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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Ich finde es witzig.

    Man könnte grad meinen, es würde darüber diskutiert, ob jemand aus den ersten Adelskreisen kommt und der andere "aus dem Volk".

    Immer wieder amüsiere ich mich köstlich darüber, wie "die letzten Bauern" sich was drauf einbilden, dass sie ein paar Jahre an der Uni gehockt haben, was nach meiner Information mittlerweile ohnehin die Hälfte jedes Jahrganges macht.

    An der Uni gewesen zu sein bedeutet nicht automatisch intellektuell zu sein, bedeutet auch nicht ein "Dichter und Denker" oder Schöngeist zu sein.

    Und viele Akademiker üben heute doch einen Beruf aus, den früher noch Realschüler ausfüllten. Nur ein geringer Teil der Akademiker findet heute doch noch seinen Weg in die Führungsebene.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen
    Nur ein geringer Teil der Akademiker findet heute doch noch seinen Weg in die Führungsebene.
    Oder in die Politik..... das sind durch die Bank studierte Pappnasen, egal welcher Gruppierung sie angehören. Eigenwohl vor Volkswohl.
    Oder in die Wissenschaft..... es sind so wenig begnadete Wissenschaftler unterwegs, wie noch vor 50 Jahren. Es gibt bloß jede Menge Taxifahrer mit Diplom.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von KaWelle Beitrag anzeigen
    Ich finde hier was komisch: wie kann eine Akademikerin die Gedanken in Raum stellen, dass ihr ODB als Nicht-Akademiker Probleme haben könnte, weil sie einen Akademiker-Abschluss hat. Das ist ziemlich vermessen und zeigt doch wie unreif und unintelligent sie ist, vor allem in Bezug auf die Emotionale Intelligenz.

    Es gibt ja so Leute, die total intelligent sind, aber sozial schlecht zurecht kommen.
    Warum ist das vermessen? Es gibt diese Leute, die schon bei der Erwähnung eines Studienabschluss abwinken und mit "Studierten" nichts zu tun haben wollen, da sie ja alle abgehoben sind. Genauso, wie es Studierte gibt, die sofort abwinken, wenn man "nur" einen Realschulabschluss hat. Und natürlich ist es für die TE wichtig, sich selber zu hinterfragen, auf solche Glaubenssätze, wie kleinebaerin es wirklich sehr schön geschrieben hat, aber genauso wichtig ist es natürlich sich anzuschauen, wie der potentielle Partner mit dem Bildungsgefälle umgeht. Ich kann daran nichts Vermessenes und Unreifes erkennen.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Warum ist das vermessen? ... Genauso, wie es Studierte gibt, die sofort abwinken, wenn man "nur" einen Realschulabschluss hat.
    ... weil T&D möglicherweise einer dieser Kandidaten ist?!

    Warum sonst diese Gedanken nach EINEM Date?!?!

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    da kann ich als praktiker (akademikerin) was beisteuern. . .

    nach einer langen ehe mit einem akademiker, der sich oft nur mit wasserwaage und buegelmess-schraube wohlgefuehlt hat, war die 7-jaehrige beziehung mit einem robusten handwerker eine richtige wohltat.

    bildungsmaessig war ich eher die intellektuelle, aber wenns um museumsbesuche ging war nicht der handwerker der, der nach einer halben stunde erschopeft nach einem bierchen gelechzt hat . .

    unsere beziehung ist nicht wegen einem unterschiedlichen bildungsniveau auseinandergegangen.

    inzwischen bin ich 3 jahre junggesellin und lerne natuerlich hin und wieder auch mal maenner kennen.

    wichtiger als das bildungsniveau sind mir geistige flexibilitaet, die lebenseinstellung, wertvorstellungen und vor allem ein lebensstandard, der in etwa dem meinen entspricht.

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    hier noch ein paar Beispiele, was funktionieren kann:

    Sie Architektin - Er Schornsteinfeger
    Sie Friseurin - Er Rechtsanwalt
    Sie einfache kfm Angestellte - Er BWLer/Einkauf
    Sie Ingenieurin Masch.Bau - Er angestellt in Werbeagentur
    Sie Krankenschwester - Er Arzt
    Sie Ingenieur Biologie - Er Taxifahrer
    Sie Kellnerin - Er Prof. Architektur Dozent
    Sie GF (30MannFirma) - Er Postbote

    und allen geht es gut und sind glücklich

    kenne auch diese, was schief ging:

    Arzt und Ärztin
    Lehrer und Lehrerin
    BWLer mit Schreibwarenladen und Architektin
    Floristin und Anwalt
    Kellnerin und Arzt
    Kindergärtnerin und Arzt
    Schuldirektor und Verkäuferin
    Elektromeister und Kassierin

    alles kann, nichts muss.. solange man sich liebt und sich auch noch was anderes zu sagen hat, als nur berufliches, kann es gelingen.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von KaWelle Beitrag anzeigen
    ... weil T&D möglicherweise einer dieser Kandidaten ist?!

    Warum sonst diese Gedanken nach EINEM Date?!?!
    Das ist pure Spekulation bzw.heißt das nicht, dass sie nicht so reflektiert ist wie kleinebaerin, sich über diese Glaubenssätze auch hinwegzusetzen. Warum so ungnädig und so wenig wohlwollend?
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Ich denke, man sollte sich von der simplen Zuordnung Akademiker/Nicht-Akademiker lösen und die eigentlich wesentliche Ebene betrachten:
    den durch die soziale Stellung der Eltern erlernten Habitus (nach Elias und Bourdieu).

    Viel wesentlicher für die Lebensart als der formale Bildungsabschluß ist die soziale Herkunft. Ein Akademiker aus einem Arbeiter-Elternhaus verhält sich normalerweise ganz anders als ein Akademiker aus dem Großbürgertum oder Adel. Es ist die mit der Muttermilch aufgesogene Lebenseinstellung (Prioritäten, Interessen, Benehmen, Vorlieben, Gewohnheiten) der Herkunfstfamilie, die bei der Paarbildung eine Rolle spielt. Hier wirkt eine große Homogenität/Gleichheit/Ähnlichkeit stabilisierend auf die Partnerschaft.

    Daher auch die Frage: Was macht sein Vater? Es ist der Check der sozialen Kompatibilität.

    Wenn man sich in der Familie seines Partner "zuhause" fühlt (unabhängig von der direkten Sympathie) ist das ein gutes Zeichen. Darauf und nicht auf den Bildungsabschluss sollte man achten.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  9. Inaktiver User

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von ikara Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist schon die Beschreibnug eines Menschen, er sei "Akademiker", der Gipfel der Lächerlichkeit, wenn damit bestimmte Charaktereigenschaften bewiesen werden sollen.
    Und DAS sind Akademiker! sage ich mir immer, wenn ich auf dem Damenklo bei uns in der Firma eklige Sauereien finde...

    Und ein studierte Kollegin sagte mir mal, sie bevorzuge Handwerker als Partner (si ehatte einen Polier), mit der Begründung, Akakdemiker seien ihr zu prüde

    Zum Thema: Ich neige auch eher zum Handwerker, "Büromenschen" turnen mich irgendwie ab
    Bin übrigens Soziologin, damit kann von denen keiner was anfangen.
    Wenn aber der Partner genug Selbstbewusstsein hat, macht es ihm nichts aus, dass Frau mehr verdient, größer ist, oder eben einen höheren formellen Bildungsabschluss hat.
    Ich persönlich beneide jeden, der mit seinen Händen etwas schaffen kann, das man sich ansehen kann, das kann ich net
    Zumindest nicht ohne größere Verletzungen.

    Es ist wie immer: Es kommt drauf an
    Versuch macht kluch.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von KaWelle Beitrag anzeigen
    Ich finde hier was komisch: wie kann eine Akademikerin die Gedanken in Raum stellen, dass ihr ODB als Nicht-Akademiker Probleme haben könnte, weil sie einen Akademiker-Abschluss hat. Das ist ziemlich vermessen und zeigt doch wie unreif und unintelligent sie ist, vor allem in Bezug auf die Emotionale Intelligenz..
    Ich finde den Gedanken nicht komisch. Ich hatte nämlich so eine Konstellation.

    Ich bin Ärztin und habe promoviert. Mein (für 11 Jahre) mittlerweile Ex- Lebensgefährte (Uni abgebrochen , dann Lehre in kaufm. Beruf, durchaus erfolgreich!) hat gerne mal vor Zeugen folgendes von sich gegeben:
    also für eine Doktorarbeit der Medizin, da weiß man ja, genügt eine Literatursuche, dann schreibt man ein bißchen was zusammen. Das ist ja allgemein bekannt, dass man dafür keinen Grips braucht!

    (Ich muß dazu sagen, dass ich meine Promotion nie habe "raushängen" lassen - und es eine wissenschaftliche Arbeit war, die mich 5 Jahre gekostet hat)

    dann kam noch: also, bei ANDEREN Studiengängen (vor allem sein Ex- Studiengang) sei das ja GAAAAANZ anders, da sei das richtiger Aufwand und nicht mal eben nebenher zu erledigen!
    (Unnötig zu sagen, dass er so eine Arbeit nie geschrieben hat, sondern vorher das Studieum gekickt).

    Es kamen immer so Spitzen, vor Freunden, ich fragte mich schon, warum er herausstellen mußte, er sei mir ebenbürtig bzw überlegen,
    denn diesen Vergleich habe ich nie herausgefordert.

    Mich hat das immer traurig gemacht.

    Ich bin jetzt übrigens wieder seit 3 Jahren mit einem Nicht-Akademiker zusammen- und dieser hat Selbstbewustsein, weiß was er kann,
    ist gut in seinem Job-
    und hat solche Spielchen nicht nötig.
    Geändert von redeviel (15.06.2010 um 11:18 Uhr)

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