Ausschlaggebend ist, was für ihn wichtig und richtig war und ist. Auch er hat Traditionen und ich fände es ein Unding, wenn man sich Gedanken machen müsste wie man zu trauern hat .. was in einer Gegend üblich ist.
Ich habe mich früher gegen diese Regeln gewehrt die besagten wann und wie und wie lange man schwarze Kleidung zu tragen hat. Ich wehre mich aber auch dagegeben Menschen vorzuschreiben wie sie anderer Menschen gedenken.
Wichtig ist wie dieser Mann mit der TE umgeht, ob er seine Gedanken und Gefühle mit ihr teilt.. und nicht, ob er zum Gedenken einen Ehering trägt. Zumal man noch nicht einmal weiss wie er damit umgehen würde wenn die Beiden ein Paar wären.
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Thema: Bedenken nach erstem Treffen
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20.01.2009, 14:54
AW: Bedenken nach erstem Treffen
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20.01.2009, 15:05Inaktiver User
AW: Bedenken nach erstem Treffen
"Wir finden normal..."

Es kommt drauf an ob mich etwas irritiert oder nicht ... das kann die Größe eines Bildaltars sein oder Mutti mit der Trauerschleife auf dem Nachttisch .....
Insofern würde ich da gar nicht weiter drüber nachdenken ... nur registrieren, dass mich etwas irritiert und zu gegebener Zeit den guten Mann fragen aus welchem Grunde er das macht ... ob es "normal" für ihn ist ... ob er es aus Gewohnheit macht .... ob er etwas Besonderes damit verbindet .... ob er nach außen hin etwas signalisieren will .... was auch immer.
Das sich daraus ergebende Gespräch wird mir ein neues Bild vermitteln ... und dann .... mal schaun.
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20.01.2009, 15:10
AW: Bedenken nach erstem Treffen
Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass kein Mensch .. auch nicht die Userinnen hier .. auf den Gedanken kommen würden die von mir genannten Beispiele zu hinterfragen. Was da mitschwingt ist, dass man in unserer Gesellschaft auch für Trauer eine Norm entwickelt. Was ist erlaubt und was ist ein No Go bei Trauer, Tod, Verlust.
Fragen fände ich legitim .. aber nicht zum aktuellen Zeitpunkt. Es sei denn, das Gespräch würde das irgendwie hergeben.
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20.01.2009, 15:21Inaktiver User
AW: Bedenken nach erstem Treffen
Doch - ich hinterfrage das. Zu gegebener Zeit.
Das wollte ICH damit zum Ausdruck bringen.
Ich hinterfrage alles was mich irritiert.
Das bedeutet nämlich, dass ich offensichtlich einen anderen Maßstab anlege als mein Gegenüber. Wenn ein Mann ein Mutti-Bild auf dem Nachttisch hat, irritiert mich das, genau so wie mich mal ein Mann irritiert hat, der einen Siegelring am kleinen Finger - Geschenk von Mutti - getragen hat.
Und ja, es würde mich auch irritieren wenn ein seit 10 Jahren verwitweter Mann, aktiv in SB, seinen Ehering noch tragen würde.
Und das finde ich überhaupt nicht verdreht von mir.
Ich würde mir vielleicht nicht die Frage stellen ob eine neue Frau Platz an seiner Seite hat ... meine Frage dazu wäre: Wie geht dieser Mensch mit Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft um ....
... auch spannende Themen über die man sich unterhalten kann um sich kennenzulernen.
Und ich finde, das darf er auch wissen, dass mich das irritiert ..... immerhin besteht dadurch die Möglichkeit, dass bei ihm UND / ODER bei mir dadurch etwas in Gang kommt ... er den Ring ablegt .... und mir es inzwischen egal wäre ....Geändert von Inaktiver User (20.01.2009 um 15:26 Uhr)
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20.01.2009, 15:28
AW: Bedenken nach erstem Treffen
Leeeeda.. wir reden aneinander vorbei
. Die anderen Beispiele .. würden die Dich irritieren?
Ich glaube das ist der Punkt .. fragen um der Information und des besseren Verständnisses Willen ist etwas anderes als fragen um etwas in Frage zu stellen.Ich würde mir vielleicht nicht die Frage stellen ob eine neue Frau Platz an seiner Seite hat ... meine Frage dazu wäre: Wie geht dieser Mensch mit Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft um ....
... auch spannende Themen über die man sich unterhalten kann um sich kennenzulernen.
.. zumindest für mich. Das Eine fände ich übergriffig und einige Kommentare habe ich fast als Abwertung empfunden (obwohl ich ja nun nicht der Witwer bin.. aber da muckte ich innerlich auf
), das Andere ist legitimes Interesse an Gedanken ..
.. so in Etwa
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20.01.2009, 15:39Inaktiver User
AW: Bedenken nach erstem Treffen
Neeee, Spezial, ich glaube nicht, dass wir aneinander vorbeireden.

DAS kommt drauf an .... auf den Einzelfall. Ich kann zu den Beispielen nichts sagen.
Ich habe nichts gegen kleine Ahnengalerien. Im Flur.
Aber mich würde es irritieren wenn mich die verstorbenen Eltern des neuen Mannes beim Essen angucken. Oder die verstorbene Frau. Oder wenn man bevor man ins Bett geht den selbstgemachten Quilt von der Ex erst wegräumen müsste. Oder wenn der Schmuck der Mutter meiner Freundin überhaupt nicht steht, sage ich es ihr auch ... bei allem guten Gedenken an die Verstorbene.
Da habe ich mein eigenes Maß.
- Das gilt es abzugleichen.
Und eventuell zu verändern.
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20.01.2009, 15:40Inaktiver User
AW: Bedenken nach erstem Treffen
die beiden sollten sich unterhalten.
da besteht durchaus noch informationsbedarf.
egal was uns dabei durch die birne sausst
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20.01.2009, 15:41
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20.01.2009, 15:53Inaktiver User
AW: Bedenken nach erstem Treffen
Nicht nur in unserer Gesellschaft gibt es Normen, Bräuche und Rituale - jede Gesellschaft hat sie. Manche Normen und Sitten sind relativ streng, andere erlauben durchaus einen Spielraum, der niemanden irritiert. Wer sich aber mit seinem Verhalten erheblich von diesen Normen entfernt, wirft zumindest Fragen auf.
Mann kann beispielsweise einen Weihnachtsbaum für wichtig oder unwichtig halten, jeder kann es halten, wie er will, aber wer das ganze Jahr einen Weihnahtsbaum in seinem Wohnzimmer stehen lässt, wird sicherlich spätestens Ostern schräg angeguckt, denn ein Weihnachtsbaum ist nicht irgendein Baum. Und so sehe ich es auch mit dem Ehering. Ein Ehering ist nun mal ein besonderes Symbol. Mit Trauer hat er eigentlich gar nichts zu tun.
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20.01.2009, 15:54Inaktiver User
AW: Bedenken nach erstem Treffen
auch ein ehering kann ein zeichen für gedenken sein.
das empfindet jeder mensch anders. und in diesem fall ist es nur wichtig, wie "er" das empfindet, lebt und damit umgeht.



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