(Zitat aus dem Anfangspost)
@esperanzaHabe an mir als Mensch aber auch als Frau gearbeitet und fühlte mich immer mehr 'rund'. Jetzt aber fühle ich mich, als ob ein Teil von mir abgespalten ist, mein weiblicher Teil. Die Panik, die ich empfinde im Umgang mit Männern (ausserhalb der Arbeit) ist wie der einer 12jährigen, die gerade die Jungen entdeckt hat.
Was mir grad auf der Zunge liegt, wurde hier schon ähnlich geschrieben, ich versuchs mal mit meinen Worten: Du beschreibst ja einen Prozess, eine Verwandlung. Du versuchst, Dich Dir selbst anzunähern. Du streifst nach und nach alte Muster (alte Haut) ab, probierst Neues aus. Manchmal passt die neue Haut noch nicht, dann muss sie passend gemacht werden und das fühlt sich manchmal unangenehm an. Ich seh das so, dass man sich in der neuen Rolle vortastet, ausprobiert und eben die damit verbundene Unsicherheit aushalten muss (manchmal scheint dann auch das Erreichte schal, weil es noch nicht gefühlsmäßig vollständig ist, ich kenn das nur zu gut).
Diese Verwandlung bedingt eben auch, dass man gegen die Tabus der Vergangenheit verstößt (Tabus, die entstanden sind, weil andere sich die Persönlichkeit des Kindes "passend gemacht" haben). Und sich dagegen zu stemmen, erfordert Kraft und Durchhaltevermögen. Ein Beispiel für ein Tabu scheinen mir Deine unangenehmen Gefühle ggü. der Fotosession. Ist es das Sichzeigen als (hier kannst Du einsetzen, was Dir richtig erscheint), welches in Dir ambivalente Gefühle auslöst?
Ich vermute mal, Dein Ex-Mann hat ein Dir vertrautes Beziehungs-Muster bedient, ein Muster, welches die Tabus geschont hat. Dem bist Du jetzt entwachsen. Du trittst Männern jetzt anders gegenüber, und da Du noch nicht 100%ig mit Deiner Rolle verwachsen bist, entsteht Unsicherheit (und Sehnsucht nach dem Vertrauten).
Hej, Du hast schon viel erreicht!![]()
Antworten
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14.03.2010, 00:24Inaktiver User
AW: Weiblichkeit verloren - hallo Lilith!
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14.03.2010, 01:53Inaktiver User
AW: Weiblichkeit verloren - hallo Lilith!
Das stimmt und es zeigt sich bei vielem von dem ich ganz genau weiss, dass es ok und normal ist, mir kommt es verboten vor.Jeanni
Ist es das Sichzeigen als (hier kannst Du einsetzen, was Dir richtig erscheint), welches in Dir ambivalente Gefühle auslöst?
Da hast du auch den Nagel auf den Kopf getroffen, uebergangslos von meinem Vater zu meinem Ex-Mann. Ich konnte aber in meiner Ehe meinem Bauch nicht mehr trauen, mein Ex hat viel gelogen, hat es aber immer fertiggebracht, mir weis zu machen, dass ich halluziniere.Ich vermute mal, Dein Ex-Mann hat ein Dir vertrautes Beziehungs-Muster bedient, ein Muster, welches die Tabus geschont hat. Dem bist Du jetzt entwachsen.
Auch hier hast du recht, ich sehne mich manchmal danach, dass wieder jemand kommt und mir sagt, so wird es gemacht, obwohl ich mich genau davon befreien habe.Du trittst Männern jetzt anders gegenüber, und da Du noch nicht 100%ig mit Deiner Rolle verwachsen bist, entsteht Unsicherheit (und Sehnsucht nach dem Vertrauten).
danke dir!Hej, Du hast schon viel erreicht!
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14.03.2010, 01:59Inaktiver User
AW: Weiblichkeit verloren - hallo Lilith!
Du hast ja recht, ich habe Angst (obwohl ich sie nicht bestimmen kann).Annilein
Vertreufele nicht gleich eine Therapie, da lese ich sehr viel Angst heraus.
Ich hatte im Rahmen einer völlig neuen Erfahrung ein Schlüsselerlebnis, das mich (für mich) erst vor einigen Jahren so richtig weiblich erscheinen ließ.
Hast Du in einer Therapie dieses Erlebnis gehabt und bist du dir vorher nicht weiblich vorgekommen? bewusst?
lg
esperanza



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