Ueber das, was ich mache, kann ich mich mit meinem Mann auch nur bedingt unterhalten.
Scherz beiseite - ich glaube, dass so etwas gut gehen kann, wenn man eine gesunde Portion Selbstbewusstsein mitbringt, sich nicht zu sehr von außen beeinflussen laesst und sich von gewissen Glaubenssaetzen, die man in der Kindheit vielleicht mitbekommen hat, loesen kann.
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14.06.2010, 21:11
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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14.06.2010, 21:13Inaktiver User
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14.06.2010, 21:15Inaktiver User
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Oh davon kenne ich ein Paar und ich kenne eine Vielzahl Mediziner, die mit einer Karbolmaus verheiratet sind. Aber das güldet ja wohl nicht.
Ohne eine gewisse intellektuelle Basis geht es nicht, irgendwann hört das mit dem "nurübereinanderherfallen" nämlich auf. Aber da garantiert ein Diplom auch nix und Treue schon mal gar nicht.
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14.06.2010, 21:26
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Aber ich finde, man muss doch auch unterscheiden, ob man sich beruflich unterhält oder über Gott und die Welt, gemeinsame Interessen.Selbst hatte ich schon einigen Kontakt zu Theater- und Geschichtswissenschaftlern. Alles irgendwie so "Am-Hungertuch-Nager", denen ich als Elektromechaniker finanztechnisch weit voraus bin... Die leben aber in einer völlig anderen Welt. Wenn die sich unterhalten kann ich einfach nicht folgen. Genauso wird es denen aber gehen wenn ich mit "meinesgleichen" fachsimpel.
Wenn ein Mediziner anfängt zu fachsimpeln, kann ein Rechtswissenschaftler genausowenig folgen.
Und was finanztechnisch läuft, da geht die Schere u.U. auch weit auseinander. Ein Studium garantiert auch kein super Gehalt...So mancher selbständiger Rechtsanwalt verdient weniger, als die versierte Rechtsanwaltsfachangestellte in einer renomierten Kanzlei.Alle wollen alt werden, aber keiner will alt aussehen
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14.06.2010, 21:31
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Zitat:
Ein Minderwertigkeitsgefühl könnte aber nur dann entstehen, wenn der Handwerker AUCH der Meinung ist, das Akademiker "was besseres" sind.Also so lange wäre ich mit so einem Partner erst gar nicht zusammen. Wenn ihm was an mir läge, würde er mich ja nicht so dermaßen runtermachen. Wer das tut, hat meiner Meinung nach sowieso ein gestörtes Selbstbewußtsein.Das sehe ich nicht so. Man kann ihm dieses Gefühl geben, und das so lange, bis er es glaubt.Alle wollen alt werden, aber keiner will alt aussehen
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14.06.2010, 21:37
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Daran könnte es natürlich auch liegen: die hatten nämlich irgendwie nie ein anderes Thema und ich kam mir immer vor wie Fremdkörper.
In die erlauchten Kreise kam ich, weil ich mit meinem LKW beim Umzug helfen "durfte". Dass man keinen Handwerker bestellen muss um eine Waschmaschine, einen Herd und Geschirrspüler anzuschließen durfte ich auch unter Beweis stellen.
Verdient weniger ober bekommt weniger? ;-)Und was finanztechnisch läuft, da geht die Schere u.U. auch weit auseinander. Ein Studium garantiert auch kein super Gehalt...So mancher selbständiger Rechtsanwalt verdient weniger, als die versierte Rechtsanwaltsfachangestellte in einer renomierten Kanzlei.
Vielleicht springe ich aber auch nur deshalb so auf das Thema an, weil ich im Studium "versagt" habe??
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14.06.2010, 21:42Inaktiver User
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14.06.2010, 21:45
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Na ja, aber da wärst du wahrscheinlich nicht der Einzige gewesen, der diesem erlauchten Kreise nicht folgen konnteDaran könnte es natürlich auch liegen: die hatten nämlich irgendwie nie ein anderes Thema und ich kam mir immer vor wie Fremdkörper.
Daran sieht man doch, wie beschränkt manche Leute sein können. Nur fachsimpeln ist eben auch nicht alles. Außerdem finde ich es extrem unhöflich, sich permanent über fachliche Dinge zu unterhalten, wenn jemand dabei ist, der nicht vom Fach ist. Wobei wir beim Stichwort emotionale Intelligenz wären...
Das kann man wohl so oder so sehen ;)Verdient weniger ober bekommt weniger? ;-)
Vielleicht springe ich aber auch nur deshalb so auf das Thema an, weil ich im Studium "versagt" habe??
Ja, warum springst du so auf das Thema an? Wie du hier siehst, gibt es genug Leute, die differenzieren. Und zum Glück kann man ja seine Freizeit mit Leuten verbringen, die man mag :)Alle wollen alt werden, aber keiner will alt aussehen
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14.06.2010, 22:00Inaktiver User
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Da könnte schon was dran sein Matze...
Mein Ex sprach bwz. spricht bis heute gerne von "wir Akademiker". Er kam über das Grundstudium nicht hinaus und arbeitet heute noch an einer Legendenbildung... Das geht soweit, dass irgenwelche Bekannte mit mir diskutieren wollten, dass er natürlich einen Abschluss hat und ich das nur nicht so genau wüsste (wir kannten uns sogar schon vor seinem/unserem Studium.
Besonders peinlich fand ich immer, wenn er dann darüber sprach, welcher Doktortitel was wert ist, im Sinne von: ein Chemiker ohne Promotion zählt nicht etc...
Ich denke bei der gestellten Frage kommen - neben der eigenen gefühlten Unzulänglichkeit (wie bei meinem Ex) - sehr viele Prägungen aus der Familie/dem Elternhaus mit ins Spiel. Davon löst man sich vielleicht leichter wenn man älter ist, wenn es weniger darum geht, was man irgendwann mal studiert oder gelernt hat, sondern wie man sich beruflich (und natürlich auch sonst im Leben) weiter entwickelt hat und was man erreicht hat (und das muss ja nicht unbedingt rein materiell sein.)
Und plötzlich stellt man fest, dass - neben dem IQ, der nichts mit einem Studium zu tun haben - vor allem auch der EQ eine wichtige Rolel spielt. Ohne emotionale Intelligenz steht man nämlich sonst ganz alleine da - ob ganz oben an der Spitze eines Unternehmens oder auf einer Party....
Katharina
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14.06.2010, 22:30
AW: Akademikerin und Handwerker ?
Der Entschluss zu studieren hat bei mir lange gedauert. Als ich angefangen habe war ich 35, musste mit 34 erstmal die Fachhochschulreife nachholen.
Mit ein Auslöser war ein Fachgespräch mit einem Kunden, der bestimmte physikalische Grundlagen der Elektrotechnik einfach nicht verstanden hat oder verstehen wollte. Wir hätten angeblich Mist geliefert, der nicht seinen Forderungen entsprach. Irgendwann fragte er, was ich gelernt hätte. "Elektromechaniker" antwortete ich wahrheitsgemäß. "Und ich bin Ingenieur, also habe ich recht!" war seine Argumentation. Hatte er nicht, was jedes Fachbuch bestätigt.
Noch ein paar solcher Erlebnisse verleiteten mich dazu, zu glauben das Studium im "Vorbeigehen" erledigen zu können, sprich neben dem Job her. Hat nicht funktioniert wegen Mathe.
Die Praxisferne selbst einer FH (ein Professor wollte mir bei einem konkreten Problem aus meiner täglichen Praxis nicht helfen, weil er nicht weiß was rauskommen muss!!) haben mich zu dem Entschluss gebracht das Studium aufzugeben. Es war für mich geistige Selbstbefriedigung die mir in der Praxis nichts bringt, wenn selbst der Prof sich weigert ein konkretes Problem rechnerisch zu lösen - aber laufend entsprechende Aufgaben stellt - und Experimente vorschlägt, dann kann ich gleich so weiterarbeiten wie ich es vorher getan habe: Werte empirisch ermitteln statt sie zu berechnen.
Und wenn ich sehe was so mancher Ingenieur für Eier auf die Schienen nagelt... bereue ich es nicht. Bin halt Praktiker, die sind auch was Wert... ;-)



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