... make her sad, one to give her good love...
Wer erinnert sich an den titelgebenden Song? Ich fand ihn damals großartig, und habe mich damals schon gefragt: Kann das funktionieren?
Anlass, dass ich jetzt wieder darüber nachdenke, ist eine gute Freundin, die sich nach einer überstürzten Ehe und zwei Kindern, viel innerem Kampf und immer noch viel Liebe für ihren Mann gemeinsam mit ihm entschieden hat, sich zu trennen - weil sie gemeinsam offenbar nicht alltags- und offenbar auch nicht familientauglich sind.
Folglich haben wir gestern entsprechende "Folgemodelle" diskutiert. Wie seht Ihr das, liebe BriComlerInnen und -er? Geht das? Ein Mann für's Bett, einen für den Alltag, einen zum Kinderkriegen, einen für die intellektuelle Diskussion, einen zum Rumalbern, einen für den Camping-Urlaub, einen für's feine Hotel - natürlich auch umgekehrt: Eine Frau für...
Vor allem aber: macht das Sinn, ist Mensch so gestrickt? Ich wünsche mir ja immer noch alles in einem... aber da stellt sich dann wiederum die Frage, ob DAS geht
PS ans Moderatorenteam: Mir ist kein besseres Unterforum eingefallen, falls Ihr meint, der Strang ist woanders besser aufgehoben, gern.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 25
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27.06.2009, 14:26Inaktiver User
One to make her happy, one to...
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27.06.2009, 14:54
AW: One to make her happy, one to...
ich glaube das ist ein sehr theoretischer Ansatz, für jeden Bereich jemand anders zu haben.
Aber tatsächlich wäre das eine sehr verächtliche Einstellung dem jeweiligen Individuum gegenüber und auch sich selbst gegenüber zynisch.
Denn es impliziert dass man selbst nur sein Heil im jeweiligen Gegenüber sieht. Und es impliziert dass man das Gegenüber als minderbemittelt ansieht welches nur für einen bestimmten Zweck geeignet ist. Wie man dies diesem jeweiligen Gegenüber vermitteln möchte dass ihm irgendeine Rolle zugedacht ist und zu glauben dass irgendeine Limitation auf ein bestimmtes Lebensgebiet mit diesem Menschen "OK" ist, halte ich für reichlich dumm und naiv.
Aber schöner gedanklicher Ansatz, wirklich, nur leider zu kurz gedacht.
Oder schon wieder so weit gedacht dass es schon wieder klug ist, für mich zu klug, ich mag mehr die simplen Ansätze, je einfältiger desto besser da die guten Dinge simpel sind und vereinfacht gehören usw.
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27.06.2009, 15:13
AW: One to make her happy, one to...
Als pubertierender Jugendlicher habe ich mir auch mal gedacht, wie wäre es, eine Frau für den Sex und eine mit der ich mich gut verstehe. Aber ich habe das damals schon als Spinnerei abgetan.
Wie HQking sehe ich es als Abwertung des Menschen der nur für den einen Zweck geeignet ist. Jedenfalls möchte ich eine Frau, deren Partner ich ganz - in allen Bereichen sein darf. Mit weniger würde ich mich nicht zufrieden geben.
Man kann die Sache ja noch weiter spinnen und fragen, ob die jeweiligen Teilpartner dann auch ihrerseits weitere Teilpartner haben dürfen.
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27.06.2009, 15:14Inaktiver User
AW: One to make her happy, one to...

Da bin ich bei dir!!
Vom organisatorischen Problem mal ganz abgeshen (hab kaum Zeit für EINEN mann, wüste gar nicht wo ich die anderen noch unterkriegen sollte) und vom ethisch-moralischen her (dürfen die voneinander wissen? wenn ja, nimmt man billigend in Kauf, dass diejenigen, die mir emotional zugetan sind und nicht nur zur jeweiligen Aufgaben-bzw Pflichterfüllung dienen, unter den polygamischen Zuständen leiden?)
- ich finde nicht, dass man Menschen (oder auch mehrere) derart instrumentalisieren sollte.
Der Song war eingängig, hatte aber wenig Identifikationspotenzial für mich persönlich.
Das klingt schon so irre kompliziert... Als wär ein einziger nicht schon Herausforderung genug
(oder fühlt man sich dieser evtl. nicht gewachsen und verteuilt darum alles solange in kleine Häppchen, bis einem die mikroskopisch anmutenden Brösel in ihrer Belanglosigkeit nicht mehr gefährlich werden können??)
Nee, das halte ich für kein erstrebenswertes Prinzip.
Bin auch ein schlichtes Gemüt.
Und besitze viel Liebe für Details, auch für die unvollkommenen-
gerade für die
Und einen in jeder Hinsicht perfekten Bedürfniserfüller hätte ich schnell satt.
Ich will den ganzen Kuchen!!!



Auch mit Klümpchen in der Glasur und innen noch nicht ganz durch, wenn nötig...
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27.06.2009, 18:08Inaktiver User
AW: One to make her happy, one to...
So viele Single-Männer würde sicher keine Frau finden. Viele von uns finden ja nicht mal einen einzigen
.
Sie müsste sich dann wohl einige gebundene Männer für die einzelnen Interessenbereiche suchen. Das dürfte recht leicht fallen.
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27.06.2009, 22:37
AW: One to make her happy, one to...
interessante frage.
sicher lässt sich der song nicht eins zu eins umsetzen - für jede lebenslage einen anderen mann. was ich aber im laufe der zeit kapiert habe, ist, dass man nicht von jedem menschen in seinem umfeld ALLES verlangen kann. der eine ist eher der praktische kumpel, der einen mit zu einer veranstaltung schleppt, damit man in einer lebenskrise nicht zu hause untergeht, der andere der verständnisvolle zuhörer etc ... man sollte dankbar sein für das, was der derjenige für einen tut, und ihm nicht vorwerfen, was er nicht tut.
auch der lebenspartner kann nicht alles liefern - wenn das meiste stimmt, sollte man darüber hinwegsehen, wenn er in dem einen oder anderen bereich nichts zu bieten hat. nicht jeder ist ein toller romantiker, er kann aber trotzdem ein fürsorglicher, liebevoller mensch sein. zum beispiel.
also ich persönlich kann auch nicht alles bieten. und ich finde es immer ungerecht, wenn auf den defiziten herumgeritten wird, statt mal das zu würdigen, was da ist.
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27.06.2009, 22:49
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28.06.2009, 00:01
AW: One to make her happy, one to...
ebefalls Prost (mit Milchshake wenn's recht ist).
Den perfekten Bedürfnisserfüller gibt es nicht oder der wird in der Tat schnell langweilig (liegt aber meiner Meinung nach an mangelnder Fantasie und eigener Langeweiligkeit die man irrtümlich für Langeweile des anderen hält).
Ist es denn egal wenn es der Partner z.B. ebenso macht (sich umschaut und für jedes Bedürfnis jemand anders hat).
Muss ja jeder selbst wissen ob er eine "offene Beziehung" leben kann oder nicht.
Ich denke die meisten können das nicht sondern ziehen eben schnell den Schwanz ein wenn es hart auf hart kommt (Voraussetzung es ist Zuneigung oder mehr im Spiel).

Nee, das halte ich für kein erstrebenswertes Prinzip.
Bin auch ein schlichtes Gemüt.
Und besitze viel Liebe für Details, auch für die unvollkommenen-
gerade für die
Und einen in jeder Hinsicht perfekten Bedürfniserfüller hätte ich schnell satt.
Ich will den ganzen Kuchen!!!



Auch mit Klümpchen in der Glasur und innen noch nicht ganz durch, wenn nötig...
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28.06.2009, 01:52
AW: One to make her happy, one to...
Huhu
also ich kann das verstehen was du schreibst Bohemienne.
(wie schon so manches Mal)
Es ist genau das was ich gerade kurz nach meinem Beziehungsende gedacht habe.
Ich dachte: Menno! Irgendwie lief es gut und irgendwie wars auch ganz schrecklich, weil wir ZUVIEL wollten.
Aber ich könnte gar nicht weniger wollen und kam auch auf die Idee: Ich brauch einfach mehr Menschen.
Ob das jetzt immer gleich mit Sex verbunden ist, glaube ich nicht.
Vielleicht aber steckt man sich die Grenzen wirklich zu eng und darum hat man dann so hohe Erwartungen an den einen Partner.
Ausserdem hängt es auch mit der Persönlichkeit zusammen.
Bekannt ist ja, dass so manche Künstler eine hohe Fluktuation hatten bzw. promiskuitiv gelebt haben.
Also ich bin ehrlich: Ich könnte es auch nicht. AAAber glücklich bin ich mit dem momentanen Zustand auch nicht bzw. kann mich an kein Optimum erinnern. Irgendwas geht immer schief.
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28.06.2009, 21:14Inaktiver User
AW: One to make her happy, one to...
Ein wenig verstehe ich was hiermit gemeint ist.
Einen Mann für den Alltag und einen für das Bett käme für mich jedoch nicht in Frage.
Aber alle Erwartungen auf den Partner projezieren wäre auch ziemlich fatal. Damit wird eine Beziehung viel zu sehr überfrachtet.
Hier meine ich jedoch, dass man z.B. eine feste Beziehung hat und dann mit anderen auch mal alleine einige Bedürfnisse befriedigt.
Dazu zählen dann aber eher Hobbys, Urlaube, teilweise auch intellektuelle Diskussionen oder auch mal ein chices Essen, wenn der Gatte/Freund nur auf Schnell-Imbiß steht.
Und mit dem Mann für´s Kinder kriegen muss mal doch wohl auch ins Bett.
Meistens jedenfalls.


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