Das Thema kommt immer wieder auf, aber ich möchte hier trotzdem noch einmal einen eigenen, neuen Tread dafür eröffnen.
Immer wieder lese ich hier, dass, gar nicht so wenig Frauen, das Verhalten dass sie von Männern erwarten, selbst niemals an den Tag legen würden - bzw. bei sich selbst als "nachlaufen" bezeichnen würden.
z.B. finden es viele Frauen durchaus charmant, wenn ein Mann ihnen sms schickt, er darf dabei auch ruhig initiativ sein (natürlich nicht 20 am Tag) aber 2 in der Woche sind sicherlich nicht soooo viel. Auch finden es die meisten Frauen vollkommen normal, wenn die ersten Dates immer vom Mann aus gehen - Wenn der Mann 10 mal hintereinander als erster nach einem Date fragt, wird sich keine Frau etwas dabei denken - solange sie dazu "ja" sagt.
Selbst würden allerdings die wenigsten Frauen 10 mal hintereinander den Anfang machen und fragen ob das OdB Zeit hat sie zu sehen - auch wenn dieses dann regelmäßig Zeit findet .... wahrscheinlich würden die meisten nach spätestens dem dritten Mal meinen: "Jetzt warte ich mal was von IHM kommt" - und wenn nichts kommt, lieber wartend vorm Telefon sterben, als noch einmal selbst zu fragen.
Warum ist das so?
Und - Was kann eine Frau wirklich tun, wenn SIE einen Mann erobern möchte - darf Sie zu den selben Mitteln greifen wie ein Mann? Darf sie "dran bleiben"- darf sie sich immer wieder selbst melden (natürlich nicht täglich, aber alle paar Tage ein sms - und ab und zu halt nach einem neuen Treffen fragen?
Kurz was darf eine Frau tun um den Kontakt zu einen Mann der ihr gefällt zu intensivieren?
Was habt ihr schon getan? Welche Beobachtungen habt ihr gemacht?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 69
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20.03.2009, 00:08
Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Vergiß die Nadel - Nimm den Heuhaufen
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20.03.2009, 00:47Inaktiver User
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Ich bin der Meinung eine Frau darf all das machen, was ein Mann auch machen darf. Ich finde sie sollte vor allem authentisch sein und zu ihren Gefühlen stehen und diese auch zeigen. Denn wenn er sie nicht so akzeptiert wie sie ist, wird das sowieso nichts und dann ist es auch besser, das gleich am Anfang zu erfahren und sich nicht erst lange in Warten und Hoffen zu verstricken. Soweit meine Theorie.

Aber es kommt auch darauf an, was man sucht. Da ich momentan nicht das Bedürfnis nach einer Beziehung habe, ist es ok für mich nur auf die Männer zu reagieren, die sowieso von sich aus auf mich ansprechen und auf mich zukommen und mir dann unter diesen den auszusuchen, der mir am besten gefällt - ist auch ne schöne Sache
.
Ich kann aber auch Frauen voll und ganz verstehen, die meinen "den Richtigen" für sich vor sich zu sehen und dann einfach ihren Gefühlen folgen und volles Risiko fahren, alles oder nichts. Ich finde das etwas leichtsinnig, aber so viel Mut nötigt mir auch Respekt ab. Wenn ein Mann das dann mit Füßen tritt, ist er ohnehin sicher nicht "der Richtige".
Jedenfalls ist das dann kein Mensch, der einem richtig gut tut, wenn er weibliche Initiative nicht zu schätzen weiß.
Ich glaube da stecken immer noch ganz archaische Kommunikationsmuster in unser aller Köpfen..Es ist meiner "praktischen" Erfahrung nach jedenfalls viel leichter und auch viel lustvoller, sich von Männern jagen zu lassen als umgekehrt. Besser noch: ihnen die Illusion zu lassen, dass sie mich jagen.Geändert von Inaktiver User (20.03.2009 um 15:49 Uhr)
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20.03.2009, 07:41Inaktiver User
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Keine Ahnung.
Bei mir war das meistens so, daß ich ziemlich genau gecheckt habe, was der Status quo ist. Und vice versa
Da gab's keine Nachlauferei von beiden Seiten.
Schwierig wurde es manchmal danach.
Es gibt Frauen, die erwarten, daß man sie emotional betüdelt und sich das ganze Leben nur noch um sie drehen sollte. Tödlich beleidigt, wenn das nicht eintrifft, wenden sie nicht selten härtere Bandagen an, um genau diese Dinge zu manifestieren. Sie scheinen der Auffassung zu sein, daß ihnen das zusteht. Irgendwas mit zwanghaftem Bedürfniserfüllungszeugs und so.
Für gewöhnlich artet das dann in einen Machtkampf aus.
Und genau darum handelt es sich auch bei dieser Nachlaufereigeschichte - weil das von diesen Frauen so empfunden wird.
Aber es sind zum Glück nicht alle so
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20.03.2009, 08:55
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Also für mich ist Initiative ergreifen nicht gleich Nachlaufen. Ich ergreife schon auch die Initiative - wir leben ja nicht mehr im Mittelalter! Allerdings sagt einem das Bauchgefühl doch ziemlich schnell, ob von der Gegenseite auch ein Interesse besteht oder eher nicht. Ich frage auch sicherlich noch ein zweites Mal nach einem Treffen. Aber wenn ich merke, der Mann lehnt sich zurück, läßt immer nur mich auf sich zukommen, zeigt keinerlei Initiative - dann ist doch was faul!
Reines Nachlaufen und zum Deppen machen ist für mich der Fall, wenn einer eine Absage nicht kapiert und es trotzdem weiter versucht. Ich hatte mal so einen Fall. Ich hatte ihm glasklar gesagt, dass zwischen uns nichts weiter mehr laufen wird und ich eine Freundschaft sehr schwierig finde, weil wir uns nach spätestens 2 Std. immer gestritten haben. Er ließ trotzdem nicht locker, in regelmäßigen Abständen meldete er sich, rechtfertigte sein Verhalten
. Ich habe mich nie bei ihm gemeldet, hatte nie Zeit für ein Treffen etc. Das war für mich reines Nachlaufen - gruselig!
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20.03.2009, 09:07Inaktiver User
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Ich hab keinen Bock, mich jagen zu lassen - ich bin selbst Jägerin! Deswegen bin ich auch weg, sobald ein Mann in mindesten aufdringlich wird und mir hinterherläuft.
Ich bin allgemein recht erfolgreich - kommt aber immer auch drauf an, was frau will (und in meinem Fall ist das grad keine Beziehung). Wenn ich keinen Erfolg habe, seh ich das als Niederlage im Spiel, aber nicht als persönliche Demütigung.
Allerdings pass ich sehr gut auf meine Gefühle auf: investierte Gefühle erhöhen den Einsatz und machen das Spiel spannender und intensiver, aber auch riskanter.
Nola
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20.03.2009, 09:12Inaktiver User
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Im übrigen ist meine Philosophie, dass man Interesse nicht durch Interesse weckt. Obwohl das bei Frauen ja funktionieren soll - bei Männern zweifle ich es nach allem, was ich hier lese, an.
Was ich meine ist, dass man zwei Dinge unterscheiden muss:
a) dem Gegenüber (verbal und nonverbal) das eigene Interesse zu signalisieren: ich mag Dich, ich find Dich toll, ich bin verliebt in Dich --> nun erhör mich doch endlich!
b) sich für das Gegenüber interessant zu machen, sein Interesse zu wecken: das nennt man dann Verführung - und das läuft nicht über das Zur-Schau-Stellen des eigenen Interesses und der eigenen Gefühle.
Nola
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20.03.2009, 09:36
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
@ NolaEin superguter Beitrag!
Jedenfalls gilt das für Frauen. Männer müssen sich traditionell etwas mehr um Frauen bemühen, da es im evolutionären und emotionalen Interesse der Frauen liegt, bei der Partnerwahl wählerischer zu sein als Männer es sind.
Viele Männer finden es immer noch abturnend, wenn wir sie zu offensiv jagen. Das können wir finden, wie wir wollen, es ist aber leider immer noch Tatsache. Männer möchten das Gefühl haben, sich die Frau selbst auszusuchen. Zu einer, die sich zu sehr anbietet, sagen sie zwar nicht unbedingt nein, aber sie bemühen sich deshalb noch lange nicht um sie. Es ist nicht gut, wenn ein Mann die Werbung so ganz der Frau überläßt, denn damit zeigt er, dass sie ihm nicht sonderlich wichtig ist, um sich auch mal um sie zu bemühen. Es macht auch für eine Frau keinen Sinn, die ganze Werbung an sich zu reißen, weil sie dann nie weiß, ob auch was von dem Mann kommt, oder ob er nur aus Bequemlichkeit oder weil er sich geschmeichelt fühlt, darauf eingeht - das sind nicht gerade die Gründe, die für eine gute Beziehung günstig sind.
Verführung seitens der Frau bedeutet also, durchaus Interesse zu zeigen, aber auf keinen Fall zu viel. Eine verführerische Frau gibt dem Mann immer mal wieder die Chance, sich nach ihr zu sehnen, anstatt ihm dauernd mit ihrer Präsenz auf der Pelle zu hängen.
Viele Männer wenden übrigens genau dieses Verhalten auch an: Sie entziehen sich von Zeit zu Zeit - und die Frauen rennen ihnen hinterher!
Es ist sicher oft eine Gradwanderung, was zuviel Interesse ist.
Ich denke, zu Beginn einer Bekanntschaft zweimal hintereinander die Initiative zu ergreifen, immer wieder nachzulegen oder ständig verfügbar sein, wenn er will, wird schnell vom Mann als zuviel Interesse ihrerseits verstanden und auch ausgenutzt: Er lehnt sich zurück und läßt sie kommen.
Wem das gefällt - bitte sehr. Mein Ding ist es nicht, und nicht wenige Frauen fühlen sich dabei unwohl, weil sie eigentlich finden, dass das nicht der Beginn einer romantischen Beziehung ist, wie sie sie sich wünschen.
Wenn eine Frau eine Jägerin ist, dann ist das auch noch was anderes, als wenn eine Frau nur deshalb jagt, weil sie meint, sonst würde sie keinen abkriegen. Die Jägerin jagt aus Überzeugung, die andere aus Verzweiflung. Entsprechend gut bzw. schlecht kommen beide auch mit Körben klar - und die muss man einkalkulieren, wenn man jagt.
Geändert von Latona (20.03.2009 um 09:56 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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20.03.2009, 09:55Inaktiver User
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Danke!

Aber ich ziehe immer noch eine andere Konsequenz daraus als Du. Zwar unterschreibe ich das:
aber ich empfinde Verführung dennoch durchaus als einen sehr aktiven Prozess (bei dem erotische Präsenz von nicht unerheblicher Bedeutung ist).
Es gibt - seit Urzeiten, will ich fast sagen - ein Gegenbild zur Frau, die vom Mann gejagt und erobert wird, und das kursiert heute (oder heute vielleicht leider auch schon nicht mehr) unter Begriffen wie "Sirene", "Vamp", "femme fatale" etc. Und ewig lockt das Weib...
Aber natürlich existiert nicht nur ein Archetypus der verführerischen Frau.
Ein als Ratgeber nicht sonderlich nutzbringendes, alles in allem aber recht interessantes Buch: Robert Greene: Die 24 Gesetze der Verführung.
Gruß Nola
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20.03.2009, 10:13
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
@ Nola
Ja, Verführung ist in der Tat ein aktiver Prozess und kein passives Rumwarten, das wir hier auch nicht empfehlen wollen. Es bedeutet, positiv auf sich aufmerksam zu machen, aber eben immer auch dem Mann den Raum geben, auf uns zu zu kommen – und eben auch seine Entscheidung zu akzeptieren, wenn er es nicht tut.aber ich empfinde Verführung dennoch durchaus als einen sehr aktiven Prozess (bei dem erotische Präsenz von nicht unerheblicher Bedeutung ist).
Es gibt - seit Urzeiten, will ich fast sagen - ein Gegenbild zur Frau, die vom Mann gejagt und erobert wird, und das kursiert heute (oder heute vielleicht leider auch schon nicht mehr) unter Begriffen wie "Sirene", "Vamp", "femme fatale" etc. Und ewig lockt das Weib...
Aber natürlich existiert nicht nur ein Archetypus der verführerischen Frau.
Frauen können auf viele Arten auf sich aufmerksam machen, ohne sich dabei anzubieten oder gar anzubiedern: Sie können einen Mann anlächeln, sich schön zurecht machen, ihm sinnliche Blicke zuwerfen, ihm gut zuhören, ihn dezent berühren, ihm sogar ein Kompliment machen – sie können angenehme Gesellschafterinnen sein, wovon ein Mann mehr will.
Aber dann sollten sie auch wieder ein wenig ausweichend und zurückhaltend sein: Sich eben nicht gleich darauf einlassen, die Nacht mit ihm zu verbringen, nicht gleich springen, wenn er am Freitag abend anruft, um für Samstag ein Date auszumachen, ihm nicht die gesamte Story von ihrem Ex erzählen, von ihrer Abmagerungskur oder Figurkomplexen. Für solche Themen ist noch Zeit genug, wenn man sich näher kennt.
Er darf nie das Gefühl bekommen, dass er sie bereits nach kurzer Bekanntschaft gleich im Sack hätte, dass sie gleich zur völligen Hingabe bereit wäre. Dann hat nämlich er sie verführt – und nicht umgekehrt.
Und auf viele Männer wirkt das schnell wahllos, sie denken dann, die läßt sich gleich mit Haut und Haaren auf jeden ein, der ein bisschen nett zu ihr ist.
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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20.03.2009, 11:14Inaktiver User
AW: Nachlaufen, erobern, dran bleiben????
Ich sehe auch kein Problem darin, wenn Frauen initiativ werden, allerdings denke ich auch, dass man zunächst nicht zu viel von sich preis geben, also immer auch ein wenig geheimnisvoll wirken sollte. Das ist aber ein ziemlicher Balanceakt, der nicht jeder Frau gelingt und bei dem der Schuss auch sehr schnell nach hinten losgehen kann.
Das Prinzesschen oder die schwer Eroberbare zu spielen - davon halte ich hingegen gar nichts. Manche Frauen scheinen jeden Schritt zu planen; sie überlegen sich heute, wie sie sich nächste Woche verhalten werden, wie oft sie sich melden werden und wann sie abwarten, dass er auf sie zukommt, und machen sich das Leben dadurch selbst kompliziert.
Wenn ich Lust habe, mich bei einem Mann zu melden, der mich interessiert, mache ich das auch, selbst wenn es zweimal pro Tag ist. Das heißt jedoch nicht, dass ich einem Mann hinterherlaufen würde, bei dem eindeutig ist, dass er sich absolut nicht für mich interessiert.


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