. Zumindest haben wir wohl beide das Glück, kluger Freundinnen. Toll, oder
?
Mir fiel das gestern auch auf (weil ich ebenso bin). Und fragte mich dann, wer war nun zuerst da: das Huhn oder das Ei? Bin ich möglicherweise deshalb so selbständig und 'unabhängig', um weniger Beziehung zu brauchen, weil ich Angst davor habeAußerdem lese ich aus deinen Berichten heraus, dass du eine Frau bist, die Selbständigkeit und Unabhängigkeit hoch einschätzt. Hast du vielleicht angst, mit einem Mann hiervon etwas abgeben zu müssen. Hast du also angst, dass dir dadurch etwas genommen wird, was du dir hart erarbeiten musstest?? Ich glaube fast, so rum passt es fast eher. Denn es gibt ja durchaus selbständige, unabhängige Frauen, die in glücklichen Beziehungen leben. Wir - ich spreche mal im Plural - die dieses Thema der Angst tragen, wir pochen deshalb wohl auch so sehr auf unsere Unabhängigkeit, weil wir uns in einer Beziehung sehr schnell verlieren können. Denn Angst essen Seele auf. Und führt zu Klammereffekten, zum Fokussieren auf nur noch das einzige Thema, dieser Mann könnte 'verloren' gehen.
Ansonsten würde ich jetzt weiteres 'Graben' erst einmal lassen. Die Gefühle beobachten, aber nicht 'wegdenken' oder in's Totgrübeln kommen. Bei dem schönen Wetter ...
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Ergebnis 51 bis 60 von 88
Thema: Neuer Freund und Angst
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16.04.2010, 09:25Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
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16.04.2010, 09:32Inaktiver User
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16.04.2010, 09:47Inaktiver User
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16.04.2010, 10:37Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
Ja Julifrau, das empfinde ich genauso.
Das Dumme ist nur, dass ich mich in diesen Zeiten der Unsicherheit wirklich ganz klein fühle. Tatsächlich äußere ich dann auch Zweifel, weil ich mich einfach zeigen möchte, wie ich bin. Aber ich glaube, daher rührt auch ein Teil meiner Angst, etwas zwischen uns zu zerstören. Ich spüre dann (nur halb bewusst), dass ich in solchen Augenblicken ein Ungleichgewicht zwischen uns schaffe, wodurch letztendlich sein Interesse an mir langsam verebben könnte ...
Es ist tatsächlich der Wunsch, mehr schöne Zeit gemeinsam zu verbringen, es geht nicht um Kontrolle oder Besitzdenken.
Es ist so: ich habe mich bewusst dazu entschlossen, das Wagnis einzugehen, mich auf einen anderen Menschen, diesen Menschen einlassen zu wollen - etwas, was ich nur sehr selten in meinem Leben tue. Meine Selbständigkeit ist mir tatsächlich sehr wichtig und mit dem "mich auf jemanden einlassen" steht sehr viel auf dem Spiel - nicht wirklich meine Selbständigkeit, aber mein hart erarbeitetes, auf wackligen Beinen stehendes inneres Gleichgewicht.
Trotzdem komme ich langsam in neue Fahrwasser. Will heißen: so langsam lerne ich für mich, dass das gleichzeitig funktionieren kann: mich auf jemanden einzulassen UND meine eigene Selbständigkeit zu erhalten. Das ist neu für mich. Die genaue Gebrauchsanweisung dazu ertaste ich mir gerade auch noch mühevoll.
So ist das bei mir. Definitiv.
Aber u.a. mit eurer Hilfe versuche ich mir gerade neue Horizonte zu diesem Thema zu erschließen! Danke!
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16.04.2010, 11:14Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
Hm, dann ist deine ängstliche Nachfrage bei ihm vielleicht ein Test??? Du bringst euer Konstrukt zum Wanken und er kann beweisen, dass er in der Lage ist, es zu reparieren?Tatsächlich äußere ich dann auch Zweifel, weil ich mich einfach zeigen möchte, wie ich bin. Aber ich glaube, daher rührt auch ein Teil meiner Angst, etwas zwischen uns zu zerstören.
Ich glaube nicht, dass du zeigen möchtest, wie du bist. Diese Ängste sind infantilen Ursprungs. Deshalb agierst du sie auch infantil aus - indem du die Verantwortung abgibst an den "Erwachsenen".

Ich verstehe das sogar sehr gutMeine Selbständigkeit ist mir tatsächlich sehr wichtig und mit dem "mich auf jemanden einlassen" steht sehr viel auf dem Spiel - nicht wirklich meine Selbständigkeit, aber mein hart erarbeitetes, auf wackligen Beinen stehendes inneres Gleichgewicht.
Die Angst kommt vielleicht auch daher, weil du gelernt hast, du kannst nur dir selbst vertrauen?! Bei mir ist es jedenfalls so.
Schlaflos
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16.04.2010, 11:31Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
Yep, irgendwie schon.
Ich wünsche mir dann, dass er mich an die Hand nimmt und mir zeigt, dass die Welt zwischen uns (noch immer) in Ordnung ist. 
Kannst du etwas mehr erklären, was du damit genau meinst?
Definitiv.
Obwohl ich Freunde, Familie (Eltern, Schwester) habe, empfinde ich mein Dasein in dieser Welt nicht als Teil eines Netzwerkes, sondern als losgelöste, auf mich allein gestellte Existenz. Ich wollte, es wäre anders, ich fühlte mich lieber als Teil eines großen Ganzen.
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16.04.2010, 11:40
AW: Neuer Freund und Angst
ihr KENNT euch 4 wochen und der beziehungsstatus is bereits klar? kann es sein, dass ihr da ein extrem schnelles tempo habt? das würde mir auch angst machen....


sparkling
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16.04.2010, 11:48Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
Du hast die Erklärung bereits selbst geschrieben!Kannst du etwas mehr erklären, was du damit genau meinst?
Er soll Dich an die Hand nehmen (Pappa) und soll Dir das fehlende Vertrauen geben!
Damit stellst Du Dich auf die Stufe eines Kindes und ihn erhöhst Du!
Das kann zu einer gefährlichen Dynamik führen weil angenommen er hat mal einen schwachen Moment (und ja auch Männer, die Felsen in der Brandung sind haben diese Momente oder Zeiten), der länger dauert, dann fühlst Du Dich verlassen!
Kannst damit etwas anfangen?
Hätte mich sehr gewundert wenn es da bei Dir anders wäre!Obwohl ich Freunde, Familie (Eltern, Schwester) habe, empfinde ich mein Dasein in dieser Welt nicht als Teil eines Netzwerkes, sondern als losgelöste, auf mich allein gestellte Existenz. Ich wollte, es wäre anders, ich fühlte mich lieber als Teil eines großen Ganzen.
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16.04.2010, 11:52Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
Wir kennen uns etwas länger.
Aber ja, ER hat den Beziehungsstatus sehr schnell geklärt, bzw. fragte mich gleich nach der ersten gemeinsamen Nacht: "So, Frau Pepina, wie fühlt es sich nun an, wieder einen neuen Freund zu haben?" Da kam ich erstmal ins Straucheln und antwortete, ich sei nicht so schnell mit Definitionen ...
Anyway, egal wie man das Ding nun nennt - ich kann es mir gut vorstellen und wünsche mir, dass er mein neuer Freund ist.
Und ja, für meine Verhältnisse geht alles sehr schnell, ich bin da langsamere Gangarten gewohnt, fühle mich diesmal aber nicht unwohl dabei.
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16.04.2010, 11:53Inaktiver User
AW: Neuer Freund und Angst
Wenn dich ein Gefühl der kindlichen Angst "anfällt" (?), es also nur mit der aktuellen Situation insofern zu tun hat, dass diese dich triggert, dann reagierst du auch wie das kleine Kind. Die Heftigkeit dieser Angst ist die Heftigkeit der Angst eines Kindes - das diese ja nicht aus eigener Kraft niederringen kann; es ist ja abhängig von den erwachsenen Bezugspersonen. Wenn du also aus diesem Gefühl heraus agierst, dann schiebst du den - in diesem Falle - Freund in die Position der erwachsenen Bezugsperson und erwartest demzufolge von ihm auch, dass er dich - das kleine Kind - zurück in sicheres Fahrwasser bringt.
Ich bin ja nicht der Meinung, dass man alles und jedes in seinem Leben zurückverfolgen muss. Es reicht eigentlich zu wissen, dass dieses konkrete Gefühl, das man gerade hat, nicht in die Gegenwart gehört, sondern ein Relikt ist.
Wenn du wieder einmal sagen willst: "Ist alles in Ordnung?", dann beiß dir doch mal auf die Zunge und sage dir STOP! Gehört nicht hierher! Vielleicht funktioniert es ja
Und dann bist du auch bereit, dir die erwachsene Frage zu stellen: "Finde ich es gerade in Ordnung?"

Schlaflos



. Zumindest haben wir wohl beide das Glück, kluger Freundinnen. Toll, oder
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