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  1. User Info Menu

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    @ einewiekeine

    Mein folgendes Zitat:
    Und selbst wenn die Intelligenz für den Hochschulabschluss ausgereicht hätte, muss eine Akademikerin einem Nichtakademiker dennoch etliche Sachen erklären, die sie einem Akademiker nicht erklären müsste, weil der dieselbe Denkschule durchgemacht hat.
    bedeutet keineswegs, dass der Nichtakademiker nichts auf die Reihe kriegt oder keine Zusammenhänge versteht. Es bedeutet nur, dass ich ihm vieles erklären muss, was ich einem Akademiker nicht erklären müsste. Je intelligenter der Nichtakademiker ist, desto weniger würde ich ihm erklären müssen.
    Soweit voneinander weg sind wir ja auch gar nicht. Ich geb ja auch gern zu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein gewisses Bildungs- und Wissensniveau vorhanden ist, bei Akademikern zweifellos deutlich höher ist.

    Und darüber dass es wichtig ist, sich nicht nur lieb und nett zu finden, sondern sich auch geistig auf einer Ebene zu bewegen in einer Beziehung, brauchen wir beide glaub ich nicht streiten.
    Danke!


    @ Laluna-x

    Ich habe meine reichlich rigide Aussage dazu schon relativiert:
    Ich denke, dass ich unter den Akademikern mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Mann finde, der mit mir dieselbe oder eine ähnliche geistige Wellenlänge hat. Das ist ein Punkt, der mir sehr wichtig ist. Sollte mir ein Nichtakademiker über den Weg laufen, bei dem es diese gleiche Wellenlänge ebenfalls gibt, würde ich ihn deswegen nicht ablehnen. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür halte ich für eher gering. Und deswegen suche ich auch nicht gezielt unter Nichtakademikern, sondern eher unter Akademikern.

    Meine Freundinnen und Freunde sind zum großen Teil Akademiker/innen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von schoenbuerzel Beitrag anzeigen

    Selbst leide ich ein wenig unter der Befangenheit, die mir einfacher gebildete Menschen entgegen bringen. Mir wurde dies sogar schon "gestanden", was mich nachdenklich machte. Obwohl mir gesagt wurde, dass ich zu denen gehöre, die sich nicht über andere stellen, ganz natürlich wäre, schreckt es die Leute ab, wenn man viel gemacht hat, verschiedene Unis, Ausland, Dr. und so was. Dinge, über die man selbst kaum noch nachdenkt, weil es alles schon ewig her ist und man längst im Job ist und arbeitet.

    Eine weitere Variante, die ich öfters erlebe ist:
    "Deinen Doktortitel merkt man dir ja gar nicht an. Du bist ja erstaunlich normal."

    Es soll wohl als Kompliment gedacht sein, hinterlässt aber bei mir einen komischen Beigeschmack.
    Ich bin Tipplegasthenikerin.

  3. Inaktiver User

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    @ einewiekeine

    Mein folgendes Zitat:b[/FONT][/COLOR]edeutet keineswegs, dass der Nichtakademiker nichts auf die Reihe kriegt oder keine Zusammenhänge versteht. Es bedeutet nur, dass ich ihm vieles erklären muss, was ich einem Akademiker nicht erklären müsste. Je intelligenter der Nichtakademiker ist, desto weniger würde ich ihm erklären müssen. Danke!
    Mich würde brennend interessieren, was Du einem Nichtakademiker erklären "müsstest"?
    Ich vermute ja, dass Du es nicht so meinst aber das hört sich sehr arrogant an wenn was Du da beschreibst.
    Ich kann auch nicht erwarten, dass Du verstehst was in einer Elektronik vonstattengeht und wie die Register beschalten sein müssen und was der Triac in diesem Zusammenhang bedeutet. Oder ich Dir über Taekwondo, Taichi und Qigong einen Vortrag halte und mich dann beschwere, dass ich Dir das ekrlären müsste!

    Das belebt doch auch eine Beziehung wenn man Dinge, die man weiss, andere nicht denen erzählen kann!

    Von daher frage ich mich was ist das, was Du jemanden unbedingt erzählen musst? Fachwissen? Beziehungswissen?

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    @ stecher

    Natürlich ist es klar, dass man jemandem, der sich auf einem Gebiet nicht auskennt, das eine oder andere erklären muss. Wenn aber jemand wie mein Ex den Unterschied zwischen der staatsrechtlichen und der symbolischen Rolle des Tenno nicht kapiert (und sich dann noch als Besserwisser aufspielt), und solche Differenzierungen öfters nicht nachvollzogen werden können, weil es an der Übung in differenziertem oder abstraktem Denken mangelt, dann fängt sowas an, mich zu stören.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  5. Inaktiver User

    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    @ stecher

    Natürlich ist es klar, dass man jemandem, der sich auf einem Gebiet nicht auskennt, das eine oder andere erklären muss. Wenn aber jemand wie mein Ex den Unterschied zwischen der staatsrechtlichen und der symbolischen Rolle des Tenno nicht kapiert (und sich dann noch als Besserwisser aufspielt), und solche Differenzierungen öfters nicht nachvollzogen werden können, weil es an der Übung in differenziertem oder abstraktem Denken mangelt, dann fängt sowas an, mich zu stören.
    Ok Du fühltest Dich nicht angenommen!
    Und Dein Ex war Akademiker oder nicht?

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Hallo Latona

    hier muss ich noch mal nachhaken. Konnte der Gute nicht verstehen, oder wollte er Dir nicht Recht geben?

    Letzteres wäre in meinen Augen eine Frage des Charakters und hat absolut nichts mit Denkvermögen zu tun.

    Mich regt sowas auch extremst auf, allerdings ist mir das Phänomen schon in verschiedenen Bildungsgraden begegnet.

    Du scheinst davon auszugehen, daß Dein Tennoproblem mit einem Akademiker nicht existieren könne. Hier machst Du Dir eventuell etwas vor.

    Grüße von

    türkisblau

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Ich bin Akademikerin und habe gar keine Ahnung, was ein Tenno überhaupt ist... (ok, ich konnte den Postings hier entnehmen das es ein Titel in Japan ist!? Nie vorher gehört...)

    Ich geh mich einsargen glaube ich...

    [P.S. Tja ich kann mein NRW-Schmalspur-Abi nicht verleugnen ]
    Geändert von murmeltier (05.07.2010 um 16:20 Uhr)
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen

    Wenn aber jemand wie mein Ex den Unterschied zwischen der staatsrechtlichen und der symbolischen Rolle des Tenno nicht kapiert (und sich dann noch als Besserwisser aufspielt), und solche Differenzierungen öfters nicht nachvollzogen werden können, weil es an der Übung in differenziertem oder abstraktem Denken mangelt, dann fängt sowas an, mich zu stören.
    Zitat Zitat von murmeltier Beitrag anzeigen
    Ich bin Akademikerin und habe gar keine Ahnung, was ein Tenno überhaupt ist... (ok, ich konnte den Postings hier entnehmen das es ein Titel in Japan ist!? Nie vorher gehört...)

    Ich geh mich einsargen glaube ich...

    [P.S. Tja ich kann mein NRW-Schmalspur-Abi nicht verleugnen ]
    Ob man nun weiß, was ein Tenno ist inkl. der staatsrechtlichen und/oder symbolischen Rolle, ist doch nun echt nicht vom Akademiker-Status abhängig. Ich weiß es bereits seit Jahren, da ich vor Ewigkeiten Kampfsport gemacht habe und demzufolge die Geschichte Japans für mich interessant war. Und da ist der Tenno nun mal dabei.

    Und ich bin keine Akademikerin, sondern Fachkrankenschwester für Onkologie und Tutorin für unsere Auszubildenden. Bin ich jetzt unten durch oder was?
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    Aber Latona, ich verstehe dich schon. Der Tenno ist nur ein Platzhalter. Es könnte um etliche andere Themen gegangen sein. Es geht halt um's Prinzip dahinter und das habe ich verstanden, obwohl ich vom Tenno nie gehört hatte. Also ich verstehe eben die "Zusammenhänge" hinter einer Sache, selbst wenn ich das Subjekt/Objekt selbst nicht kenne. Das ist es wohl, das deiner Ansicht nach akademisches Denken ausmacht. Auf eine Metaebene wechseln zu können.

    Ich finde halt nur, dass es ein Trugschluss ist. Ich kenne wirklich viele Nicht-Akademiker, die das können (z.B. mein Mann) und ich kenne Akademiker, die das nicht können. Und ich kenne Akademiker, die es können, aber aus bloßer Rechthaberei trotzdem auf ihrem Standpunkt beharrt hätten.

    Mit den Wahrscheinlichkeiten gebe ich dir ja schon recht, obwohl das in meinen Augen zunehmend mehr verwaschen wird - mit jeder Generation mehr. Was mich halt so sauer gemacht hat, waren nicht mal deine Aussagen, dass ein Nicht-Akademiker für dich nicht in Frage kommt. Sondern vielmehr die Aussagen:
    - Die Beziehung zwischen Handwerker und Akademikerin könne dann gutgehen, wenn intellektuellem Austausch von ihrer Seite keine hohe Bedeutung für eine Beziehung beigemessen wird
    - Die Beziehung zwischen Akademikerin und Handwerker könnte dann gutgehen, wenn sie sich "zu ihm runterbeugt" und ihre Ansprüche runterschraubt bzw. unter ihrem Niveau bleibt.

    Das ist ein Schlag ins Gesicht der Paare, die so leben und die täglich die Erfahrung machen, dass sie sich weder runterbeugen, noch intellektuelle Diskussionen hintenanstellen müssen, weil sie einen Handwerker an ihrer Seite haben, der ihnen auf Augenhöhe begegnet - auch in intellektueller Hinsicht.
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

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    AW: Akademikerin und Handwerker ?

    @ stecher
    Ok Du fühltest Dich nicht angenommen!
    Und Dein Ex war Akademiker oder nicht?
    Nein, er hatte gerade das Abi nachgeholt und stand auf der Schwelle zum Studium. Es geht nicht um angenommen sein oder nicht, sondern um eine Art und Weise des Diskutierens. Er war rechthaberisch und zu wenig fähig zur Differenzierung. Männer mit so einem Diskussionsverhalten brauche ich nicht als Partner.

    Okay, die gibt’s auch unter Akademikern, aber da bin ich dann eben weg.


    @ tuerkisblau

    Klar hätte mir das mit einem Akademiker auch passieren können, aber für mich ist es eben nicht nur ein Problem der Rechthaberei, sondern der mangelnden Fähigkeit zur Differenzierung.
    Von Akademikern kann man eher differenziertes Denken erwarten.


    @ murmeltier
    Aber Latona, ich verstehe dich schon. Der Tenno ist nur ein Platzhalter. Es könnte um etliche andere Themen gegangen sein. Es geht halt um's Prinzip dahinter und das habe ich verstanden, obwohl ich vom Tenno nie gehört hatte. Also ich verstehe eben die "Zusammenhänge" hinter einer Sache, selbst wenn ich das Subjekt/Objekt selbst nicht kenne. Das ist es wohl, das deiner Ansicht nach akademisches Denken ausmacht. Auf eine Metaebene wechseln zu können.
    Das hast Du sehr gut erkannt! Genau darum geht es: Den Zusammenhang dahinter verstehen zu können, eine Meta-Ebene erkennen können. Differenzierungen erkennen zu können.

    Der Tenno ist der japanische Kaiser, er leitet seine Herkunft von der Sonnengöttin Amaterasu ab. Gleichzeitig ist er Staatsoberhaupt, d.h. er vertritt z.B. Japan im Ausland als höchster Repräsentant, so wie die Queen England oder der Bundespräsident Deutschland. Wie diese beiden hat er auch innenpolitisch noch ein paar Rechte. Der Regierungschef ist jedoch der politisch mächtigere Mann, wie bei uns der Kanzler oder in England der Premierminister.
    Was mich halt so sauer gemacht hat, waren nicht mal deine Aussagen, dass ein Nicht-Akademiker für dich nicht in Frage kommt. Sondern vielmehr die Aussagen:
    - Die Beziehung zwischen Handwerker und Akademikerin könne dann gutgehen, wenn intellektuellem Austausch von ihrer Seite keine hohe Bedeutung für eine Beziehung beigemessen wird
    - Die Beziehung zwischen Akademikerin und Handwerker könnte dann gutgehen, wenn sie sich "zu ihm runterbeugt" und ihre Ansprüche runterschraubt bzw. unter ihrem Niveau bleibt.
    Das war erst mal eine Hypothese von mir. Die haben wir aber schon erweitert, z.B. durch die Relativierung des Gewichts, dem man dem intellektuellen Austausch in einer Beziehung beimisst.

    Das ist ja das Schöne an den Diskussionen hier: Wenn man eine zu eindimensionale Hypothese aufstellt, können andere diese durch Einsprüche erweitern.

    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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