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  1. Inaktiver User

    der erste Stimmeindruck...

    Hallo, liebe Leute!

    Ich habe neulich einen Mann über eine SB kennengelernt: der schriftliche Kontakt war nett, auch das Bild zeugte von einem herzlichen, offenen Charakter.

    Nun haben wir auf meinen Vorschlag hin, weil ich diese Kontakte möglichst schnell auf den Boden der Realität bringen möchte, das erste Mal telefoniert. Und ich war enttäuscht. In seiner Stimme konnte ich nichts wiederfinden, was ich aufgrund des bisherigen Kontaktes und des Bildes vermutet hatte.
    Ich lausche da gewissermaßen in die Stimme hinein. Diese kam mir irgendwie holprig vor, wir sprachen auch nur recht kurz, da wollte offensichtlich kein Redefluss in Gang kommen, auch wenn er sich hörbar gefreut hat, dass ich mich gemeldet hatte. Ich hörte in ähnlichen Situationen manchmal Stimmen, in denen ich bereits beim ersten Telefonat ein angenehmes Timbre raushörte, eine für mich positive Resonanz.
    Nach diesem Telefonat dachte ich spontan: die große Liebe wird das nicht.

    Getroffen haben wir uns trotzdem, war dann ein netter Abend, ein sympathischer Typ, doch von meiner Seite ist der entscheidende Funke nicht wirklich übergesprungen. Und ich habe auch nicht wirklich das Gefühl, das könnte in Richtung Partnerschaft was werden.

    Meine Frage an euch: welche Bedeutung räumt ihr der Stimme ein? Ist es für euch wichtig, wie ihr eine neue Bekanntschaft stimmlich wahrnehmt? Kann man am Telefon wirklich schon Entscheidendes raushören. Danke für eure Erfahrungen dazu.

  2. User Info Menu

    AW: der erste Stimmeindruck...

    Triff Dich mit ihm!
    Schau Dir das Gesamtpaket an. Sein Blick, sein Lächeln, seine Mimik und Gestik, seine Umgangsformen.
    Beurteile ihn bitte nicht nach seiner Stimme.
    Wenn der Mann Dir gefällt, wird Dir auch eine eher unangenehme Stimme nicht mehr so wichtig sein.

    Edit: Ich habe übersehen, dass Ihr Euch schon getroffen habt. Gib ihm/Euch noch ne Chance. Möchtest Du nach dem ersten Eindruck beurteilt werden?
    Wir werden weitermachen!

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    AW: der erste Stimmeindruck...

    ich bin ein Stimmenfan, das war ich immer. Für mich ist die Stimmlage, das Timbre immer ausschlaggebend gewesen.
    Ich habe Mädchen und später Frauen kennengelernt, die sahen optisch einfach Klasse aus, aber ich habe immer versucht, so bald wie möglich die anzusprechen - und häufig tendierte mein Interesse nach dem ersten Satz schon
    gen Null.

    Als bestes Beispiel kann man die Stimmen von Rundfunkmoderatoren als Vergleich nehmen. Da gibt es Stimmen, die sind einfach schön. in Zeiten des Internets kann man heute ja auch die Bilder der Moderatoren nachschauen. Meistens sehen sie eher durchschnittlich aus, aber die Stimmen finde ich schön.

    Ich denke, unser untrügliches Bauchgefühl signalisiert uns über die Stimme eine ganze Menge an Informationen, die nur für jeden einzeln von uns wichtig sind.

    Es gibt in meinen Augen aber ein noch wichtigeres Indiz, obs passt oder nicht: der Geruchssinn. ich verweise auf die Ausführungen des Dr. Eckart von Hirschhausen, der in einen seiner kabaretistischen Ausführungen behauptet, wir könnten selbst in einer überfüllten Ubahn den Richtigen herausriechen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Inaktiver User

    AW: der erste Stimmeindruck...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo, liebe Leute!

    Meine Frage an euch: welche Bedeutung räumt ihr der Stimme ein? Ist es für euch wichtig, wie ihr eine neue Bekanntschaft stimmlich wahrnehmt? Kann man am Telefon wirklich schon Entscheidendes raushören. Danke für eure Erfahrungen dazu.
    Bei meiner letzten intensiven I-net Bekanntschaft wirkte die Stimme am Telefon ruhig und besonnen, entgegen vieler geschriebener Zeilen. Ich hätte die Stimme eigentlich ganz anders eingeschätzt, bzw. hatte ich sie mir anders vorgestellt. Irgendwie dunkler und tiefer, vielleicht auch kraftvoller. Aber es war dann eher eine helle Stimme, welche ich sehr schön fand. Beim realen Treffen hat mich die Stimme dann auch sehr fasziniert, ich denke da ist schon was dran, dass die Stimme ziemliche Bdeutung hat.

    Erla

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    AW: der erste Stimmeindruck...

    Es ist so eine Omaweisheit: Männer verlieben sich mit den Augen, Frauen mit den Ohren.

    Für mich ist da was dran, ich reagiere sehr auf die Stimme eines Menschen. Und auf den Geruch auch, mit der Nase hab ich mich auch schon verliebt (vor allem, wenn dann der akustische Eindruck auch stimmt... ).
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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    AW: der erste Stimmeindruck...

    Ich habe - auch weil ich beruflich damit befasst bin - mal einen Workshop zum Thema Stimme belegt.

    Dazu kann man Folgendes sagen:



    • Die Stimme transportiert sehr viele Emotionen und ist auch anfällig für Emotionen. Das heißt, ist man befangen oder aufgeregt, schlägt sich das - negativ - auf die Stimme nieder. Bei diesen menschlichen Emotionen kommt man also nicht mehr so gut rüber. Geübte Leute oder Profis können das aber gut kaschieren... aber das sagt nur, dass sie ihre Außenwirkung besser steuern und besser schauspielern können.


    • Viele Menschen nutzen ihre Stimme nicht optimal, durch falsche Vorbilder hinsichtlich der Sprechtechnik beim Sprechenlernen oder auch durch tiefsitzende Verspannungen oder falsche Atmung (stimmtechniscch gesehen). Da kommt die Stimme auch nicht gut rüber, und durch Stimmtraining könnte sehr viel erreicht werden. Auch das sagt gar nichts über die Person aus.


    • Ich habe schon über die Diskrepanz gestaunt, wenn ich Menschen zuerst am Telefon kennengelernt habe und dann erst später persönlich. Das eindrucksvollste Beispiel war meine Hebamme. Sie fand ich am Telefon total nett, auf den ersten Blick dann weniger und dann war es wieder wie vorher. Der Mann einer Freundin ist am Telefon hingegen total sonor, engagiert und männlich, und realiter ein richtiger muffiger Stinkstiefel.


    • Wenn man den Akzent oder die Art zu reden eines Menschen nicht mag, ist nichts zu machen. So habe ich mal einen Internetkontakt beeendet, weil ich den fränkischen Tonfall dieses Menschen nicht mochte. Eigentlich mag ich sogar fränkisch, aber nicht DIESES.


    • Auf den Tonfall sollte man immer sehr achten. Klingt die betreffende Person immer leicht klagend, supersoft, künstlich freundlich oder auch schroff, so ist das bestimmt ernst zu nehmen. Da drückt sich nämlich eine gefühlsmäßige Grundhaltung aus, unabhängig von der Stimmlage oder Sprechtechnik.




    Also, ich fürchte, es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als den Menschen doch persönlich zu treffen... und da würde ich auf den Tonfall achten, ob Dir einfach angenehm ist, wenn er etwas sagt...und ob Du diese Art zu reden neben Dir beim Einschlafen hören mögen würdest...

    Alles Gute,

    Raratonga
    Geändert von Raratonga (23.07.2010 um 00:40 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: der erste Stimmeindruck...

    Jede Form der Telekommunikation ist gänzlich ungeeignet, einen Menschen wirklich kennenzulernen.

    Auf die Stimme würde ich nur eine solche Gewichtung legen, wenn ich einen Telefonisten für meine Firma suchen würde.

    Und... Stimmgebrauch ändert sich mit der Atmosphäre. Jemand, der mir noch fremd ist, und etwas holprig klingt, kann bei näherem Kennenlernen eine sehr schöne Stimme bekommen.
    Geändert von Inaktiver User (23.07.2010 um 10:02 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: der erste Stimmeindruck...

    Das stimmt schon Uli - aber ich finde die Stimme eines Menschen auch maßgebend.

    Sicher gehören viele Dinge dazu einen Menschen zu mögen, sich gar in ihn zu verlieben.

    Aber wenn ein Mann z.B. eine Piepsstimme hätte - das ginge für mich nicht.

    Mein Mann hatte am Telefon schon so eine kräftige warme Stimme wir lernten uns auch über eine SB kennen.

  9. Inaktiver User

    AW: der erste Stimmeindruck...

    Bei mir läuft es wirklich so: Stimme - Haut - Geruch.

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    AW: der erste Stimmeindruck...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Mein Mann hatte am Telefon schon so eine kräftige warme Stimme wir lernten uns auch über eine SB kennen.


    Immer wenn ich mit meinem Mann telefoniere wird mir ganz...
    naja Sie wissen schon

    Fistelstimme geht gar nicht.
    Nuscheln, stocken, oder auch so "ticks" wie ääääh, alle zwei Sekunden räuspern, aber auch zu tiefes knurren oder so ein singsang-
    alles no goes.
    Da könnte und da will ich mich auch gar nicht dran gewöhnen.

    Und was heißt kennenlernen?
    Um ihn überhaupt kennelernen zu wollen muss die Akustik schon mal passen...
    Über manches kann man sicherlich hinwegsehen, aber manche Basics müssen einfach von Anfang an stimmen.
    ---

    In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.

    Dalai Lama

    __________________

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