der erste Stimmeindruck...
zählt (auch).
"Nur" eine schöne Stimme ist nicht alles, aber ich gehöre auch zu den Menschen, die gerne eine angenehme Stimme um sich herum haben (im Privatleben).
Ich hatte vor zig Jahren mal einen (kurzzeitigen) Freund, dessen Stimme mich absolut genervt hat. Seine Stimme war nicht der Hauptgrund für die Trennung, aber es ging in meinem Kopf schon so weit, dass ich ihn gar nicht am Telefon hören mochte und manchmal im pers. Gespräch bzw. bei seinen Monologen - gedacht habe: halt doch einfach mal das M... (schlimme Gedanken, ich weiß...)
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Thema: der erste Stimmeindruck...
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23.07.2010, 10:56Inaktiver User
AW: der erste Stimmeindruck...
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23.07.2010, 11:59
AW: der erste Stimmeindruck...
Das ist eine gute Gelegenheit, den Mechanismus zu überprüfen, mit dem Du solche fantastischen Vermutungen anstellst. Wenn ich eine Frau über eine SB kennen lerne, dann vermute ich über ihre Stimme ... nichts. Was für ein Zusammenhang zwischen Fotos und schriftlichem Ausdruck einerseits und der Stimme anderereits soll denn auch bestehen?
Mir ist sie relativ unwichtig. Eine schöne Stimme kann den Reiz erhöhen, sie müsste aber schon extrem sein, um mich ernsthaft abzuschrecken.
Wenn wir mal von Extremszenarien absehen: Nein, weil die Person gerade beim ersten Telefonat nervös oder überrascht sein kann -- oder vielleicht auch gerade einen Schnupfen oder eine Kehlkopfentzündung hat. Die Leitung kann (ohne dass man es bewusst wahrnimmt) rauschen, das Telefon kann schlecht sein, es können besondere Halleffekte auftreten u.v.m.
Verbaut man sich mit solchen Gedanken nicht ein offenes Kennenlernen? Jemanden, der sich dermassen mit Stimmanalysen belastet und schon beim ersten, kurzen Telefonat mutmasst, dass das nicht die große Liebe werden kann, stelle ich mir etwas verkrampft vor. Vielleicht wäre Euer Treffen besser verlaufen, wenn Du Dich mit solchen Gedanken nicht belastet hättest.
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23.07.2010, 14:45Inaktiver User
AW: der erste Stimmeindruck...
Ich danke euch für eure vielseitige Antworten, leider ist mir soeben mein ganzer Antwortbeitrag futsch gegangen :-(. Erstmal nur soviel: es geht mir wohl weniger um die Qualität, um die optimale Nutzung der Stimme, um deren Höhe bzw. Tiefe oder um die "Schönheit" einer Stimme, sondern um das, was sie transportiert.
Diese Vermutung habe ich auch, Opelius, es geht mir um einen Informationsgehalt, der mir persönlich speziell wichtig zu sein scheint, den ich aber nicht wirklich benennen kann.Ich denke, unser untrügliches Bauchgefühl signalisiert uns über die Stimme eine ganze Menge an Informationen, die nur für jeden einzeln von uns wichtig sind.
Ich bin ein Mensch mit einem reichhaltigen Innenleben und mich sprechen spontan einfach Menschen an, wenn sie ihrerseits eine gewisse Durchlässigkeit für ihre Innenwelt haben. Um an eine Person tiefer "andocken" zu können, brauche ich eine gewisse Resonanz auf einer tiefen Wesensebene und ich habe eben den Verdacht, dass dieses Faktum in der Stimme zum Ausdruck kommt.
Ich habe z.B. eine Freundin, die eine relativ laute, kräftige Stimme hat, ich kann darin wenig Verbindung zu ihrer Gefühlswelt wahrnehmen. Sie hat eher was Rufendes, das wenig Verbindung zu ihrer Mitte verrät. So ist nicht nur ihre Stimme, so erlebe ich sie als Mensch auch im Kontakt, was oft schwierig für mich ist.
Habe ich nie gehört diese Weisheit Asphaltblume.Es ist so eine Omaweisheit: Männer verlieben sich mit den Augen, Frauen mit den Ohren.
Ich habe ihn ja bereits getroffen, Raratonga, war ein netter Abend, aber der Funke ist eben nicht übergesprungen, wir scheinen sehr verschieden zu sein. Ob wir uns weiterhin sehen, weiß ich noch nicht.Es ist so eine Omaweisheit: Männer verlieben sich mit den Augen, Frauen mit den Ohren.
Du betrachtest das Thema Stimme sehr differenziert, interessant!
Ist es wirklich so, Uli? Informationen bekommt man doch in jedem Fall: schriftlich, über Bild...alles ungeeignet? Hm...Jede Form der Telekommunikation ist gänzlich ungeeignet, einen Menschen wirklich kennenzulernen.
Das klingt nach einer ganzheitlichen Sichtweise, flip flop, also es ist nur ein Teil, sollte nicht überbewertet werden deiner Meinung nach.der erste Stimmeindruck...
zählt (auch).
Gary Dowe,Hm, ich vermute mal so ganz ohne diese phantastischen Vermutungen kommt man/frau nicht aus, ab dem Zeitpunkt, wo man virtuell zu kommunizieren beginnt, ich versuche diese Vermutung gering zu halten, aber ganz abstellen kann ich sie nicht.Das ist eine gute Gelegenheit, den Mechanismus zu überprüfen, mit dem Du solche fantastischen Vermutungen anstellst.
Das erscheint mir für mich nicht realistisch, vielleicht vermute ich weniger, als ich mich "anmuten" lassen von der Stimme.Wenn ich eine Frau über eine SB kennen lerne, dann vermute ich über ihre Stimme ... nichts.
Unser Treffen ist an und für sich locker verlaufen, ich habe an dem Abend den ersten Stimmeindruck auch keine Bedeutung mehr geschenkt, nur habe ich danach aus meinem Bauchgefühl heraus gemerkt, dass das in Richtung Partnerschaft wohl eher nichts werden wird mit uns.Vielleicht wäre Euer Treffen besser verlaufen, wenn Du Dich mit solchen Gedanken nicht belastet hättest.
Inwieweit es angemessen ist oder doch vorschnell, dem ersten Eindruck Glauben zu schenken, ist eine andere Frage. Kann sein, dass ich diesbezüglich mehr Spielraum gewähren sollte.
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23.07.2010, 14:58
AW: der erste Stimmeindruck...
Ich war auch einige Zeit im Netz unterwegs
und habe nun meinen Partner über diesen Weg gefunden.
Ein Telefongespräch hat mir immer viel Information gegeben. Wenn da kein gutes Gespräch aufkam habe ich mich gar nicht mit dem Mann getroffen.
Einmal war es schon krass. Da hat mich die Stimme eines Mannes extrem erschreckt. Es war klar, das es über dieses Gespräch nicht hinaus geht.Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg
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23.07.2010, 15:24Inaktiver User
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23.07.2010, 16:05
AW: der erste Stimmeindruck...
Stimme scheint wie vieles andere auch doch bei jedem verschieden wichtig zu sein.
Ich bin davon überzeugt, dass bei jedem ein oder zwei Sinne besonders stark ausgeprägt sind. Und wenn ich sehr stark auf akustische Reize anspreche, dann ist mir doch die Stimme sehr wichtig.
Wenn alle empfindlich wären, hätten Menschen mit Quieteschestimmen schließlich enorme Probleme bei der Partnerfindung. Das ist wohl hoffentlich nicht so, oder?
Ich persönlich bin sehr empfänglich für eine schöne tiefe Stimme, aber ich kenne viele, die gar nicht darauf achten.
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23.07.2010, 17:15
AW: der erste Stimmeindruck...
Vielleicht klang seine Stimme nur deshalb komisch, weil er aufgeregt war. Wenn sich die Aufregung legt, dann kann sich auch die Stimme entspannen. Von daher solltest Du ihm eine Chance geben, Euch persönlich kennenzulernen, wenn außer seiner Stimme nichts dagegen spricht. Vielleicht erlebst Du ja bei dem Treffen eine angenehme Überraschung. Und wenn es absolut nicht geht, dann geht’s eben nicht.
Manche Menschen, die vor Nervosität zu stottern beginnen, stottern weitaus weniger, wenn sie sich entspannt und sicher fühlen.
Wenn man Menschen, die vor Nervosität beim Dating-Zirkus erst mal nicht so gut rüberkommen, gleich aussortiert, dann bleiben nicht nur die tollen entspannten Typen übrig, sondern auch die routinierten Verführer, die genau wissen, wie man gurren, was man anziehen und was man sagen muss, um eine Frau zu beeindrucken. Und die haben nicht immer den besten Charakter, sondern konsumieren Frauen nicht selten im Wochenpack.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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23.07.2010, 18:17
AW: der erste Stimmeindruck...
Haben sie eventuell auch, aber es gibt Männer, die lieben Kinderstimmchen bei Frauen, warum auch immer.Wenn alle empfindlich wären, hätten Menschen mit Quieteschestimmen schließlich enorme Probleme bei der Partnerfindung. Das ist wohl hoffentlich nicht so, oder?
Und ich kenne Menschen, die finden sonore Männerstimmen unerträglich, weil sie so raumfüllend sind.
Wir haben zum Glück alle miteinander völlig andere Vorstellungen von einem (zukünftigen) Partner, es gibt Dinge, die finden wir schön, es gibt Dinge, die törnen uns ab, und es gibt Erscheinigungsformen, die uns einfach nicht ansprechen.
Das ist normal und das ist gut so.
Nur eines habe ich inzwischen gelernt, mein Bauchgefühl betrügt mich fast nie.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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23.07.2010, 18:23Inaktiver User
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23.07.2010, 18:33Inaktiver User
AW: der erste Stimmeindruck...
Uli:
Warum nicht?:-) Ist doch interessant, oder? :-)Aber warum diskutieren?
Ja, das scheint mir auch so zu sein, Annilein, im Prinzip ist bei mir der visuelle Sinn der ausgeprägteste, von daher stehen die Chancen prinzipiell gut, dass der erste telefonische Eindruck in den Hintergrund tritt, weil mich der Mann optisch ja anspricht. Na ja, , wir wohnen nicht weit auseinander, deshalb ist es unkompliziert, sich zwanglos zu treffen und ab und zu was zu unternehmen, was wir im übrigen ja vorhaben.Ich bin davon überzeugt, dass bei jedem ein oder zwei Sinne besonders stark ausgeprägt sind.
Ich denke, es war vielleicht auch gar nicht nur die Stimme, sondern, das, WAS wir beim ersten Telefonat gesprochen haben. Er wirkte halt überhaupt nicht "wendig", eher etwas schwerfällig und kurz angebunden, weshalb das Telefonat ja auch sehr kurz war und sich auf das Ausmachen des Treffens beschränkte. Das erste Treffen war dennoch ein netter Abend, auf Anhieb ist zwar nicht der entscheidende Funke übergesprungen, aber wer weiß?Von daher solltest Du ihm eine Chance geben, Euch persönlich kennenzulernen,
Du hast Recht, vielleicht macht es Sinn, mich von der sprachlichen Wendigkeit nicht allzu blenden zu lassen, ich bin diesbezüglich ja auch schon eingefahren, v.a. wenn sich jemand auch noch schriftlich gut auszudrücken versteht, bin ich so ziemlich angetan.Wenn man Menschen, die vor Nervosität beim Dating-Zirkus erst mal nicht so gut rüberkommen, gleich aussortiert, dann bleiben nicht nur die tollen entspannten Typen übrig, sondern auch die routinierten Verführer,..


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