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    500 km Umzug ja oder nein?

    Hallo,

    ich bitte um Verzeihung, dass das länger wird, und bedanke mich im Vorfeld für's Durchhalten :-)

    Ich bin 27 und habe 2 Kinder von 2 Vätern. Von dem Vater meines jüngeren Sohnes bin ich erst 2 Monate getrennt, hänge da aber nichts hinterher, ich habe das eigentlich schon während der "Beziehung" verarbeitet. Ich habe auch bereits das letzte halbe Jahr allein gewohnt (mit meinem Sohn).

    Mein älterer Sohn, 4, lebt bei seinem Vater 10 km entfernt von hier, ich sehe ihn 2-3 mal die Woche, das ist alles problemfrei, wir verstehen uns sehr gut (ich meinte jetzt sowohl Vater als auch Sohn). Mein jüngerer Sohn, 1, lebt bei mir. Wegen meines Kleinen arbeite ich derzeit nicht, sondern bin zu Hause und lebe von H4.

    Nach der Trennung von meinem Ex hatte ich mir eigentlich vorgenommen, zunächst mal allein zu bleiben. Einfach weil ich denke, dass ich mein Leben mal allein auf die Reihe kriegen muss, ich bin streckenweise recht depressiv und kriege in diesen Phasen nur das Allernötigste hin, allernötigste Ordnung, was zu futtern, Beschäftigung der Kinder. An solchen Tagen schlauchen mich allerdings schon ein paar Stunden, als sei ich 5 Tage ohne Schlaf auf'm Bau arbeiten gewesen. Und ich habe mir vorgenommen, das in Angriff zu nehmen, wenn ich nämlich nicht gerade depressiv bin, schaffe ich sehr viel und habe sehr viel Energie, dann mag ich mich richtig gern. Ich habe mich an eine Freundin gewandt, bei der ich eine Prana-Behandlung mache, ich habe da aber wohl noch einiges vor mir, bis ich "ich selbst" bin. Und ich dachte immer, bevor ich mich wieder an einen Mann binde, sollte ich das erledigt haben, damit das von Dauer sein kann.

    Naja, wie der Zufall, an den ich nicht glaube, so will: Ich bin in einer Online-Community viel unterwegs. Und völlig ohne Baggergedanken ergab sich aus einem ganz nebensächlichen Thema heraus ein kurzer Mailkontakt mit einem anderen User (von dem ich noch dachte "der ist zwar was komisch, aber was soll's"), danach ein Chat, am selben Abend das erste Telefonat. Es hat gleich am Telefon von dieser Stimme Bäng gemacht. Danach haben wir 2 Wochen lang jeden Tag mehrfach über Stunden hinweg telefoniert, ich schätze, das könnten locker 100 Stunden sein, er wohnt 500 km von mir entfernt und ist nach diesen zwei Wochen zu mir gekommen, geplant war FR-SO. Er ist bis Mittwoch geblieben. Der ist es. Wir sind so vertraut miteinander, als wären wir seit 10 Jahren verheiratet, aber halt auch ganz schön frisch verliebt :P Einfach toll.

    Ich will jetzt hier gar nicht groß 'rumschwärmen (und glaubt mir, das könnte ich stundenlang!), ich sage einfach mal die "objektiven" Sachen, was nicht heißt, dass es das einzige wäre, was mich begeistert:

    Der kommt mit meinen Kindern klar, mit meinen Katzen, mit mir selbst und vor allem mit den Problemen, die ich weiter oben geschildert habe, weil er das selbst kennt. Wir sind wahnsinnig offen miteinander.

    Naja, so weit, so gut. Aus meiner Wohnung muss ich jetzt ausziehen. Mein Sohn ist 15-16 Monate alt, es ist an der Zeit, eine Tagesmutter und vor allem Arbeit zu suchen, nicht nur aus gesellschaftlichen Gründen, sondern auch, weil ich das brauche. Wenn ich arbeite, bin ich ein anderer, in meinen Augen wesentlich besserer Mensch.

    Er hat ein Haus, in dem wir unterkommen könnten. Arbeit gibt es dort auch, wo er wohnt. Meinen älteren Sohn könnte ich zwar nicht ganz so oft sehen, aber ich könnte ihn, wie es zig andere auch machen, dann über die Wochenenden holen, womit ich ihn stundenmäßig gesehen sogar noch länger sehen würde als so. Wenn dann noch ein Teil seiner Ferien hinzukäme: WOW. Hier ist das nicht möglich, meine Wohnung ist winzig, er möchte nicht über Nacht bei mir bleiben.

    Mein Problem ist jetzt folgendes: Ich bin von der Beziehung mit dem Vater meines älteren Sohnes in die mit dem Vater meines jüngeren Sohnes direkt, fast ohne Freiraum dazwischen, "reingeschliddert". Ich war seit Jahren nicht mehr richtig sesshaft, in den letzten Jahren fehlte mir permanent das Gefühl, "zu Hause" zu sein, dass meine jetzige Wohnung nur ein Übergang ist, war von Anfang an klar, bei meinem Ex fühlte ich mich geduldet, aber nie zu Hause. Meine Planung, bevor ich _ihn_ kennengelernt hatte, war eigentlich, mir eine vernünftige Wohnung zu suchen, von der ich sicher sein kann, dass ich dort jahrelang bleiben will, Arbeit vor allem, und dann der Aufbau eines regelmäßigen Tagesablaufs, für meine Kinder und für mich. Meine Kinder haben keine depressive Mama verdient, die haben es verdient, dass ich ausgeglichen und leistungsfähig und gutgelaunt bin.

    Wenn ich meine Ursprungsplanung aber weiter verfolge, bleibe ich in dieser Gegend hier. 500 km weit weg von dem Mann, von dem ich mir sicher bin, dass er _es_ ist, den ich schon vermisst habe, als er noch im Zug nach Hause saß.

    Also dachte ich, ich kann ja mir bei ihm eine Arbeit suchen, eine Wohnung ganz in seiner Nähe, eine Tagesmutter undundund, Rest wie gehabt.

    Jetzt schlägt er vor, ich könnte ja zu ihm kommen und von ihm aus finde ich viel leichter Arbeit und alles, einfach weil ich dann in der Nähe bin. Er setzt mich da auch keinesfalls unter Beziehungsdruck, nicht, dass das falsch rüberkommt. Er weiß ja um meine Probleme und sagt auch ganz klar, dass sein Angebot unabhängig von uns ist.

    Ganz klar: Mein erster Impuls ist es, gleich JAAAAAAA zu brüllen, alles zu packen und am liebsten gleich zu Fuß loszurennen.

    Ich habe aber vor mehreren Sachen Angst:

    1. Wenn es mit uns gut läuft, wäre es ja schwachsinnig, wenn ich wieder auszöge. Wie wichtig ist für die Stabilität meiner Persönlichkeit, an der ich ja arbeite, dass ich vorher wirklich unabhängig und allein klargekommen bin? Würde ich so nicht eine wirklich vielversprechende Partnerschaft gefährden?

    2. Wenn es nicht gut läuft, wäre ich wieder "heimatlos". Ich glaube, das würde ich nicht verkraften, ich müsste mir ewig vorwerfen, dass ich im Prinzip auf Kosten meiner Kinder zu viel riskiert habe. Denn auch wenn es ihnen nicht schlecht geht bei/mit mir, ich weiß, wie ich bin, wenn ich ausgeglichen bin, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Was denkt ihr? Falls das jetzt alles wirr rüberkommt, bitte ich um Nachfrage, ich bin recht aufgewühlt, wie ihr sicher verstehen könnt :-)

  2. Inaktiver User

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    wie lange kennt ihr euch jetzt. mr. supermann und du?

  3. Inaktiver User

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wie lange kennt ihr euch jetzt. mr. supermann und du?
    2 - 3 Wochen ungefähr (so verstehe ich es).

    Ich bin jetzt auch fassungslos

  4. User Info Menu

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    Ja, das stimmt. Und fassungslos bin ich selbst auch :-)

  5. Inaktiver User

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    was hast du dort?

    ihn und sonst nichts.


    das macht auf die beziehung, auf ihn auch viel druck, dass es funktionieren "muss"

    ob das eine frische liebe soviel anspruchshaltung durchhält?

    keine ahnung.

  6. Inaktiver User

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    Weia ...

    Behalte einen kühlen Kopf und bringe erst mal Dein Leben da, wo Du jetzt bist, in Ordnung. Wenn die Liebe wirklich so groß ist, klappt das auch in den nächsten ein-zwei Jahren mit einer Fernbeziehung. Danach kannst Du so etwas wagen, aber selbst dann ist das alles noch schwierig genug.

    Inselsommer

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    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    Naja. Was habe ich hier? Nichtmal ihn und sonst nichts.

  8. Inaktiver User

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    deinen grossen sohn?

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    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    Zitat Zitat von Eternally Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Mein Problem ist jetzt folgendes: Ich bin von der Beziehung mit dem Vater meines älteren Sohnes in die mit dem Vater meines jüngeren Sohnes direkt, fast ohne Freiraum dazwischen, "reingeschliddert". Wenn ich meine Ursprungsplanung aber weiter verfolge, bleibe ich in dieser Gegend hier. 500 km weit weg von dem Mann, von dem ich mir sicher bin, dass er _es_ ist, den ich schon vermisst habe, als er noch im Zug nach Hause saß.

    Also dachte ich, ich kann ja mir bei ihm eine Arbeit suchen, eine Wohnung ganz in seiner Nähe, eine Tagesmutter undundund, Rest wie gehabt.


    Ganz klar: Mein erster Impuls ist es, gleich JAAAAAAA zu brüllen, alles zu packen und am liebsten gleich zu Fuß loszurennen.


    Was denkt ihr? )

    Was ich denke? Das es höchste Zeit für Dich ist endlich erwachsen zu werden. Du hast mittlerweile 2 Kinder.
    Das Du Dir sicher bist dass er es ist, wirst Du wohl bei Nr. 1 + 2 auch gedacht haben, oder?

    Gruß
    wacom
    Ich bin nicht vollkommen, aber herausragend in einigen Aspekten

  10. User Info Menu

    AW: 500 km Umzug ja oder nein?

    Das Problem ist, dass ich so sicher wäre, die nächsten 2 Jahre, also während der Fernbeziehung, nicht "zu Hause" zu sein, verstehst du, wie ich meine? Insbesondere muss ich mir ja Arbeit suchen. Ich mache mir da eigentlich wenig Sorgen, ich habe sehr gute Zeugnisse in einer gefragten Branche und finde sicher schnell auch dort etwas.

    Ich wäre einfach froh, wenn ich zumindest die Option hätte, das, was ich jetzt tue, ist dauerhaft. Wenn ich jetzt hier Wohnung/Arbeit und so suche, weiß ich ja schon wieder von vorneherein, dass es nur ein Übergang ist.

    Zu dem anderen Beitrag wollte ich noch sagen, dass der Einwand mit dem Druck auf die Beziehung total berechtigt ist. Genau das habe ich mir ja auch schon überlegt. Andererseits wissen wir ja beide darum und können, wie ich denke, ganz gut damit umgehen. Die Frage ist halt, wie gut Theorie und Praxis da Hand in Hand gehen können.

    Ich habe in seiner Nähe auch andere Freunde (50-100 km weit weg), es ist nicht so, dass ausschließlich er meine Bezugsperson wäre. Und der Wohnortwechsel wäre sowieso angebracht aus meiner Sicht, ich möchte sowieso so weit wie möglich von meinem Ex weg. Von daher habe ich doch eigentlich nicht viel zu verlieren, oder?

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