Jetzt muss ich mich hier nochmal an den Thread ranhängen, vielleicht macht ja noch jemand mit.
Latona, ich finde Deine Einstellung super. Das einzige was mir fehlt ist, dass ich finde, am Anfang einer Beziehung, also wenn man sozusagen sich etwas mehr drauf einlässt, muss man dem anderen einen gewissen Vertrauensvorschuss geben. Wenn man nur misstrauisch ist, dann ist das für den anderen auch verletzend. Und wenn jemand mal nicht anruft, dann kann das 1000 Gründe haben - vielleicht ist seine Schwester krank geworden, er hat Stress im Beruf oder ist eh ein ziemlicher Eigenbrödler... Ich bin leider jemand, der eher langsam Vertrauen fasst und gegenüber Männern schon gar nicht, darum bemühe ich mich um einen Vertrauensvorschuss, denn sonst kommt gar nichts zustande.
Natürlich kann das Vertrauen erst wachsen, wenn ich den anderen kennen lerne und ich gebe zu, dass bei mir manchmal auch ein Beziehungswunsch, dem Kennenlernen im Weg steht. Ich finde es nicht immer einfach das Gleichgewicht zu finden zwischen spielerischem Kennenlernen und Erwartungen an die Beziehung.
Das klingt auch ziemlich selbstbewusst und cool. Schließt Du für Dich Beziehung denn aus? Oder, wenn der richtige kommt dann eben nicht mehr? Ich finde es wie gesagt nicht einfach den Kompromiss zu finden zwischen Beziehungswunsch und einem Techtelmechtel aus dem sich mehr entwickeln kann. Wann ist der Punkt, wenn sich entscheidet, jetzt ist es verbindlich, jetzt darf ich Ansprüche stellen?
Ich hatte gerade die Erfahung, gemacht dass jemand, mir unterstellte, ich seie an einer Beziehung und nicht an ihm interessiert. Wir konnten da sehr gut drüber reden, denn es gibt Momente, wo das so ist - wo ich träumerisch werde und denke mein Leben und meine Wünsche (eben Zweisamkeit, Familie) nehmen doch noch die richtige Fährte aufund dann dem realen Blick auf den anderen, wo ich sehe, das und das mag ich, da muss ich noch schauen, was sich hinter diesem Charakterzug verbirgt etc. Ich habe ihm gesagt, dass ich sicherlich diese beiden Seiten habe - dass ich manchmal den Wunsch nach Beziehung habe, aber gleichzeitig ganz klar sehe, dass wir uns noch kaum kennen und uns erstmal besser kennen lernen sollten, bevor wir, wie er es jetzt überlegte, alles wieder auf Null runterfahren, um mich nicht zu entäuschen und von mir Vorwürfe zu ernten.
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Er ist da wohl mit einer Seite konfrontiert worden, die nicht die tollste ist ... andererseits eben die Frage, wie viel Zeit gibt man einer Beziehung, um zu wachsen? Was ist, wenn die Bedürfnisse nach Nähe und Gespräch sehr unterschiedlich sind?.... Was kann man von dem anderen einfordern?
Wir treffen uns jetzt weiter und ich finde daran, wie er mit meinen Macken umgeht und ich mit seinen kann man ja auch viel dran sehen - ob es passt oder eben doch nicht....
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27.03.2009, 17:39Inaktiver User
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
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27.03.2009, 17:52
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
@ minchen
Ich bin nicht der Meinung, dass ich als Frau einem Mann einen Vertrauensvorschuss geben muss. Ich bin der Meinung, er muss mir erst mal beweisen, dass er vertrauenswürdig ist. Schließlich sind wir Frauen in mancher Hinsicht das verletzbarere Geschlecht, und ein Mann hat damit klarzukommen, dass ich mich hier in gewisser Weise schützen muß und nicht jedem gleich voll vertraue. Ich bin nicht naiv und denke von jedem Mann nur das Beste, sondern halte erst mal schön die Augen offen, wie er sich verhält.Latona, ich finde Deine Einstellung super. Das einzige was mir fehlt ist, dass ich finde, am Anfang einer Beziehung, also wenn man sozusagen sich etwas mehr drauf einlässt, muss man dem anderen einen gewissen Vertrauensvorschuss geben. Wenn man nur misstrauisch ist, dann ist das für den anderen auch verletzend. Und wenn jemand mal nicht anruft, dann kann das 1000 Gründe haben - vielleicht ist seine Schwester krank geworden, er hat Stress im Beruf oder ist eh ein ziemlicher Eigenbrödler... Ich bin leider jemand, der eher langsam Vertrauen fasst und gegenüber Männern schon gar nicht, darum bemühe ich mich um einen Vertrauensvorschuss, denn sonst kommt gar nichts zustande.
Natürlich kann das Vertrauen erst wachsen, wenn ich den anderen kennen lerne und ich gebe zu, dass bei mir manchmal auch ein Beziehungswunsch, dem Kennenlernen im Weg steht. Ich finde es nicht immer einfach das Gleichgewicht zu finden zwischen spielerischem Kennenlernen und Erwartungen an die Beziehung.
Aber ich mache ihm das Kennenlernen insofern leicht, indem ich nicht übermäßig zickig bin.
Ich bin durchaus bereit, mich auf das Ping-Pong-Prinzip einzulassen. Aber wenn er die Bälle nicht ordentlich zurückschlägt, wenn er immer mal wieder Aussetzer hat, dann hat er auch kein Anrecht auf mein Vertrauen. So einfach ist das. Vertrauen muss man sich durch vertrauenswürdiges Verhalten verdienen. Ohne Grundlage abfordern lasse ich mir das nicht.
Geändert von Latona (27.03.2009 um 17:56 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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27.03.2009, 19:26Inaktiver User
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
Das klingt sehr tough.
Gibt es denn einen Moment - so nach 2, 3 Monaten - wo Du, wenn Dein Gefühl ein Gutes ist, locker lässt und er sich nicht mehr so "beweisen" muss?
Ich merke, dass es manchmal, eben wenn man sich etwas besser kennt, auch hilft zu reden, auch über Gefühle zu reden - ich finde es eigentlich schön, wenn man auch eine freundschaftliche Basis findet, auf der man reden kann - geht nicht mit jedem!
Wo man offen sein kann, auch mal seine verletzliche Seite zeigen kann. Ansonsten lernet er "mich" ja gar nicht richtig kennen. Ich musste das erst lernen, über Gefühle mit Männern reden weil ich immer tough erscheinen wollte. Trotzdem versuche ich natürlich unabhängig und stark zu erscheinen - und nicht nur zu erscheinen sondern auch zu sein.
Ich wünsche mir aber schon, dass dann über kurz oder lange beides möglich ist ... ich mich mal fallen lassen kann, und dann aber auch wieder auf eigenen Füßen steh...
Ich finde auch klasse dass hier in der Bricom Männer posten - klar hier ist keine Kennlern börse
aber ich finde es trotzdem toll auch männliche Sichten auf die Dinge zu lesen... dass will ich ja von einem OdB im real live auch wissen!
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27.03.2009, 21:11Inaktiver User
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
@ Minchen:
Das klingt auch ziemlich selbstbewusst und cool. Schließt Du für Dich Beziehung denn aus? Oder, wenn der richtige kommt dann eben nicht mehr? Ich finde es wie gesagt nicht einfach den Kompromiss zu finden zwischen Beziehungswunsch und einem Techtelmechtel aus dem sich mehr entwickeln kann. Wann ist der Punkt, wenn sich entscheidet, jetzt ist es verbindlich, jetzt darf ich Ansprüche stellen?
Nein, definitiv schließe ich eine Beziehung nicht aus! Ich sehe bloß die Reihenfolge: Mann kennenlernen + toll finden --> dann Beziehung wollen
und nicht
Beziehung wollen --> Mann dafür suchen.
Es gab durchaus ein paar Männer, mit denen hätte ich gerne eine Beziehung angefangen - aber nicht, weil ich eine Beziehung will, sondern weil ich diese Männer wollte.
Wurde aus verschiedenen Gründen nichts. Entweder, weil die Männer nicht verliebt in mich waren - oder gebunden. Tja.
Dabei bin ich halt nicht der Meinung, dem Mann mit Sex zuviel von mir zu geben. Vielmehr ist Sex auch etwas, was ich will von einem Mann, den ich begehre und liebe.
Ich hatte mal ne kurze Affäre mit einem, in den ich verliebt war, und der sich nicht binden wollte, was er mir von vornherein sagte, ich wusste auch, dass es neben mir andere Frauen gab.
Ich habe trotzdem mit ihm geschlafen - und zwar gern. Frau nimmt, was sie kriegen kann.
Beschissen fände ich es, wenn mir einer Gefühle vormacht, der nur auf Sex aus ist - anstatt mit offenen Karten zu spielen, denn das wäre ja (s. o.) kein Problem. Aber zum Glück hab ich das so auch noch nicht erlebt, was daran liegen mag, dass ich recht offen und direkt bis, was die erotische Ebene angeht.
Ja, das unterschreib ich auch... Über Gefühle rede ich erst, wenn ich weiß, was beim Gegenüber Sache ist (was auch heißen kann, dass ich weiß, dass er nicht verliebt ist).Ich merke, dass es manchmal, eben wenn man sich etwas besser kennt, auch hilft zu reden, auch über Gefühle zu reden - ich finde es eigentlich schön, wenn man auch eine freundschaftliche Basis findet, auf der man reden kann - geht nicht mit jedem!
Wo man offen sein kann, auch mal seine verletzliche Seite zeigen kann. Ansonsten lernet er "mich" ja gar nicht richtig kennen. Ich musste das erst lernen, über Gefühle mit Männern reden weil ich immer tough erscheinen wollte. Trotzdem versuche ich natürlich unabhängig und stark zu erscheinen - und nicht nur zu erscheinen sondern auch zu sein.
Ich wünsche mir aber schon, dass dann über kurz oder lange beides möglich ist ... ich mich mal fallen lassen kann, und dann aber auch wieder auf eigenen Füßen steh...
Du scheinst übrigens selber recht tough zu sein!
Gruß Nola
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27.03.2009, 23:36
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30.03.2009, 17:11
AW: Ab wann ist bzw. wirkt man "bedüftig"?
@ Minchen
In 2 – 3 Monaten hat der Mann Zeit gehabt, seine Vertrauenswürdigkeit zu beweisen. Dann hat sich auch ein Grundvertrauen herausgebildet. Ich stelle einen Menschen, den ich kennengelernt habe, nicht ständig immer wieder von neuem auf den Prüfstand.Gibt es denn einen Moment - so nach 2, 3 Monaten - wo Du, wenn Dein Gefühl ein Gutes ist, locker lässt und er sich nicht mehr so "beweisen" muss?
Auch ich möchte mich mal fallen lassen können. Aber ich suche mir die Männer dazu eben sehr gut aus, und ich sehe nicht ein, dass ich jemandem nach dem ersten oder zweiten Treffen schon voll vertrauen soll.
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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31.03.2009, 20:35Inaktiver User




Er ist da wohl mit einer Seite konfrontiert worden, die nicht die tollste ist ... andererseits eben die Frage, wie viel Zeit gibt man einer Beziehung, um zu wachsen? Was ist, wenn die Bedürfnisse nach Nähe und Gespräch sehr unterschiedlich sind?.... Was kann man von dem anderen einfordern?
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