptes oder als einen Teil seines Lebens betrachtet. Unter diesem Aspekt finde ich die Überlegung, die hier angestellt wird, legitim. Auch wenn es mir persönlich nicht entspricht.
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29.08.2010, 00:16Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Das glaube ich auch nicht.
Ich kann auch verstehen wenn jemand eine Partnerschaft nicht möchte. Egal warum auch immer.
Daher kann ich auch die Ängste und Bedenken der TE gut verstehen.
Man sollte sich das wirklich gut überlegen.
Probleme habe ich allerdings wenn man kranke Menschen per se als nicht gleichwertig oder behindert bezeichnet.
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29.08.2010, 00:22
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Ganz andere Baustelle, ist mir klar, aber wenn ich daran zurück denke, was LOS war, als ich mich für zwei ältere, gehandicapte Katzen aus dem Tierschutz entschied, obwohl es doch soooo viele, gesunde Katzenbabys gibt.....
Ich habe damals ein Foto von den beiden gesehen und da war die Sache klar.
Ein bisschen Angst hatte ich da auch....hat sich aber schnell gelegt.
Möchte aber natürlich die Entscheidung für kranke Tiere nicht mit einer Entscheidung für einen Lebenspartner gleich stellen, nicht dass da Missverständnisse aufkommen
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29.08.2010, 00:22Inaktiver User
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Ich finde die Überlegungen auch legitim, aber eben aus einer anderen Position heraus. Da nimmt mir das Löwenherz quasi die Worte aus den Tasten:
Überlegungen muss nämlich auch der Mensch anstellen, der die Erkrankung/Behinderung mitbringt. Z.B. hinsichtlich der Frage, wie er sich wahrgenommen fühlt, ob mit dem prospektiven Partner ein Leben, das nicht um das Thema Krankheit kreist, möglich ist.
"Egoistisch" im besten Sinne sollten doch beide Partner sein dürfen, um die Paarbeziehung leben zu können, die sie sich wünschen.
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29.08.2010, 00:24
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29.08.2010, 00:29
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Dann musst Du lernen den Augenblick zu geniessen. Hier und jetzt glücklich sein, mehr kannst Du nicht erwarten. Dein Wunsch nach etwas einfach unkompliziertem ist etwas, das wir uns alle wünschen. Aber es ist etwas, das bei jedem von uns im nächsten Augenblick vorbei sein kann.
Das Leben ist voller Risiken, es ist super gefährlich, denn meistens endet es tödlich.
Es wurde hier schon mal gesagt: Nie vergessen, es kein einen plötzlich selbst treffen. Das musste ich selbst erleben. Plötzlich chronisch krank. Nicht so etwas äußerlich gravierendes, nur etwas sehr lästiges im Alltag und bei mangelnder Disziplin langfristig sehr schädliches.
Liebe Grüße,
EnteSuessSauer.
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29.08.2010, 00:38
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Ich würde mich nicht auf diesen Partner einlassen, weil ich den Krankheitsverlauf bei meinen ehemaligen Kollegen vor Augen habe, der an MS erkrankt ist. Selbstverständlich kann jeder von uns zu jeder Zeit einen Unfall erleiden oder selbst schwer erkranken, aber einen sehr wahrscheinlichen Ablauf einer bekannten Krankheit sehenden Auges zu begegnen, wäre mir persönlich zu schwer für meinen persönlichen Lebensweg.
Mein Kollege wurde mit 35 oder 36 diagnostiziert, anfangs nur mit leichten Ausfällen, jetzt mit 57 ist er schon seit vielen Jahren im Rollstuhl und dement. Soviel ich weiß (über Umwege) ist er tagsüber in einer betreuten Tagespflege und wird abends vom Pflegedienst nach Hause zu seiner Frau gebracht.
Sie hat zu ihm gehalten und mit ihm noch schöne Jahre verbracht, seinen 50. Geburtstags haben sie mit einer großen Schiffsreise gefeiert, für die alle Gäste gespendet haben. Wer weiß, vielleicht sind sie oder waren sie in diesen Jahren glücklicher als andere Beziehungen, die während der Midlife-Crisis zerbrechen? Ich weiß es nicht, aber ich bewunderte seine Frau schon immer für ihre Tatkraft, die mir auch vor seiner Erkrankung besonders aufgefallen war.
Wahrscheinlich braucht es neben Liebe auch viel Mut und Tapferkeit um so eine Beziehung eingehen zu können. Ich wäre da ein Feigling, ich glaube, ich könnte es nicht."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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29.08.2010, 00:38
AW: Kennenlernen und Krankheiten
Einen Menschen, der eine schlimme Krankheit hat, auch wenn sie im Moment keine extremen Auswirkungen hat, kann ich nicht als Gleichgestellten betrachten, da ich mich glücklicherweise einer äußerst robusten Gesundheit erfreue.
... sorry, doch auch eine *robuste Gesundheit* kann sich von einem auf den anderen Tag - und das gaaanz schnell - verändern ...
... mir fehlen die Worte ...Der Begriff ist schon gefallen, für mich wäre so ein Mensch ein Behinderter.
So eine Krankheit ist ein dicker Minuspunkt, aber wenn alles andere perfekt passt...
Es ist Dein gutes Recht einen gleichgestellten Partner zu wollen und keinen (potentiellen) Pflegefall.



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