Wer ist denn "man"? Gefühle im Sinne von einander mögen und scharf aufeinander sein, münden - bei mir zumindest - nicht automatisch in Verliebtheit.
Wir sind verbindlich miteinander, aber nur insofern, dass wir darüber reden, sollte sich an unserem Affärenstatus etwas verändern. Exklusivität haben wir nicht vereinbart. Und wenn wir zwischendurch mal eine, zwei oder auch drei Wochen Sendepause haben, macht das nix. Wir haben keine gemeinsamen Übernachtungen - darauf haben wir beide keine Lust. Ich kann im Moment keinen Mann gebrauchen, der Zeit und Nähe von mir einfordert.
Und wenn man von vornherein weiß, dass die Reise gar nicht weitergehen soll sondern Sex im Mittelpunkt steht? Dann ist doch alles gut.![]()
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25.10.2009, 13:50
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
"Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin
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25.10.2009, 13:52Inaktiver User
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
Zugegeben, das war vereinfacht, ich möchte irgendwo mehr, und dennoch trifft es das, was ich meine. Egal.
Nein. Mein Herz wurde mir nicht gebrochen (gut, einmal, aber das ist laaange her), ich habe es mir vornehmlich selbst zertrümmert. Und gedenke, das in Zukunft zu unterlassen.Aber er soll nicht bei Dir einziehen, es sollen sich auf gar keinen Fall tiefere Gefühle bei ihm einstellen und bei Dir natürlich auch nicht (weil Dein Herz verwundet wurde und Du diese Verletzung wie eine Klagemauer vor Dir herschiebst - seht her mir wurde das Herz gebrochen - sorry das hört sich sehr böse an, meine es aber nicht so)
Ich will nicht, daß ein Mann sich heiß und innig in mich verliebt, weil ich ihn nicht verletzen möchte - und er für mich unsexy wird, wenn er mich zu sehr anhimmelt. Kann ich nicht ausstehen.
Nein, diese Männer bieten ja keineswegs per se das, was ich will. Sie versprechen den Frauen etwas, das sie dann nicht halten - bzw. die Frauen interpretieren etwas hinein in das Verhalten/die Worte der Männer, was nur Wunschphantasie ist, und dann leiden die Frauen. Weder will ich jemandem etwas vormachen (inkl. mir selbst), noch möchte ich etwas vorgemacht bekommen.Und in den anderen Strängen gibts nach deren Meinung genügend Männer draussen, die eben genau das bieten was Du suchst, aber Du triffst immer auf die, die eben doch eine Partnerschaft wollen?
Vielleicht solltet ihr mal Adressen tauschen?
Anderes Beispiel: Die Sache mit den verheirateten Männern. Klingt ja prinzipiell - lassen wir das Moralische mal außen vor - nach einer praktischen Sache. Lies mal im "Gebrauchter Mann"-Forum etc. Haufenweise Frauen, die langfristige, durchaus emotionale Affären, ja, Nebenbeziehungen mit verheirateten Männern führen. Nur: alle (die meisten) diese(r) Frauen leiden. Sie erhoffen sich mehr - und die Männer versprechen ihnen mehr, vertrösten sie.
Wäre ja also praktisch, wenn frau sich bewußt so einen Mann suchen könnte, allerdings ohne die Versprechungen. Und ab hier funktioniert die Sache wieder nicht.
Meine Erfahrungen auf dem Gebiet:
a) verheirateter Mann Typus a: ist seiner Frau treu, liebt sie: (manchmal) interessante Männer, aber nicht für Affären zu haben --> ist ja auch besser so, ich will keine glückliche Beziehung kaputtmachen oder gefährden
b) verheirateter Mann Typus b: in der Ehe frustriert oder auch nicht, belügt und betrügt seine Frau beständig mit anderen Frauen: danke, habe ich keinen Bock drauf, mich da einzureihen; solche Männer stoßen mich ab
Ebenfalls Berichte von Frauen hier in der BriCom: sie hätten in der SB einen tollen Mann kennengelernt, der ihnen das Blaue vom Himmel versprach, mit dem sie eine ganz tolle Zeit hatten (inkl. toller Gespräche, Kennenlernen, Erotik, pipapo), der sich dann aber leider als verheiratet herausstellte.
Gäbe ich in der SB an, ich wollte eine Affäre mit einem verheirateten Mann; gut, das ist hypothetisch, aber ich wette, dann meldeten sich nur solche, die skrupellos beständig fremdpoppen und sich neben dem Sex/dafür keine große Mühe geben wollen. Nichts da mit toller Zeit miteinander. Das heißt, wollte ich das, was die (unglücklichen) Frauen in der BriCom hier beschreiben, müßte ich mir einen suchen, der mich belügt? Das ist doch krank!
Abgesehen davon, daß ich prinzipiell keinen Mann wollte, der lügt, um zu bekommen, was er will. Das heißt, selbst wenn die (unglücklichen) Frauen, deren Geschichten man hier liest, prinzipiell das Modell leben, was sie nicht leben wollen, mich aber interessieren würde, dann bin ich noch lange nicht interessiert an den Männern als Menschen an sich, mit denen sie dieses Modell leben.
So, jetzt muß ich weg!
Gruß Original Sin
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25.10.2009, 13:53Inaktiver User
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
@meikeline: Das hört sich aber schon anders an als bei der TE, die ja z.B. sexuelle Exklusivität fordert...
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25.10.2009, 13:57Inaktiver User
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
Aber wieso soll ich denn vorher große Worte machen? Wir hatten einen schönen Abend, dann hatten wir Sex. Wieso geht er, ohne daß ich das kommuniziert hätte, dann bitte davon aus, ich sei unsterblich verliebt in ihn und meint, mir mitteilen zu müssen, er hätte zwar ein schlechtes Gewissen, habe mich aber nur abgeschleppt?
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25.10.2009, 14:18Inaktiver User
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
Liebe Original_Sin,
für mich ist es sehr interessant, Deine Geschichte zu lesen, denn ich habe gerade ähnliches erlebt. Wenn ich das jetzt so lese, komme ich zu dem Schluss, dass es ganz einfach nicht funktionieren kann. Warum, verstehe ich auch nicht. Mir wurde unterschwellig unterstellt, ich würde doch mehr wollen und ich wurde sogar belogen, damit ich nicht auf die Idee komme, Zeit von ihm in Anspruch nehmen zu wollen.
Wahrscheinlich musst Du als Frau ganz klar kommunizieren und durchziehen: nur Sex - sonst nichts. Sobald Du Dich auf Sex UND Kommunikation einlässt, bekommt man(n) Angst, dass Du auf einen Heiratsantrag wartest....
und macht sich rar.
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25.10.2009, 14:30Inaktiver User
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
@NochmalerMann
Vielen Dank fürs Kopfwaschen. Stimmt die Aussagen von mir sind nicht übertragbar und nicht allgemeingültig.
Das mit den Sehnsüchten bin ich mir noch nicht sicher, ob dies eine gute Basis für eine Partnerschaft wäre.
@Winterherz
Anscheinend geht das schon, wenn ich meikeline und nochmalermann richtig gelesen habe!
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25.10.2009, 14:34
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
Sowas ähnliches ist mir letztens auch passiert. Ich habe mich ein paarmal mit jemandem gedatet und habe immer ganz deutlich signalisiert (auch verbal), dass ich ihn attraktiv finde und körperlich Nähe zu ihm suche, aber keine Beziehung möchte. Von ihm kam dann eine ziemlich verschwurbelte und schwermütige Email, dass er nicht verliebt sei. Ja. Ja, aber darum ging es doch gar nicht. Wenn man das schon nicht spürt, dann kann man doch zumindest davon ausgehen, was man gesagt bekommt?
Bei solchen Sachen habe ich den Eindruck, mein Gegenüber geht gar nicht von dem aus, was ich sage und tue, sondern von dem, was er glaubt, wie jemand sei und was er wolle und als würde er mich in eine vorgefertigte Kategorie eintüten, die er mit sich rumträgt. Egal, wie ich mich verhalte.
Mir begegnet das noch in anderer Form: als könne man als alleinstehende Frau nur auf der Suche nach einer Partnerschaft sein, mit dem Ziel der Familiengründung. Das ist für mich eine Option unter vielen anderen. Ich möchte aber nicht dauernd dastehen und klar machen, dass Partner plus Kind NICHT mein erstes Ziel ist. Und dass ich, auch wenn ich derzeit keine Beziehung im Sinne von eng bezogener exklusiver Lebenslänglichkeit mit Anhang möchte, dennoch Beziehungen möchte, und, nein, keine Affäre und dass am Ende trotzdem eine solche Beziehung entstehen KANN. Für mich gibt es etwas zwischen Affäre und der obengenannten Paarbindung, die für sich allein das Wort Beziehung beansprucht.Sehnsucht............... Weltschmerz...............Eleganz
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25.10.2009, 14:37
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
"Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin
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25.10.2009, 14:40Inaktiver User
AW: Ich will (derzeit) keine feste Beziehung (mit Dir)
Also, wie habe ich meine Wünsche seinerzeit kommuniziert?
Ich schätze mal, bloody open and serious.
Ich kannte die in Frage kommenden Frauen vorher gut gut, um Ihnen zu vertrauen:
"Ich kann mich ihr öffnen, ohne das es für mich existentiell bedrohlich wird. Die Aufnahme meines Ansinnens mag abschlägig ausfallen, auch entrüstet und hochemotional oder verletzend, aber es wird kein Vernichtungsfeldzug gegen mich als Person daraus werden."
Plus/minus 25 Prozent ist mein Vertrauen gerechtfertigt gewesen.
Ich habe mich geöffnet, und zwar reichlich. Ich habe die situativen (ich hatte mich frischst aus einer sehr langen Ehe mit Kindern getrennt), intellektuellen und emotionalen Motive nebst meiner Lebensgeschichte, aus denen heraus meine Ideen erwachsen waren, offengelegt.
Ich habe meine Beziehungsideen kommuniziert, bevor das Kind im Brunnen bzw. Bette war.
Auch, weil einige Fernbeziehungen darunter waren, die zu einem Gutteil auf Mailkommunikation angewiesen waren, habe ich eine Art Manifest geschrieben.
Klingt absurd, isses in gewisser Weise auch, aber ich wollte es schwarz auf weiss haben und geben.
Natürlich auch unter dem Aspekt, um ihr und mir hinterher sagen zu können:
"Du wusstest es vorher, also trag gefälligst Deinen Teil der Verantwortung am (möglicherweise beiderseitigen) Leiden."
Nur mal so zum Thema Unverbindlichkeit.
Zum Thema Sexklusivität (ich finde das Wort viel passender als Treue, treu bin ich idealerweise erst mal mir selbst):
Dies ist neben Nähe der springende Punkt in solchen vermeintlich unverbindlichen Beziehungen.
Meine Absage an aktive Sexklusivität (das "Treu-sein") rührte aus meiner Lebensgeschichte her.
Mittlerweile gibt mir das nichts mehr.
Ich kann problemlos einer Frau Sexklusivrechte an mir geben.
Wenn unsere Sexualität denn eine gute ist.
Ist sie nicht gut, müssen wir dran arbeiten.
Gelingt das nicht, oder arbeitet sie nicht mit, dann ist die Beziehung im Eimer und ich beende sie. Da bin ich mittlerweile verhältnismäßig "gnadenlos".
Wenn sie es gern exklusiv haben möchte und das ganz klar kommuniziert*, dann ist die Beziehung eben exklusiv.
Und daran halte ich mich dann auch.
*Das Bedürfnis nach Sexklusivität kommunizieren Menschen aber nicht so gern, damit öffnet man sich nämlich und zeigt vermeintlich weniger attraktive Seiten der eigenen Seele.
Stattdessen gehen sie lieber stillschweigend davon aus, dass Beziehungen natürlich immer sexklusiv sind - aber wo kommen eigentlich die ganzen liierten und verheiratenen Seitenspringer her?
Der passive Verzicht auf Sexklusivität fällt mir heute relativ leicht.
Ich ziehe keinen nennenswerten Selbstwert aus meinen Liebhaberqualitäten, um es mal so zu sagen. Ich kann und muss einer Frau auch erotisch und sexuell nicht alles sein (können). Schreibt sich leicht, lernt sich schwer.
Ich glaube nicht an Liebesbeweise. Und ziehe keine Befriedigung daraus, wenn sich meine Partnerin mir zuliebe etwas versagt oder antut, was sie selbst eigentlich gern täte oder unterließe. Ich bin auch nicht bereit, solche "Liebesbeweise" zu liefern oder anerkennend anzunehmen. Beweise, pffffff - sind wir im siebten (oder sechsten oder fünften ... ) Himmel oder vor Gericht?
Ich finde menschliche Menschen so bezaubernd.
Es ist m.E. beispielsweise so menschlich,
"... sich in sternendurchglommener Nacht und streichelwarmer Luft dem Zauber des Moments, dem Liebreiz des Gegenüber und der eigenen Lust hin"zugeben (Eigenzitat aus anderem Zusammenhang).
Und wenn das Gegenüber nun eben nicht der eigene Mann, die eigene Frau ist, weil der/die eben gerade nicht da ist, na kommt, ... wäre m.E. ein komische Idee von Liebe, wenn ich von meiner Partnerin per se verlange, auf eine Wonne zu verzichten, die mir nichts tut.
Wenn die Wonne mir nichts tut, wenn es denn keine alarmierende Aussage über unsere Beziehung als solche ist.
Wissen möchte ich von derlei dann freilich nichts.
Ich finde es übrigens auch sehr menschlich, Sexklusivität haben zu wollen.
Selbst bzw. gerade dann, wenn die Situation (gemeinsame Kinder, Haus, Firma, eine Leben eben) dies nicht sehr stark nahelegt.
Begünstigend hat sicherlich gewirkt, dass ich recht gut kommunizieren kann (also, ... für einen Mann
).
Tja, da würde ich mal sagen:
Zitat von Inaktiver User
Der Mann muss damit klarkommen, sich ohne Aussicht auf Erwiderung in Dich verliebt zu haben und kann das ruhig zeigen.
Dass Du ein Problem damit hast, geliebt und angehimmelt zu werden, dass dies einen Mann für Dich unsexy macht, ist Dein Problem.
Löse es - am besten, ohne zu leiden.
(Ich finde Anhimmeln und Angehimmelt werden ja einfach nur großartig.
Wird das allerdings mit Zetern, Schmollen und Fussaufstampfen dargeboten "Du sollst mich aber auch ...", isses ja kein Anhimmeln mehr.)
Ist doch egal, welchen seltsamen Ideen solche Typen anhängen und warum.
So einem Typen kannst Du doch einfach sagen, dass er sich den Zuckerguss sparen kann, dass Du guten Sex wolltest (hoffentlich hattest) und "Tschüß, vielleicht sieht man sich ja mal.".
Hoffe, geholfen zu haben.
NM
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25.10.2009, 14:44Inaktiver User



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