Klar .
Wenn sie für ihn nicht so wichtig ist , dann braucht er jetzt ihren Trost auch nicht .
Dafür sind dann Andere da..........
Titine![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 52
-
14.11.2009, 12:54
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
-
14.11.2009, 12:59
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
ich denke, dass der tod eines nahen familienmitgliedes (es scheint ja eine nahe verbindung bestanden zu haben und andernfalls sind die gefühle uU noch widersprüchlicher) so eine ausnahmesituation ist, auf die jemand schon mit rückzug reagieren kann. es gibt da die unterschiedlichsten gründe.
eventuell fällt der Mensch in so ein loch, dass er einfach nicht mehr aktiv sein kann und daher den kontakt zu dir nicht aktiv hält.
evenuell macht ihm der verlust dieses nahen menschen verlustangst generell, die er auch auf dich überträgt (nach dem motto: das ist dann der nächste verlust, den ich verkraften muss). du schreibst ja, eure verbindungsbande waren noch recht zart und du hast auch geschrieben, dass ihr beide keine menschen seid, die sehr schnell kontakte aufbauen. es könnte durchaus sein, dass er im moment einfach angst/ sorge oder auch keinen kopf hat, sich über die verbindung zu dir, den kopf zu zerbrechen (ich meine das in der hinsicht, dass er sich uU keine sorgen, gedanken um die beziehung zu dir machen kann im moment), weil ihn der tod so "überwältigt".
aber es könnte sein, dass wenn du ihm signalisierst: Wenn du mich brauchst, ich bin da. Dass das schön ist für ihn. Aber dieses Angebot beinhaltet, glaube ich auch, das verständnis, dass ein anderer mensch uU ganz anders reagiert und erstmal keine hilfe, nähe in anspruch nehmen kann.
man muss sich das mal vorstellen - tod bedeutet, dass ein geliebter mensch faktisch weg ist und man sein restliches leben ohne diesen menschen leben muss. das kann einen so aus der bahn werfen, dass eine noch sehr zarte beziehung zu jemandem dadurch erst mal in den hinterkopf gerät.
wir wissen nicht, was er fühlt.
ich für meinen teil, glaube, würde mehrmals anbieten, da zu sein, aber auch zu verstehen, wenn er das im Moment nicht will, braucht.
Je nachdem, wie lange das dann anhält, musst du für dich entscheiden, ob du damit umgehen kannst für dich.
Egoistisch finde ich dich nicht. Weil du hast auch gEfühle. Nur, glaube ich, sind in dieser Situation seine Gefühle die primären. Einfach deshalb, weil er in einer Ausnahmesituation ist.
Ich wünsch dir alles Gute
-
14.11.2009, 13:11
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
habe ich genauso in dem Eröffnungspost gelesen.
Faktisch empfindet er die Zuneigungsbekundengen als Druck und meldet sich seitdem nicht mehr.
Ob jetzt der Todesfall "dazwischen kam" oder ob sein Interesse auch ohne Todesfall erloschen wäre, kann hier aus der Ferne keiner sagen.
Ich wage zu bezweifeln, dass ihm vor diesem Hintergrund weitere Zuneigungsbekundungen in Form von erneuten wiederholten anbieten von "ich bin immer für Dich da, wenn Du mich brauchst" zielführend sind.
Die TE hat ihm doch bereits mitgeteilt, dass sie für ihn da ist wenn er sie braucht. Wenn er das Angebot nicht annimmt, dann will er offenbar nicht.
Gruß
wacomIch bin nicht vollkommen, aber herausragend in einigen Aspekten
-
14.11.2009, 13:23
-
14.11.2009, 16:10
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!
Ich finde auch, dass es etwas anderes wäre, wenn wir für uns schon mit Sicherheit sagen könnten, wohin die Reise geht.
Außerdem habe ich nicht den Anspruch nach so relativ kurzer Zeit (die Annäherungsphase ging über 3,5 Monate bevor wir uns privat getroffen haben- d.h eher gemächlich und hatte erst 1 Woche vor dem Tod, sich in eine bestimmte Richtung entwickelt.) die für ihn wichtigste Person zu sein. Ich finde es richtig und auch schön, wenn er in solch einer Situation weiß, dass es Menschen gibt, bei denen er nicht, Zb allgemeine Zusammenhänge erklären muss, bevor er trauern kann.
Es betrifft seine Mutter, was, so vermute ich, generell und gerade bei der nahen Verbindung zwischen beiden, noch einmal "erschwerend" hinzukommt.
Der Rückzug verlief so: Er kam nach dem Todestag 2 Tage später zurück, wollte mich noch am gleichen Abend sehen. Wir unterhielten uns lange, aber es gab auch ein paar kritische Momente, wo ich merkte das meine Nachfragen wahrsch. unangebracht waren und ich besser daran getan hätte ausschließlich zuzuhören (ich dachte, dass ich so Dinge besser nachvollziehen könnte). Dann fuhr er nocheinmal in seine Heimat für 1,5 Tage um noch auf der Rückfahrt zu schreiben, er würde mich gerne sehen oder telefonieren. Als er 3 Std später zu Hause war hatte sich das Blatt vollkommen gewendet und er meinte, er könne momentan nicht geben, er könne (auf meinen Vorschlag hin, ihn nur im Arm zu halten) auch das nicht ertragen und allein meine Präsenz sei ihm gerade zuviel.
Irgendwann in der Nacht, haben wir und doch noch getroffen und habe bei ihm übernachtet und er meinte er genießt es. (ich hatte das im Eingangspost vereinfacht dargestellt für die Übersicht)D.h. die Phase völliger Rückzug ist immer nur sehr kurz (aber dafür umso radikaler) um dann wieder nach meiner Nähe zu suchen. Dieses Muster ist schon mehrfach in dieser unglaublich kurzen Zeit aufgetreten.
Ich frage mich in dem Zusammenhang, inwieweit ich meine Gefühle und Bedürfnisse runterschlucken sollte und ab welchem Punkt, ich mir nicht mehr treu bin...vielleicht nicht die passende Formulierung.Wenn er auf mich zukommt, will er sehr viel und sofort, um mich dann wegzustoßen. Sicherlich habe ich großes Verständnis und sicherlich sind manche Sachen nicht bewußt, aber gibt es da Grenzen?
Oder zeigt dieser Gedanke nur, dass ich zu egoistisch bin und wäre es besser, die Annäherung jetzt zu beenden?
Ist es nicht eher das allgemeine Bedürfnis nach Geborgenheit, als ein personen-gebundenes Gefühl mir gegenüber, dass in dann meine Nähe suchen lässt(wäre in betsimmten Grenzen sogar für mich verständlich)
Oder ist das alles nur Ausdruck meine Bindungsangst, die ja wunderbar viele Gründe gerade findet...
Er ist etwas besonderes für mich, allein dass ich diese Annäherungsphase teilweise bewußt so in die Länge gezogen hat, ist bei ungewöhnlich . Sonst möchte ich schnell kategorisieren. Hier wollte ich "mal schauen". Dies ist jedoch mit Leichtigkeit verbunden, die jetzt so nicht mehr möglich ist. Ich habe das Gefühl mich viel schneller positionieren zu müssen.
Er meinte einmal, dass er obwohl er teilweise einen Druck empfindet (wobei er sich den aus seiner Sicht auch selbst macht), er beinahe glaubt, er müsse für sich sehr bald entscheiden, wie es seiner Meinung nach mit uns weitergeht, obwohl er nach außen alles offen lassen möchte.
Vielleicht sind die Zusammenhänge jetzt besser verständlich...
Verwirrte & traurige Grüße
Fruchthauch
-
14.11.2009, 16:44
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
Hallo !
ER entscheidet wie es mit Euch weitergehen soll ?
Was willst Du ?
Was ist Deine Meinung dazu ?
Du hast Bindungsangst ,er auch ?
Es liest sich so .
Ich habe mit Bindungsphobie schlimme Erfahrungen gemacht .
Bin fast daran zerbrochen .
Titine
-
14.11.2009, 16:53Inaktiver User
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
hallo!!!!!!!!!!!!!!!
seine mutter ist gestorben. jeder mensch geht mit trauer anders um.
mein anspruch an mich ist in diesem fall: ich bin hier. melde dich wie dir ist. ich bin hier. punkt. absatz. fertig.
gerade bei belastungssituationen zeigt sich kann ich mich in seinen armen fallen lassen. und da gibt es, gerade wenn es die eltern betrifft oder auch geschwister kein mass. keine zeitvorgabe.
wenn du diese geduld für diesen mann nicht aufbringen kannst oder magst- dann lasse ihn ziehen. dann passt es nicht.
-
14.11.2009, 17:09
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
Kommt für dich nicht heraus bei dem, was ich geschrieben habe, dass ich großes Verständis habe, aber einfach sehr verunsichert bin? Ich schreibe doch auch, dass er mir sehr viel bedeutet, welche Angebote ich gemacht habe und stelle den Unterschied zu meiner sonstigen Verhaltensweise heraus und dass ich befürchte egoistisch zu sein, weil ich nicht locker mit dem "geht weg, komm her" umgehen kann...
D.H für Dich gibt es in dieser Ausnahmesituation (ohne Zeiteinschränkung)keine Grenzen, im Sinne von "Ich habe Verständnis, aber bitte habe auch Du Verständnis, dass es mir unglaublich schwer fällt und ich es machesmal nicht gleich schaffe, sofort auf Dein (sich wechselndes) Bedürfnis einzugehen. Ich will, aber ich habe einfach Angst, mich in diesen Situationen zu sehr fallen zu lassen, um dann wieder unerwartet weggestoßen zu werden (wofür ich allgemein Verständis habe), dann wieder nach einem kurzen Anruf/Nachricht mit der gleichen Offenheit auf dich zuzugehen"?
-
14.11.2009, 17:12Inaktiver User
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
korrigiere mich wenn ich es falsch verstanden habe: seine mutter ist vor einer woche gestorben?
-
14.11.2009, 17:15
AW: Todesfall eines nahen Familienmitgliedes in der Kennlernphase
ja


Zitieren
