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  1. Inaktiver User

    AW: Ich verliebe mich nur, wenn ich will?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    OT



    Glaube ich auch nicht.
    Als ich schwer depressiv war, war meine Flugangst weg.
    Sie kam wieder, als es mir besser ging.

    Das passt jetzt gut, denn jetzt kann ich deine Aussage mit Perlensuchts Beitrag bezüglich der Ekeltiere verbinden; als es mir so richtig schlecht ging, weil ich schockartig mit der Widerwärtigkeit mancher Menschen konfrontiert wurde, verschwand schlagartig meine Spinnen-Phobie. Und ich schwöre, ich hatte vorher selbst vor den kleinsten Schiss.

    lg

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    AW: Ich verliebe mich nur, wenn ich will?

    Ich bin heute durch Zufall in diesen Strang geraten und absolut fasziniert.
    Als hätte jemand direkten Zugriff zu meinen Gedanken und Problemen.
    Ich versuche schon eine ganze Weile herauszufinden, warum ich mich so hoffnungslos und falsch verliebt habe.
    War es die böse Stimme im Unterbewußtsein " Wenn er jetzt eine Beziehung mit Dir anfängt, verliert er seinen Job" oder waren es aufrechte Gefühle?
    Hätte ich es verhindern können oder war es unvermeidlich?
    Als Antwort wäre mir Schicksal am liebsten, aber wenn ich ehrlich zu mir wäre, würde ich wohl antworten müssen "Du wolltest es weil es verboten ist"
    Das Unerlaubte übt eine unbeschreibliche Faszination aus, es ist so schwer zu wiederstehen...

  3. Inaktiver User

    AW: Ich verliebe mich nur, wenn ich will?

    Zitat Zitat von ragnhild Beitrag anzeigen
    Ich bin heute durch Zufall in diesen Strang geraten und absolut fasziniert.
    Als hätte jemand direkten Zugriff zu meinen Gedanken und Problemen.
    Ich versuche schon eine ganze Weile herauszufinden, warum ich mich so hoffnungslos und falsch verliebt habe.
    War es die böse Stimme im Unterbewußtsein " Wenn er jetzt eine Beziehung mit Dir anfängt, verliert er seinen Job" oder waren es aufrechte Gefühle?
    Hätte ich es verhindern können oder war es unvermeidlich?
    Als Antwort wäre mir Schicksal am liebsten, aber wenn ich ehrlich zu mir wäre, würde ich wohl antworten müssen "Du wolltest es weil es verboten ist"
    Das Unerlaubte übt eine unbeschreibliche Faszination aus, es ist so schwer zu wiederstehen...
    Hallo ragnhild!

    Das ist ein interessanter Aspekt. Vielleicht geraten wir um so leichter in solche verzwickten und unüberschaubaren Situationen, je mehr wir die "dunkle" Seite in uns verleugnen.
    Jemand, der sich nicht eingesteht, nicht eingestehen will oder kann, das gerade das Verbotene ihn reizt (verschiedenste Situationen sind denkbar: die von dir Geschilderte oder auch die, dass man sich wünscht, ein Mann verlässt wegen mir seine Frau, denn ich will über jemanden triumphieren, will das jemand anderes unglücklich ist, warum auch immer), so jemand wird gar nicht merken, aus welchen Motiven heraus er sich tatsächlich in Wahrheit verliebt hat. Die Frage ist: Ist das dann überhaupt Liebe? Was ist Liebe überhaupt? Wie oft fängt es aus solchen Beweggründen an?

    Ich glaube, nur sehr sehr wenige Menschen sind dann wahrhaft ehrlich sich selbst gegenüber. Und wissen gar nicht, dass sie diese dunkle Seite in sich tragen.

    Vielleicht muss man anfangen, sich "ganz" kennen zu lernen, auch mit allem, was man nicht so leicht akzeptieren kann oder gar nicht, damit man freie Entscheidungen treffen kann in Zukunft. Und vielleicht ist es nur so möglich, wirklich zu lieben.

    lg

  4. Inaktiver User

    AW: Ich verliebe mich nur, wenn ich will?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Habe ich es in der Hand ob ich mich verliebe, oder kann so etwas auch überfallartig geschehen?

    Ich meine: Es gibt einen Punkt, da entscheidet man sich, ob man Gefühle für jemanden entwickeln will oder nicht. Es gibt sozusagen eine unsichtbare Schwelle. Sie zu überschreiten, dafür kann ich mich noch entscheiden, danach verliere ich über meine Gefühle die Oberhand.
    Ich denke auch, Farrah, dass es einen Punkt gibt, an dem man, wenn man nicht mehr 20 ist, merkt, dass man sich verlieben "könnte". Wenn man dann feststellt, dass das kein passender Partner ist (weil junger Vater, veheiratet oder ähnliches wie z.B. selber verheiratet) gibt es ein gutes Gegenmittel, das fast immer hilft: Dem anderen aus dem Weg gehen!
    Das kann im Extremfall (also ich bin frischer Vater/Mutter von 2 Kindern und verliebe mich in die/den Kitaerzieher(in) meines Sohnes) extreme Handlungen nach sich ziehen: Kita wechseln, Job wechseln etc.. Meist hilft es aber schon, den Kegelverein zu wechseln oder sogar einfach dem Kegelclubpartner aus dem Weg zu gehen (nicht neben ihn setzen etc.) und mit anderen netten Menschen aus dem Kegelclub reden. Manchmal schwächen die Gefühle dann schneller ab, als man denkt.

    Wenn das nicht geht (Familie, Job nicht kündbar etc.) muss man auch ähnliche interne Vermeidungsstrategien anwenden (Mittagspause allein verbringen, bei Familientreffen Migräne vortäuschen etc.) - zusätzlich muss man sich die "Gefahr" bewusst machen und seine Gefühle "durch den Kopf gehen lassen". Man kann bei akuter Gefahr im Einzelfall auch überlegen seinen Partner zu informieren, damit der einem hilft, der Person aus dem Weg zu gehen...

    Wenn man eine heimliche Lust an dem "Spiel mit dem Feuer" hat, werden alle diese Vorsichtsmassnahmen wohl nur halbherzig bis gar nicht ausgeführt - aber man soll am Ende nicht sagen ... "Ich kann doch gar nichts dafür."

    P.S.: Ich spreche aus Erfahrung - habe mich früher "gerne" unpassend verliebt ... gehe damit aber jetzt bewusster um und es ist nach einiger Übung nicht wieder passiert.
    Geändert von Inaktiver User (10.07.2009 um 18:53 Uhr)

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    AW: Ich verliebe mich nur, wenn ich will?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie nennt man eigentlich Menschen, die keine Phobie vor Ekeltieren haben, sondern sich zu ihnen hingezogen fühlen?
    Arachnophobie ist die Angst vor Spinnen, Ophidiophobie die vor Schlangen. Die Vorliebe für Spinnen ist entsprechend eine Arachnophilie, die für Schlangen eine Ophidiophilie. Diese Begriffe haben auch eine sexuelle Konnotation, und bezeichnen dann eine psychische Störung, eine Paraphilie.

    Ein Mensch mit Phobien ist ein Phobiker bzw. eine Phobikerin, Menschen mit Vorlieben werden durch die Vorsilbe Phil bezeichnet, z.B. ist ein Philanthrop ist ein Menschenfreund, und jemand, der Spinnen mag, ist arachnophil (adjektiv), ein Substantiv für solche Leute kenne ich nicht, und auch keinen allgemeinen Begriff für jemand, der Ekeltiere mag.

    Habe heute aus einer Biotonne alle Maden heraus gesammelt und damit für komische Reaktionen in meinem Umfeld gesorgt. Um gesellschaftlich nichts ins absolute Aus zu geraten, habe sie dann nicht in der Pfanne geröstet, sondern schweren Herzens den Hühnern gebracht.
    In einem echten afrikanischen Restaurant, wie es das in deutschen Großstädten gibt, stehen auch die landesüblichen Insekten entsprechend zubereitet auf der Speisekarte. Das wäre ein Tipp für ein ungewöhnliches kulinarisches Erlebnis.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann im Extremfall (also ich bin frischer Vater/Mutter von 2 Kindern und verliebe mich in die/den Kitaerzieher(in) meines Sohnes) extreme Handlungen nach sich ziehen
    Eine Beziehung, die nicht in Zweifel gezogen wird, schirmt eine ganze Menge ab. Sobald man aber zweifelt, ist das wie das Öffnen einer Brandschutztür ...

    Wenn das nicht geht (Familie, Job nicht kündbar etc.) muss man auch ähnliche interne Vermeidungsstrategien anwenden
    Das kann man tun. Denkverbot und strikte Kontaktsperre lassen das Gefühl des Verliebtseins nach einigen Wochen erlöschen, aber nicht immer.

    Man kann bei akuter Gefahr im Einzelfall auch überlegen seinen Partner zu informieren, damit der einem hilft, der Person aus dem Weg zu gehen...
    Wenn man ein Mann ist, kann das aber eine gefährliche Strategie sein, je nachdem, wie die Partnerin reagiert. Es gibt Frauen, für die ist "Fremdverlieben" (= emotionale Untreue) schlimmer als ein tatsächlicher Seitensprung (= sexuelle Untreue); bei Männern ist es dagegen oft umgekehrt. Es gibt andererseits auch Frauen, bei denen bekommt man(n) dafür Pluspunkte (wenn es a) passiert, und man es b) dann sofort sagt).

    Wenn man eine heimliche Lust an dem "Spiel mit dem Feuer" hat, werden alle diese Vorsichtsmassnahmen wohl nur halbherzig bis gar nicht ausgeführt - aber man soll am Ende nicht sagen ... "Ich kann doch gar nichts dafür."
    Es gibt auch Menschen, für die ist der Zustand des Verliebtseins an sich sehr schön, sogar relativ unabhängig von der Person, in die sie verliebt sind - so wie ein natürlicher Rauschzustand. Die wollen gar nicht mit dem "Feuer spielen", sondern einfach "verliebt bleiben". Wie gefährlich das dann ist, dürfte wiederum individuell sehr verschieden sein.

    Liebe ist im Grunde die Sehnsucht des Sterblichen nach Unsterblichkeit (Platon, Symposion, Rede der Diotima)

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    AW: Ich verliebe mich nur, wenn ich will?

    Meist verliebe ich mich, weil sich jemand aus irgendeinem Grund in meine Gedanken einschleicht. Mir fällt dieser Mann auf und in meinen Gedanken taucht er immer mal wieder "unangemeldet" auf. Ich denke gerne an ihn. Dann weiß ich....wenn ich das jetzt zulasse, dann verliebe ich mich.

    Bei mir geschieht das verlieben eher unbewußt, auch wenn ich es gerade nicht unbedingt will. Aber wie ich dann weiter damit umgehe, dass entscheidet zum größten Teil der Verstand.
    Zumindest muss mein Verstand grünes Licht geben, damit ich das Gefühl des Verliebtseins absolut zulasse.

    Ich denke, meine Gefühle zeigen mir auf, wer mir interessant erscheint und wer mich körperlich, menschlich, einfach von Typ und Erscheinung, vom ersten Gesamteindruck anspricht. Das ist wichtig, da ich mir nicht vorstellen kann einen Mann zu berühren, ihn zu küssen ect. wenn mir diese Punkte gar nicht liegen.

    Also ein bisschen ist es schon so, dass ich steuern kann, ob ich verliebt sein will oder nicht.
    Das Gefühl als solches taucht zwar auch ungewollt auf, aber ob es zum verlieben kommt, da redet mein Verstand gewaltig mit.

    Vor kurzem habe ich z.B. einen verheirateten Mann kennenglernt. Ich fand ihn als Mann und auch Optisch einfach total mein Ding und ich habe auch bemerkt, dass diese Sympathie auf Gegenseitigkeit beruht.
    Für mich war diese Anziehung aber wie "fahren mit angezogener Handbremse", weil mein Verstand ein verlieben gar nicht zugelassen hätte. Es war die Tatsache, dass dieser Mann Frau und ein Kind hat, dass meine Gefühle im Keim erstickt hat.
    Somit hat das Ausmaß von meinen Gefühlen durauch etwas damit zu tun, ob der Wille dazu da ist.

    Aber vielleicht sind da Menschen ja auch verschieden. Den einen bestimmt letztendlich der Verstand, der andere lässt sich von seinen Gefühlen überrollen.

    Manchmal hätte ich da gerne ein bisschen was von der ein oder anderen meiner Freundinnen. Immer gleich super verliebt, den Traummann im Gepäck und in den Wolken schwebend. Nicht so vorsichtig und überlegt wie ich, immer mit dem Verstand unterwegs und langen "Anbandelungsphasen".
    Ok, ich stürze seltener ab als sie, aber steige auch wesentlich seltener auf.
    viele Grüße
    Mohnblume

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