Ich hab nur dein posting gelesen und entschuldige bitte die klare Ansage: Er sagt diese Sachen, um dich hinzuhalten....tausendmal schon erlebt.
Es tut mir sehr leid.
Alles Gute für dich!
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06.02.2010, 15:48
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
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06.02.2010, 15:53Inaktiver User
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06.02.2010, 16:47
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Hallo Charlotta,
Wenn jemand sagt, er habe Bindungsprobleme muss man das Ernst nehmen. Wenn er die wirklich hat, geht gar
nichts...Hat er sie nicht wirklich, sagt es aber, geht genau so wenig, egal, was er sonst noch so von sich gibt....
Wünsche dir alles Liebe
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06.02.2010, 18:55
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Für mich bedeutet das, dass er einfach diesen emotionalen Abstand hat, der mir fehlt. Ohne Vorwurf, sondern als Feststellung.
Ich denke den ganzen Tag an ihn, weil ich verknallt bin. Er fehlt mir, ich kann auch bei anderen Beschäftigungen schwer abschalten. Ich würde ihn gerne öfter sehen, würde dafür Termine verlegen. Er dagegen wirkt immer entspannt. Wenn ich sagen würde, ich kann erst wieder in drei Wochen, würde er sagen: "He, Schatz, schade, wie soll ich das aushalten ohne dich, aber ich wünsch dir ne gute Zeit" und würde 3 Wochen sein Ding machen, es würde ihm gut gehen und er würde sich nach 3 Wochen freuen. Ich würde das Gleiche sagen und es würde mir 3 Wochen trotz Ablenkung mäßig gehen.
Lilith: es scheint wirklich das Erstere zu sein. Ich hab ihn gefragt, ob er damals, bei seiner Hochzeit, denn das Gefühl hatte, angekommen zu sein und sich voll und ganz auf seine Frau einlassen zu können/wollen für den Rest des Lebens. Das konnte er nicht bejahen. (find ich schon etwas erschreckend, warum heiratet man dann?) Dieses Gefühl, so dermaßen über beide Ohren verliebt zu sein, dass man denkt, die einzig Richtige gefunden zu haben, kenne er nur aus aus seiner Jugend.
Noch immer möchte ich das Ganze nicht komplett beenden und hoffe, so viel Abstand gewinnen zu können, um es so hinzukriegen, wie er.
Kann man das lernen? Ein Totalrückzug würde mir jetzt sehr das Herz brechen. Vielleicht schaffe ich es, mich peu a peu zu entlieben, da ich ja doch erkenne, dass er nicht alltagstauglich ist.
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07.02.2010, 21:30
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Hey Charlotta,
hab gerade Deinen Beitrag gelesen. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Natürlich sind die Umstände anders - aber wir sind beide auf der Leidenden Seite der "Affaire" (genau kann man das ja immer nicht sagen, wo die Grenzen sind).
Ich finde, Du hast es sehr sehr schön beschrieben: dieses "er geht zur Tagesordnung über / ist entspannt / genießt ohne Druck". Tja, und wir können das nicht. Weil wir mehr wollen. Oder weil wir ihn versuchen wollen zu ändern, zu haben! Das erzeugt unheimlichen Leidensdruck. Es ist gerade das, was wir nicht haben können, wo wir so hinterherlaufen.
Du sagst, Du willst auch gern emotionalen Abstand - so wie er. Ich sag Dir mal - ohne das ich das ich Dich kenne - das schaffst Du nicht. Gefühle kann man nicht kontrollieren. Es geht einfach nicht. Du schaffst es wahrscheinlich, Dich irgendwann zu "ent-lieben", aber dann willst Du ihn auch nicht mehr.
Ich habe momentan gerade keinen Kontakt zu ihm. Es geht ganz gut, ich lese Bücher, die von diesem Thema handeln...und ich versuche, den Fokus auf mich zu richten.
Leider, oder eigentlich natürlich, denke ich bei jeden Telefonklingeln, jeder Email, jeder SMS...vielleicht ist er es?! Ist er nicht, die Enttäuschung ist groß.
Eigentlich kann ich ihm danken, dass er sich nicht meldet. Denn wenn er es tut, und weiter "sein hier und jetzt" auskosten will, unverbindlich und entspannt...dann würde ich bestimmt wieder springen. Weil all die guten Vorsätze dann futsch wären.
Die Moral von der Geschicht...Ich hab ihm signalisiert, dass ich will (damit ich es später nicht bereue, er wusste ja von nix). Und mehr kann ich nicht machen. Wenn er dann auch nichts macht, wird es einschlafen.
Dann bin ich erlöst :-)
Ich hoffe, ich konnte Dich damit trösten, dass es in anderen Menschen auch so aussieht, wie bei Dir!
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08.02.2010, 19:14
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Ach Wolke
, tut mir leid, dass es dir ähnlich geht (und vielen, vielen anderen da draußen auch).
Wie kam es denn bei euch zu dem Kontaktabbruch? Gemeinsam oder von einem beschlossen oder hat es sich einfach so ergeben?
Ich merke, dass mich der beschlossene "Nichtkontakt" in dieser Woche zumindest jetzt die ersten Tage noch mehr belastet. Mir geht es richtig schlecht, leider. Ich kann die Gedanken nicht abschalten. Aber ich weiß auch, dass so Depri-Phasen nicht ewig dauern. Irgendwann passiert wieder etwas Schönes und er geht bergauf. Das ist mein Trost.
Und wenn ich versuche, den Verstand einzuschalten, dann weiß ich, dass bei in meinem Fall nicht wirklich etwas "Schlimmes" passiert ist. Da gibt es wohl größeren Liebeskummer im Leben. Vielleicht brauche ich diese Erfahrung für meinen weiteren Weg, nach fast 20-jähriger Festbeziehung fehlt mir da die Übung.
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08.02.2010, 19:36
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Ach Mann,
sind die meisten eigentlich "beziehungsuntauglich" geworden, oder gibt es da ein Buch drüber " Wie bekomme ich den Anderen dazu, sich weiterhin mit mir zu beschäftigen, ohne JE verbindlich werden zu müssen?"
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08.02.2010, 20:55
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Es ist ja nicht verwerflich, wenn jemand nur eine unverbindliche Beziehung, Affaire... wie auch immer will.
Und ich will - vom Verstand- nicht direkt in die nächste Beziehung.
Von daher würde alles passen, wenn ich es einfach so annehmen könnte. Es ist schon eher mein Problem als seins.
Ich glaube auch nicht, dass er über Leichen geht. Er hätte mir, wenn er es drauf angelegt hätte, beim Gespräch mit ein bisschen "Gesülze" erstmal meine Sorgen nehmen können. Hat er aber nicht. Ich glaube sogar, dass er die Sache von sich aus beenden würde um mich zu schützen, wenn er merkt, dass ich leide und es selber nicht hinkriege. Aber hier spielt jetzt wohl auch die 26-jährige Freundschaft eine Rolle. Das ist einfach ein Unterschied, als wenn es ein jetzt irgendein dahergelaufener Kerl wäre.
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09.02.2010, 16:14
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
@ charlotta
ich meine auch gar nicht nur ihn.
1. toll, wenn zwei sich einig sind, etwas laufen zu lassen, wohin auch immer...
2. genau WENN.....
3. ich fühle mich schlecht ist kein wirklich schönes Gefühl, für etwas, was man EIGENTLICH auch will...
4. hast du Recht, es ist nicht sein Problem, für ihn ist ja alles gut, wie es ist ( ohne Wertung )
5. Was ist denn das für eine Aussage? Er würde es beenden, wenn er merkt, das es dir dabei nicht gut geht? Und jetzt merkt er es nach 26 Jahren Freundschaft nicht?
Mir liegt nicht daran, etwas schlecht zu machen... Aber man ist, wie man ist...Er genau wie du.. Und wenn man nicht mit den Bedingungen des Anderen zurecht kommt, kann und soll man das auch nicht lernen...
Das heißt nicht, das du es nicht versuchen sollst und vielleicht auch musst, um zu erkennen, was du kannst und was nicht....
Wünsche dir und ihm ja das "es", was auch immer "es" ist, gut geht, leider glaube ich nicht daran. Aber das ist für dich unerheblich...


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