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  1. Inaktiver User

    Der Sprung von Sympathie zu mehr

    Liebe Bri-Com,

    seit einiger Zeit wage auch ich mich wieder an Dates heran. Dabei muss ich feststellen, dass ich während meiner Ex-Beziehung anscheinend das Flirten völlig verlernt habe. Ich kann mich mit vielen Männern wunderbar über Gott und die Welt unterhalten, scherzen, diskutieren, necken, schwärmen, herziehen, philosophieren... aber was mir dabei misslingt, ist der Sprung von Sympathie zum erotischen Knistern.

    Um zu veranschaulichen, wie ich das meine:

    Im Sommer habe ich jemanden kennengelernt, mit dem die geistige Chemie auf Anhieb stimmte. Wir haben auf einem Seminar zwei tolle Abende verbracht, bis 2:00h morgens an der Weinbar gequatscht und beschlossen, uns unbedingt privat wiederzusehen. Es folgte ein sehr schönes Treffen im Restaurant, zu dem er mir ein Geschenk mitbrachte: ein Roman aus einem Genre, von dem ich ihm vorgeschwärmt hatte. Ich freute mich sehr darüber und wertete es als gutes Zeichen. Habe die Gelegenheit genutzt, ihn in den Arm zu nehmen und ihm im Lauf des Abends einige Male tief in die Augen geschaut. Aber es passierte nichts. Wir unterhielten uns sehr gut, spazierten danach noch durch die Stadt und nahmen uns zum Abschied in den Arm. Er hatte dabei aber seinen Kopf über meiner Schulter, so dass ich keinen Kuss einfädeln konnte. Für die Woche drauf schlug er ein weiteres Treffen vor. Und das war dann ziemlich... wie soll ich sagen... dröge. Anstelle des Mannes, mit dem es noch vor kurzem so schön flirtig war, hätte ebenso gut der verheiratete Kollege Müller aus der Nachbarabteilung vor mir sitzen können. Er wirkte ziemlich geistesabwesend, und mir gelang es nicht,, eine Flirtatmosphäre zu erzeugen. Der Abschied war wieder recht neutral-kumpelhaft. Danach war ein seltsamer Bruch im Kontakt. Meine Einladung zum Sonntagsbrunch in einem beliebten Hotel kommentierte er per SMS mit "grundsätzlich gerne, bin aber an dem Wochenende nicht in der Stadt". Danach gingen nur noch ein paar belanglose SMS hin und her, und ich hakte die Sache für mich ab.

    Jetzt gibt es wieder jemanden, den ich sehr mag. Er meldet sich in regelmäßigen Abständen und schlägt gemeinsame Unternehmungen vor. Ich freue mich immer, wenn er anruft, und versuche ihm das auch zu zeigen, ohne zu aufdringlich zu wirken. Er ist ein wunderbarer Mensch. Intelligent, charmant, unternehmungslustig, warmherzig, genau meine Wellenlänge. Aber auch hier bekomme ich einfach nicht den Dreh von der reinen Sympathie zu mehr hin. Die Initiative zum Kontakt geht meist von ihm aus, und ich denke, er würde mich nicht immer wieder fragen, wenn er mich nicht leiden könnte. Nur, wie stellt man es am geschicktesten an, Interesse an mehr zu signalisieren? Ich habe Angst, es wieder so zu vergurken wie mit dem anderen Herrn, und da weiß ich nicht mal, was genau schiefgelaufen ist. Er ist definitiv Single, aber ansonsten haben wir uns über das Beziehungsthema noch nicht unterhalten. Irgendwie "passt" es nie, das Gespräch darauf zu bringen (nur allgemein - in Bezug auf uns beide würde ich lieber Taten als Worte sprechen lassen). Hab ihn beim letzten Abschied zwei Sekunden zu lang umarmt und mich beim Spazieren einmal kurz an seine Schulter gelehnt. Wenn es doch eine Glaskugel gäbe, um in den Mann hineinzuschauen. Zu "plump" möchte ich nicht wirken, um ihn nicht zu vergraulen oder uns beide in die Verlegenheit zu bringen, dass er mir bei Desinteresse eine Abfuhr gibt. Lieber zweideutig und Schritt für Schritt, aber damit komme ich nicht voran.

    In meinen früheren Beziehungen ging der erste Schritt von den Männern aus, und ich bin dann mitgegangen. Das war schön bequem. Kann es wirklich sein, dass man das Flirten über 30 verlernt hat? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht und was würdet Ihr mir empfehlen?

    Danke und liebe Grüße,
    SaintEtienne

  2. User Info Menu

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    in beiden beispielen schilderst du situationen, in denen du geflirtet hast. also hast du es nicht verlernt.

    bei dem sommertyp tippe ich mal, dass es bei ihm nicht geschnackelt hat. bei dem aktuellen mann rate ich dir, auf dein herz zu hören und dann dementsprechend zu handeln.

  3. Inaktiver User

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    SaintEtienne ,

    zugegeben bin ich im Moment single und habe kein OdB.
    aber wenn ich mich in diese Situationen hineinfühle, kommt bei mir ein ungutes Gefühle von Bemühtsein an.
    Ich persönlich würde grad beim Flirten oder mich Verlieben ein Gefühl von Leichtigkeit haben (wollen), aber kein Arbeit.

    Irgendwie denke ich, auch bei Ü30 und Ü40 und Ü50 sollte es sich leicht anfühlen.

    Viele Grüße

    p.s. übrigens: wenn es nie passt, dann passt es nicht.

  4. User Info Menu

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    stimmt. die leichtigkeit macht's. die kommt aber nur, wenn du in kontakt mit deinem gefühl bleibst und bewusst geniesst, ohne immer darauf zu schielen was nun richtig oder falsch ist.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    Joanna, danke

    Bei dem Sommermann wäre es wirklich in Bemühen ausgeartet, nach dem letzten Treffen noch Schritte in Richtung "mehr als Freundschaft" zu unternehmen. Deshalb habe ich es dann auch gelassen.

    Den Kontakt zu dem jetzigen Mann genieße ich sehr. Es ist so schön, mit ihm zusammen zu sein. Die Zeit fliegt vorbei, und mir ist dabei leicht ums Herz. Aber ich bin innerlich auch nervös, weil ich einerseits Angst habe, ihn mit zu forschen Signalen zu verschrecken, und andererseits nicht die entscheidende Abfahrt verpassen und auf der Kumpelschiene landen möchte.

    "Maybe the chance for a romance is like a train to catch before it's gone" - ich weiß nicht mehr, aus welchem Lied das stammt. Aber da ist meiner Meinung was dran.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    Zitat Zitat von .Joanna. Beitrag anzeigen
    stimmt. die leichtigkeit macht's. die kommt aber nur, wenn du in kontakt mit deinem gefühl bleibst und bewusst geniesst, ohne immer darauf zu schielen was nun richtig oder falsch ist.
    stimmt. und das löst wohl bei mir das ungute Gefühl aus.

  7. Inaktiver User

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    Hey!

    Wo hast du denn den jetzigen Mann kennengelernt?
    Du schreibst ja, dass der Kontakt bisher fast immer von ihm ausging. Vielleicht ist er deshalb noch unsicher, ob du Interesse hast, und macht deshalb nicht den ersten Schritt zu "mehr". Zeig ihm, dass du ihn interessant findest (wie du das beim Sommermann gemacht hast war doch gar nicht schlecht).

  8. User Info Menu

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    Ich hab so ein bisschen das Gefühl, dass Du beim ersten Exemplar "mehr" erzwingen wolltest. und das hat eben nicht so hingehauen, oder?

    Ich würds einfach langsam angehen, mal mit ihm ausgehen - und ihn machen lassen. Den "körperlichen" Kontakt nicht erzwingen, eher die Leichtigkeit und Spannung aufrecht erhalten. Wenn Du Dich zu sehr anbietest, dann wirkst du "zu leicht zu haben" - und das führt selten zu ner Beziehung.

    Also - immer langsam mit den jungen Pferden!
    Ich hab meine Ernährung umgestellt.


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  9. User Info Menu

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    "Mehr" ist ja nochmal was anderes als Sympathie.

    Mir sind viele Männer sympathisch, "mehr" dagegen will ich von kaum jemanden.

    Nachdem was du schreibst, kannst du sehr wohl flirten.
    Die legst die Arme um einen Mann, legst deinen Kopf an seine Schulter...das würde ich nicht tun um zu flirten. Flirten würde sich bei mir auf Worte und Blicke beschränken.
    Mir wäre so ein Start fast schon zu "flirti". Männer, die ihre Hände an mir haben und mir gleich zu nahe kommen finde ich unangenehm, auch wenn ich sie sonst mag.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Mann solche Signale nicht versteht.

    Vielleicht kann es auch einfach nur so sein, dass der andere durchaus dein Interesse bemerkt und sich dann aber aus welchen Gründen auch immer dagegen entscheidet, daraus mehr werden zu lassen.
    Das muss ja gar nicht an dir liegen, sondern daran, dass er aus irgenwelchen Gründen eben gerade nicht mehr will. Flirten ist ja aber trotzdem ganz schön und tut auch dem Ego gut. Im entscheidenden Moment startet man dann aber den Rückzug.
    Kenn ich, mach ich selbst gerne.
    viele Grüße
    Mohnblume

  10. Inaktiver User

    AW: Der Sprung von Sympathie zu mehr

    Beim ersten Treffen würde ich auch niemals "Hand anlegen" und das auch vom Mann nicht mögen. Ich hätte dann nämlich den Eindruck, es ginge nicht um ernsthaftes Interesse, sondern um eine Affäre.

    Ich hab das auch erst gemacht, nachdem wir uns auf dem Seminar so toll verstanden hatten, er ein paarmal angerufen, mir ein Geschenk gemacht und lauter nette SMS geschrieben hatte. Es war von meiner Seite nicht erzwungen, sondern er gefiel mir wirklich gut und es entstand aus einer spontanen Stimmung heraus. Aber wenn nichts zurückkommt, dann kommt auch von mir nichts mehr. Anbieten wie eine alte Semmel würde ich mich auf keinen Fall. Das hat mal ein Mann bei mir gemacht, und es hat jeglichen Anflug von Romantik gekillt. Deshalb mache ich mir ja Gedanken, was gut ist und was nicht.

    Zitat Zitat von Mohnblume_36
    Flirten ist ja aber trotzdem ganz schön und tut auch dem Ego gut. Im entscheidenden Moment startet man dann aber den Rückzug.
    Kenn ich, mach ich selbst gerne.
    Hmm... und woran soll Dein Gegenüber erkennen, ob Du es ernst meinst oder nicht? Wie kann man "Flirten aus Egogründen" von "Flirten aus Interesse" unterscheiden? Ich hab keine Lust, jemandem auf den Leim zu gehen, der nur Selbstbestätigung bei mir sucht.

    Dass nicht jeder, mit dem ich mir mehr vorstellen könnte, dies auch mir gegenüber so empfindet, ist klar. Das passiert ja umgekehrt genauso - ich habe auch schon Männern Körbe gegeben, weil die Chemie einfach nicht stimmte. Aber mit denen habe ich auch nicht geflirtet.
    Geändert von Inaktiver User (25.11.2009 um 08:58 Uhr)

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