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  1. Inaktiver User

    AW: Weiblichkeit verloren - hallo Lilith!

    (Zitat aus dem Anfangspost)
    Habe an mir als Mensch aber auch als Frau gearbeitet und fühlte mich immer mehr 'rund'. Jetzt aber fühle ich mich, als ob ein Teil von mir abgespalten ist, mein weiblicher Teil. Die Panik, die ich empfinde im Umgang mit Männern (ausserhalb der Arbeit) ist wie der einer 12jährigen, die gerade die Jungen entdeckt hat.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht mir aber darum, dass ich mich noch letztes Jahr weiblich fühlte, so aussah, mich so benahm. Heute hat sich von aussen nichts geändert, ausser dass ich auf andere wohl noch weiblicher als vor einiger Zeit wirke (wenn man weicher und sanfter mit weiblich gleichsetzen kann).

    Innerlich fühle ich mich auch weicher, aber nicht mehr weiblich im Sinne von Frau gegenüber Mann. Deshalb habe ich auch anfangs geschrieben, dass ich glaube, ich habe meine Weiblichkeit über den Umgang mit Männern definiert.

    Also heisst das im Klartext, jetzt wo ich ohne Mann bin, fühle ich mich nicht mehr als Frau. Aber das wäre doch viel zu einfach und blöd noch dazu?!
    @esperanza
    Was mir grad auf der Zunge liegt, wurde hier schon ähnlich geschrieben, ich versuchs mal mit meinen Worten: Du beschreibst ja einen Prozess, eine Verwandlung. Du versuchst, Dich Dir selbst anzunähern. Du streifst nach und nach alte Muster (alte Haut) ab, probierst Neues aus. Manchmal passt die neue Haut noch nicht, dann muss sie passend gemacht werden und das fühlt sich manchmal unangenehm an. Ich seh das so, dass man sich in der neuen Rolle vortastet, ausprobiert und eben die damit verbundene Unsicherheit aushalten muss (manchmal scheint dann auch das Erreichte schal, weil es noch nicht gefühlsmäßig vollständig ist, ich kenn das nur zu gut).

    Diese Verwandlung bedingt eben auch, dass man gegen die Tabus der Vergangenheit verstößt (Tabus, die entstanden sind, weil andere sich die Persönlichkeit des Kindes "passend gemacht" haben). Und sich dagegen zu stemmen, erfordert Kraft und Durchhaltevermögen. Ein Beispiel für ein Tabu scheinen mir Deine unangenehmen Gefühle ggü. der Fotosession. Ist es das Sichzeigen als (hier kannst Du einsetzen, was Dir richtig erscheint), welches in Dir ambivalente Gefühle auslöst?

    Ich vermute mal, Dein Ex-Mann hat ein Dir vertrautes Beziehungs-Muster bedient, ein Muster, welches die Tabus geschont hat. Dem bist Du jetzt entwachsen. Du trittst Männern jetzt anders gegenüber, und da Du noch nicht 100%ig mit Deiner Rolle verwachsen bist, entsteht Unsicherheit (und Sehnsucht nach dem Vertrauten).

    Hej, Du hast schon viel erreicht!

  2. Inaktiver User

    AW: Weiblichkeit verloren - hallo Lilith!

    Jeanni
    Ist es das Sichzeigen als (hier kannst Du einsetzen, was Dir richtig erscheint), welches in Dir ambivalente Gefühle auslöst?
    Das stimmt und es zeigt sich bei vielem von dem ich ganz genau weiss, dass es ok und normal ist, mir kommt es verboten vor.

    Ich vermute mal, Dein Ex-Mann hat ein Dir vertrautes Beziehungs-Muster bedient, ein Muster, welches die Tabus geschont hat. Dem bist Du jetzt entwachsen.
    Da hast du auch den Nagel auf den Kopf getroffen, uebergangslos von meinem Vater zu meinem Ex-Mann. Ich konnte aber in meiner Ehe meinem Bauch nicht mehr trauen, mein Ex hat viel gelogen, hat es aber immer fertiggebracht, mir weis zu machen, dass ich halluziniere.

    Du trittst Männern jetzt anders gegenüber, und da Du noch nicht 100%ig mit Deiner Rolle verwachsen bist, entsteht Unsicherheit (und Sehnsucht nach dem Vertrauten).
    Auch hier hast du recht, ich sehne mich manchmal danach, dass wieder jemand kommt und mir sagt, so wird es gemacht, obwohl ich mich genau davon befreien habe.

    Hej, Du hast schon viel erreicht!
    danke dir!

  3. Inaktiver User

    AW: Weiblichkeit verloren - hallo Lilith!

    Annilein
    Vertreufele nicht gleich eine Therapie, da lese ich sehr viel Angst heraus.
    Ich hatte im Rahmen einer völlig neuen Erfahrung ein Schlüsselerlebnis, das mich (für mich) erst vor einigen Jahren so richtig weiblich erscheinen ließ.
    Du hast ja recht, ich habe Angst (obwohl ich sie nicht bestimmen kann).
    Hast Du in einer Therapie dieses Erlebnis gehabt und bist du dir vorher nicht weiblich vorgekommen? bewusst?

    lg
    esperanza

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