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  1. Inaktiver User

    AW: Es ist mir ein Rätsel

    @ Risottina, kaysheen

    Wie ihr, so empfinde ich auch. Ich habe nur eine Weile gebraucht, um es heraus zu finden. Weil genau dieses gewissen Etwas, das man so schwer beschreiben kann, zwischen mir und meinen bisheringen Männern fehlte, wurde es auf Dauer nichts.

    Ich kenne noch so einen Menschen: meine Mutter. Mein Vater verstarb früh, seither ist meine Mutter allein. Verehrer hat und hatte sie jede Menge. Es gab sogar Verehrer, die in ihrer Verzweiflung bei MIR anriefen , weil sie sich nicht mehr zu helfen wussten Durchweg ansehnliche Männer in geregelten Verhältnissen und finanziell nicht schlecht dastehend. Ab und an stellte mir meine Mutter einen dieser Männer vor, wenn sie meinte, doch mal wieder mit einem ausgehen zu müssen. Letztlich ist sie immer noch allein, weil sie sich nicht verliebte und eine rein praktische Beziehung nicht will. Meine Mutter kommt allein klar und sucht einen Mann ausschließlich fürs Herz.

    Mich macht es aber sehr traurig, meine Mutter seit mehr als 10 Jahren allein zu sehen.

    Aber sie weiß, dass es an ihr und ihren hohen, romantischen (etwas realitätsfernen?) Ansprüchen liegt. Aber sie hatte mit meinem Vater diese große Liebe und sie will von diesem Anspruch nicht weggehen. Sie kann es wohl auch nicht.

    Und ich habe eben Eltern erlebt, die diese romantische, große Liebe lebten und - tja - bin wohl dadurch auch so gepolt. Begriffe wie Vernuftehe, Zweckbeziehung, Wohngemeinschaft, Bruder-Schwester-Verhältnis - nee, das gruselt mich alles.

    Und übrigens: Mein Pflegehund kommt Sonntag .

  2. Inaktiver User

    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    T
    Und mit dem Neid ist es so eine Sache: Ich beneide die anderen nicht um die Kerle, mit denen sie sich zusammentun oder um die "Beziehungen", die sie führen, sondern um ihre - äh - Unkompliziertheit.

    ... wobei ich nicht sicher bin, ob mir diese Unkompliziertheit helfen würde: seit Jahren bin ich keinem Nicht-Liierten mehr begegnet (außer den Söhnen meiner Freunde vielleicht). Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt xy-Singles ab 45 gibt, vielleicht ist das alles ja nur eine geschickt lancierte große Lüge der Mode- und Kosmetikindustrie ...
    Genau so ist es. Ich beneide sie auch um ihre Unkompliziertheit.

    Und ja, auch ich bin keinem Single-Mann mehr begegnet.

  3. Inaktiver User

    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau so ist es. Ich beneide sie auch um ihre Unkompliziertheit.

    Und ja, auch ich bin keinem Single-Mann mehr begegnet.
    Hab einen kennengelernt.
    Mitte vierzig. Mit Hund.

    Der ist toll. Voll doll toll, sogar!!

    Ich bin nur leider nicht verliebt...

  4. Inaktiver User

    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Noch eine kleine Anmerkung zum Thema "verlieben" bzw "romantisches Ideal"

    Ich bin in gewisser Hinsicht durchaus Kopfmensch.
    So verknallt bis zum Irrsinn, dass ich kaum noch meinen eigenen Namen buchstabieren konnte
    war ich seit meinem 15 Lebensjahr etwa nicht mehr.
    An Liebe auf den ersten Blick, an die ideale, perfekte Partnerschaft, den Traummann, den Prinzen auf dem weißen Pferd hab ich nichtmal mit 12 geglaubt.

    Meistens haben sich Gefühle erst entwickelt.

    Aber der Funke war da.
    DER Funke, ihr wisst schon.

    And-- you can't start a fire without a spark!!

    Das sind leider (für mich) Naturgesetze,
    gegen die ich irgendwie völlig machtlos bin...
    Geändert von Inaktiver User (09.06.2009 um 14:33 Uhr)

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    AW: Es ist mir ein Rätsel

    kaysheen, da sind wir schon zwei! mir geht's ganz genauso.


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    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Aaber: Das ist in ganz vielen Kulturen ja ganz und gar nicht üblich, dass sich zwei heiß verlieben und bis an ihr Lebensende glücklich zusammen sind.

    Und trotz aller Vernunft oder Arrangements oder sowas: Auch dort gibt es glückliche Paare, die zufrieden zusammen leben und sich lieben.
    Wie passt das in euer Weltbild und die Suche nach der wahren, einzigen, reinen Liebe?

    Wie passt es dazu, dass einige Menschen mehr als eine glückliche langjährige Beziehung führen?

    Es gibt viele Witwen/Witwer, die eine große Liebe erlebt haben und trotzdem wieder eine finden. Reine Vernunft? Doch eher nicht ...

    Ich finde es schön, dass es Menschen gibt, die so romantische Ideale haben und auch konsequent danach leben.
    Aber das kann auch ein Grund sein, dass Wünsche unerfüllt bleiben und andere, die Dinge anders angehen, eher "Erfolg" haben.


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    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Annilein, das ist ein heißes Thema. Aber nachdenklich machst Du mich schon.
    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Aaber: Das ist in ganz vielen Kulturen ja ganz und gar nicht üblich, dass sich zwei heiß verlieben und bis an ihr Lebensende glücklich zusammen sind.
    Inder, Juden und Moslems arrangieren auch heute noch Ehen, Europäer haben es bis vor nicht allzu langer Zeit auch getan. Ich weiß, dass viele Inder von der Überlegenheit ihres Systems überzeugt sind, und viele indische Töchter und Söhne niemals gegen den Willen ihrer Eltern oder z.B. in die falsche Kaste heiraten würden, selbst wenn sie verliebt sind. Ich weiß auch, wie schnell solche arrangierten Ehen in eine Zwangsheirat münden, vor allem für Frauen, vor allem, wenn die beiden Hauptbeteiligten nicht Nein sagen dürfen, wir haben genug abschreckende Beispiele hier im Land.

    Und trotz aller Vernunft oder Arrangements oder sowas: Auch dort gibt es glückliche Paare, die zufrieden zusammen leben und sich lieben.
    Es ist absurd, zu behaupten, dass alle Menschen, die ihre Partner nicht entsprechend dem Ideal der romantischen Liebesheirat selbst ausgewählt haben, und damit die große Mehrheit aller Menschen, die heute leben oder jemals gelebt haben, deshalb unglücklich (gewesen) wären. Auch eine aus Vernunftgründen geschlossene oder arrangierte Ehe kann glücklich sein.

    Es gibt mehrere Untersuchungen aus Indien, die zeigen, dass arrangierte Ehen dort drei bis fünf Jahre nach der Hochzeit im Durchschnitt glücklicher sind, als die dort ebenfalls mehr und mehr üblichen (einige %) Liebesheiraten.

    Ich wüßte auch keinen Grund, warum Liebe zwischen Ehepartnern nur auf der Basis von Verliebtheit wachsen können sollte, wer so etwas behauptet, für den sind Menschen nicht viel mehr als brünftige, triebgesteuerte Tiere.

    Das "sich heiß verlieben" produziert auch Scheidungsraten von über 50 %, serielle Monogamie (zahlreiche aufeinanderfolgende Kurzzeitbeziehungen), Alleinerziehende in Mengen, Unglück für Kinder, überforderte Partner (liebe ich ihn/sie, liebt er/sie mich wirklich/genügend?) und jede Menge Einsamkeit. Achja, Minderwertigkeitsgefühle, Schönheitsoperationen und die ständige Suche nach dem nächsten Kick hatte ich vergessen ... Und wie war das "bis an ihr Lebensende glücklich zusammen sind" - davon wagen viele nicht einmal mehr zu träumen.

    Wie passt das in euer Weltbild und die Suche nach der wahren, einzigen, reinen Liebe?
    Diese Liebe ist ein Hollywood-Traum, wir wünschen uns eben, dass es sie gibt. Ein Bollywood-Traum (weil ich Indien erwähnt hatte) ist sie übrigens auch. In sehr seltenen Fällen gibt es sie ja wirklich, aber immer und für jeden, als Pflichtprogramm für jede Form glücklicher Partnerschaft?

    Wie passt es dazu, dass einige Menschen mehr als eine glückliche langjährige Beziehung führen?

    Es gibt viele Witwen/Witwer, die eine große Liebe erlebt haben und trotzdem wieder eine finden. Reine Vernunft? Doch eher nicht ...
    Einige Menschen sind klüger als andere, einige fähiger, und einige haben schlicht mehr Glück. Es war wohl schon im Mittelalter nicht unbedingt ein Fehler, nicht absolut alles zu glauben, was von der Kanzel gepredigt wurde.

    Ich finde es schön, dass es Menschen gibt, die so romantische Ideale haben und auch konsequent danach leben.
    Aber das kann auch ein Grund sein, dass Wünsche unerfüllt bleiben und andere, die Dinge anders angehen, eher "Erfolg" haben.
    Annilein . . . . . . . . . So, und jetzt warte ich auf die

    Liebe ist im Grunde die Sehnsucht des Sterblichen nach Unsterblichkeit (Platon, Symposion, Rede der Diotima)

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    AW: Es ist mir ein Rätsel

    ich kann beiden positionen etwas abgewinnen, und "blumen" oder "haue" ist hier sicher nicht die frage. ich persönlich bin sicher eher der pragmatischere, kumpel-typ (wobei trotzdem neben grundübereinstimmungen und sympathie auch ein "spark" da sein muss) ... aber: es klappt trotzdem nicht.

    frage an die "romantikerinnen" - hättet ihr denn, wenn euch nicht euer eigener hoher anspruch dazwischen gekommen wäre, einen partner haben können?

    ich meine das nicht provokativ, es interessiert mich wirklich.

    weil mir in 5 jahren single-dasein ganz ehrlich bisher kein geeigneter kandidat (das heißt für mich: nicht liiert, passendes alter, passender sozial- und bildungsstatus, ein paar interessens-übereinstimmungen) überhaupt nur begegnet ist. ("begegnet" sind mir sicher einige, nur ich bin nicht im richtigen moment gestolpert - ich mein jetzt im sinne von "im richtigen leben kennengelernt" etwa über arbeit, hobby, gemeinsame bekannte)
    Geändert von land_ei (10.06.2009 um 07:01 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Zitat Zitat von land_ei Beitrag anzeigen
    frage an die "romantikerinnen" - hättet ihr denn, wenn euch nicht euer eigener hoher anspruch dazwischen gekommen wäre, einen partner haben können?
    Auch mit dem Risiko eingebildet oder überheblich zu wirken: Ja, Dutzende. Mindestens.

    Ich glaube übrigens, dass dies auf die meisten Frauen zutrifft, viele sich sich gedanklich aber an denen festbeißen, die sie nicht haben konnten und die vielen anderen glatt aus ihrer Wahrnehmung streichen. So kommt dann dieses Gefühl des "ich genüge keinem" auf, welches mich in schwachen Momenten auch bestürzt, was aber bei Tageslicht betrachtet grober Unfug ist.

  10. Inaktiver User

    AW: Es ist mir ein Rätsel

    Zitat Zitat von land_ei Beitrag anzeigen

    weil mir in 5 jahren single-dasein ganz ehrlich bisher kein geeigneter kandidat (das heißt für mich: nicht liiert, passendes alter, passender sozial- und bildungsstatus, ein paar interessens-übereinstimmungen) überhaupt nur begegnet ist. ("begegnet" sind mir sicher einige, nur ich bin nicht im richtigen moment gestolpert - ich mein jetzt im sinne von "im richtigen leben kennengelernt" etwa über arbeit, hobby, gemeinsame bekannte)
    Bin im 4. Single-Jahr und mir geht es genau so. Was aber nichts daran ändert, dass es eben viele gegeben hat, die mich durchaus als passend für sich ansahen .

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