liebe finnie,
lies aufmerksam menno-pauses anmerkungen, damit du NICHT so endest.
ich wünsche dir mehr mut im leben!
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Ergebnis 21 bis 22 von 22
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12.04.2010, 17:44
AW: ich hab seit 2 Jahren Liebeskummer
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13.04.2010, 12:35Inaktiver User
AW: ich hab seit 2 Jahren Liebeskummer
hallo!
ja, das liest sich alles sehr traurig. ist es auch, vielleicht. obwohl menno-pause sich so anhört, als ob sie die schwärmereien ganz gut ad akta legen konnte, bis auf den typen, mit dem sie immer kontakt hatte.
würde man es dem menschen sagen, den man da so vergöttert und vermisst usw., dann ist da die angst, die schöne träumerei, in die man sich verflüchtigen kann und man denkt, man braucht diese innere welt, dann weiß man eigentlich schon, dass das alles vorbei sein wird, wenn man sich outet. mal ganz abgesehen davon, dass die gefahr besteht sich total lächerlich zu machen. auch ist eine zurückweisung in dem fall total schlimm, weil man ja keine anderen dinge oder kontakte hat, die das wieder rausreißen können. wenn mich eine person nicht mag, wenn ich viele andere kontakte habe, ist das vielleicht weniger schlimm.
ja, es hängt vom real life ab, ob man sowas braucht oder nicht, nehme ich an. leider gibt es menschen, die einfach nicht leben können, weil sie es ganz einfach verlernt oder nie gelernt haben. wie kommt man bloß aus so einer schleife heraus? ist nicht einfach, gute kontakte zu finden. auch kosten kontakte geld und energien. wenn man beides nicht aufbringen kann.... die frage ist, wieviel energie kostet so ein schwarm, der sooo weit weg ist, der nie an einen denkt, der vielleicht nicht weiß, dass man existiert und - der in wirklichkeit ganz anders ist als in den vorstellungen. und wieviel geld kostet er? wenn ich dauernd an ihn denke, statt meine energie auf mein eigenes leben zu verwenden. wenn ich komplexe kriege, weil er mich nicht beachtet und ich nicht sein typ bin. wenn ich sehe, wie sich vielleicht sein leben in den letzten zwei, drei jahren weiterentwickelt hat - und meins?
es ist eine absolut schlimme gewohnheit, mit der ich quasi großgeworden bin. nur als kleines kind war ich anders, da war ich lebendig. ich hoffe, dass ich irgendwann loslassen kann und mein leben kann. es ist so traurig.
ich schwärmte von jugend an für eine sängerin. die hatte für mich symbolkraft, die hatte ein richtiges leben. die hatte eine klare richtung, freunde, einen freund, war sozial gut eingebunden, machte sport, sah toll aus etc. in unserer familie war das alles nicht möglich. da waren so übermächtige ansprüche, die immer in der luft lagen. perfektion. ich lebte ziemlich alleine und zurückgezogen. es gab da schon ein paar kontakte, aber ich verhielt mich meist ziemlich passiv. aktiv sein hätte bedeutet, dass da vielleicht mal jemand unangemeldet bei uns vorbeikommt. naja, man gewöhnt sich dann an so ein leben. meine mutter muss jetzt auch wieder lernen, kontakte zu machen und aufrechtzuhalten.
grade jetzt, wo ich wieder mal erkältet bin, bin ich froh, dass das telefon nicht bimmelt und ich nicht irgendwelche verpflichtungen am hals habe, denen ich so schon gar nicht nachkommen könnte. aber ein richtiges leben wäre wohl schon schön.
die frage ist, wenn ich mister x jetzt vergessen könnte, dann käme sicher bald ein neuer. in mister x habe ich mich verliebt, als ich die ganzen fotos etc von der sängerin von meiner festplatte gelöscht hatte, weil ich endlich mich selbst entwickeln wollte. es war auch schon recht spät dafür, aber dann nicht mal vier wochen später, hat's mich bei mister x erwischt. das geht jetzt auch schon etwas über zwei jahre. ich glaube, mittlerweile, wo ich ihn schon seit monaten nicht mehr gesehen habe, gibt es mir auch nicht mehr so viel.
wie ich von ihm loskommen soll, weiß ich nicht wirklich. wir hängen da in so einer geschichte drin, wo er gewissermaßen immer im hintergrund mit dabei ist. da uns die sache ein wenig geld bringt, ist es auch nicht gut zu sagen, ciao leute, macht euer ding alleine. außerdem ändert das ja auch an meinem grundproblem nix.
problemlösung und verantwortung sind nicht eben meine stärke. da waren immer so figuren, die mal auf den tisch kamen ausm richtigen leben, aber doch nicht greifbar, da keinen kontakt, sowie ausm fernsehen. da wurde dann zu hause ein wenig philosophiert über die person, ein wenig bewundert. naja, oft auch herablassend. egal. aber das war so bei meinem papa. der hatte kein richtiges leben. nie. und er hat sein ganzes leben darunter gelitten.
die therapie habe ich angefangen, damit ich es mal anders mache. aber ich denke, das dauert...
liebe grüße
blackeagle


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