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14.05.2010, 12:53
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
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14.05.2010, 12:56Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Ich kenne deine konkrete Sitaution nicht, aber ich denke mal, in so einem Fall würde sehr wohl von einer Vollzeit-Tätigkeit ausgegangen (solange keiner klagt, isses sowieso alleine Sache der Beteiligten)
Bei der Ex-Frau meines Partners war es so: sie meinte, sich aus verschiedenen Gründen auf Teilzeitarbeit zurückziehen zu können (es ging um den Kindesunterhalt). Ihr wurde aber betreffend der Unterhaltshöhe eine Vollzeitbeschäftigung unterstellt. Die Differenz zur Vollzeitbeschäftigung geht also alleine zu ihren Lasten.
Ist natürlich richtig: wo es nix zu holen gibt, da gibt es keinen Unterhalt. Aber grundsätzlich hat jeder Unterhaltspflichtige eine Erwerbsobliegenheit. Da kann sich keiner rausreden "ich orientiere mich beruflich um, kann also sehr wenig/garnichts zahlen".
Nur darum ginge es mir: festzustellen, dass man beruflich keinen Spielraum mehr hat, wenn man Unterhaltspflichtiger ist bzw. alleine den Familienunterhalt stemmen muss. Wer nicht zahlen will/kann, der zahlt so oder so nicht.....
Gruß, Elli
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14.05.2010, 12:59
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15.05.2010, 00:13Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
es gibt sone und solche.
viele Frauen würden lieber nicht lange zu Hause bleiben, wenn sie die Kinder gut versorgt wüssten und nicht eine Doppel- und Drefachbelastung daraus resultieren würde.
ich jedenfalls finde die Rolle des Voll-Erwerbstätigen, der ja auch etwas von seinen Kindern hat, die attraktivere - vorausgesetzt, die Kinder sind gut versorgt und es hängt nicht noch der halbe Haushalt zusätzlich daran (zu deutsch: vorausgesetzt, es hält einem jemand den Rücken frei) - auch wenn man dann im Zweifel der Unterhaltspflichtige wäre.
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17.05.2010, 10:34
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Wahrscheinlich stimmt das. Ich war neulich auf einer Veranstaltung mit der Führungsspitze unserer Firma. Da sind immerhin ca. 30% Frauen dabei. Beim Mittagessen stellte sich heraus, ALLE Männer hatten Kinder, jedoch KEINE der Frauen. Das hat mich ziemlich erschüttert.viele Frauen würden lieber nicht lange zu Hause bleiben, wenn sie die Kinder gut versorgt wüssten und nicht eine Doppel- und Drefachbelastung daraus resultieren würde.
ich jedenfalls finde die Rolle des Voll-Erwerbstätigen, der ja auch etwas von seinen Kindern hat, die attraktivere - vorausgesetzt, die Kinder sind gut versorgt und es hängt nicht noch der halbe Haushalt zusätzlich daran (zu deutsch: vorausgesetzt, es hält einem jemand den Rücken frei) - auch wenn man dann im Zweifel der Unterhaltspflichtige wäre.
Wie gesagt habe ich mich ja letztlich auch gegen Kinder entschieden, weil ich keinen Mann gefunden habe, der das wirklich gerecht teilen wollte. Was hätte ich getan, wenn mein Kinderwunsch sehr viel ausgeprägter gewesen wäre?!
Ich fürchte ohne einen echten Wertewandel das Fremdbetreuung auch bei kleineren Kindern in Ordnung ist wird es keinen Ausweg aus diesem Dilemma geben. Die 1,5-jährige Tochter eines Freundes in Frankreich geht ganz selbstverständlich von 8.00-17.00 Uhr in den Kindergarten, obwohl in diesem Fall die Mutter sogar den ganzen Tag zu Hause ist. Das wurde in keinster Weise in Frage gestellt oder diskutiert. Kinder gehen in den Kindergarten, punkt.
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17.05.2010, 10:45
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
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17.05.2010, 11:27
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Der Freund sagt auf Nachfrage dazu:
- weil es ganz selbstverständlich ist und es alle so machen
- weil sie da gut betreut ist
- weil sie von Profis gut gefördert wird
- weil sie unter Kindern ist
- Weil Vater und Mutter dann auch etwas anderes machen können und abends und an den Wochenendendas Familienleben wirklich genießen.
Ich kann nicht beurteilen ob das alles stimmt. Interessant ist aber, dass die Fremdbetreuung eben nicht als Notlösung betrachtet wird wenn es nicht anders geht sondern als gute Lösung insbesondere auch für das Kind.
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17.05.2010, 11:29
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Weil es dort Kontakt mit anderen Kindern hat. Dafür hätte ich als Kind sonstwas gegeben, ich war nämlich nicht im Kindergarten sondern mit Mama (+ später meinem Bruder) Zuhause. Sie war immer da. Das ist für mich eine - auch nach bald 40 Jahren - absolut negativ geprägte Kindheitserinnerung.
"Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin
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17.05.2010, 11:34Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Ich finde es einfach grauenhaft, wenn man schon mit anderthalb nicht mehr einfach sein darf, sondern schon gefördert werden muss - damit man dann auch in guter Gesellschaft spätestens mit 50 in den Burn Out rennt.

Ich bleib dabei: man wird da lauter angepasste, unkomplizierte Teamworker heranziehen, und das ist wohl auch das Ziel, aber wie da ein Kind seine Individualität entdecken und ausprägen soll seh ich einfach nicht.
Wo da wirkliche Freude am Kind, an der Familie und am Miteinander sein soll, wenn man sich abends noch für ein, zwei Stündchen sieht, weiß ich auch nicht.
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17.05.2010, 11:43
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Also ich war mit 1,5 Jahren bei Mama zu Hause. Und ehrlich gesagt habe ich null Erinnerung an diese Zeit. Und ich habe ja auch gar nichts gegen einen Kindergarten, nur eben nicht in diesem frühen Alter wenn sowieso ein Elternteil zu Hause ist. Und wenn, dann muss das Kind ja auch nicht von 8 bis 17 Uhr dort sein.




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