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    AW: Ende mit Schrecken...

    Zitat Zitat von Complexity
    Ich habe in der Zeit oft über einen Satz von S. de Beauvoir nachgedacht und ihn endlich verstanden (und hoffentlich für das Leben daraus gelernt): "Niemand ist herablassender zu einer Frau als ein Mann, der sich seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist". Was denkst Du?
    Hallo Complexity,
    ich denke, diese Aussage hat was.
    Wenn man Paare beobachtet, bei denen es kriselt oder gar auseinandergeht--stellt man oft fest, dass bei der Frau eine Änderung eintritt,z.B. wieder zurück ins BErufsleben, stark abgenommen, neues Hobby mit ERfolg..........
    und der MAnn fängt an, verletztend zu werden, die Partnerin klein zu machen.
    (Sicher gibt`s die Fälle auch umgekehrt)
    ich glaube schon, dass da oft das eigene Selbstbewusstsein leidet-und das so-wie bei dir--dann kompensiert wird.
    Eigentlich schade, man könnte sich auch gegenseitig aufbauen
    Lucky1

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    AW: Ende mit Schrecken...

    Gratuliere zum Mut, dich schon nach 1.5 Jahren zu trennen. Bei mir hats beinahe 15 gedauert, bis ich ihn vorletzten Sonntag aus meinem Haus, das ich glücklicherweise letztes Jahr gekauft habe, geworfen habe. Stell dir vor, du hättest dich sooo lange klein machen lassen..! Auch ich habe übernächstes Wochenende noch den Umzug aus der (grässlichen) Wohnung vor mir, die wir gemeinsam bewohnt haben. Er wird dann, wie ich weiss, nicht dort sein. Trotzdem ist es schwer, am liebsten würde ich gar nichts mehr mitnehmen, leider geht das nicht, da noch wichtige Unterlagen zu holen sind. Ich fühle also mit dir, trotzdem wird nicht weich, denn was du geschrieben hast, tönte ja nach beinahe einem Schrecken ohne Ende...

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    AW: Ende mit Schrecken...

    Wow, Constanzia! Du hast das 15 Jahre ausgehalten und trotzdem jetzt den Mut aufgebracht, Dich zu lösen? Dann musst Du im Grunde eine sehr starke Frau sein. Denn wenn ich mir ansehe, was in 1,5 Jahren aus mir geworden ist, nehme ich an dass nach 15 (!) von mir nichts mehr übriggeblieben wäre.

    Das mit der gräßlichen Wohnung kenne ich glaube ich auch:-) Ich selbst mag alte Möbel, die auch gern die eine oder andere Macke haben dürfen, Patina eben:-) Er steht auf kalten Bürochic. Und als wir zusammengezogen sind hat er mir auch unmissverständlich klar gemacht, dass er meine Möbel nicht in unserer Wohnung haben will und man müsse doch Kompromisse machen blablabla...hieß im Klartext: wir machen was ER will. Und ich Idiot hab mich - wie bei so vielen anderen Sachen auch - "überzeugen" lassen. Ich freue mich so darauf, meine Wohnung zu einem Ort machen zu können, in dem ICH mich wohlfühle!

    Ich hab ihn gestern kurz zufällig getroffen und er reagiert absolut berechenbar: nämlich wütend. Das kommt mir sehr entgegen, denn wenn er sich benimmt wie immer habe ich keine Veranlassung, doch noch einmal weich zu werden. Ich denke nach diesem Wochenende weiß ich mehr.

    Erzähl doch mal, Constanzia, was hat bei Dir das Fass überlaufen lassen?
    Gruß
    complexity

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    AW: Ende mit Schrecken...

    Er selbst wiegt bei 1,90m 130 kg


    Das ist aber deutlich mehr als Waschbärbauch.

    Prijon

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    AW: Ende mit Schrecken...

    Prijon::-)

    Ist mir völlig wurscht. Ich hatte mich ja in das Gesamtpaket verliebt. Freunde meinten gestern, dass er ev. die Unzufriedenheit mit seinem eigenen Körper auf meinen projeziert. Ich trage Größe 42 und bin allenfalls üppig, er schleppt 30 Kg mehr mit sich rum als gut für ihn sind. Und im Gegensatz zu ihm habe ich es vor Jahren, im größten Ehetief, schon einmal geschafft 25 kg (!) abzunehmen und halte mit den o.g. Schwankungen dieses Gewicht noch immer.

    Aber selbst wenn da bei mir noch ein Fünkchen Verständnis aufblitzt, habe ich keine Lust mehr, mit dieser Charaktereigenschaft, andere zum Prellbock für Dinge zu machen die in ihm selbst begründet sind, zu leben. Es geht mir einfach nicht gut mit ihm, das werde ich ihm am Wochenende noch einmal sagen, obwohl ich nicht glaube, dass er ausgerechnet jetzt damit anfängt, mich verstehen zu wollen.

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    AW: Ende mit Schrecken...

    @ Complexity,
    herzlichen Glückwünsch zu deinem Mut.
    Deine Geschichte hat mich sehr traurig gemacht.
    Vor meiner jetztigen Beziehung war ich sieben Jahre mit so einem Typen zusammen....
    Ich habe die Trennung geschafft, als ich am Boden lag (bei meiner Mutter wurde Krebs diagnostiziert) und er mir dann noch einen Tritt verpasste ("Du mußt dich schon zwischen deiner Mutter und mir entscheiden")
    Da blieb mir der Verstand stehen....nein, ich habe ihn wieder gefunden ....
    binnen kürzester Zeit war er aus meinem Haus raus.....

    Was ich aus der Beziehung mitgenommen habe???
    kaputtes Selbstwertgefühl, Verlustängste, Zukunftsängste

    Ich wünsche dir einen tollen Start in ein neues aufregendes Leben

    Achja...ich war auch 35 als ich mich getrennt habe

    liebe Grüße
    bellchen

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    AW: Ende mit Schrecken...

    und wie geht es Dir heute? wie lange ist das her?
    Gruß
    co.

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    AW: Ende mit Schrecken...

    Du hast gefragt, was das Fass zum Ueberlaufen brachte. Also, meine Schwester erzählte mir, dass unsere Cousine an einem Burn-Out leide wegen Mobbing in ihrem Büro, krankgeschrieben sei. Ich rief sie nach langer Zeit an, hörte ihre Geschichte und realisierte mit einem Knall, dass ich selbst Hilfe brauchte. Ich habe mir sofort eine Therapie verschreiben lassen, und diesere Psychotherapeut, ich wählte ganz bewusst einen Mann, deutete ganz nüchtern, wozu sich mein Partner so und so mir gegenüber verhielt. Das hörte ich nicht gerne, nein ich hasste es, denn alle Illusionen verpufften. Er riet mir auch sofort Distanz einzulegen, aus der Wohnung auszuziehen, um mich nicht länger demütigen zu lassen. Einfach ohne endgültige Entscheidung, sozusagen ein Time Out in der Beziehung. Das hat mir sehr geholfen, ich hatte so Zeit, mich in meinem Zweitdomizil, wo ich auch arbeite, einzurichten. Und, was ganz wichtig war, hatte so Gelegenheit zu beobachten, dass es mir immer schlecht ging, wenn ich wieder mit ihm gemeinsam in der Wohnung war. Auch weil diese Wohnung, sie gehört ihm, total verwohnt ist, und nie, wie er mir beim Einzug versprochen hatte, renoviert würde. Kurz, ich sah mit Distanz, was mir diese Beziehung, in der ich gemeinsam einsam war, antat. Er kam dann vorletztes Wochenende in meinem Atelierhaus zu Besuch und benahm sich auch so, schlief im Gästezimmer, tat ein wenig fürsorglich (reparierte eine Türe, ungefragt) und einfach so, wie wenn wir längst und friedlich getrennt wären. Beim Frühstück erzählte er von einem Kumpel, der kürzlich rausgeschmissen von seiner Frau, neben ihm wohnt, und dass der nun glücklich verkuppelt worden sei. Ich fragte ihn, ob er denn etwa auch mit jemandem ausgehe, da meinte er ganz flockig, ja sowas wolle er in Zukunft nicht ausschliessen. Ausserdem sei unsere Beziehung praktisch beendet. Da war ich sprachlos, hat der Mann ja offensichtlich sich bereits von mir getrennt. Sichtlich mühelos und irgendwie vergessen, das konkret und in einer fairen Art mitzuteilen. Resultat: Ich habe es laut und deutlich getan, meinen Hund an die Leine genommen und ihm erklärt, dass ich bei meiner Rückkehr nicht mehr in meinem Haus sehen will. Seither probe ich den Sologang, nach wie gesagt 15 Jahren. Es ist schwer, aber doch leichter, denn endlich weiss ich, dass ich mein Leben selbst bestimmen kann. Und nicht bibbernd warten muss, während einer mich längst abgeschrieben hat. Uebrigens, wir hatten auch gute Zeiten - auch wenn wir, wie ich jetzt weiss einfach nicht zusammenpassten und Verhaltensweisen schlicht krankhaft waren (z.b. legte er sich bei Auseinandersetzungen ins Bett, ich denke er hatte Depressionen), aber die Lieblosigkeit, die er mir gegenüber an den Tag legte, war sicherlich seit einigen Monaten ganz klar zu spüren. Und die spürst du ja auch, Complexity. Da kann ich bloss sagen, abgrenzen, ausziehen, eigenes Leben aufbauen. Und falls der Partner einem wirklich liebt, dann muss er auch bereit sein, an sich zu arbeiten.

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    AW: Ende mit Schrecken...

    hallo complexitiy,
    hallo @ all,

    klink mich mal mit ein, auch ich habe mich getrennt von meinem partner; ist noch ziemlich frisch (1,5 wochen). gleicher grund, wollte die demütigungen nicht länger ertragen, verstehe spaß genug, aber in einer beziehung ist auch mal eine grenze erreicht... ich sehe das auch so, dass er etwas machen muss (wird er nicht wollen, da müsste er sich ja selbst mal genauer anschauen...) und finds klasse das du das durchziehst. tut weh, ich weiß, kann mitfühlen, mir gehts auch so. ich habe noch eine sachbeschädigung zu regeln, die er in einem wutanfall bei mir gemacht hat.... ach, frustrierend diese beziehungssachen... immer wieder das hamsterrad und der gleiche typ mann...

    lg
    estrella

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    AW: Ende mit Schrecken...

    Mein Beileid, Estrella,
    ich weiß genau wie sich das anfühlt, und seit dem Wochenende lässt leider auch der betäubende Schock nach:-(, so dass allmählich der Schmerz kommt...
    Jetzt rief mich der beste Freund von ihm an und meinte, ich soll doch auf B. zugehen und nicht bocken, und ich müßte doch nur eine wenig Sport treiben, dann wäre alles in Butter. Da sieht man mal, was B. transportiert und verstanden hat. Am Wochenende haben wir uns dann doch mal gesehen, er ist tödlich beleidigt und hatte offenbar erwartet, dass ich winselnd angewieselt komme. Stattdessen wollte ich von ihm wissen, wie er sich das weiter vorstellt bzw. wann er auszieht. Nun, er kümmert sich jetzt schnell um eien Wohnung, und so lange werden wir sozsagenin verschiedenen Zimmern hausen. Der Umgangston hat sich dann auch einigermaßen normalisiert, knapp und zweckgebunden, aber wenigstens höflich...Aber lange halte ich das nicht aus, um neu anzufangen muss er erst einmal aus meiner Wohnung verschwunden sein. Leider fallen mir jetzt auch die guten Dinge wieder ein und wieviel Hoffnung ich am Anfang in diese Beziehung gesteckt habe und wie verliebt ich war. Das tut sehr weh. Außerdem freue ich mich einerseits auf das Alleinesein (ich bin immer ganz gut mir mir zurechtgekommen) andererseits habe ich Angst vor einer langen einsamen Liebesdurststrecke. Bin ziemlich down im Moment. Und ich muss dringend die Finger vom Alkohol lassen.
    Traurige Grüße
    complexity

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