Wieso sollen? Ich dachte, wenn man Einladungen ausspricht, dann will man dasUnd wen mein eingeladener und (hoffentlich) gern gesehener Gast letzten Endes als "Partner" ansieht, ist dann nicht meine Entscheidung - und im Zweifel kann es sogar eine positive Erfahrung werden.
Ist der "Partner" ein lebendig gewordener Vollpfosten, brauche ich mich als Gastgeberin nicht schämen, sondern das tut dann schon der Eingeladene selbst mit Sicherheit
Wenn du dich erinnerst: Du hast Familienfeste angeführt! Was schreibst du denn da auf so eine Einladung? Mal angenommen, du lädst deine Söhne ein (reine Theorie jetzt...), zwei sind verheiratet, einer nicht. Wie machst du das, wenn es dir so wichtig ist, Unverheiratete von deiner tollen Party fernzuhalten, als wären sie Aussätzige? Mit welcher Begründung vor dir selber? Der eine Sohn hat eine Freundin, die soll aber nicht mitkommen... Was ist das? Ich kapiere diese Grundeinstellung nicht.
Wie gesagt, ist nur ein Beispiel, aber für mich halt schwer nachvollziehbar, wo da für dich der Denkansatz liegt.
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04.05.2010, 15:06Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
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04.05.2010, 15:13Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Nein, ich würde überhaupt nicht spekulieren...
Ich würde immer wollen, dass sich meine Gäste bei mir pudelwohl fühlen.
Aber mal ein Beispiel:
Meine Großmutter ist eine sehr konservative alte Dame, seeeeehr preußisch und mit gewissen Standards
Wenn sie zu Familienfesten einlädt (meistens sind das Geburtstage), werden von ihr natürlich alle Familienmitglieder eingeladen. Da gibt es kein näher verwandt oder doch nicht so richtig oder der passt mir nicht. Das würde sie als Mangel an Größe ihrer selbst bezeichnen.
Und selbstredend dürfen die Familienmitglieder ihre Lieben mitbringen.
Da ich weiß (und das wird jetzt Leonie gefallen
), dass sie es nicht schicklich fände, brächte ich meinen Lebensabschnittsgefährten mit; denn wir sind nicht verheiratet!!!, würde ich gar nicht auf die Idee kommen, dies zu tun. Zu solchen Festen komme ich grundsätzlich ohne Mann. Und das finde ich vollkommen okay.
Gegenseitige Rücksichtnahme mit einem Schuss an Empathie
Es wäre aber auch kein Drama, würde ich ihn dennoch mitbringen. Meine Großmutter liebt mich, sie würde Haltung bewahren. Ich aber würde spüren, dass es nicht stimmig ist.
Würde ich jedoch eine Einladung erhalten, aus der hervorgeht, ich dürfe kommen, mein Partner aber nicht (aus welchem Grund auch immer), andere jedoch würden mit Partner willkommen sein (weil sie die Gründe nicht erfüllen) - da wäre ich stocksauer und würde das Fest boykottieren. Aus Prinzip. Ich will ja niemanden allein durch meinen Anblick die Laune verderben
Schlaflos
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04.05.2010, 15:19Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Meinem Verständnis nach geht es ja um die Situation, dass es einem bereits vom Herzen her "ernst" ist (manchmal kann sich das ja auch schnell entwickeln), man aber weder verlobt ist noch akute ernste Heiratsabsichten hat (vielleicht ja mal in der Zukunft).
So wie ich Leonie verstehe, würde man dann trotzdem nicht zu Familienfesten eingeladen werden.
Ansonsten würde ich auch keinen vorstellen, mit dem es mir (noch) nicht ernst ist.
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04.05.2010, 15:28
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Ich kenne nur eine Familie, in der das so gehandhabt wird, wie in Leonies...
Bemerkenswert finde ich, das der Hausherr gern ausserhäusig, ich sag mal, speist und die halbe Familie echte Probleme hat, die aber selbstverständlich nicht nach aussen getragen werden...
Das soll jetzt nichts heissen, und mir liegt es fern, das zu beurteilen oder Vergleiche zu ziehen, aber es ist mir gerade dazu eingefallen...
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04.05.2010, 15:32Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Bei mir ist es so, dass ich entweder mit Du angesprochen werde und dann ebenso reagiere, oder das Du wird schnell explizit angeboten. Als junges Mädchen, bzw. Frau unter 20 war das noch ein bisschen anders. Da war es noch normal, die Eltern von Freunden zu siezen und wenn ich einen jungen Mann zu Hause angeschleppt habe, hat er meine Eltern auch gesiezt, bis sie ihm das Du angeboten haben. Heute kenne ich es unter Erwachsenen so, dass man sich in der Regel von ganz allein duzt, wenn man sich privat kennen lernt.
Auf Familienfeiern ist es bei uns klar, dass jeder in Begleitung kommen kann. Besonders zu den großen Festen. Dabei spielt der "Beziehungsstatus" keine Rolle und es ist egal, ob Partner, Flirt oder guter Freund. Zu den kleineren Feiern (z.B. normale Geburtstage. Bei uns immer recht festliche Feiern mit ca. 30 Personen, die größtenteils Familienmitglieder sind) würden die meisten aber wahrscheinlich keinen lockeren, frischen Freund oder Flirt mitbringen. Ich zumindest nicht (es sei denn, er möchte gerne mit. Willkommen wäre er), das käme mir unpassend vor und dafür sind diese Feiern zu wenig unterhaltsam und eben eher ein reines Familiending und relativ intim. Feste Partner kommen in der Regel aber natürlich mit. Auf die großen Feste wie Hochzeiten geht normalerweise jeder in Begleitung. Mit Mann, Frau, Freund, Freundin oder wenigstens „Tischdame“. Muss man natürlich nicht, aber die meisten kommen mit Begleitung und so wird auch geladen.
Ich selbst wurde auch schon oft zu Familienfesten eingeladen, bzw. mitgeschleppt. Dass erst eine bestimmte Frist abgewartet wurde, habe ich bisher noch nicht erlebt. Es läuft eher nach dem Motto „die Feste feiern, wie sie fallen“ und wenn was ansteht, soll ich normalerweise auch mit und bin willkommen.
Einen Mann, mit dem ich mich kaum verbunden fühle, würde ich aber wahrscheinlich nicht zum Kaffeetrinken zu Omas Geburtstag begleiten. Ich wüsste nicht, was ich da sollte.
Für mich auch. Zumindest bei Familienfeiern und größeren Festen, zu denen explizit geladen wird.
Bei kleineren Zusammentreffen im Freundeskreis sehe ich es nicht so eng. Obwohl es natürlich komisch wäre, wenn daran auch Paare teilnehmen, eine bestimmte Person ihren Partner aber nicht mitbringen soll.
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04.05.2010, 15:44
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04.05.2010, 16:02Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Vor allen Dingen finde ich bemerkenswert, dass die "Eheverfechter" (so nenne ich sie jetzt mal) hier so tun, als "wisse man" irgendwann hundertprozentig, dass man ein Leben lang zusammenbleibt

Man glaubt das vielleicht, aber dass ein großer Teil sich da irrt, zeigen ja die Scheidungsraten.
Also warum das Geschiss um "wenn man weiß, dass es für immer ist"?
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04.05.2010, 16:10
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Lexikon, wen meinst du eigentlich? Finde ich immer ein bißchen mühsam wenn so pauschal in die Runde gepöbelt wird... und das hier
liest sich für mich arg pöbelig..Also warum das Geschiss um "wenn man weiß, dass es für immer ist"?
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04.05.2010, 16:16Inaktiver User
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
"Schnell" ist da natürlich ein dehnbarer Begriff... Ich denke da am ehesten in Monaten. Nach einigen Monaten kann ich schon sagen, ob es mir ernst ist oder nicht. Ab da lebe ich die Beziehung dann so, dass ich mir theoretisch eine Langzeitperspektive vorstellen kann, wobei das ja ein intensives Weiter-Kennenlernen miteinschließt und das hier oftmals angesprochene "prüfen" auch.
In dem Moment, in dem es mir ernst ist, würden mich auch sämtliche Familienfeiern interessieren und ich würde mich da über Einladungen auch freuen (ich würde mich da auch nicht unwohl fühlen, auch wenn ich noch keine konkreten Heiratsabsichten hätte).
Was heißt denn dann bei Dir "ernster"? Du schreibst ja, ernst war es Dir schon, aber dann doch noch nicht ernst genug fürs Vorstellen?
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04.05.2010, 16:23
AW: keine Ehe; sondern feste Beziehung; darf man dann "mein Mann" sagen?
Shelle, ja klar, ich sprach schon auch von mehreren Monaten, vielleicht einem Jahr.. und da lernte er dann meine Eltern kennen (meine Geschwister kannten ihn noch schneller
).
Aber wir haben "feirlichere" Familienfeste (dazu gehört bei mir zB. der Weihnachtsabend) noch jeder mit seiner eigenen Herkunftsfamilie gefeiert, das hat sich auch erst nach Jahren (ich glaube sogar erst nachdem wir geheiratet haben) geändert.



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