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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Ich muss da immer an den Zugewinn eines Eigenheimes denken, der rechnerisch ermittelt wird, den es aber eigentlich gar nicht gibt.


    .
    Es gibt auch einen "negativen" Zugewinn... der aber nicht unter Null sinken kann.

    Momentan steigen die Häuserpreise in begehrten Lagen stark an, aber es gibt auch Gegenden, da sinken sie stark weil niemand hinwill...
    Abgesehen davon wird langfristig in Europa die Bevölkerung sinken (wie sie auch weltweit bald nicht mehr ansteigt und dann auch sinkt) was sich zwangsläufig auch auf die Immobilenpreise auswirkt.
    Andererseits steigen die Energiekosten - wohin ist unabsehbar - und das wird sich auch auf das Wohnen auswirken. Sowohl auf die Kosten von Fahrwegen als auch für das Heizen.

    Wenn man nur an die finanziell maximal negativen Konsequenzen des Heiratens denkt, kann man eben auch die Vorteile nicht in Anspruch nehmen:

    Ehegattensplitting, Steuerersparnis beim Erben, Witwen- bzw. Witwerrenten incl Pensionsansprüchen. kostenfreie Mitversicherung des Ehepartners in der KK und Vorteile bei der Alterssicherung.

    Zwar sind viele dieser Vorteile antiquiert und werden früher oder später teilweise abgeschafft, aber noch bestehen sie.

  2. Moderation

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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Am besten gar nicht mehr heiraten und auch in "wilder Ehe" die Finanzen getrennt halten und sich über die monatlichen Lebenshaltungskosten einigen.
    Und dann kommt die Erbschaftssteuer...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    @Luftistraus, er will auf jeden Fall weniger als Zugewinngemeinschaft zahlen.

    Sonst würde er den Vertrag ja nicht so aufsetzen. Blöd ist er ja nicht.
    "Weniger als der Zugewinn" ist ja zum jetzigen Zeitpunkt eine vollkommen unbekannte Größe, denn wie hoch der Zugewinn im Fall einer Scheidung wäre, kann erst berechnet werden, wenn die relevanten Stichtage bekannt sind, Datum der Eheschließung und Zustellung des Scheidungsantrages. Was dazwischen vermögensmäßig passiert, ist Spekulation, daher macht so eine Aussage keinen Sinn.

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Beiseite: M.E. stimmt das so nicht, jedenfalls nicht für den Lottogewinn. Wenn man als verheirateter Mensch im Lotto gewinnt, bevor man die Scheidung eingereicht hat, fällt der Gewinn unter die Zugewinngemeinschaft und muss im Scheidungsfall mit dem Noch-/Ex-Ehegespons geteilt werden.
    (Darum spiele ich nämlich im Moment nicht.)
    Du hast Recht, hat der BGH so entschieden: Beschluss v. 16.10.2013, Az.: XII ZB 277/12

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Dieser Fall hatte ihn besonders empört, wie auch die offensichtlich schwache Position der Frau in der Paarbeziehung.
    Aber er sagte, so etwas käme relativ oft vor, und alle zeigen sich beratungsresistent zuungunsten der Frauen.
    Es ist ja nicht ohne Grund schon der ein oder andere Ehevertrag wegen Sittenwidrigkeit kassiert worden.

    Nach dem, was die TE hier schildert, habe ich den Eindruck, dass weder ihre Freundin noch deren eventuell zukünftiger Ehemann sich mit dem Thema Ehevertrag bisher ernsthaft befasst haben (oder die TE das nur nicht weiß, unsere Informationen hier sind ja nur mittelbar). Ein Ehevertrag ist idealiter das, worauf sich nach ordentlicher Beratung beide zum gegenseitigen Nutzen verständigt haben.

    Wenn ich allerdings von vorneherein denken würde, dass mich mein Partner hier übervorteilen wollte, würde ich ihn nicht heiraten - warum sollte ich mit jemandem leben wollen, dem ich das zutraue?
    There are people who have lost every trace of human kindness...

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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Und dann kommt die Erbschaftssteuer...

    Das sowieso...
    Und die Vorteile beim Ehegattensplitting machen bei gar nicht so wenigen einen fünfstelligen Betrag an Steuerersparnis pro Jahr aus... dazu muss man gar nicht einmal ein Firmeninhaber sein, es reicht ein gut verdienender angestellter Akademiker (etwa Ingenieur) in höherem Lebensalter - zusammen mit einer Frau aus einem sozialen Beruf oder einer Klein-Selbständigen. So eine Kombi bringt, zusammen mit einem Kirchenaustritt, etwa 10 000 Euro Ersparnis pro Jahr.

    Gerade wenn der Firmeninhaber aus dem aktuellen Beispiel verheiratet ist, spart er vermutlich sehr viel im Jahr durch seine schlechter verdienende Ehefrau.
    Wie das Paar die eingesparte Steuer dann unter sich aufteilt, ist ja Verhandlungssache.

    Da gibt es auch gerechte und ungerechte Lösungen...

    Aber in Summe kann über die Jahre schnell eine sechsstellige Summe zusammenkommen. Auf die verzichtet man auch wenn man nicht heiratet

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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    es reicht ein gut verdienender angestellter Akademiker (etwa Ingenieur) in höherem Lebensalter - zusammen mit einer Frau aus einem sozialen Beruf oder einer Klein-Selbständigen.
    Womit wir bei der nächsten Ungerechtigkeit wären, Ehegattensplitting bevorzugt den/die Gutverdienerin, bei dem 80 % des Einkommens anfallen.

    Bei ungefähr gleichem Einkommen beider Eheleute hat man keine Besserstellung zur Einzelveranlagung.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    @jaws, das ist eh klar!

    Die ganze Regelung ist ungerecht, aber darum geht es nicht. Noch dazu, weil Alleinerziehende in Steuerklasse 1 eingestuft werden. Die nächste, vermutlich schwarz-grüne Regierung wird daran etwas ändern müssen, auf Druck der Grünen.

    Aber wie das Angestellten-Paar die 10 000 Euro unter sich verteilt können sie ja verhandeln. Ebenso wie der Unternehmer, der noch viel mehr durch seine schlechter verdienende Ehefrau spart, das auch tun müsste... moralisch gesehen.

    Ich bezog mich nur auf dein Statement "Besser nicht heiraten, man hat nur Nachteile!"
    Deswegen habe ich Dir die finanziellen Vorteile des verheiratet seins aufgezählt - die die Nachteile auch aufwiegen können

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    AW: Ehevertrag - zugunsten Selbstständiger?

    * Wenn der Unternehmer allerdings ein Arxxx ist wie der Mann aus der Erzählung des Notars aus der Familie, dann wird er den Splitting-Vorteil schön selber einstecken, die Frau in Steuerklasse V darben lassen, ihr bei der Scheidung keinen Ausgleich für den Aufwand der alleinigen Kindererziehung zahlen, den Versorgungsausgleich ausschließen und den Zugewinnausgleich sowieso... und auch den "Unterhalt für Zeiten der Not" bespielsweise. Das ist nur das was mir spontan einfällt, aber ich bin keine Juristin.

    Grenzen gibt es nur bei der "Sittenwidrigkeit" und die ist sehr weit gefasst.

    Legale Möglichkeiten, dem anderen so richtig die Arxxxkarte zuzuspielen, gibt es zuhauf!

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