Lass das Ganze entspannt auf dich zukommen und mach dich nicht verrückt. Ich weiss, du bist jetzt sehr ungeduldig, und willst wissen, "was Sache ist". Aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht möglich.
Er ist "erst" seit einem Jahr getrennt, hat seine erste Ehe vielleicht noch gar nicht verdaut. Je nachdem was da gelaufen ist, wollen viele (sowohl Männer als auch Frauen) sich nicht mehr fest binden, aus Angst, es könnte wieder so werden (so war es auch bei meinem jetzigen Mann, der wollte "nie wieder heiraten" aus lauter Angst, weil seine erste Ehe so schlecht war). Gib ihm Zeit zu sehen, dass es mit dir anders laufen kann.
Du bist auch erst sehr kurz getrennt, musst also auch noch vieles verarbeiten. auch da sehe ich parallelen zu meinem Leben. Bin auch relativ kurz nach der Trennung in eine neue Beziehung gegangen, heute denke ich mir, hätte ich mir damals mehr Zeit gelassen und erstmal verarbeitet. Obwohl ich mit "der Beziehung" heute glücklich verheiratet bin, habe ich wohl immer noch alte Geschichten zu verdauen, die mein jetziger Mann mittragen muss.
Ich kann dir nur den Rat geben: versuche das was du jetzt hast zu genießen, aber auch einen gewissen inneren Abstand zu bewahren, falls es doch nicht klappt, wie du dir das vorstellst. Die Zeit wird zeigen, ob was Ernstes draus werden kann. Wenn nicht, ist es einfach besser, du hast eine gewisse Distanz und kannst es im nachhinein als das sehen, was es war: eine schöne Zeit, die dir geholfen hat, über den Trennungsschmerz hinwegzukommen. Wenn es klappt, was durchaus auch sein kann, umso besser.
Alles Gute
Carmen
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 39
-
22.01.2010, 08:40
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
-
22.01.2010, 13:42
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Na ja, offen ist er ja eben nicht. Das, was er bis jetzt gesagt (meist geschrieben) hat, war oft eine Antwort auf mein Vorpreschen. Dann sind es hier doch schon eher Taten: er sucht schon den Kontakt - schlägt auch schon mal Aktivitäten außer Haus vor (also ohne Bett, meist will ich das nicht, weil wir uns ja nicht so oft sehen) - fährt 60 km hin und rück, um mich kurz im Auto zu treffen, obwohl er nicht weiss, ob ich überhaupt da bin (so als Überraschung).
Vielleicht weiss er auch selbst nicht, was er will. Hat mal gesagt, er will nicht darüber nachdenken, was kommen könnte sondern auf sich zukommen lasssen. Hat mich dann mal gefragt, womit er mich verdient hätte und mich gebeten, ihn nicht aufzugeben.
Das meinte ich damit, als ich sagte, dass er "meine Art" halt auch aushalten muss, auch wenn er anders tickt. Ich kann und will nicht immer taktieren. Natürlich merke ich, was bei ihm gut ankommt, oft so subtile Sachen, manchmal so Spielchen, Ball zuwerfen und wieder wegnehmen. Das passt auch, da haben wir durchaus eine Wellenlänge, aber ich habe eben auch die andere verbindliche Seite, die immer wieder durchbricht.Ebenso sollte auch sie gesagt haben, was sie will, wenn der Mann dann am Ball bleibt statt wegzugehen - selbst wenn er nicht 'tätlich' wird, ist mE ein gutes Zeichen
Gestern / heute war wieder so eine Situation: wir schreiben abends (fast) immer 1 - 2 SMS, mal fängt er an, mal ich. Gestern habe ich zuerst geschrieben, vor seinem Urlaub nochmal was sehr "erotisch Nettes", kam eine Antwort, die vielleicht lustig oder provozierend sein sollte, für mich aber schei... klang. Heute morgen hat er dann gesimst, wo ich stecke (da noch nichts gehört) und ich hab dann auch mal recht eindeutig zickig geantwortet. Komischerweise hat er das garnicht richtig verstanden, sondern gefragt, ob ich das jetzt nett oder frech meine
. Vielleicht kapiert manchmal garnicht, was ich eigentlich bräuchte. Das Ende vom Lied ist auf jeden Fall, das er jetzt von sich aus gefragt hat, ob wir uns heute nicht doch noch mal kurz sehen könnten (wir habe heute eigentlich beide kaum Zeit), er fährt jetzt aber extra nochmal 40 km, um mich zwischen 2 Terminen kurz im Auto abzufangen und nochmal kurz quatschen und küssen. Also, Taten sind schon da.
@Carmen
, das ist ja bei dir mal eine schöne Geschichte, auch wenn es noch "Restprobleme" gibt.
@all: danke allen für euer Tipps und Gedanken, habe alles aufmerksam gelesen und kann aus vielem was mitnehmen
-
22.01.2010, 22:38
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Liebe Charlotta,
hab ich Dich also auch hier gefunden.
Die Beiträge habe ich aufmerksam gelesen und finde es hoch interessant.
Meine Schlussfolgerung daraus:
Ein Teil der Frauen sagt Dir: "Der Typ schwankt, mach Dir nicht Hoffnungen, die dann aller Wahrscheinlichkeit nach doch enttäuscht werden.
Ein anderer Teil sagt Dir " Gut, der Typ schwankt, aber Du hast ja etwas davon, dass er Dir schöne Nachrichten schreibt und ihr ab und an eine schöne Zeit miteinander habt. Geniesse das, wenn Du kannst.
Und fast alle sagen Dir "Hinterfrage Dich mal selbst. Warum willst Du kurz nach einer langjährigen Ehe sofort die Verbindlichkeit in einer neuen Beziehung. Meinst Du nicht , es wäre erst mal wichtig , zu sich selbst zu kommen und im Reinen mit Dir selbst zu sein"
Wenn Du sehr unter seiner unverbindlichen Art leidest, stellt sich für viele hier die Frage, ob Du denn festen Boden unter den Füßen hast. Und es gehört in der Regel einfach dazu, dass man nach einer Trennung eben nicht gleich diesen festen Boden hat und deswegen verzweifelt danach suchst. Dafür die neue Liebschaft voll in die Verantwortung zu nehmen ist vielleicht wirklich etwas viel verlangt.
Ich denke mal für dich und jede Frau gilt die Botschaft, die ja abgedroschenerweise schon in jedem Mädchenroman vorkommt:
Steh zu Dir selbst und hör auf Dein Herz!
Liebe Grüße
Laura
-
23.01.2010, 00:22
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Nabend

ich möchte versuchen mich kurz zu fassen. Bin da auch nicht sehr objektiv. Denke aber ich würde mit der Situation genauso ein Problem haben wie Du.
Kurz getrennt oder nicht...sei vorsichtig mit so etwas unausgegorenem. Aus eigener Erfahrung denke ich frau kann da die Gefühle nicht immer so kontrollieren und es ist schlimm, wenn man die Reserven nicht hat, die Akkus schon leer sind und man hängt dann in so einer "unverbindlichen" Sache drin.
Ich bin selbst über ein Jahr getrennt und habe im Frühjahr jemanden kennengelernt (auch ungefähr dieselbe Zeit getrennt lebend). Alles lief super, er war der treibende Motor der ganzen Sache. Ich war ziemlich vorsichtig am Anfang aber er hat mich irgendwie mit seinem Engagement etwas überrannt...es kamen auf seiner (seine Tochter lebt seit Sommer bei ihm) und meiner Seite (...) viele ungünstige äußere, nicht beeinflussbare Umstände hinzu. Das kann ich hier nicht alles schreiben.
Es ist nun so, daß ich zu Beginn ca 3 Monate brauchte um mich ganz auf die Sache einzulassen. Als er dann von mir ein klares "gefühltes" "Ja" hatte, wurde es von seiner Seite langsam, zögerlich immer unverbindlicher. Er äußerte ähnliche Dinge wie Du zu hören bekommst.
Erst relativ spät habe ich Details seiner Trennung erfahren und denke er schleppt sehr viel Vergangenheitsballast mit sich herum. Es fühlt sich an als wenn er will und nicht kann. Ein ständiges hin und her von Ankündigungen und Prophezeiungen. Wahrscheinlich so eine Art Bindungsangst. Kein kleines Problem... Ich hänge sehr in der Sache drin und leide, weil alles sehr gut passt (gepasst hat?). Komme mit der Situation nicht klar. Ich denke nach dem was Du schreibst, Du wirst ihn nicht gehen lassen... aber pass auf Dich auf, wenn Du das irgendwie hinbekommst. Ich denke wenn Männer sich so vage äußern ist Vorsicht geboten. Und ich könnte auch nicht "unverbindlich" "unklar" auch nicht mittelfristig die Geduld dafür aufbringen.
Pass auf Dich auf!
Liebe Grüße!!
-
23.01.2010, 01:31
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Gehe in diesem Fall langsam vor, aber nicht schon mit einer grundsätzlich negativen Einstellung. Ernsthaftes Interesse hat er offenbar schon, zumal er erhebliche Anstrengungen macht incl von weit her kommt.
Es ist nicht falsch sondern ganz richtig von dir zu verlangen zu sagen was für eine Relation du grundsätzlich willst/suchst (dh nicht unbedingt mit ihm), umgekehrt solltest du von ihm auch klare Aussagen dazu verlangen.
-
23.01.2010, 10:54Inaktiver User
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
meine erfahrung ist, dass wenn der kontakt erstmal auf eine erotische ebene ist, man diesen schwierig auf eine andere ebene bekommt. hoffe du weißt jetzt was ich meine. viele frauen glauben (dachte ich auch mal) mit sex männer an sich binden zu können. ein trugschluss.
wer kapiert das nicht? du oder er? ich vermute du meinst ihn. ja verflixt nochmal, woher soll er das auch wissen? erschnuppern? weißt du denn was er brauch? wenn nein, wieso nicht?Vielleicht kapiert manchmal garnicht, was ich eigentlich bräuchte.
mein eindruck vom lesen hier: ihr umkreist euch, spielt spielchen. du spielst mit. wenn du dich über die sms von ihm ägerst, dann lasst es. die haben offenbar viel zu viel spielraum für (deine) spekulationen und interpretationen.
ich befürchte, dass ihr die "affairen-ebene" nicht mehr verlassen werdet. ich habe nicht den eindruck, dass er mehr will. kann sein, muss aber nicht
-
23.01.2010, 11:43
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Oh, guter Sex ist durchaus ein wichtiges Bindeglied, aber gerade mal die halbe Miete. Die andere Hälfte ist die Persönlichkeit einer Frau außerhalb des Bettes. Passt eines von beidem nicht, ist man langfristig eben doch falsch verbunden.
Aaaaber: Nicht traurig sein, auf dem Bindestrich gibt's genug willige Männer.
-
23.01.2010, 12:34Inaktiver User
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
*wieher*



Und wo wir schon bei Strich sind:
"der teuerste Sex ist der, der nichts kostet"
um mal für eine männliche Erkenntnis Woody Allans unsterbliche Worte zu strapazieren,---
und der Mann kann auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zturückgreifen.
Will heißen, Mädels-
wenn schon nur loses Techtelmechtel, dann aber ordentlich beschenken,
einladen und ausführen lassen.
Das gibt den Männern das Gefühl etwas geleistet zu haben,
wofür es eine Geegenleistung gibt, ohne wiederum dafür direkt bezahlt zu haben, was ein schales Gefühl zurückließe.
-
24.01.2010, 11:43
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
So hab ich vor dem Trennnungsentschluss auch gedacht. So denke ich - eigentlich - noch immer. Ich weiß nicht, warum ich direkt so fixiert auf ihn bin? Angst vor dem allein sein? Spielt bestimmt eine Rolle. Ich habe noch nie alleine gelebt. Dabei will ich auf keinen Fall direkt wieder mit jemanden zusammenziehen. Was in diesem Fall aber auch garnicht zur Debatte stände, wenn überhaupt, würde das eine Fernbeziehung geben.
@Undine
Ja, es ist auf erotischer Ebene, eindeutig sexlastig. Aber das wollte ich ja auch so, auch jetzt noch, weil es da einfach wunderbar passt. Da fühle ich mich auch nicht ausgenutzt, sondern bin selbstbewusst genug, auch die "Führung" zu übernehmen (sowohl beim Sex selbst als auch beim verbalen Erotikgeplänkel). Ich fühle mich nicht verführt, eher war ich zuletzt die treibende Kraft.
Zitat von Inaktiver User
Ich genieße auch sehr den Reiz des "1000 mal berührt...". Er hat mich in all den Jahren (obwohl wir uns seit 25 Jahren 2 mal im Jahr in einer Gruppe sehen) nie angebaggert und ich auch nie, obwohl wir uns immer näher standen als der Rest der Truppe (vor 25 J. haben wir mal geknutscht, ist aber nie was draus geworden). Ihm scheint das jetzt auch zu gefallen. Fängt oft damit an, wer es jetzt "schuld" gewesen ist, dass es sich jetzt doch so entwickelt hat.
Ich hätte halt gerne den tollen Sex und die Liebe, wer will das nicht.
Das mit dem Einladen und Ausführen lassen: das passt für mich hier nicht so ganz, weil es ja aus einer langjährigen Freundschaft entstanden ist und nicht aus desem klassischen Erobern / Erobern lassen. Aber es ist schon so, dass er bezahlt, wenn wír mal wegwaren, holt mich auch öfters ab und bringt mich wieder (also für ihn dann die vierfache Strecke), damit ich nicht so hohe Benzinkosten habe....
So, jetzt ist er eine Woche weg, ich werde mich auf mich und meine ganzen zu erledigenden Sachen konzentrieren.... und dann mal schauen, wie es weitergeht.
-
06.02.2010, 15:30
AW: Verrenne ich mich wirklich so...?
Jetzt bin ich doch wieder an dem Punkt, wo ich weiß, ich muss mich aus der ganzen Nummer emotional lösen.
Er war ja eine Woche im Ski-Uralub (hat sich von dort auch täglich per SMS gemeldet) und wir haben uns seitdem zweimal getroffen. Es war jedesmal ein toller Abend bzw. Nacht, er gibt mir körperlich unendlich viel Gefühl und Zärtlichkeit, aber es ist ein Leben (Lieben) im Jetzt.
Sobald ich nach Hause fahre, gehts mir schlecht. Ich fühle dann emotional völlig leer
, weil ich nicht die Gefühle von ihm erhalte, die ich so gerne hätte.
Beim letzten Treffe, als ich morgens recht niedergeschlagen wirkte und er fragte, was los ist, haben wir dann darüber gesprochen.
Was soll ich sagen, er tickt einfach völlig anders als ich. Er sagt zwar, er mag mich sehr, er wäre auch verliebt, ber er lebt die Zeit mit mir, wenn ich da bin, findet das auch dann auch alles wunderschön, kann aber, sobald ich weg bin, entspannt zum nächten Punkt der Tagesordnung übergehen.
Es wäre nicht so, dass er nicht an mich denkt und mich auch vermisst, aber er kann den Schalter halt einfach umlegen.
Er hat keine weiteren Affairen und es ist auch nicht so, dass ich nicht die Richtige wäre und er die Richtige sucht. Er hat garnicht die Sehnsucht, DIE Frau zu treffen. Er sagt, er versucht, sich einfach das vom Leben mitzunehmen, was gut für ihn ist. (ohne jetzt dabei andere bewusst verletzen zu wollen) Für mich ist das eher eine sehr oberflächliche Lebensweise. Er fühlt sich - jetzt - gut damit. Und lässt die Dinge auf sich zu kommen.
Wir werden jetzt anderthalb Wochen keinen Kontakt (auch keine SMS) haben, dann sehen wir uns auf einer Feier. Das fällt mir sehr schwer, ich leide. Ich würde aber auch mit SMS-Kontakt leiden und das nächste Treffen herbeisehnen, von daher versuche ich jetzt, das duchzuhalten, um zu sehen, ob es mir im Endeffekt besser geht als mit dem ständigen Blick aufs Handy.
Auf jeden Fall fühle ich mich heut einfach nur schlecht und bin traurig.
Liebe Grüße
Charlotta


Zitieren
