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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen

    Außerdem muss man bedenken, dass die Eltern auch sehr viel übers Knie gebrochen haben in den letzten Jahren und nun merken, dass keiner so recht glücklich mit den Entscheidungen ist.

    Ich vermute ja, dass die Beiden bisher auch keine Möglichkeit gefunden haben, sich gegenseitig mit all ihren Empfindungen, ihren Zweifeln und Enttäuschungen zuzumuten, sondern erst mal die Familie (völlig verständlich) gemanagt haben.

    Falls die TE noch nicht gänzlich mit ihrer Ehe abgeschlossen hat, wäre es jetzt an der Zeit, das endlich anzugehen und nach Lösungen zu schauen, wobei ich weiterhin der Auffassung bin, dass dies wohl nur noch mit fachlicher Unterstützung möglich sein wird, damit ein Jeder gehört werden kann, aber auch zuhören muss.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Ich denke, ohne Haushaltshilfe oder au Pair wird die TE nicht aus ihrem Hamsterrad herauskommen.

    Wenn ich das richtig deute, ist der Ehemann kein Geringverdiener, ergo sollte so eine Lösung, die ja Geld kostet, durchaus möglich und im Sinn von ihm und der TE sein.

    [editiert]

    Freut Euch bitte auch über 4 gesunde Kinder (ich hoffe, das Älteste ist jetzt auch ganz gesund?) und holt euch jede Hilfe, die ihr bekommen könnt.

    Es gibt auch Frauen, die ungewollt kinderlos sind und vielleicht gerne als „Nanny on demand“ die Kinder ins Leben begleiten möchten. Ich bin so eine Nanny und sehe meine Herzenskinder als Bereicherung meines kinderlosen Lebens.


    luci
    Geändert von skirbifax (23.08.2021 um 08:16 Uhr) Grund: OT, s. Moderationsansage
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Hallo liebe TE,

    ich bin jetzt seit 2007 getrennt, habe 4 Kinder, und kann also ein bisschen meine Erfahrungen mitteilen. Damals war mein Ältester 10 Jahre alt, mein Jüngster 3. Für mich gab es damals keine Alternative zur Trennung, da Gewalt im Spiel war. Allerdings hatte ich das Glück, dass meine Kinder in Kindergarten bzw. Schule waren, und ich somit arbeiten gehen konnte. Unterhaltszahlungen kamen anfangs gar nicht, erst nach einer Klage dann (nach gut 2 Jahren) dürftig, da mein Ex-Mann in Insolvenz gegangen ist, und sich teilweise sein Gehalt hat nebenbei auszahlen lassen, so dass er seinen richtigen Unterhaltszahlungen offiziell nicht nachkommen brauchte. Aber anderes Thema... Ich will nur damit sagen, alles was man vorher vielleicht ausgerechnet bekommt oder wovon man evtl. ausgeht zu erhalten, muss nicht zwingend eintreffen. Meine Jungs waren aber zum Glück immer sehr "pflegeleicht", und haben mir diesen Schritt (den sie auch wollten, zumindest die beiden Großen haben mich um eine Trennung vom Vater "gebeten") in diesem Sinne leicht gemacht.

    Aber, auch das muss ich sagen, ich hatte sonst keinerlei Hilfe. Ich musste dieses Leben komplett alleine stemmen, von Haushalt, Kinderbetreuung und auch alles finanzielle, und das war und ist eine Hausnummer. Ich habe oft geweint in dieser Zeit, war oft auch am körperlichen und seelischen Limit, weil neben der ganzen "Arbeit" die Familie und Haushalt und noch ein Teilzeit- bzw. später Vollzeitjob (anders ging es finanziell gar nicht mehr) immer die finanziellen Sorgen über mir schwebten und immer noch schweben. Meine Jungs sind großartig! Sie sind liebevolle Kinder, selbständig, und ich bin sehr stolz auf sie. Sie waren keine Musterschüler, aber sie haben Abitur gemacht, d.h. da muss es nicht zwingend zu Problemen kommen.

    ABER - ich bin immer diejenige, die das Gefühl hat "versagt" zu haben. Immer dieses Gefühl nie wirklich Zeit gehabt zu haben. Dabei stimmt das noch nicht mal. Ich habe mich "viel" um die Kinder gekümmert, Haushalt etc. auf späten Abendstunden verschoben, wo die Kinder geschlafen haben, aber ich war eben nicht diejenige, die bei den Schulaufgaben daneben saß, etc. Keiner meiner Jungs hat sich je beklagt, und trotzdem wird dieses Gefühl immer bleiben.

    Und das ist etwas, was man nicht unterschätzen sollte. Ich habe fast nur für die Kinder gelebt (ist jetzt übertrieben), d.h. hatte nur wenig Zeit für mich, ich hab im Job immer alles gegeben, ich habe den Haushalt (mehr schlecht als recht) geschmissen, und bin jetzt auch an einem Punkt wo ich das Gefühl habe, die Seele oder der Körper mag nicht mehr. Ich bin erschöpft.... Es waren verdammt harte Jahre. Jetzt geht es seit einiger Zeit vom Zeitfaktor natürlich viel besser, da die Kinder ab einem gewissen Alter nicht die Mama als "Unterhaltungsfaktor" ;-) brauchen, aber trotzdem bleiben gewisse arbeitsintensive Dinge... Und, wie gesagt, das finanzielle wird mich noch ein paar Jahre begleiten und der Druck, der damit verbunden ist, ist auch nicht zu unterschätzen... Ich hab's geschafft, und werde es auch weiter schaffen, und vor allen Dingen bin ich auch glücklich mit meinem Leben, aber ich hätte es mir im Vorfeld einfacher vorgestellt. Und ob ich je das Gefühl los werde, dass meine Kinder sich im Nachhinein lieber eine Mama gewünscht hätten, die "Rund um die Uhr" für sie da gewesen wäre, weiß ich nicht. Sie würde es mir vermutlich auch nicht sagen...

    Ich will dir damit überhaupt nicht die Trennung ausreden, du hast deine Gründe dafür und es ist dein Leben. Ich möchte dir nur raten, alles gut zu "planen" und "durchzurechnen". Und vor allem das Wichtigste (was ich leider nie konnte...): Hilfe einfordern und annehmen. Alleine ist es mit 4 Kindern kaum machbar, ohne selbst tatsächlich ein Stück weit "auf der Strecke" zu bleiben...

    Ich drück dich!!!

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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    Keine Frau muss heutzutage in einer Ehe verharren nur weil sie 4 Kinder hat, schon gar nicht wenn sie nicht will, Punkt.
    Nein, aber sollte sie nicht eine Art "Bestandsaufnahme" machen?

    Ich lese die TE so - als ob sie überhaupt keinen Einfluss hat.

    Und das würde ich Ohnmacht nennen.
    Einfluss zu haben hat ja nicht unbedingt was damit zu tun ob man Geld verdient oder nicht.
    Das wird zwar immer so genannt ist aber nicht so.

    Wenn man denn 4 Kinder hat - sollte man den Vater auch danach beurteilen - wie er Familie wertet, wie wichtig ihm seine Kinder sind.

    Hatte ich so gemacht.

    Mir war auch immer alles zu wenig.
    Aber, sich so ganz hilflos und unglücklich zu fühlen wie die TE kenne ich nicht.

    Eigentlich verbinden doch gerade die Jahre wenn sie so so klein sind, dann himmeln sie Papa an.
    Das sehe ich auch heute so bei meinen Kindern.

    Wenn dem Mann Familie und Kinder so unwichtig sind - wie ich das hier heraus lese, würde mich auch nichts halten.

    Was lebt man denn da seinen Kindern vor? Kein Familienleben zu haben finde ich einfach das Schlimmste überhaupt. Das heißt dann - sich nicht auf bestimmte Situationen oder Rituale freien könnnen.

    Ob man sich dann trennt hängt ja von soo vielen Faktoren ab. Wie es vor allem gesundheitlich gestellt ist.

    Erst mal wäre mir mit so einem Frischling an der Brust alles gleich.


    Liebe TE,
    leg den Plan erst mal ad acta. Still dein Baby, lass es dir gut ergehen. Komme zu Kräften.
    Und leg dir was auf die Seite.

    Und geniesse deine Kleinen.

    Das kann alles Kraft bringen, kannste mir glauben.
    Scheiden kannst du dich immer noch lassen.

    Alles Gute für euch
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Hallo Community!

    Ich möchte mich zuerst für die Kommentare bedanken, die meine Eingangsfrage beantwortet haben!! Genauso danke ich denjenigen, die ohne Wertung, Vorwürfe etc. geantwortet haben!

    Ich habe leider den Fehler gemacht und die Frage nach Erfahrungen bzgl. einer Scheidung nicht allgemein gehalten. Außerdem habe ich mich dazu verleiten lassen, mich von dem ein oder anderen Kommentar provozieren zu lassen. Es hätte mir vorher klar sein müssen, dass jedes Detail, das ich hier preisgebe (ob im Eingangspost oder im weiteren Verlauf), zu weiteren Fragen bzw. Unverständnis führen wird.

    Ich habe das Thema eröffnet zu einem Zeitpunkt als ich mich so hilflos wie noch nie gefühlt habe. Ich wollte jemanden kontaktieren, der mir eben nicht sagt, ich solle mich nicht so haben. Der mir nicht sagt, denk an deine Kinder. Der mir nicht sagt, dein Mann verdient das Geld und du willst ihm so etwas Schreckliches antun (überspitzt gesagt). Deswegen bin ich diesen Weg gegangen. Vielleicht hätte ich ein paar Tage warten müssen, mir erst einmal im Kopf eine Struktur zurechtlegen und dann einen Post absetzen.

    Das Geschriebene kommt meistens anders und unverständlich bei den Lesern an. Es fing schon damit an, dass ich über „6 Jahre Kampf“ geschrieben habe. Ich hätte vielleicht schreiben müssen, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt meiner Ehe, bereit war die Schuld für jede noch so kleine Kleinigkeit auf mich zu nehmen. Die Fehler meistens bei mir gesucht habe und versucht habe, diese Fehler aus der Welt zu schaffen. Es hatte mit dem blöden Umzug, der auf meinem Mist gewachsen ist und der damals schon fehlenden ehrlichen Kommunikation seitens meines Mannes zu tun. Wie schon erwähnt, er sitzt die Probleme aus und kommt irgendwann Wochen oder Monate später auf die Idee, mir die Dinge vorzuhalten. Und bevor wieder etwas kommt: Es ist nur ein Puzzleteil einer 10-jährigen Beziehung. Ich kann und möchte hier nicht alles niederschreiben. Es war auch nicht das Ziel.

    Die 10-jährige Beziehung (8 Jahre Ehe) hat heute noch Bestand, da es auch sehr viele gute Momente gab. Und das gibt man selbstverständlich nicht von heute auf morgen unüberlegt auf. Da gebe ich vielen von euch recht. Auch wenn es so ausgesehen haben muss, ich hatte nicht vor, etwas übers Knie zu brechen.

    Wenn man dann keine oder nur sehr wenige Details über eine (anonyme) Person gelesen hat und gleich daraus schließt, diese wäre egoistisch, verantwortungslos den Kindern gegenüber etc. lässt mich im ersten Moment schon schlucken. Und irgendwer hat noch irgendwo herausgelesen, dass mein Mann sich schlecht um die Kinder kümmert. Falls ich das so aussehen lasse habe, tut es mir leid und war wahrscheinlich aus einem Impuls heraus geschehen. Ein schlechter Vater ist er jedenfalls nicht.

    Ich bin froh, dass ich mich gestern zurückhalten konnte, nicht direkt auf einige doofe Kommentare einzugehen. Andernfalls wäre ich wieder in die Rechtfertigungsposition gerutscht.

    Soll mich jeder einschätzen wie er mag und damit glücklich sein, seinen oder ihren Senf zu einem Thema abgegeben zu haben. Ich bin stark genug, das auch noch zu verkraften.
    -----
    Zum Thema Studium:

    Ich habe zuvor in Hamburg studiert und 120 von 180 CP erworben. Es kam der Umzug, die Entfernung war zu groß, Exmatrikulation.
    Jetzt leben wir wieder in Hamburg, Studium wäre also wieder möglich (10 Minuten Fußweg), beworben habe ich mich bereits und warte auf Wiederaufnahme. Überall anders müsste ich von 0 anfangen und da liegt es doch nahe, erstmal in den alten Studiengang zu kommen. Ob verheiratet oder nicht, das Ziel habe ich mir gesteckt (natürlich in Absprache mit meinem Mann) und möchte es wenigstens versuchen.
    Und was das Studium noch zusätzlich attraktiv macht: ich kann es flexibel gestalten. In meinem Tempo. Habe ich auch vorher schon so gemacht, nachdem das erste Kind da war. Und ich habe mehr geschafft als ich damals für möglich hielt. Aber ganz ohne Stress ging es natürlich nicht. Und ich mache mir auch keine Illusionen, dass es mit vier Kindern ein Spaziergang wird.
    Die beiden Grundschulkinder sind täglich bis 13 Uhr in der Schule. Das Kitakind bis 14 Uhr betreut. Das Baby ist angemeldet, aber wird so lange es geht zu Hause betreut. Ist mir auch sehr wichtig.
    Sollte ich den Studienplatz bekommen, habe ich die Möglichkeit die Betreuungszeiten auszuweiten.

    Thema Verantwortung den Kindern gegenüber:

    Dass die Kinder noch klein sind, ist auch mir klar. Die sind auf beide Elternteile angewiesen. Ich war 7 Jahre alleinerziehend, mein Mann der Alleinverdiener. Unser Baby ist das erste Kind, dass beide Elternteile von Anfang an und jeden Tag um sich herum hat. Somit weiß ich wie anstrengend es ist 24/7 für die Kinder da zu sein. Trotzdem haben die Kinder sich bisher normal entwickelt. Die Klischees, dass Kinder ohne Vater schlechter aufwachsen, treffen auf uns nicht zu. Wir haben seine Anwesenheit haben wir gemeinsame Familienzeit genutzt. Jedoch entwickeln die beiden Großen jetz ganz feine Antennen dafür, ob bei den Eltern etwas stimmt oder nicht stimmt. Ich merke es den beiden an und bin wirklich unsicher, ob meine Kinder eben dadurch „Schaden“ nehmen können, sodass dieses große böse Wort Scheidung am Freitag gefallen ist.

    Thema weiter Ablauf:

    Unser Gespräch war konstruktiv, d.h. wir sahen beide unsere Fehler ein, konnten und durften uns gegenseitig sagen was uns nicht passte. Wir sind uns recht schnell einig gewesen, dass wir ohne professionelle Hilfe nicht aus der Spirale kommen. Wir wollen gemeinsam eine Beratungsstelle aufsuchen. Vielleicht brauchen wir tatsächlich nur eine Beziehungsanleitung, in der wir Schritt für Schritt alles (neu)erlernen.

    Die Frage ist jetzt aber: Wer von uns beiden kümmert sich um die Beratung? Bin ICH wieder diejenige, die den Schritt machen muss, weil ich sonst auch immer für alles verantwortlich war? Dabei bin ich doch diejenige, die eigentlich den Schlussstrich ziehen wollte. Soll ich IHN dazu ermutigen/zwingen, sich ans Telefon zu setzen? Soll ich eine Woche warten oder mehrere Monate? Denn so wie ich ihn kenne, fühlt er sich schnell von mir bedrängt, bevormundet, gegängelt wenn es um „unangenehme“ Dinge geht. Ruckzuck ist das Jahr um und das nächste und übernächste und nichts ist passiert, weil dann zu viel Arbeit auf dem Schreibtisch lag oder oder oder.
    Ihr seht es schon, ich bin es leid, zu warten und zu hoffen, dass er aus dem Quark kommt und endlich die Initiative ergreift.

    Danke fürs Lesen!

  6. Moderation

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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Zitat Zitat von EspressoConPanna Beitrag anzeigen
    Die Frage ist jetzt aber: Wer von uns beiden kümmert sich um die Beratung? Bin ICH wieder diejenige, die den Schritt machen muss, weil ich sonst auch immer für alles verantwortlich war? Dabei bin ich doch diejenige, die eigentlich den Schlussstrich ziehen wollte. Soll ich IHN dazu ermutigen/zwingen, sich ans Telefon zu setzen? Soll ich eine Woche warten oder mehrere Monate? Denn so wie ich ihn kenne, fühlt er sich schnell von mir bedrängt, bevormundet, gegängelt wenn es um „unangenehme“ Dinge geht. Ruckzuck ist das Jahr um und das nächste und übernächste und nichts ist passiert, weil dann zu viel Arbeit auf dem Schreibtisch lag oder oder oder.
    Ihr seht es schon, ich bin es leid, zu warten und zu hoffen, dass er aus dem Quark kommt und endlich die Initiative ergreift.
    Gerade deshalb ist es doch nicht verkehrt, wenn du dich drum kümmerst? Eine Beratung bedeutet ja auch nicht zwangsläufig, dass die Ehe fortgesetzt wird. Es kann in der Beratung auch herauskommen, dass ihr an einem Punkt angelangt seid, wo es kein "wir" als Paar mehr gibt. Dann geht es in Richtung Trennungsberatung. Dann kann dort geklärt werden, wie es mit der Kinderbetreuung, Umgang usw. laufen kann. Mit Begleitung, mit Fachwissen im Hintergrund. Das ist eine Möglichkeit und Chance, die du dir nicht entgehen lassen solltest.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Liebe Espresso, ich finde den Rat von Skribifax gut

    Eine Ehe zu retten ist fast immer gut, wenn man aber an den Punkt gelandet ist wo man keinen Schimmer Hoffnung mehr hat, dann ist es vielleicht an der Zeit seine Situation zu überdenken - genau das tust Du gerade auch.

    Ich verstehe deinen Frust, denn Du bist ja praktisch schon allein erziehend.

    BTW, ich habe 4 Kinder - alle erfolgreich alleine gross gezogen.

    Ich wünsche mir fuer Dich und deiner Familie einen guten Ausgang, egal wie der aussieht.

    Du musst dich hier nicht verteidigen, wir sind in einem Forum und nicht auf dem Gericht!
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    gecko ich tu mich schwer mit deinem Beitrag. Anno 2021 lautet für mich die Frage nicht: hat die Frau das Recht , ihre Ausbildung zu beenden, sondern: wie machen wir es möglich.
    Ich finde gecko's Analyse gar nicht so falsch.

    Ja, wir sind in 2021. Da darf (und sollte) jeder für sich Verantwortung übernehmen.

    Liebe TE, mein Eindruck ist der, dass du dich mit deinem Konstrukt verrannt hast. Du hast doch in eigener Verantwortung gehandelt und bist jetzt dort, wohin du dich mutverantwortlich begeben hast.

    4 Kinder, Wegzug aus dem Haus, Unterbrechung des Studium.

    Das sind alles Dinge/Menschen, die du zugelassen hast.

    Für eine(n) Außenstehende(n) ist das Alles mächtig viel. Ermöglicht hat dir dieses Leben auch dein Mann, in dem er einen Job hat, der euch das finanziert. Auch wenn jetzt wieder ein paar Frauen hier kreischen, das sind ja offenbar Tatsachen.

    Wenn ich mich dazu entschließe, erst meinen finanziellen Rahmen festzustecken und dann Kinder bekomme oder aber schon vorab dies passiert, ohne dass ich überhaupt fertig für das Arbeitsleben bin, kann ich doch nicht nur einer Person qus diesem Konstrukt, hier deinem Mann, Vorwürfe machen.

    Was mich mit meinen 52 Jahren immer wieder erstaunt, ist, dass es Frauen gibt, die freiwillig (!) Hausfrau sind, Kindererziehung auf sich nehmen, das angenehme Leben, was der Ehemann finanziert, annehmen und doch nach einiger Zeit genau diesen Mann Vorwürfe machen, dass alles (was alles?) an ihnen hängen bleibt und sie ja verzichten (auf was?).

    Ist es die entstandene Langeweile, die (leider noch vorhandene) wenige Anerkennung ihres Tuns?

    Die Rahmenbedingungen macht ein Paar doch selbst? Oder stolpert man da einfach so rein?

    4 Kinder sind mehr wie ein Vollzeitjob. Hilfe von außen sind Kitas und Schule. Ansonsten bist du den größten Teil des Tages gefragt.

    Deine Verletzung ggü. deinem Mann resultiert m.M. nach aus dem Auszug aus dem Haus. Dort hast du dich wohlgefühlt und bist auch mit wochenlanger Abstinenz deines Mannes klar gekommen. Hier hat dein Mann auch die Verantwortung an deinem Wohlbefinden nicht erkannt.

    Euch beiden fehlt vielleicht da der Blick auf die Konsequenzen eurer Taten. "Das werden wir schon wuppen" reicht halt meistens nicht.

    Ich finde die Idee von einer professionellen Hilfe von Außen nicht schlecht. Wenn diese davon abhängt, dass du sie in die Wege leitest, dann akzeptiere das vorerst. Du kannst Erfolge oder Veränderungen von euch nicht bereits vorab erwarten, wenn der Weg dorthin noch gar nicht beschritten wurde.

    Von Außen kann ich nach Lesen deiner Zeilen sagen, die Schieflage ist nicht ausschließlich durch deinen Mann verursacht.

    Dein Wunsch, die Ehe nun zu beenden, ist m. E. ein fortschreitender falscher Blick auf eine Verantwortung, die du von Anfang an falsch verstanden hast.
    Geändert von Admaro (23.08.2021 um 14:06 Uhr) Grund: Ergänzung
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

  9. User Info Menu

    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Liebe TE,

    das klingt nach einem gehörigen "selbstgemachten" Schlamassel. Und jetzt ist der Punkt erreicht, an dem Du etwas ändern willst. Das finde ich schon mal sehr positiv! Aus meiner Sicht - ich bin geschieden und hatte damals zwei kleinere Kinder - ist es wichtig zu wissen: Was will ich, was ist das Ziel. Und das ganz positiv im Blick behalten. Der Weg, wie Du dann dahin kommst, ist absolut zweitrangig. Ich bin fest davon überzeugt, wenn man etwas erreichen will, dann klappt das entweder oder man findet auf dem Weg dahin wie von selbst Alternativen.

    Dafür musst Du Dich aber fragen: was willst Du WIRKLICH.

    Für mich liest es sich tatsächlich weniger so, als würdest Du unbedingt die Scheidung wollen. Sondern eher als würdest Du Dich gern um Deine berufliche Zukunft kümmern wollen. Du bist unzufrieden mit dem Status Quo. Die Frage ist: wird eine Scheidung daran etwas ändern?

    Ich habe mich scheiden lassen, weil mein Ex fremdging und definitiv Gefühle für die Andere hatte. Da gab es kein "vielleicht kann man andere Wege finden", eher ein "ach, darum lief das hier monatelang scheiße, halt weil er gelogen hat und es irgendwie hinkriegen wollte, dass ich Schuld an allem bin". Und ich kann Dir sagen: als das Ganze durch einen blöden Zufall aufflog, war mein allerallererster Gedanke: Ich will das Haus behalten. Nicht: ich will ihn behalten oder ich will die Kinder davor beschützen. Absolut jeder, dem ich dann sagte, das sei mein Ziel, hielt mich für völlig bescheuert. Wir waren hoch verschuldet, ich hatte einen Teilzeitjob, die Kinder waren klein, mein Ex auf Wolke 7 mit der Neuen und auf Rosenkriegspfad mit mir... ich hatte absolut keine Ahnung, wie ich das machen sollte, wirklich nicht, aber ich wusste, das will ich auf jeden Fall hinkriegen. Und jetzt, 11 Jahre später kann ich Dir sagen: ich habe es geschafft! Hätte ich vorher gegrübelt, geplant, abgewogen, ich hätte das so niemals gewagt, aber mein festes Ziel vor Augen hatte ich doch immer die richtigen Impulse zur richtigen Zeit. Sogar so was völlig Schräges, dass ich mich in eine Tinder-Affäre stürzte relativ willkürlich, Hauptsache mal wieder Sex, und dieser Mann entpuppte sich als versierter Scheidungsanwalt, der mich irrerweise ein paar Wochen lang ganz am Anfang durch den Rosenkrieg führte, ohne dass ich letztlich wusste, wer er überhaupt ist, er verschwand nach ein paar Wochen in eine andere Stadt. Je länger ich da rückblickend auf diese Zeit schaue, was alles völlig Abgefahrenes passiert ist als ich wusste, ist mir egal, was Ihr sagt, aber ich will das Haus behalten. Von einem Stunden-Aufstocken über das Finden einer Bank, die sich auf mich einließ, über einen Zufallsfund von Geld, das mein plötzlich verstorbener Vater für mich heimlich gespart hatte, ausgerechnet als eine Lücke über exakt diese Summe in meiner Kalkulation entstand...

    So, was ich sagen will: Bei Dir ist doch das Ziel erst mal - das Studium! Wenn Du Deinem Mann sagst, dass Du das unbedingt willst, wenn Du beim Studentenamt (oder was auch immer) sagst, dass Du das unbedingt willst, wenn Du Hebel in Bewegung setzt, dass das Dein Ziel ist, wenn Du Dich nicht beirren lässt - dann wird sich auch in Deiner Ehe etwas bewegen. Bisher bist Du "die Ehefrau, die den roten Teppich auslegt". Dein Mann kennt das nicht anders. Aber jetzt hast Du ein Ziel: Deine Ausbildung. Rede darüber mit ihm. Vier kleine Kinder müssen Dich nicht davon abhalten. Schau nicht auf die Hindernisse, es wird sich fügen.

  10. Inaktiver User

    AW: Scheidung - 8 Jahre Ehe, 4 Kinder

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Ich finde gecko's Analyse gar nicht so falsch.
    Unter Analyse verstehe ich was anderes.

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