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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Meine Erfahrungen dazu:
    meine erste langjährige Beziehung ist unter anderem daran zerbrochen, dass mein partner nicht damit klargekommen ist, dass ich während unserer Zeit ein Studium begonnen und beendet habe. Er hatte die gleichen, wenn nicht sogar die besseren Voraussetzungen für ein Studium. Vom sozialen Hintergrund her kamen wir aus ähnlichen Elternhäusern, als wir uns kennenlernten hatten wir beide ein Handwerk gelernt.

    Später schlug bei mir der Blitz ein und ich verliebte mich in einen Fabrikarbeiter. Der war zuerst ganz stolz auf seine studierte Freundin.
    Nachdem die Verliebtheit vorbei war, störte mich sehr, dass immer wieder diskutiert wurde, wieso man studiert, wenn man als Arbeiter genauso viel verdient (ich bekomme auch heute nicht mehr als ein guter Facharbeiter, möchte aber trotzdem weder mein Studium oder meinen Beruf missen)
    Zu irgendwelchen Kinofilmen, die nicht gerade Blockbuster waren, bekam man ihn nur mit, wenn man vorher eine ausführliche Inhaltsangabe ablieferte, natürlich war das bei Theater und Ausstellungen ein ähnliches Gezwergel, sodass ich vieles dann alleine unternommen habe.
    Gescheitert ist die Beziehung letztendlich an nicht miteinander vereinbaren Lebensvorstellungen.

    Ich glaube auch, dass die Herkunft eine große Rolle spielt. Viele aus meiner Berufsgruppe kommem aus einer Akademikerfamilie und ich fühle mich mit denen oder, fals ich sie kennenlerne, mit ihren Familien nicht wohl.
    Ich war lange Zeit Single und habe viele Männer kennengelernt. Die für mich richtigen waren meistens Handwerker, die auf iherm Beruf aufgebaut hatten. Die sind meist "geerdet"

  2. Inaktiver User

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hat jemand langfristig GUTE Erfahrungen mit solchen Ungleichheiten gemacht oder ist so was dann doch des öfteren nicht von langem Bestand ?
    Meine beste Freundin - Biologin - feiert mit ihrem Mann - Maschinenschlosser - dieses Jahr Silberhochzeit.

    Ich könnte mir kein Paar vorstellen, das besser zusammen paßt.

    Mein Rat:

    Mach Dir nicht so einen Kopf.

    Ob es paßt, hat nichts mit dem Bildungsabschluß zu tun - außer, man bildet sich zuviel auf selbigen ein.

  3. gesperrt

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Schon mal daran gedacht, dass materieller Wohlstand nicht für alle das Nonplusultra ist?
    Denn darauf zielt ja eigentlich dein Beitrag ab.
    Und ich kenne auch nicht viel Studierte die die Nase hoch tragen. Die gibts auch unter den erfolgreichen Handwerkern.

    Zustimmung. Mir sind auch keine Studierten bekannt, die sich was drauf einbilden, eher solche, die ihre ausgezeichnete Promotion kaum erwähnen und diese auch nicht ans Klingelschild hängen, damit die Nicht-Studierten locker bleiben.

  4. Inaktiver User

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von Maccaroni Beitrag anzeigen
    Nachdem die Verliebtheit vorbei war, störte mich sehr, dass immer wieder diskutiert wurde, wieso man studiert, wenn man als Arbeiter genauso viel verdient (ich bekomme auch heute nicht mehr als ein guter Facharbeiter, möchte aber trotzdem weder mein Studium oder meinen Beruf missen)

    [...]

    Gescheitert ist die Beziehung letztendlich an nicht miteinander vereinbaren Lebensvorstellungen.
    Für mich ist das von Dir Beschriebene ein sehr wichtiger Aspekt.

    Die gelebten Werte im Alltag, die Lebensziele und Lebensvorstellungen müssen vereinbar sein.

    Und da gibt es durchaus gewisse Unterschiede, die man grob auch zwischen Akademikern - Handwerkern feststellen kann, im "Feintuning" aber auch bei Akademikern untereinander (Geisteswissenschaflter vs. Zahnmediziner) bzw. innerhalb der Gruppe der Nichtakademiker ("Schrotthändler" vs. Bioladen-Inhaber) ausmachen kann.

    Meine Wahrnehmung ist, dass Akademiker zum einen "offener" im Hinblick auf ihre Lebensgestaltung sind. Da ist vieles denkbar bzw. möglich - häufige Wohnortwechsel, Auslandsaufenthalte, Kind ja/nein usw. Meiner Erfahrung nach hängt das mit dem im Studium Erlebten zusammen: nicht nur, dass man in den Semesterferien ausreichend Zeit zum Verreisen hatte, oder dass es fast schon Standard geworden ist, ein bis zwei Auslandssemester zu absolvieren - nein, auch die zahlreichen und verschiedenen Studentenjobs eröffnen uU neue Horizonte.

    Leute mit Berufsausbildung hingegen machen halt meistens ihre Lehre und arbeiten dann im erlernten Beruf. Das ist keineswegs abwertend gemeint. Aber es fällt schon auf, dass Lebensziele und Interessen nicht so sehr hinterfragt werden wie bei Akademikern. Die haben ja auch eine schwere Berufsfindungsphase und müssen dann des öfteren ihre Lebenspläne neu sortieren.

    Zum anderen habe ich festgestellt, dass sich "Erfolg" bei Akademikern weitaus seltener an materiellen Werten bemisst. Es gibt vielen Akademiker, denen das "mein Haus, mein Auto, mein usw." völlig abgeht, die sich trotzdem als erfolgreich bezeichnen, weil sie ein Leben gemäß ihren Interessen führen können.

    Die Diskussion "Warum studieren, wenn man am Ende weniger verdient als ein Facharbeiter?" wird daher wohl in den seltensten Fällen von Akademikern aufgebracht.

    Meist fragen Nichtakademiker, die es eben nicht nachvollziehen können, dass man mit dem Job ein bisschen mehr verbindet als Geldverdienen und auch sonst im Leben andere Ziele hat als das Eigenheim und das schnittige Auto.

    ====================

    Und noch einmal für alle, die mein Posting missverstehen könnten bzw. wollen:

    Bei dem von mir Beschriebenen handelt es sich um meine persönlichen Eindrücke. Ich will damit keinesfalls sagen, dass alle Akademiker soundso ticken und alle Nichtakademiker dies und jenes tun.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von KaWelle Beitrag anzeigen
    ich finde es grundsätzlich auch ok darüber nachzudenken, wenn es Zeichen gegeben hätte zum nachdenken... aber ich finde es verwerflich, wenn nach dem ersten Date so ein Gedanke an die Möglichkeit der negativen Gedanken aufgrund von unterschiedlichen Berufen entsteht, was doch eh nur Kopfkino ist.
    Aber so läuft es doch in JEDER Kennenlernphase ab: Du checkst den potenziellen Partner ab, ob er zu Dir passen könnte.... Und neben all den nicht bewussten Aspekten (z.B: Geruch), checkst Du eben auch die Passung der Bildungsabschlüsse, genauso wie die Passung der Körpergröße, des Kleidungsstils und der sonstigen Interessen etc. pp.

    Wenn man versucht, es einmal auf einer nicht wertenden Ebene zu sehen, also nicht mit der Frage verbindet, welcher Abschluss der 'Bessere' ist, ist es ein stinknormaler Kennenlernvorgang.

    Alle, die hier posten, sind in einem mehr oder weniger klassischen Rollenverständnis groß geworden, zumindest war das gesellschaftliche Umfeld in den letzten 40 - 50 Jahren eindeutig so geprägt. Und dieses 'Kulturgut' tragen wir mit uns herum, da gab es Vorbilder in Hülle und Fülle, das wurde uns in der Schule, in den Geschichten, die wir gelesen haben, im Fernsehen, in der Werbung ... einfach überall vermittelt. Wenn wir in unserer jetzigen Partnerschaft davon abweichen, müssen wir uns zu dieser 'Abweichung' (sorry) einen eigenen Standpunkt erarbeiten. Und genau das macht imho die TE. Nicht mehr und nicht weniger.

    (BTW: ist TopfundDeckel eigentlich schon beim nächsten Date mit ihrem Handwerker? Oder wieso meldest Du Dich nicht mehr, T&D)

    Aber wenn es uns als Frage umtreibt, T&D ebenso wie mich zu Beginn meiner Beziehung, heißt das doch noch lange nicht, dass wir uns automatisch als Frauen in unzulässiger Weise über den Mann stellen.

    LGKB
    Geändert von KleineBaerin1 (15.06.2010 um 12:53 Uhr) Grund: TE durch T&D ersetzt :-)

  6. Inaktiver User

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von DerEchteKnuffel Beitrag anzeigen
    Das wiederum halte ich für Quatsch. Meine Mutter war Damenschneidermeisterin, Mitglied im Meisterprüfungsausschuss mit eigener Werkstadt - Selbstständige Unternehmerin seit den 60er Jahren. Das war damals für eine Frau schon was besonderes. Außer für Mode hat sie sich noch für "schwarze" Musik und Jitterbug Tanzen interessiert. Ich glaube was meinen Dad (Bauingenieur) an meiner Mutter fasziniert hat war ihre Bodenständigkeit, ihre praktische Veranlagung, ihre Selbstbestimmtheit, ihr Sinn fürs Schöne. Bildung in dem Sinn war bei uns nie ein Thema - was die ganzen Geisteswissenschaften betrifft. Sport, Musik und gemeinsame Unternehmungen standen im Vordergrund.
    Dabei raus kam eine mathematisch begabte, logisch denkende, kreative Chaotin.

    Stimmt, bei uns sind das Musikerkreise. Da spielt doch glatt der Bäckermeister seine Gitarrensoli neben einem Medizinier. Und in der Band auch noch die Lead Gitarre. Da haben wir auch so Schlabberpulli tragende Künstler, neben Handwerkern und "Akademikern". Es ist in einer Band wie in einer guten Ehe. Das gemeinsame Ziel ist die Basis, nicht die Bildung oder der Beruf. Wenn ich natürlich nur um mich selbst kreise, schaut das vielleicht wieder anders aus.

    Knuffel, das hast Du schön gesagt.

    Meine Mutter war meinem Vater total geistig unterlegen...die Ehe ging nach 25 Jahre in dem Eimer...nicht wegen den Unterschied am Intellekt...sondern wegen seinen Appetit auf andere Frauen.

    Ibeth

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Irgendwie passt das doch zum Thema, oder??

    Wobei ich das "oder" in der Überschrift hier "Einfühlsam, knackig oder schlau: Welcher Typ Mann zieht Sie besonders an?" bemerkenswert finde... Wenn er schlau ist darf´s der fette Trampel sein??

  8. gesperrt

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von KleineBaerin1 Beitrag anzeigen
    ...

    (BTW: ist TopfundDeckel eigentlich schon beim nächsten Date mit ihrem Handwerker? Oder wieso meldest Du Dich nicht mehr, T&D)
    ...
    LGKB

    [...]
    Geändert von marilyn-74 (15.06.2010 um 13:31 Uhr) Grund: Nichspekulationen sind lt. NUB nicht gestattet.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    bei der Kunst und in der Liebe (der ausuebenden) ist es sowieso nicht wichtig wie die Herkunft ist oder der Werdegang der schulischen Ausbildung.

    Lange Lernzeiten koennen gar hinderlich sein in zwischenmenschlichen Dingen, einfach weil selbstaendiges Denken und Handeln nicht zwangsweise vermittelt werden oder sagen wir es neutraler: nicht jeder ist in zwischenmenschlichen Dingen hinsichtlich Partnerschaft talentiert, ganz gleich ob akademisiert oder nicht.

  10. gesperrt

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Knuffel, das hast Du schön gesagt.

    Meine Mutter war meinem Vater total geistig unterlegen...die Ehe ging nach 25 Jahre in dem Eimer...nicht wegen den Unterschied am Intellekt...sondern wegen seinen Appetit auf andere Frauen.

    Ibeth

    Und ... hast du als Kind nichts vermisst ?

    Ist dir da nicht aufgefallen, dass sie nicht so eloquent ist wie dein Vater ?


    Ich habe das schmerzlich wahrgenommen, dass meine Mutter eher ein ... sagen wir mal ... ruhiger Typ war.

    Im späteren Leben habe ich das dann ausführlich kompensiert.

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