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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Hallo zusammen,

    ich habe mich vor Jahren getrennt und lange gebraucht dies zu verarbeiten.

    Es wird besser. Wir brauchen nur Geduld.

    Hatte gelesen was MP geschrieben hatte, sie hat die Worte gefunden, die ich so nicht schreiben konnte.

    Gruß Natimaus
    Geändert von natimaus (10.01.2008 um 09:58 Uhr)
    Nimm dir Zeit zum Überlegen und Beratschlagen.
    Wenn du aber dann weißt, was du willst,
    dann bringe dein Vorhaben schnell zum Abschluß.

  2. Inaktiver User

    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Ich bin auch der Meinung das es für den der geht nicht unbedingt leichter ist(ich habe mich vor 6Monaten von meinem Mann getrennt)Für ihn ein totaler schock,leider hatt er bis jetzt noch nicht kappiert warum ich gegangen bin.
    Die Tränen dich ich geweint habe wo ich noch bei ihm war scheinen nicht zu zählen.
    Und phasen wo ich mich frage ob das alles richtig war(mein Auszug usw)kommen immer wieder mal...habe ich genug getan??Hätte ich noch mehr kämpfen sollen??Liebe ich ihn noch??Ist es Gewohnheit die mir manchmal fehlt??
    Fragen...die irgendwann die Zeit beantworten wird!!
    Und wenn es ein Fehler war...dann muß ich da durch..wo er gerade ist!!

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Hallo meine Lieben,

    nachdem ich jetzt lange stark war und mich wirklich zusammenreiße ist heute wieder so ein Tag an dem ich nur heulen könnte. Heulen, heulen, heulen und ich weiß noch nicht einmal warum. Ich empfinde eine solch tiefe Trauer in mir mit der ich oft nicht richtig umzugehen weiß.
    Ich weiß, dass für mich persönlich meine Entscheidung richtig war. Und trotzdem bin ich so unendlich traurig. Irgendwie habe ich einen Teil von mir verloren. Ist doch komisch, oder? Ich weiß auch nicht, überhaupt weiß ich so einiges nicht. Ich habe das Gefühl zu mir selbst zu finden und andererseits manchmal richtig verloren zu sein.
    Ich habe auch noch Kontakt zu ihm und wir sehen uns berufsbedingt. Ich versuche das so gering wie möglich zu halten, allerdings ist es irgendwie sehr schwierig.

    Habt ihr nicht mal ein paar Worte mit denen ihr mir den Kopf waschen könnt?
    Mir sagen ich soll mich zusammenreißen und mich nicht so anstellen!
    Was ist bloß los? Ich muss aufhören mit dem rungejammere schließlich war es meine Entscheidung und ich halte sie doch immernoch für richtig.

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Liebe Sonne,

    ich finde überhaupt nicht, daß Dir der Kopf gewaschen gehört, daß Du Dich zusammennehmen mußt. Warum bist Du denn so streng mit Dir?

    Ich habe, in einem der viele, vielen Bücher und/oder Artikel, die ich in letzter Zeit über Trennung gelesen habe, die Phasen des Verarbeitens der Trennung gelesen, die mir so gut gefallen haben, daß ich sie mir auf meine Flipchart geschrieben habe:

    Erinnern, beweinen, bewüten, begreifen, beenden.

    Ich dachte mir zu diesem Zeitpunkt, ich schreib's mir auf, damit ich abhaken kann, wo ich gerade stehe, und weiß, wann ich fertig bin.

    Tja, mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, daß bei mir diese Phasen spiralenförmig immer wieder ablaufen: Ich wandere vom Erinnern zum Beweinen, bewüte, begreife entwas, nehme ein Stück weit Abschied. Erinnere mich neu, und weine neuerlich, erkenne wieder etwas, und nehme wieder Abschied. Und so weiter und so fort.

    Es tat und tut mir gut, ganz klar immer wieder schwarz auf weiß zu lesen: All diese Phasen gehören dazu. Und ich darf die auch durchleben, ich darf mir das gönnen. Ich muß nicht "drüberstehen" über diesem einschneidenden Erlebnis, ich darf diesen Schnitt fühlen, ich darf darunter leiden, und ich darf mich aufraffen, weitergehen, und auch wieder runterfallen.

    Ich war jetzt auch wieder zwei Wochen lang wunderbar stark, und gestern hat mich ein ausscheidender Mitarbeiter "geärgert" (wieder einmal Lehrgeld bezahlt für zu wenig Kontrolle und zu viel Vertrauen den Mitarbeitern gegenüber), und das hat mich so aufgewühlt, daß ich am Nachmittag gemerkt habe, daß ich auch sofort wieder über meine private Situation losheulen könnte. Und natürlich dachte ich auch gleich wieder "das schaffst du nie, du kommst da nie drüber hinweg", und war auf einmal völlig unfähig, auch nur irgendeine Arbeit effizient zu erledigen, was heißt erledigen, überhaupt anzufangen.

    Aber dann habe ich mir ein ganz einfaches Arbeitsziel gesetzt, ein paar schon ewig herumliegende Zettelhaufen abzuheften, und dann fiel dieses Gefühl von Nicht-Schaffen, von Gelähmt-Sein von mir ab, ich war stolz, als die Zettelhaufen weg waren, und dann ging's mir auch wieder besser.

    Also, bitte, bitte, sei nicht zu streng mit Dir. Du warst 6 Jahre lang Teil eines Wirs, hast einen großen Teil Deines Selbstverständnisses darauf aufgebaut, zu einem Wir zu gehören. Und Du warst ja sogar erst 17, als Du ihn kennengelernt hast, sprich, Du warst eigentlich Dein komplettes bisheriges Erwachsenenleben Teil eines Paares. Und völlig unabhängig davon, von wem die Trennung ausging, alleine diese Tatsache macht vermutlich Angst, oder zumindest unsicher, das ist doch ganz leicht nachvollziehbar, und überhaupt nichts Schlimmes!

    Schau, angenommen Du wärst Extrembergsteiger und bisher immer in Gruppen gestiegen, und dann brächest Du zu Deiner ersten Extrembergtour ganz alleine auf: Würdest Du dann von Dir erwarten, daß Du das so nebenbei im Vorbeigehen machst, oder würdest Du akzeptieren, daß sich da auch immer wieder Zweifel einschleichen, Nervosität. Ja, Du wüßtest, Du bist gut vorbereitet, und Du hättest grundsätzlich Vertrauen in Deine Fähigkeiten, aber es wäre schon anders, als in der Gruppe, oder? Und das dürfte auch 'mal zu kleinen Schwächephasen führen, oder?

    Und so ist das auch mit dem Schritt vom Wir zum Ich. Über ein Viertel Deines Lebens warst Du Teil dieses Paares: Da darfst Du auch 'mal down sein, und Du darfst heulen und klagen, auch wenn Du gar nicht genau weißt, warum.

    Es geht bestimmt vorbei, es ist das letzte Mal auch vorbeigegangen. Ich habe in den letzten Wochen gelernt: Trauern und Weinen tut zwar weh, aber es bringt mich nicht um. Eigentlich ist Trauern und Weinen sogar weniger schlimm, als Angst vor der Trauer zu haben und ihr auszuweichen. Weinen erleichtert auch, fühlt sich irgendwie auch gut an. Also gönne es Dir in dem Wissen: Du kannst und wirst auch wieder aufhören.

    Gibt's etwas, was Du tun kannst, was Dir gut tut? Ein heißes Bad nehmen? Ein schönes Buch lesen? Einen schönen Film ansehen? Dir einen leckeren Tee machen? Eine Freundin anrufen und sie bitten, daß sie Dich in den Arm nimmt? Oder gibt's etwas, von dem Du weißt, wenn Du das getan haben wirst, dann wirst Du zufrieden sein? Irgendeine Kleinigkeit: Ein Regal abstauben, drei Bücher ausmisten, endlich irgendetwas in den Keller tragen, irgendetwas, was Dich schon länger belastet?

    Tu Dir irgendetwas Gutes, und wenn Du feststellst, das wirkt noch nicht, dann hänge einfach noch eine Heul-Session an, dann muß noch etwas raus. Und dann probier's wieder.

    Aber vor allem, vertraue darauf, daß Du einfach durch alle Phasen des Endes einer Beziehung durchtauchen wirst:

    Erinnern, beweinen, bewüten, begreifen, beenden.

    Und irgendwann wird Beenden wirklich Beenden sein. Es wird bestimmt wieder gut, wieder richtig gut.

    Ich hab's ja ganz gerne mit Liedtexten, dieser ist aus "Song and Dance" (oder eigentlich aus "Tell me on a Sunday"):

    It’s not the end of the world if I lose him.
    It just might seem so tonight.
    It’s not the end of the world. It’s a blessing.
    Mustn’t wait till it’s too late.

    Tell me I’ve done the right thing.
    We'll I know that myself.
    The older I get though the choosier I am,
    and somebody handsome and brilliant
    will be hard to find.
    That’s my kind.

    It’s not the end of the world to take chances.
    Standing still is no big thrill.
    It’s not the end of the world to chase rainbows.
    I’ll be fine when I find mine.
    It’s not the end of the world to move on.
    It’s not the end of the world till it’s gone.

    Am Ende dieses Weges liegt der Regenbogen, und Du wirst ihn finden, wenn Du einfach auch durch die Dreckspfützen watest, so wie den heutigen Dreckspfützen-Tag.

    Nochmal ganz liebe, aufmunternde Grüße,

    MP

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Hallo MP,

    du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich mich über deine Antwort gefreut habe.
    Wie schaffst du es nur die Worte so gut zu treffen, die meine Gefühle beschreiben. Ich danke dir vielmals. Zwar sind gestern noch so einige Tränen geflossen, aber es hat auch geholfen.
    Dieses Auf und Ab zerrt halt unheimlich an meinen Nerven und erinnert mich immer an das Hin und Her am Ende meiner Beziehung. Dann denke ich immer: Ich dachte ich hätte es jetzt hinter mir!
    Aber es stimmt schon, ich merke selbst wie es immer ein Schrittchen voran geht.

    Vielen Dank nochmal.

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Zitat Zitat von Sonne784
    Hallo MP,

    Wie schaffst du es nur die Worte so gut zu treffen, die meine Gefühle beschreiben.
    Ach,

    das liegt vermutlich daran, daß ich ja ziemlich Ähnliches erlebe, ich fahre doch auch munter Achterbahn, und dann schreibe ich einfach genau das, was ich mir selbst immer und immer wieder vorsage.

    Aber jetzt erzähle ich Dir einmal, was ich mir heute zugestanden habe: Ich bin heute in der Früh in heller Panik aufgewacht. Letzter offizieller Arbeitstag vor meiner 7-wöchigen Reise, und natürlich setzte da doch noch die Panik ein, ob ich wirklich alles schaffen werde, was ich unbedingt schaffen muß. Nur zu Info: Die Firma gehört meinem Mann und mir, er hat ja ohnehin seine Midlife Crisis und sich auch aus der Firma auf Sparflamme zurückgezogen, arbeitet nur noch 2 Stunden am Tag, und jetzt fahre ich auch noch 7 Wochen weg, wo ich doch glaube, das Herz und die Seele der Firma gleichermaßen zu sein. Das also auch eine Trennung - wenn auch nur auf Zeit -, die mir schwer fällt.

    Also auf jeden Fall zuerst Panik, die mich aus den Schlaf reißt - und sofort danach schoß die Trauer ein: Jetzt sehe ich ihn dann wirklich 7 Wochen überhaupt nicht, das ist heute vermutlich das letzte Mal, daß ich ihn vor meinem Abflug sehe. Und mir schossen die Tränen ein, und obwohl ich sie ein wenig abheulen konnte, hatte ich beim aus dem Haus gehen dann das Gefühl, daß sie schon ziemlich locker da oben sitzen, die Tränen.

    Im Büro gibt mir mein Mann dann einen Schlüsselanhänger zurück, den ich ihm vor einigen Wochen im Zuge unserer Mediationssitzungen als Gegengabe dafür überreicht habe, daß er mir den Wohnungsschlüssel zur gemeinsamen Wohnung zurückgegeben hatte. Der Anhänger war als Symbol dafür gedacht, daß er nach wie vor Zutritt zu mir hat - wenn er fragt, und wir uns etwas ausmachen, unter geänderten Bedingungen halt.

    Und da ich ihm letzten Sonntag ziemlich hart klar gemacht hatte, daß ich derzeit sehr wenig Hoffnung auf eine Fortführung der Beziehung habe, hat er ihn mir heute mit den Worten "angesichts der Entwicklung unserer Beziehung brauche ich den nicht mehr" zurückgegeben.

    Da habe ich schon das erste Mal geschluckt.

    Und dann sprach er mich darauf an, daß ich sein Bild noch immer nicht von meinem Bildschirm abmontiert habe, und da rutschte mir doch glatt unter Tränen raus, daß es eben einen Teil von mir gebe, der ihm immer noch von Herzen zugetan sei, und daß dieser Teil heute in der Früh tieftraurig gewesen sein, weil ich ihn jetzt 7 Wochen lang nicht sähe.

    Tja, so viel zum Drüberstehen und so ...

    Ich fühlte mich heute wirklich so bedürftig, so weich, so traurig. Und es tat mir gut, als er mich dann kurz in den Arm nahm, sich seinen Schlüsselanhänger wieder zurückgeben ließ und mir schließlich auch noch zusagte, mich am Montag zum Flughafen zu bringen.

    Warum ich mir das auch noch gewunschen habe, weiß ich nicht, das war ganz bestimmt mega-unvernünftig, entspricht überhaupt nicht dem Teil von mir, der ohne ihn auskommen kann und will - und ich hab's trotzdem getan. Ein Teil von mir könnte sich ohrfeigen dafür.

    Aber ich sage mir ganz einfach: Ok, ich habe das heute gebraucht. Ich hatte Angst davor, im Bösen wegzufahren, ich würde gerne mit einem Gefühl von "wir können zwar nicht miteinander, aber wir mögen einander immer noch" wegfahren, weil es mir so einfach leichter fällt.

    Und das gönne ich mir einfach. Die nächsten 7 Wochen habe ich sowieso endlich Pause, kann vielleicht auftanken, und wenn ich mir da vorher diese kleine besänftigende Streicheleinheit hole, ist das auch ok. Und wenn das wieder ein Stück Selbstbetrug ist, dann so what! Ich darf auch mal wieder einen Schritt zurückgehen, darf auch vor einer Hürde zurückschrecken.

    Na, ich bin ja neugierig, wie die Fahrt zum Flughafen wird. Ich würde mich so gerne im Guten von ihm verabschieden: Mit Schmerzen, aber auch mit dem Wissen, daß eine gegenseitige Grund-Zuneigung einfach noch da ist, und auch sein darf.

    Au ja, heute bin ich wieder ganz fürchterlich wund, innerlich, schon wieder ist Beweinen angesagt ... das mach' ich jetzt noch schnell, und ab Montag ist dann - ja, was eigentlich? - wie wär's mit BEFREIEN angesagt.

    Eines darf ich hier zum Abschied noch erwähnen: Mich zu trennen wird NICHT zu meinen Lieblingserfahrungen im Leben. Viel zu aufreibend, auf Dauer!

    Also, liebe Grüße nochmal,

    MP

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Hallöchen miteinander,

    zunächst einmal wünsche ich MP einen wunderschönen Urlaub.

    Mir geht es momentan mal wieder ganz schön besch.... Un das in immer kürzeren Abständen.
    Nachdem ich den Kontakt zu meinem Ex bislang auf SMS und E- Mails einschränken konnte (er hat Angst mich komplett zu verlieren und meldete sich täglich) und seit drei Tagen ganz einstellen, habe ich ihn heute in der Bibliothek getroffen.

    Das Schlimme ist, dass ich Herzrasen bekam und mich echt nett mit ihm unterhalten habe.
    Und obwohl ich ihm die ganze Zeit sage, dass wir den Kontakt zunächst abbrechen sollten tut es mir selbst so weh.
    Ich habe mich doch getrennt, warum komme ich nicht klar?
    Ich weiß, dass ich immer wieder entäuscht werden würde oder verletzt. Ich dachte auch meine Gefühle hätten sich schon in freundschaftliche Gefühle umgewandelt, allerdings vermisse ich ihn ständig und bin dauernd traurig. Wie meine Gefühle nun wirklich für ihn sind, das weiß ich nicht so genau. Ich weiß nur, dass mein Verstand und mein Bauchgefühl mich in meiner Entscheidung immernoch unterstützen. Also Trennung trotz Liebe? Oder glaube ich nur ihn noch zu lieben? Ich will nicht mit ihm zusammen sein, aber ihn auch nicht komplett verlieren.
    Weiß wirklich nicht mehr was ich denken soll.

    Habt ihr nen Rat? Ich weiß ja: Zeeeeeeit.
    Bitte helf mir ein wenig auf die Sprünge.

    LG
    Sonne

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Hallo sonne,

    Ich habe mich vor 6 Monaten von meiner Freundin getrennt, nicht, weil ich sie damals nicht mehr geliebt habe, sondern weil ich vom Verstand her wusste, dass es auf Dauer nie gut gehen würde.

    Ich war tief im Innern unzufrieden und vermochte nicht mehr, ich selber zu sein; darüberhinaus habe wir viel gestritten, weil wir wirklich nicht zueinander passten und uns daher beide verbiegen mussten, um das Zusammenleben irgendwie hinzubekommen.

    Obwohl es ein schwerer Schritt war und ich sehr hart sein musste, weil sie die ersten Tage viel geweint hat und mich nicht gehen lassen wollte,wusste ich, dass es richtig war sie verlassen zu haben und fühlte mich trotz aller Aufgewühltheit und Erinnerung an schöne Momente erleichtert und befreit.

    Ich bekam dann nach einer Woche einen sehr bösen und gemeinen Abschiedsbrief, den ich ihr aber verziehen habe, weil ich wusste, wie tief sie verletzt war und wie sehr sie mich geliebt hat.

    Dann habe ich fast 2 Monate lang nichts von ihr gehört, eine Zeit, in der ich immer wieder traurige Momente hatte, ohne meine Entscheidung je wirklich in Frage zu stellen. Plötzlich meldete sie sich per SMS, weil ich noch Dinge von ihr und sie Sachen von mir hatte. Wir haben ein Treffen vereinbart, vor dem ich sehr grosse Angst hatte.

    Und ich muss dir sagen, als ich sie sah, war es ein sehr emotionaler Moment für mich, sie wirkte sehr kalt und distanziert, trotzdem umarmten wir uns plötzlich und ich hätte sie sogar geküsst, wenn sie den Kopf nicht zur Seite gedreht hätte...

    Ich habe danach sehr lange nachgedacht, was da in ich gefahren war...

    Sie zu sehen weckte schöne Erinnerungen in mir, sie zu umarmen liess mich gar meine Liebe noch einmal spüren, die ich, selbst wenn ich niemals mit ihr hätte glücklich werden können, nicht in 2 Monaten ganz abstellen konnte.

    Einige Wochen später waren aber auch meine Gefühle für sie verschwunden...

    Ich denke, dies ist aber nur möglich, wenn man wirklich totale Kontaksperre einhält.

    Solange du Kontakt zu deinem Exfreund hast (SMS oder mail), wirst du nicht ganz über ihn hinwegkommen oder vor allem, er nicht über dich. Vielleicht könnt ihr später wieder gute Freunde werden, aber nach meiner Erfahrung ist Kontakt während der akuten Trennungsphase für beide nicht gut.

    Man kann auch als "Verlasser " sehr traurig sein... Wenn man aber vom Kopf her genau weiss, dass es richtig war, sich zu trennen, wird man auch irgendwann auf emotionaler Ebene damit zurecht kommen. Lass dir Zeit und vergiss nicht, dass du deine Gründe hattest, dich zu trennen.

    Dir weiterhin alles Gute und viel Kraft.

    gutschii

  9. User Info Menu

    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Hallo gutschii,

    danke für deine offenen Worte und das Teilen deiner Erfahrungen.

    Genau das Ding mit dem "Kontakt" ist das Problem. Wir haben und werden mindestens das nächste Jahr immer wieder beruflich miteinander zu tun haben. Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll ohne nicht wieder schwach zu werden, obwohl ich doch vom Kopf her weiß, dass es richtig ist.
    Habe mich auch selbst schon ertappt, wie ich dann zum Handy gegriffen hab und ihn anrufen oder ihm schreiben wollte.
    Trotzdem hat man auch das Gefühl die Person so gut zu kennen, vertraut zu sein und andererseits irgendwie wem Fremden gegenüber zu sitzen. Weil -wie du schon richtig sagtest- es ausreichend Gründe für eine Trennung meinerseits gab. Ich ahtte ihm auch genug Chancen gegeben, nur schien er nie aufgewacht. Und jetzt, wo er aufgewacht ist und mich gerne wieder hatte, da habe ich gemerkt, dass die Chancen wohl nicht nützen würden, weil wir so unterschiedlich sind.
    Von seinem jetzigen Benehmen und Verhalten mir gegenüber hätte er ne Chance verdient, allerdings ist es irgendwie zu spät, weil mich die Erkenntnis eingeholt hat, dass es auf Dauer wieder zum Stress kommt.
    Alles so verzwickt.
    Ich weiß einfach nicht mehr.

    LG
    Sonne

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    AW: selbst getrennt - und trotzdem tut es soo weh !

    Wenn ihr euch von Berufswegen her noch sehen müsst, was in eurer Situation schon schwer genug ist, solltest du versuchen, ansonsten keinen Kontakt zu haben, denn: du wiederholst immer wieder das Wesentliche: es wird nicht mehr... Manchmal ist es einfach zu spät und du bist dir dessen sicher und schreibst es ganz bestimmt, also...

    Klar ist er dir vertraut, so etwas vergeht nicht einfach...

    Was mir immer sehr geholfen hat, war die Nummer im Handy zu löschen, damit bewirkst du einerseits, dass du ihm nicht mehr so schnell schreibst oder zumindest zuvor noch einmal kurz darüber nachdenken kannst; zum anderen verlieren Nachrichten von ihm den persönlichen, intimen Charakter, weil nicht sein Name auf dem Display steht, sondern seine Nummer...
    ein psychologischer Trick, der meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen ist.

    Die Nummer des Ex zu löschen signalisiert die Bereitschaft, nach und nach loszulassen, und wenn du dazu fähig bist, befindest du dich auf dem richtigen Weg.

    Ich versuche natürlich nur deine Gedanken und Gefühle zu interpretieren, denke aber schon, dass du ähnlich fühlst wie ich damals.

    DU musst versuchen dir darüber klar zu werden, ob du wirklich OHNE ihn leben willst. Dies kannst du dir freilich nur selbst beantworten. Aber wie willst du es definitiv herausfinden, wenn du noch privaten Kontakt mit ihm hast?

    LG
    Geändert von gutschii (21.01.2008 um 16:56 Uhr)

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