Hey Leute
Eine Sache, die mir beim Lesen hier ins Auge sticht, ist immer wieder der Begriff "Bedürftigkeit". Es klappt nicht mit der Beziehungsanbahnung, wenn Frau zu bedürftig wirkt, das Unterbewusste (die Bedürftigkeit) schreckt demnach den Mann ab und weg ist er.
Klingt alles nachvollziehbar. Kenne ich umgekehrt auch. Wenn ich unterwegs bin und ein Mann strahlt dieses "ich will jetzt unbedingt" aus, dann aktiviert das meinen Fluchtinstinkt.
ABER.... ich frage mich, ob ich nicht auch GENAU DAS ausstrahle, wenn mit jemand gefällt. Ich komme zu dem Schluss, dass mir
1. sehr selten ein Mann gefällt/ auffällt/ ich ihn mag.
2. ich relativ schnell entscheide,ob ich ihn kennenlernen möchte. (Chemie)
3. Ich ihm daraufhin auffallen und gefallen möchte, wenn er erst mal meine Aufmerksamkeit gewonnen hat. D.h. es muss schon auch ein Signal seinerseits dagewesen sein, damit in mir Interesse geweckt wird.
Bin ich dann bedürftig, wenn ich ihm mein Interesse zeige? In dem ich mich in seiner Nähe aufhalte, offen ihm gegenüber wirken möchte? Ihn öfter anschaue und Augenkontakt suche?
Ich frage deswegen, weil ich gerade das Gefühl habe, dass schon DAS alleine manche Männer abschreckt. Ist das schon "zu bedürftig"?
Muss ich immer "cool" sein? Wirke ich dann nicht wieder abschreckend?
Und: Ist Authentizität nicht im Endeffekt der "beste Weg", d.h. "darf" Frau sich einen Partner wünschen, oder strahlt dann automatisch gleich "Bedürftigkeit" aus?
Wisst ihr, was ich meine ? WO seht ihr die Grenze zwischen "Bedürftigkeit" und "Interesse zeigen", weil man einen bestimmten Mann kennenlernen möchte?
PS- ich rede jetzt hauptsächlich über die erste Phase beim Kennenlernen.
Ich denke nicht, dass man von Zufall reden kann, wenn immer und immer wieder die selben Dinge schief laufen ...
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Ergebnis 1 bis 10 von 127
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08.03.2009, 00:12
Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Geändert von Falike (08.03.2009 um 00:19 Uhr)
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08.03.2009, 01:25Inaktiver User
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Hm ... generell habe ich schon bessere Erfahrungen damit gemacht dem Mann den ersten Schritt zu lassen. Ansonsten riskiert man eine "die würde ich aber nicht von der Bettkante stossen"-Reaktion. Will heissen: Mann reagiert zwar auf Frau, wirklich bedeuten wird sie ihm aber nichts. Und träumt nicht jede Frau im Geheimen von den Mann, der bereit ist alles für sie zu tun? Wie soll man aber diesen Mann kennenlernen wenn man seine Zeit mit Typen verschwendet die nur mittelmäßig interessiert sind?
Klar braucht diese Taktik etwas mehr Zeit, dafür ist sie aber auch wesentlich erfolgsversprechender ;-)
Andererseits reisst man sich auch keinen Zacken aus der Krone wenn man mal nett und freundschaftlich auf Mann zugeht und dezent die Lage checkt. Muß halt immer kumpelhaft wirken, das Interesse eher auf eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Thema gerichtet, keinesfalls darf es als Anmanche wahrgenommen werden.
Aber was mich interessiert: Welche Fehler treten denn immer wieder bei dir auf, so dass es kein Zufall mehr sein kann?
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08.03.2009, 10:20
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Hallo Falike,
Bedürftig wirkt jemand, der den Eindruck macht, er/sie müsse unbedingt irgendjemand kennenlernen. Das, was du nach Beschreibung ausstrahlst, nennt man Unnahbarkeit. Wenn dann einer der extrem seltenen Männer auftaucht, die du möchtest, verhältst du dich ganz normal.
Gruß,
BlauerHimmel
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08.03.2009, 11:25
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Beispiel: Ein Mann signalisiert erstes Interesse, d.h. gibt mir das Gefühl, dass er mich attraktiv findet. Sonst mal nicht viel mehr. Ich rede vom ganz anfänglichem "Interesse". Wenn er mir dann auch auffällt und ich ihn gerne kennenlernen möchte (z.B. weil mir irgendwas, erstmal meist optisch, ins Auge sticht), dann möchte ich ihm das auch zeigen, damit ein weiterer "Schritt" erfolgen kann. Ich meine nicht, dass ich ihn anbaggere. Sondern ich nehme Augenkontakt auf, halte mich in seiner Nähe auf etc.... weil ich WILL IHN ja kennenlernen in dem Moment.
Macht mich das schon uninteressant?
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08.03.2009, 11:28
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
bei mir geht es dann darum, dass ich z.B. unbedingt bzw. gerne einen bestimmten Mann kennenlernen will, WEIL mir was Besonderes an ihm auffällt. Alle anderen sind dann mal uninteressant für mich.
Aber diesen einen zeige ich dann eben mein Interesse, indem ich Augenkontakt aufnehme und mich in seiner Nähe aufhalte etc.
Wirkt das bereits bedürftig auf ihn?
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08.03.2009, 11:32
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Für mich wirkt jemand dann "bedürftig", wenn er sich auf alles einlässt nur um einen Partner zu bekommen oder kennenzulernen. Wenn man sich selbst von Anfang an nicht wichtig nimmt, sich nur auf den anderen konzentriert und sich -auch zeitlich- total auf den anderen abstellt.
Wenn es eigentlich nicht darum geht, dass man da einen Menschen vor sich hat, den man mag, achtet und kennenlernen mag, alle Zeit der Welt hat, sondern sich selbst aufgibt einfach um einen Partner zu haben und sofort alles und die totale Hingabe will.Geändert von Mohnblume_36 (08.03.2009 um 11:33 Uhr) Grund: verschreibselt
viele Grüße
Mohnblume
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08.03.2009, 11:47
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Für mich hat Interesse zu signalisieren überhaupt nichts mit Bedürftigkeit zu tun. Irgendwie muß man sich ja verständigen
. Blicke usw...normal. Den ersten Schritt zu machen, muß nicht bedürftig rüberkommen. Es kann auch einfach sehr selbstbewußt sein. Kommt halt darauf an, wie dieser Schritt aussieht.
Bedürftigkeit zeigt sich für mich darin, daß man sich zuviel gefallen läßt vom Mann. Weil man ja sooo verknallt ist. Ist mir auch schon passiert
. Daß man seine Verhaltensweisen, die einem nicht guttun, mehrfach mitmacht, die eigenen schrill klingelnden Alarmglocken tunlichst überhörend. Also, daß man die eigenen Belange nicht so lautstark wie nötig vertritt.
Bedürftigkeit ansich finde ich nicht schlimm, sondern ganz natürlich. Männlein und Weiblein sind füreinander geschaffen, und haben beide diese natürliche Sehnsucht nach einem Partner.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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08.03.2009, 11:50
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Ja! Couchpotatoes, die plötzlich Sport treiben oder Kulturbanausen, die ein Theater-Abo kaufen. Komforttouristinnen gehen plötzlich campen.
Bedürftig wirkt, wer wahllos wirkt.
Da geht es dann nicht um diesen speziellen anderen, der dich interessiert, sondern da ist jeder x-Beliebige interessant, der auch nur etwas auf den/die Bedürftige reagiert. Und wird sich vom Bedürftigen schön und passend geredet bzw. passt sich der Bedürftige unter Negierung fast aller eigene Vorstellungen und Wünsche an.
Interesse zeigen ist hingegen wichtig. Auch wenn du nicht den ersten/nächsten Schritt machst, der andere sollte doch spüren, dass er nicht vor den Kopf gestoßen werden wird. Nonverbales ermuntern darf sein.
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08.03.2009, 11:52
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
ist für dich "Interesse signalisieren" schon der berühmte "erste Schritt"?
manchmal habe ich das Gefühl, dass ich durch Interesse signalisieren (nur durch Augenkontakt und Nähe suchen, zb auf einer großen Feier) den Mann schon nachlaufe und das fühlt sich gar nicht gut an
also wenn er nicht gleich darauf reagiert, weil er gerade mit anderen Dingen beschäfigt ist oder weil er mich nicht wahnimmt.
Da werd ich dann daraufhin gleich kühl und sehr distanziert.... fühlt sich so nach Ablehnung an.
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08.03.2009, 12:10Inaktiver User
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Das ist nicht unnahbar, das ist völlig normal.
Dass einer Frau nur selten ein Mann gefällt, dass die Chemie entscheidet, sollte jedenfalls normal sein. Mir gefällt auch nur selten ein Mann. Ist doch klar.
Im Fall, dass jeder zweite Mann der Frau "gefällt" und sie in jedem Fall deutlich die Kennenlernbereitschaft herauskehrt, sei es durch Blicke, Nahesein oder sonstwas, würde ich von Bedürftigkeit und damit Abschreckungspotential sprechen. Gruuusel!
Da würde ich mir als Mann austauschbar vorkommen, das kleine Adventure mitnehmen und mich dann wieder verkrümeln. Wie es hier so oft geschildert wird.
Komisch, dass das Einmaleins des Flirtens in unseren südlichen Nachbarländern immer noch so geschickt gehändelt wird, während bei uns die Verkrampftheit siegt und ein Missverständnis nach dem anderen bringt. Logisch, dass einem nicht jeder Mann gefällt, klar, dass es selten vorkommt, dass gegenseitig Anziehung da ist und Freiheit zum Kennenlernen. Muss das jede Woche vorkommen?
Die Natur hat das schon richtig eingefädelt, unser Körper sagt uns, was zu tun ist. Innerlich weiß jede/r, wie er/sie sich zu verhalten hat, aber dieses Gehampel um gleichberechtigtes geschlechtsneutrales Verhalten ist ein echter Klotz am Bein, scheint mir.
LG
Bratislavva


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