@schlamperl: genauso, wie Du schreibst, wollte ich verstanden werden - nicht, dass ich ausschließlich nach akademikern suche. wenn es anders rübergekommen ist - so war es nicht gemeint. auch ich habe überwiegend nicht-studierte menschen in meinem umfeld, und das ist auch okay. es ist die erwähnte geistige beweglichkeit, die zählt, nicht der formelle abschluss.
aber umgekehrt gibt es halt auch furchtbar viele menschen, denen man bei den meisten themen erstmal die welt erklären müsste. (darunter auch viele akademiker.) und darauf hab ich echt keinen bock. eine beziehung, auch eine rein freundschaftliche, muss auf augenhöhe stattfinden. und da macht eigene intelligenz schon mal ein bisschen einsam. das meinte ich.
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Ergebnis 21 bis 30 von 37
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29.05.2009, 11:02
AW: "offen sein" - wie macht man das?
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29.05.2009, 11:05
AW: "offen sein" - wie macht man das?
@luciernago:
ich brauche keine extremsportler, ich fände es nur schön, wenn der kandidat eine zweistündige hunderunde überstehen würde, ohne dass ich ihn anschließend unters sauerstoffzelt legen muss
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29.05.2009, 11:39Inaktiver User
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29.05.2009, 22:09Inaktiver User
AW: "offen sein" - wie macht man das?
Offen sein kann man sich nicht vornehmen wie einen Kinobesuch, das ist eine Lebenseinstellung. Wenig Vorbehalte haben, tolerant sein, dem anderen was gönnen, wenig Misstrauen hegen, wie willst du sowas anknipsen wie die Nachtischlampe.
Man kann versuchen, mehr Vertrauen zu wagen. Aber erzwingen läßt sich das nicht.
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29.05.2009, 23:08Inaktiver User
AW: "offen sein" - wie macht man das?
Nein, erzwingen kann man Offenheit nicht, aber man kann für sich die Entscheidung treffen, sich auf den Weg zu machen. Jeder Weg fängt mit dem 1. Schritt an. Und der 1. Schritt hiess für mich, einfach mal auszuprobieren, auf andere Menschen zuzugehen und zu spüren, wie sich das anfühlt. Das war die wildfremde Frau, der ich beim zufälligen gemeinsamen Spiegelblick beim Klamottenkauf irgendetwas freundliches sagte. Das war der Jogger, der mir entgegenkam und den ich einfach mal anlächelte.
Offenheit kann man üben - es ist wie eine Sprache ohne Worte. Offenheit schafft Verbindungen zu Menschen ähnlich wie es auch Worte tun. Als ich meine ersten Englischversuche im Job machte, ging das auch sehr holperig. Ich habe mich dann einfach irgendwann überwunden und getraut und hab drauflos geplappert.
Allerdings - ob ich den Menschen dann gleich auch sexuell attraktiv finde und mich in ihn verliebe, ist m. E. etwas ganz Anderes. Ob das wirklich etwas mit Offenheit zu tun hat? Ich bezweifele das.
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29.05.2009, 23:20Inaktiver User
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29.05.2009, 23:22
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30.05.2009, 12:01Inaktiver User
AW: "offen sein" - wie macht man das?
Oh nee, kein Baby mehr!!!!
Gestern war ich mit ner Freundin Tanzen, wir gehen da öfter mal hin. Dort nen Mann zu finden ham wa schon abgehakt. Die stehen nur rum und glotzen, und fühlen sich 2viel zu schön" für eine normale Frau. Aber wir haben trotzdem viel Spaß, lachen jedesmal viel und dancen ab, was das Zeug hält.
Tja, wo findet Frau nun einen tollen, normalen Mann? Frau ab 44 - hat es wohl besonders schwer.
Bei mir ist es so, ich werde auf 35 geschätzt und mit gefallen auch eher die Männer Mitte bis Ende 30. Wenn ich mir die aus meiner Altersklasse anschau, wirds gruselig, ich weiß nicht warum.
So war es gesern auch, hab mit einem qequatscht der ca. 35 war, er war auch nett und....ich hatte plötzlich Hemmungen wegen meiner 44, dachte, wenn der hört, wie alt ich bin. Habe dann erst mal mit meiner Freundin getanzt und dann war er weg. Vielleicht besser so, dachte ich.
Viele andere über 40 haben mir echt nicht gefallen und die paar Ausnahmen die doch, waren sich selbst zu schön, um mich nur eines Blickes zu würdigen....tzzzz.
Also Backen oder Clonen wir uns einen? Einen schnellwachseneden dann aber nur ;) LG und frohe Pfingsten.
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30.05.2009, 12:43Inaktiver User
AW: "offen sein" - wie macht man das?
Ich denke, Bratislava hat da etwas sehr Essentielles auf den Punkt gebracht, und das war es auch, was ich mit meiner Vertrauensfrage mal ein bisschen hinterfragen wollte.
Ich kann mir zwar vornehmen, "offen" auf andere zuzugehen - das wird aber nur bedingt funktionieren, wenn meine innere Haltung damit nicht überein stimmt. Der andere wird dann spüren, dass ich nur so tue als ob.
Offen sein bedeutet vor allem, mal die Raster aus dem Kopf zu bekommen, und - ja, genau, eben OFFEN zu sein. Offen für Überraschungen, offen für Andersartigkeit, offen für Menschen so, wie sie sind, und nicht so, wie ich sie haben möchte. Das gilt auch für die eigene Person, insbesondere für ihre schwierigen Seiten, über die gern schamhaft geschwiegen wird.
Das setzt Vertrauen voraus in die eigene Fähigkeit, mit dieser Vielfalt, die nicht immer ein schönes Gewand trägt, auch umgehen zu können, und braucht zwingend einen freundlichen Blick auf sich selbst und andere. Eines bedingt das andere.
Wenn ich mich mit mir selbst im Grunde nur vordergründig angefreundet habe, benötige ich die Raster, die ich an mich selbst anlege, auch für andere.
Offenheit setzt einen liebevollen Blick und Nachsicht voraus. Sie begegnet anderen weitgehend unvoreingenommen, und freut sich auf Begegnungen. Dabei behält sie sich durchaus vor, sich zu distanzieren - allerdings muss sie andere dabei nicht für minderwertig erklären.
Vertrauen haben bedeutet eben immer auch sich anzuvertrauen, und auf Kontrolle, beispielsweise Raster im Kopf, zu verzichten.
Grüssle
Seawasp
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30.05.2009, 13:00
AW: "offen sein" - wie macht man das?
Den Beitrag finde ich zwar sehr schön, aber mir fehlt dabei der Aspekt: Grenzen setzen.
Offenheit ohne Grenzen zu setzen ist Naivität pur und führt im Umgang mit den lieben Mitmenschen geradezu in die Katastrophe.
Verbindungen schaffen, jedweder Art. bzw. die Fähigkeit dazu, funkioniert nicht, bzw. ist gefährlich, ohne ihr Pendant: "Nein sagen", abstoppen, den anderen eben nicht einfach so an sich ranzulassen, oder nur bis zu einem gewissen Punkt, eben: Vorsichtig zu sein.
ebenOffenheit setzt einen liebevollen Blick und Nachsicht voraus. Sie begegnet anderen weitgehend unvoreingenommen, und freut sich auf Begegnungen. Dabei behält sie sich durchaus vor, sich zu distanzieren - allerdings muss sie andere dabei nicht für minderwertig erklären.
Distanzieren ist o.k., also "nein sagen". Leider fühlen sich dann viele Menschen abgewiesen.
Nein, eher nicht, bzw. nur bei sehr, sehr wenigen Menschen ist Vertrauen angebracht. Wobei man natürlich differenzieren muss, um welche Art von Vertrauen es sich handelt. Es gibt Vertrauen bei eher oberflächlichen Dingen, und es gibt sehr intimes Vertrauen, und dazwischen eine Menge. Deshalb mag ich solche Pauschalaussagen nicht.Vertrauen haben bedeutet eben immer auch sich anzuvertrauen, und auf Kontrolle, beispielsweise Raster im Kopf, zu verzichten.
LunadelFuego


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