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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Zitat Zitat von Tahnee Beitrag anzeigen
    Sicher kann sie überrascht & irritiert sein, aber ich persönlich würde es als arg übergriffig empfinden, wenn ein Patient mir aufgrund einiger Bemerkungen und was weiß ich noch einen Brief auf die Arbeit schicken würde. Sorry, aber das geht gar nicht.
    Ich bin da nicht so streng. Solange man ihr nicht unterstellst, dass sie die TE unwiderstehlich fand, ist die Welt doch in Ordnung. Und das passiert hier nicht.


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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    hey...

    @meyal

    Alles klar..danke dir! :) Ich denke auch, dass sie damit umgehen kann. Mehr als wegschmeißen kann sie es nicht ;)

    @tahnee
    Übergriffig...also einen solchen Begriff verbitte ich mir in diesem Kontext.
    Übergriffig steht für rechtsverletzende Grenzüberschreitungen von Personal welches über einem Patienten/Schüler/psychisch kranken/Gefängnisinsassen steht welche auch entsprechend geahndet werden können. Wobei es selbst da nochmal drauf ankommt wie die genaue Situation war, ob z.B. Notwehr im Spiel war usw.

    Formuliert man es etwas freier, wäre es meinetwegen auch "übergriffig" wenn ich ihr jetzt schreibe und ungeachtet einer Ablehnung noch 20 Briefe an ihre Dienststelle schicke. Klar.
    Aber davon ist hier ja nicht die Rede. Schreibe ich ihr und sie lehnt ab oder meldet sich gar nicht, war es das und sie hört nie wieder von mir etwas.

    Wenn ich dich richtig verstehe, postulierst du, dass NIE mals ein medzinischer Dienstleister mit einem Patienten privaten Kontakt NACH der Behandlung haben darf, egal in welchem kontext. Denn der Arzt/Schwester/MTA darf es nicht...und der Patient deiner Ansicht nach offenbar auch nicht. Findest du das realitätstauglich?
    Ich nicht :)

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Zitat Zitat von Realdreamworld Beitrag anzeigen

    @tahnee
    Übergriffig...also einen solchen Begriff verbitte ich mir in diesem Kontext.
    Übergriffig steht für rechtsverletzende Grenzüberschreitungen von Personal welches über einem Patienten/Schüler/psychisch kranken/Gefängnisinsassen steht welche auch entsprechend geahndet werden können. Wobei es selbst da nochmal drauf ankommt wie die genaue Situation war, ob z.B. Notwehr im Spiel war usw.

    Formuliert man es etwas freier, wäre es meinetwegen auch "übergriffig" wenn ich ihr jetzt schreibe und ungeachtet einer Ablehnung noch 20 Briefe an ihre Dienststelle schicke. Klar.
    Aber davon ist hier ja nicht die Rede. Schreibe ich ihr und sie lehnt ab oder meldet sich gar nicht, war es das und sie hört nie wieder von mir etwas.
    Aus meiner Sicht auf meinen Beruf und in Anbetracht der Verantwortung und der Position, die ich nun mal habe, ist eine private Kontaktaufnahme nun mal übergriffig. Respektiere es oder lasse es. Und mit dieser Auffassung bin ich in meinem beruflichen Kontext wahrlich nicht allein.

    Zitat Zitat von Realdreamworld

    Wenn ich dich richtig verstehe, postulierst du, dass NIE mals ein medzinischer Dienstleister mit einem Patienten privaten Kontakt NACH der Behandlung haben darf, egal in welchem kontext. Denn der Arzt/Schwester/MTA darf es nicht...und der Patient deiner Ansicht nach offenbar auch nicht. Findest du das realitätstauglich?
    Ich nicht :)
    Ich finde das absolut realitätstauglich, Schliesslich arbeite ich seit 18 Jahren in diesem Beruf und da ist die Lehrzeit nicht mit drin. Im übrigen würde unser Chef arge Probleme machen, sollte er mitkriegen, dass da mit uns anvertrauten Patienten etwas mit privatem vermischt wird. Und das aus meiner Sicht völlig zu recht. Dienst ist nun mal Dienst und Schnaps ist Schnaps. Und das eine hat mit dem anderen definitiv null zu tun.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Du verstehst mich offenbar nicht...bzw. den Begriff....

    übergriffig im beruflichen Kontext kann nur der Professionelle sein- nicht der Patient/Schüler/Häftling.
    Übergriffig wäre, wenn SIE mir unaufgefordert jetzt privat nen Brief an meine Adresse schicken würde. Oder wenn SIE mich gefragt hätte, ob wir nach der Behandlung nochmal privat was trinken gehen wollen. Das darf sie in der Tat nicht, egal ob Psychologe oder Krankenschwester in der Orthopädie.
    Aber der Schutzbefohlene kann per Definition nun mal nicht als "übergriffig" im fachlichen Sinne bezeichnet werden.

    Auch bei deinem Beispiel mit deinem Chef...natürlich macht er Probleme wenn die Ärzte oder Schwestern während der Behandlung was anfangen oder nach der Behandlung von sich aus Kontakt aufnehmen. Weil sie dann a) den Datenschutz brechen und b) die Situation ausnutzen. Stichwort Schutzbefohlener.
    Würde er da keine Probleme machen wäre er kein guter Chef.
    Aber in dem Moment wo der Patient den Kontakt von sich aus startet....nach der Behandlung...ist es doch ne ganz andere Situation. Auch wenn, falls es da zu dem Aufbau einer privaten wie auch immer gearteten Beziehung kommt, ein Arztwechsel sicher anzuraten wäre um nix zu vermischen.
    Ich finde du weichst meiner Frage aus... oder du hälst es gar nicht für möglich in den Patienten auch Menschen zu sehen mit denen man sich gut verstehen kann...vielleicht wird man in dem Job mit den Jahren wirklich so, dass man auch gar nicht mehr auf die Idee käme, einen Patienten noch privat kennenlernen zu wollen...keine Ahnung...
    Ich hab ja geschrieben, dass ich in ähnlichen Bereichen arbeite...und ich würde sicher auch keine gesteigertes Interesse an Patienten /Probanden haben....aber wenn sich jemand den ich nett fand mal meldet später würde ich auch nicht sofort schockiert sein sondern mir halt überlegen, ob ich Lust hab ihn mal so zu sehen oder nicht. Wichtig ist dann natürlich, dass die fehlende Augenhöhe sofort ausgeglichen wird.

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Du musst dich nicht rechtfertigen. Es gibt Dinge für die man keinen Konsens finden wird. Mach was du für richtig hälst und gut ist.

    Viel Glück von mir!

  6. Moderation

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Hallo,

    ich würde ihr auch einen Brief schreiben und abwarten was passiert. Ich würde darin meine Telefonnummer und meine e-mail-Adresse vermerken und gut.

    Wenn sie sich meldet, schön, wenn nicht, weißt du auch was Sache ist.

    Die Idee persönlich hinzugehen finde ich hingegen nicht gut, weil es im Zweifel gerade der falsche Zeitpunkt ist und irgendeine ungute Situation entstehen kann.

    Liebe Grüße

    promethea
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Deswegen sag ich ja auch: Tu, was du nicht lassen kannst.

    Falls der Brief aber in falsche Hände gerät, könnte es auch sein, dass sie in Verdacht gerät, mit dir geflirtet zu haben, denn warum solltest du dich sonst bemüßigt fühlen, einen solchen Brief zu schreiben? Und das würde ich an meiner Arbeitsstelle auch nicht haben wollen.... Zumal von ihr ja gar nichts ausging.

    Zum Wort "übergriffig": Das kann man durchaus auch im weiteren Kontext gebrauchen. Ich habe zwei Jahre mal (aus Gründen, die ich nicht nennen will), verschiedentlich Blumen, Emails und Zettelchen bekommen - (nein, ich war 38 und es muss wohl einer dieser Berufe gewesen sein, die angesprochen wurden).

    Ich habe mich aber überhaupt nicht darüber gefreut, sondern mich gefragt, WELCHEN Grund ich den Beteiligten geliefert habe, dass sie sich nun erotisch angesprochen fühlen. (Es waren immer Botschaften, mich näher kennenzulernen, keine Dankesblumen oder so). Denn geflirtet habe ich nie, ich war einfach nur nett. Sorry, ich fands einfach nur nervig.

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    @meyal

    Danke dir! :)
    Momentan prüfe ich nochmal, ob es für mich wirklich gut ist...aber ansonsten hast du recht. Verschiedene Menschen werden zu unterschiedlichen Ergebnissen und Handlungen kommen...so ist es nun mal :) Danke für den Zuspruch!! :)


    @promethea

    auch dir vielen Dank! :)
    Ja, so in etwa habe ich es geplant..und ich denke auch, dass hingehen zu Problemen führen kann. Also überraschen ist die eine Sache...aber sicher hat sie eh dauernd zu tun und es wirkt komisch, wenn ein Ex-Patient da einfach aufschlägt und dann noch nach einem Treffen fragt ;) Zumal ich sie ja auch nich gleich heiraten will *g*

    @kitty
    Ich hab mich jetzt nochmal bei Leuten erkundigt die mit Briefgeheimnis und VErwaltungen beruflich viel zu tun und entsprechende Ahnung haben..un ddie haben auch gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand wenn man es korrekt macht mit dem Persönlich und dem Namen, den Brief unbefugt öffnet recht klein ist. Und Falls, ist derjenige dran wegen Verletzung des Briefgeheimnisses..und nicht sie, weil ein Ex-Patient ihr dankt und so angetan war, dass er nach einem privaten Treffen völlig unabhängig vom Beruflichen fragt ;)
    Ansonsten tut es mir leid, dass es bei dir so gelaufen ist und du es als negativ empfunden hast.
    Ich kann mir schon vorstellen, wenn das ständig passiert, dass es nervt. Aber bei nem Arzt...hm...kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass das ständig geschieht.
    Ich finde es schade, dass du das bekundete Interesse so negativ siehst.
    Man muss doch nciht flirten, damit einen jemand (vielleicht ja auch nur freundschaftlich!) interessant findet. Im Gegenteil...sind nicht sogar eher diejenigen interessant, die einen toll finden auch ohne Flirt? Wenn man nichts dafür tun musste sondern war wie man ist bzw. wie man arbeitet? Also vorausgesetzt natürlich, dass bei EInseitigkeit der andere dann nicht dauernd weiter nachstellt, das wäre dann in der Tat grenzverletzend und Stalking Pur.

    Ich halte euch auf dem Laufenden.. ;)

    Liebe Grüße :)

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    AW: Liebe/Freundschaft zwischen Arzt und Patient nach Behandlungsende?

    Zitat Zitat von Realdreamworld Beitrag anzeigen
    hey...
    okay, dann lese ich mir den thread nebenan mal eben durch :)

    Ansonsten..naja, ich hatte vor ihr zu danken für ihre Arbeit. Und dann einen fetten Strich drunter und ihr zu schreiben, dass ich sie auch menschlich- soweit man das in dem kontext beurteilen kann- sehr sympathisch fand und sie gerne unter anderen Umständen getroffen hätte. Und dann dass ich sie gerne mal auf nen Kaffee treffen möchte.
    Nicht mehr :)

    Das ist interessant..ich glaube für den Blumenstrauß bin ich zu feige.
    Ich wüsste auch gar nicht, wie ich dann daraus eine Konstellation schaffen sollte, sie DANN um ein Wiedersehen zu bitten. Stehe dann bei sowas immer total auf dem Schlauch ;)

    und dann zum Gayradar...ja...es müsste voll funktionsfähig sein..eigentlich....aber neuerdings setzt es aus sobald mich jemand einen tick zu sehr interessiert ;) ich rationalisiere dann nur noch und blicke nicht mehr durch :S

    Ich könnt auch hier jetzt ein bissl mehr schreiben wie das so war zwischen uns..aber abgesehen von der Abschiedsszene die ich ja schon beschrieb....ich weiss nicht, wir hatten einfach beide einen unglaublich trockenen fast bösartigen Humor miteinander... *gg* Ohne Selbstschonung, sie als Arzt, ich als Patient (bsp. : Ich bin übergewichtig, sie kommt um die Entlsassung einzuleiten, ich esse gerade. Ich sage trocken: Oh, schon soweit, okay...naja, ich esse dann mal noch auf, wäre ja schade drum, nicht wahr? Sie genauso trocken: Oh ja, das wäre allerdings schade, soviel Zeit muss sein, guten Appetit ;)"
    Solche Menschen trifft man selten- besonders in einer solchen KOnstellation im Krankenhaus.

    Auch und soviele andere kleine Situationen.*schon wieder mit den Gedanken abheb*

    Du siehst...Gayradar und vorbei kommen sind momentan unmöglich durchzuführen ohne auf der Kardiologie zu landen ;)
    Hey Du, ich kenn Dich nicht- aber ich bin auch lesbisch.
    Und ich sage Dir eins: schreib keinen Brief- ich würde es NICHT tun!
    Der Grund:
    Ein Brief kann sehr erdrückend sein, und Du gibst viel zu viel, va da ja nun noch nichts Privates vorhanden war. Ich finde, dass kann man machen, wenn schon privaten Kontakt hatte/ hat...
    Und es zeugt von ANGST direkt Dein Interesse zu zeigen.

    Wenn ich jetzt Deine Schwester wäre, würde ich sagen, geh HIN und sage ihr einfach unter 4 Augen dass Du sie attraktiv/ hübsch/ anziehend... findest ( das versteht echt JEDE frau..) und sie EVTL. gern näher kennenlernen willst. Evtl noch sowas wie : mh, sorry ist ja blöd weil ich ja Ihre Patientin bin... blablabla...

    Wenn sie nett reagiert rufst du dann am nächsten Tag mal an und fragst ob sie mit Dir da und da hingeht ( restaurant/ Cafe/ kino), wenn Sie sagt: ich hab dann keine Zeit, NOCH einen Vorschlag machen zb:_ was ist denn nächste Woche?
    So und dann: NICHTS MEHR MACHEN. Weil das muss reichen, sie kann es sich überlegen und sich dann evtl melden, weil dann ist es echt klar.

    Mehr würde ich nicht machen/ sagen- whatever.

    Aber versuch dabei zu lächeln, nicht zu ernst und verkrampft, andererseits finde ich es auch verdammt schwierig in einem Krankenhaus , in dem sowieso schon eine drückende Stimmung herrrscht..
    :-)

    LG
    Geändert von holdemaid06 (13.10.2010 um 11:08 Uhr)

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