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  1. Inaktiver User

    Frage die Angst vor dem Glücklichsein

    hi...
    nach 10Jahren Ehe, 2 Kinder, Neubau gekauft...3 Monate nach Einzug die Trennung....und da kam es....das große Loch

    und??? ich krabbelte raus, bekam mein Leben, meinen Job (von jetzt auf gleich Vollzeitjob, um keinen Unterhalt bekommen zu müssen; ihr wißt schon die Sache mit dem in den Spiegel gucken zu können), beide Kids (8 und 10Jahre) in Ganztagsschulen gesteckt, finanziell kann ich das Haus ohne sein zutun und nicht zuletzt durch meinen Job halten.

    also ich habe es geschafft...ich habe alles im Griff...scheint nach außen hin zumindest so aber....

    ich habe Angst wieder auf die Schnauze zu fallen und kann mich nicht auf einen neuen Partner einlassen. Ich bin eiskalt....lasse niemanden an mich emotional ran. zuletzt versuchte ich es mit einem sehr netten Partner...dachte vielleicht entwickelt sich ja bei Zuneigung auch Liebe....trugschluss...das funktioniert nicht...ich amchte nach 6 Wochen schluß.

    Nun sah ich eben so nen Liebesschnulzenfilm und dachte bei mir: Ob ich mich jemals nochmal in einen Menschen so verlieben werde? Alles mit Ihm teilen möchte...jemanden vermissen können?

    Nun ich vermute hier in diesem Forum gibt es vielleicht ettliche, die das auch erlebt haben oder mir auf den Kopf zusagen ich muß auf die Couch. Bin mal gespannt ob ich noch normal bin und sich das von alleine wieder legt bei der evt. "richtigen" Begegnung.

    Alles Liebe
    jaffeldier

  2. Inaktiver User

    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    hmm,
    ich habe nach meiner Scheidung 4 Jahre gebraucht, um überhaupt einen Mann wieder an mich ranzulassen. Ging nach wenigen Monaten in die Brüche, danach habe ich 11 Jahre keine Partnerschaft mehr angestrebt. dann 5 Jahre FBZ, endete ebenfalls desaströs, danach ein Jahr in Singlebörsen gewildert und nun seit 13 Monaten mit einem Mann, den ich dort traf sehr glücklich verbandelt.

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    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    Ich denke, es ist normal wenn man sehr mißtrauisch wird - will nicht sagen das es toll ist!
    Die Seele schützt sich selbst!
    Manchmal ist man dabei sehr allein!!!
    Eine richtige Hoffnung mein verpfuschtes Leben auf die Reihe zu bekommen habe ich nicht mehr.
    Ich versuche immer wieder auf die Beine zu kommen, ich bin ein Arbeitstier...welches sich auch gut ausnehmen läßt.
    Es ist gut Freundinnen zu haben bzw.den Bekanntenkreis zu erweitern!!

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    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    hallo, du musst auf keinen fall auf die couch. vertraue auf deine fähigkeiten und gib dir einfach zeit. verzeih dir und auch deinem ex-mann. versuche nicht krampfhaft einen neuen mann zu finden, mache dir und deinen kindern das leben schön, du hast beste voraussetzungen. nimm einfach an, das du jetzt alleine bist, kann auch eine zeitlang recht schön sein. hast du mit deiner alten beziehung positiv abgeschlossen, wird es jemanden geben, der dich glücklich macht und der dich glücklich macht, glaub mir.

    alles gute für dich......lg

  5. Inaktiver User

    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    Ich glaube bei Dir ist alles in Ordnung.
    Deine Schilderungen hören sich eher normal an.

    Irgendwann hast Du DIE richtige Einstellung und dann kommt ER und Du bist bereit. Wie lange das dauert ist individuell!

    Du bist auf dem richtigen Weg. Je eigenständiger Du bist, desto besser ist Deine Partneranziehung für den Richtigen. Gerade wenn man eigentlich keinen Partner mehr braucht, trifft man ihn.


  6. Inaktiver User

    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Je eigenständiger Du bist, desto besser ist Deine Partneranziehung für den Richtigen. Gerade wenn man eigentlich keinen Partner mehr braucht, trifft man ihn.
    Ja vielleicht ist das so. Ich hoffe jedoch nicht zu eigenständig zu sein , eher schockierend für einen Mann.....

    Die letzte Zeit mußte ich sehr viel umorganisieren und bin sehr froh das es läuft....jetzt gilt es wieder zu leben und dies zu geniessen.
    Ich versuche Tag für Tag mich an Kleinigkeiten zu erfreuen, um wieder Spaß am Leben zu haben. Sei es eine kleine gebastelte Sache meiner Kinder oder nur eine reife Tomate im Garten. Dinge bewußt zu sehen und Freude daran zu haben.

    Dem richtigen Partner zu begegnen...das ist noch ein langer Weg.

    Was ich sehr eigenartig finde ist das Gefühl zu haben immer zu wenig Zeit für mich zu haben...auch in der 6 wöchigen Beziehung war ich immer auf der Suche nach einem Zeitfenster, was nur für mich war. Wo ich mich einfach mal auf die Terasse setzen konnte und nichts tun mußte. War er in der Nähe fühlte ich mich ständig gehetzt. Vermutlich war es einfach nicht die richtige Zeit und nicht der richtige Mann.

    Vermutlich aber gibt es den Mann, der es toll findet eine selbstständige Frau an seiner Seite zu sehen, an dessen Seite ich einfach Ruhe finde...auch wenn er da ist.

    ...und den finde ich auch wenn die Zeit reif ist....

    Liebe Grüße
    jaffeldier

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    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    Liebe Jaffeldier,
    habe schon ewig nicht mehr hier geschrieben - grad als ich deine Überschrift las, konnte ich dein Gefühl bestens nachvollziehen!

    Es geht mir ähnlich wie dir...schon 9 Jahre vom Ex-Mann getrennt u.geschieden, mich mühsam aufgerappelt, alle meine Stärken wieder geweckt u. in die Waagschale geworfen, mich weiterentwickelt, inzwischen auch beruflich super Fuß gefasst u. man kann sagen, recht ansehnlich erfolgreich geworden - aber allein!

    Einige Jahre habe ich eine "Beziehung" mit Pausen zu einem verheirateten Mann geführt, wovon ich sagen kann: ich habe ihn über alles geliebt! Und nun - irgendwann den Absprung geschafft u. allein...und ich denke, so wird es auch bleiben.

    Je erfolgreicher ich im Job werde, umso weniger anziehend scheint dies für Männer zu sein - ich kann es nicht ändern! Mir geht es gut damit, auch wenn das Alleinleben mich manchmal fürchten lässt, schrullig zu werden ! Ich bin eigenbestimmt, ich entscheide alle Dinge allein, ich organisiere, ich bin verantwortungsbewußt meinem Kind gegenüber - doch dies löst bei Männern oftmals das Gefühl aus, wofür ich überhaupt noch einen Partner benötige?

    Es kann sich offenbar keiner vorstellen, dass ich dennoch noch aus Gefühl bestehe, auch wenn ich nach außen mein Leben gut im Griff habe. Dies war bei meinem "Herzensmann" nicht der Fall, er hat es sehr gemocht, dass ich bei ihm meine andere, weibliche, weiche, verspielte Seite ausgelebt habe u. hat mir das Gefühl gegeben, dass er es schön findet. Und dieses Gefühl habe ich sehr genossen...

    Ich glaube nicht, dass es in absehbarer Zeit nochmals jemanden geben wird, ich bin da oft etwas zerrissen, einerseits fände ich es schön, Dinge zu teilen, andererseits fehlt mir nicht sooo viel (außer den schönen gemeinsamen Stunden mit einem Mann, die ich sehr wohl zu schätzen weiß... ). Und ich kann deine Angst, wieder auf die Nase zu fallen, gut nachvollziehen...wir sind gebrannte Kinder, haben große Verletzungen erlitten u. die Teile mühsam wieder zusammen gebastelt - das prägt! Ich für mich kann sagen, dass ich "den Schwanz schon wieder einziehe, bevor ich gewedelt habe" und ein Mann müsste schon einiges an Geduld, an innerer Stärke und Souveränität haben, um mich langsam kommen zu lassen...

    Da es heute grad auch in den SB aber eher einem "Warenhaus für Menschen" ähnelt, werde ich mich dort (nach einigen unangenehmen Erfahrungen) sicher auch nicht mehr tummeln. Tja, etliche Std. am Tag arbeite ich, dann hab ich das Kind, den Hund, das Haus, Hobbies sind weitgehend entfallen und das bißchen restliche Zeit tue ich mir Gutes, genieße die Kleinigkeiten des Lebens u. versuche, freundschaftliche Kontakte zu pflegen...

    Du siehst, du bist nicht allein...es ist nicht unbedingt DAS Leben, wie ich es mir mit 20 Jahren gewünscht habe, es ist ein anderes, anstrengend, kräftezehrend - aber auch stolz machend und eigenbestimmt.

    Alles hat seinen Preis...

    Dir wünsche ich, deine Mitte wieder zu finden und den Moment weiter zu genießen...

    Isis

  8. Inaktiver User

    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    Das ist wohl wahr! Viele Männer fühlen sich von eigenständigen Frauen nicht angezogen, aber mit denen würde eine starke Frau auch nicht klar kommen.

    Ich bin fest überzeugt, die wenigen, die eine starke Frau haben wollen, gibt es!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    War er in der Nähe fühlte ich mich ständig gehetzt. Vermutlich war es einfach nicht die richtige Zeit und nicht der richtige Mann.
    Ich nehme an, er selber war kein gemütlicher Typ, der nie ruhig sitzen konnte und deshalb fühltest Du Dich unwohl. Solche Männer machen mich auch "wuschig".

  9. Inaktiver User

    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    @jaffeldier
    ..du erwähnst stichwortartig, was du so mal eben alles auf die Reihe gebracht hast und beschreibst deinen großen Lebenseinschnitt, in dem du scheinbar mal eben so die Versorgung einer Familie mit Hausfinanzierung allein angetreten hast.
    Nun fehlt in der perfekten Welt von heute, in der alles -fastfoodmäßig- sofort und jetzt verfügbar ist, nur noch der Ersatz für einen Menschen, damit das Loch auch wieder gefüllt ist.

    Derb dargestellt, aber mal gefragt: möchstest du nicht mal nach dieser riesigen Aktion eines Lebensumbruchs deine Seele zur Ruhe kommen lassen (sowei es bei zwei Kids und Vollzeit-Job möglich ist), um zu deinem Ruhepunkt zu finden, damit du auch beruhigt in deine/eure Zukunft schauen kannst?

    Damit du in dein Herz horchen kannst, ob du diese große Verantwortung auch die nächsten Jahre aushältst? Die Antwort und die Gelassenheit für deinen Alltag findest du nur in dir selbst.

    Gib dir mal Raum und Zeit, um erst einmal bei dir anzukommen, bevor du es schon wieder mit jemandem teilen willst...

  10. Inaktiver User

    AW: die Angst vor dem Glücklichsein

    @karline
    weil ich stichwortartig schreibe kommt es vielleicht als so mal eben rüber....das war es keineswegs...es war ein Weg, den gönne ich nicht meinem ärgsten Feind, aber das wollte ich hier nicht zum Thema machen, daher die Stichworte...und es ist 1 Jahr her als er auszog

    gerne würde ich innerlich ruhig werden...zeitweise klappt das auch sehr gut...beim Sport z.B. gehe ich nun 1x die Woche für mich schwimmen....wenn ich da so meine Bahnen ziehe schalte ich total ab....lange anhaltend ist das allerdings nicht...am nächsten Morgen geht der tägliche Wahnsinn wieder von vorne los.....

    diesen Wahnsinn habe ich und da kann ich nicht überlegen ob ich diese Belastung/Verantwortung über Jahre aushalte.....ich MUSS! ich habe keine Wahl

    LG
    jaffeldier

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