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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Auch wenn die Überbringung etwas suboptimal war.
    Ja, so kann man’s wohl ausdrücken…

    Hallo Betty,

    mit Ferndiagnosen tue ich mir grundsätzlich eher schwer, aber du willst ja Meinungen haben.

    Zitat Zitat von Betty1104 Beitrag anzeigen
    Mein Ex-Partner hat mich am 29.12.2020, für mich, aus heiterem Himmel verlassen. Sagte mir am Nachmittag er bräuchte mal kurz meine Aufmerksamkeit und dann kam der Schock. Ganz emotionslos und kalt sagte er: "Ich verlasse dich und ziehe auch gleich aus. Hast du noch Fragen?" Er sagte dann noch, dass er keine Gefühle mehr für mich hätte und schon seit Monaten darüber grübelt. Ich brach in Tränen aus und er fragte mich immer wieder, ob er mich in den Arm nehmen soll und ob ich noch Fragen hätte.
    Wer auf diese Art nach 18 Jahren eine Beziehung beendet, der zeigt auf diese Art vor allem eins: Er hat ein Riesenproblem. Nicht mal in erster Linie mit dir. Mit sich selber. Den vollständigen Mangel an Empathie mal ganz außen vor gelassen, scheint er in keinster Weise fähig zur Auseinandersetzung zu sein. Nicht mit sich selber und schon gar nicht mit dir. Dafür spricht auch vieles, was du sonst so erzählst. Ihn haben ja in der Zeit davor viele Dinge beschäftigt und belastet. Richtig mit dir darüber reden konnte er nicht. Paartherapie lehnt er ab … weil da genau das gefordert ist: Kritisches Auseinandersetzen mit dem Partner, aber auch mit sich selber. Sich selbst mal hinterfragen, das eigene Verhalten in Frage stellen. „Besprechen“ konnte er das nur mit seinen Freunden, wo wahrscheinlich kein Widerspruch zu erwarten war.

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Dein Ex-Partner hat dir durch seine "Vorbereitung" gar nicht die Chance geben wollen, die Beziehung zu ändern, zu verbessern oder dergleichen. Sonst hätte er gesagt, was ihn stört. Also wollte er gar nicht, dass du irgendetwas für ihn und für euch verbessern kannst. Er wollte nicht, dass du auch nur annähernd versuchst, die Beziehung zu retten.
    Bin ich mir nicht mal sicher. Klar ist es im Endeffekt so gelaufen. Aber ob er wirklich nicht wollte … oder einfach nicht konnte. Er wollte dich wahrscheinlich gar nicht so verletzen, er kriegte es bloß nicht anders hin. Armselig, klar … könnte ich mir aber wirklich vorstellen. Vielleicht wollte er im Grunde nicht mal die Beziehung beenden. Er war unzufrieden, aber nicht in der Lage etwas zu verbessern. Weil es da so schrecklicher Dinge wie Konfrontation und Kommunikation bedurft hätte. Dann lieber Schluss machen.

    Für dich kommt es aber letztlich aufs Gleiche raus. Ob er nun weg wollte oder nur nicht anders konnte … er ist weg. Und du bist zutiefst verletzt. Völlig zurecht, so ein Ende entwertet ja irgendwie auch alles, was vorher war. 18 Jahre deines Lebens. Wie man damit klarkommt … du scheinst ja gute Freundinnen zu haben, die dich unterstützen. Das und die Zeit … mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Und du schreibst davon, dass du vielleicht irgendwann freundschaftlich mit ihm umgehen kannst.
    Ganz ehrlich: ich sehe da keine Basis für. Und ich glaube nicht, dass dir das gut tun würde.
    Das kann ich nur unterschreiben.

    Zitat Zitat von Betty1104 Beitrag anzeigen
    Dann denke ich aber auch an die Probleme in der Partnerschaft und, dass ich das auf keinen Fall mehr möchte. Daran anknüpfen macht keinen Sinn.
    Das auch.

    Zitat Zitat von Betty1104 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wie es sein wird, wenn er doch auf mich zukommt und seine Entscheidung bereut. Aber wenn das wirklich passieren sollte, kann ich mir immer noch Gedanken machen.
    Also das würde ich nur dann im allerentferntesten in Erwägung ziehen, wenn er intensiv an sich gearbeitet und eine Therapie gemacht hätte. Wer nicht kommunikations- und konfliktfähig ist, der ist auch nicht beziehungsfähig. Und mit so einem Menschen reichen 18 gemeinsame Jahre eigentlich aus …

    Ich wünsch dir alles Gute, gute Nacht.

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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Liebe Betty,

    fühl dich mal virtuell geknuddelt!

    Vor 14 Jahren gings mir ähnlich. Mein Geschäftspartner war im Juni tödlich verunglückt und im November erfuhr ich, dass mein geleibter Lebenspartner seit einem Jahr ein Verhältnis hat.

    Ich war am Ende, das geht Dir vermutlich genauso. Damals war ich 46.

    Inzwischen habe ich ein völlig neues und unbeschwertes Leben, habe diverse Hobbies für mich entdeckt und geniesse das Leben.
    Habe sogar mit 57 das Bodenseeschifferpatent gemacht.

    Genau das wünsche ich Dir auch! (also nicht unbedingt das BSP, aber ein tolles Leben!)

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    @ luciernago: Vielen Dank für deine virtuelle Umarmung. Es ist ein kleiner Trost.
    Und auch ich bin mir sicher, dass ich wieder richtig glücklich werde. Ob nun alleine oder in einer Partnerschaft. Ich bin auf einem guten Weg. Irgendwann werde ich verzeihen und meinen eigenen Weg weiter gehen.

    @ tinamare: Ja, viele deiner Ansichten teile ich. Es war wirklich richtig arschig von ihm. Und ja, ich bin mir sicher, dass er die Konfrontation und Kommunikation scheute. Warum auch immer. Da scheint bei ihm ja irgendetwas falsch zu laufen. Ich nehme mich in dem ganzen Szenario aber auch nicht raus. Ich trage sicher auch meinen Anteil am Scheitern der Beziehung.

    Was mir in den letzten Monaten auch oft aufgefallen ist, ist, dass er von ihm abweichende Meinungen, zu verschiedensten Themen, nie annehmen konnte und dann auch nicht mehr so gern diese Menschen besuchen wollte. Es entstanden daraus oft Streitgespräche. Auch ich hatte natürlich zu einigen Dingen eine andere Meinung als er. Daran rieb er sich auch oft auf. Er war der Meinung, ich müsste doch zu ihm stehen. Meinungstechnisch sehe ich das anders. Aber das ist ja kein k.o. Kriterium für eine Beziehung. Als Partnerin stand ich natürlich grundsätzlich zu ihm. So stand er sich oft selbst im Weg. Und man sieht ja, was da an echten Freunden bei ihm übrig geblieben ist.

    Schlafen kann ich im Übrigen seit der Trennung wunderbar. Die ersten Tagen eher aus emotionaler und körperlicher Erschöpfung, aber grundsätzlich ist mein Schlaf, wenn ich denn eingeschlafen bin, tief und fest. Nur das Einschlafen ist manchmal wegen des Gedankenkreisens schwierig...

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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Zitat Zitat von Betty1104 Beitrag anzeigen
    Schlafen kann ich im Übrigen seit der Trennung wunderbar. Die ersten Tagen eher aus emotionaler und körperlicher Erschöpfung, aber grundsätzlich ist mein Schlaf, wenn ich denn eingeschlafen bin, tief und fest. Nur das Einschlafen ist manchmal wegen des Gedankenkreisens schwierig...
    Wunderbar!
    Ich habe auch einen tollen Schlaf, habe sogar schon einen ganzen Film bei einem Freiluftkino verschlafen. Neben mir könnten die Stones spielen, die ich sehr mag . . ich würde trotzdem einschlafen, wenn ich müde bin.

    Du wirst sehen, nach dem ersten Schock fühlst Du dich wie neu geboren.

    Ich habe nach dem ersten Schock mit Reiten angefangen und fand die Zeit im Stall klasse. Sobald ich ein Pferd putzte oder den Stall gemistet habe, war ich wie in einer anderen Welt und konnte den Mist temporär vergessen.

    lg und guten Morgen!

    Hier hat es geschneit, mein Bambus hat ein Schneekleidchen an.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  5. Inaktiver User

    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Zitat Zitat von Betty1104 Beitrag anzeigen
    Heiraten wollte mein Ex nie. Ich eigentlich schon. Aber da bei mir nie der Kinderwunsch durchkam, fand ich das heiraten auch nicht ganz so wichtig. Ist ja auch kein Garant für eine funktionierende Partnerschaft. Mein Ex hat eine Tochter aus seiner vorherigen Beziehung mitgebracht. Als wir uns kennenlernten, war sie 3 und regelmäßig bei uns.
    Nein nein. Das ist kein Garant. Es ist auch nicht ungewöhnlich, so viele Jahre unverheiratet zusammen zu sein. Da kenne ich viele. Viele haben sich nach ähnlich langen Beziehungen getrennt. Es hat schon seinen Grund, warum man nicht heiratet.

    Ich war immer offen für ein ehrliches Gespräch. Ich habe dies auch immer wieder mal angebracht. Er hat das aber immer abgeblockt und ich habe dann irgendwann aufgegeben. Wir waren die letzten beiden Jahre ja mit allem Möglichen beschäftigt. Nur nicht mit uns.
    Ihr habt euch im wahrsten Sinne des Wortes darüber verloren.
    Wie auch immer. Ich nehme hieraus sicher einiges mit in eine (irgendwann) neue Partnerschaft.
    Vielleicht komme ich ja doch noch zu meiner Ehe. Und ich verdoppele die Zeit der Partnerschaft von damals 9, auf jetzt erledigte 18 Jahre und zukünftig dann auf 36...
    Du wirkst alles in allem sehr gefasst. Zukunftsorientiert. Vielleicht hat er dir sogar einen Gefallen damit getan. Das ändert natürlich nichts daran, dass es noch eine ganze Weile in dir arbeiten und auch weh tun wird.

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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Nochmals Danke für eure Unterstützung.

    Ja, zwischenzeitlich sehe ich das auch so, dass er mir wohl mit der Trennung einen Gefallen getan hat.

    Ich habe gerade in den ersten Tagen viel mit meinen Freundinnen gesprochen, reflektiert und mir gleich ein Trennungsschmerz Buch gekauft. Das hat alles gut geholfen, die doch sehr kaputte Beziehung zu sehen/wahrzunehmen. Deshalb wirke ich nicht nur sehr gefasst, sondern das bin ich auch. Ich komme soweit gut durch meinem Alltag. Was mir allerdings noch fehlt, ist eine neue Tagesroutine.

    Im Moment bin ich auch noch krankgeschrieben - ich konnte mich einfach nicht auf meine Arbeit konzentrieren. So hatte und habe ich genug Zeit, mich um mich selbst zu kümmern. Das tut gut und ist jetzt wichtig.

    Ein paar Veränderungen in der Wohnung habe ich auch schon vorgenommen. Bald treffen hoffentlich meine Tapetenmuster ein - dann kann ich im Wohnzimmer endlich loslegen.

    Es wird alles mit jedem Tag ein Stückchen besser. Auch der Schmerz des bescheidenen Abgangs wird irgendwann verblassen.

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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Hallo liebe Betty,

    von heute auf morgen verlassen werden ist richtig übel. Hab gelesen, dass Du auch schon viel reflektiert hast.

    Deswegen gehe ich jetzt nur pragmatisch auf den Liebeskummer ein. Liebeskummer ist im Gehirn ja nichts anderes als "Drogenentzug". Deswegen stimme ich den Vorschreibern zu, dass ein Kontaktabbruch (zumindest temporär) nur gut tut! Denn Du musst erstmal "wegkommen" von der "Droge" (Dein Ex).

    Dann könntest Du zumindest Dinge tun, die dazu führen, dass Dein Körper Glückshormone ausschüttet wie z.B. Sport, in die Natur gehen, Orgasmus haben (falls Dir danach ist, halt ein wenig Selbstbefriedigung) und einige Lebensmittel führen ebenfalls dazu, dass man Glückshormone ausschüttet. Du solltest also Bananen, Schokolade und/oder Mandeln essen

    Der Kontakt zu Tieren hilft ebenfalls: falls Du keine eigenen Haustiere zum schmusen hast: vielleicht kannst Du ja beim nächsten Tierheim Gassi gehen anbieten
    Glücksforscher haben außerdem heraus gefunden, dass es glücklich macht, wenn man andere glücklich macht.
    Also vielleicht mal wieder Mutti/Opa anrufen und quatschen? Oder für die nette, ältere Nachbarin einkaufen gehen?

    Genau das mit dem allein-sein wirst Du noch lernen und hoffentlich auch genießen. Es gibt nichts Schlimmeres als Frauen oder Männer, die immer unbedingt n Partner brauchen und denken das würde sie glücklich machen. Dadurch strahlt man nur eine gewissen Bedürftigkeit aus und übersieht beim Kennenlernen sog. "red flags".
    Lern Dich erstmal selbst kennen, finde heraus was Dir WIRKLICH Spaß macht, wofür du brennst und kümmer Dich erstmal um die allerwichtigste Beziehung: die Beziehung zur Dir selbst

  8. Inaktiver User

    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Liebe Betty,

    von mir auch eine virtuelle Umarmung!

    Ich weiß nicht, ob es überhaupt Sinn macht, sich darüber Gedanken zu machen, aber kann es sein, dass eine andere Frau dahintersteckt?
    Sein plötzlicher Abgang und Ausziehen am gleichen Tag wirken auf mich doch sehr suspekt.

    Bitte lass sein "ständiges Weinen" nicht zu sehr an Dich heran.
    Das zeigt deutlich, dass er offensichtlich ein großes Problem mit sich selbst hat.
    Du bist aber nicht seine Therapeutin.

    Und grenz Dich mehr ab, sage ihm deutlich, was Dir nicht gefällt, dass Du bestimmte Dinge nicht willst (eher kommen und in der Wohnung grinsend herumstehen, Dir seine Weinerei mitteilen usw.)
    Der Mann hat sich getrennt, hat Dir in vollem Bewusstsein sehr großen Schmerz zugefügt, ihm ist relativ egal, wie es Dir damit geht - dann soll er auch den Ar*** in der Hose haben und dazu stehen.

    Ansonsten, Du wirkst auf mich sehr stark, mach weiter so und alles Gute!

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    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Zitat Zitat von Betty1104 Beitrag anzeigen

    Auch der Schmerz des bescheidenen Abgangs wird irgendwann verblassen.

    Ich bin mir inzwischen nicht mehr so sicher, welcher Abgang denn wirklich das Beste ist.

    Der bescheidene Abgang deines Ex sorgt zumindest für eine verkürzte Trauerzeit, ist irgendwie doch auch hilfreich.

    Und dass Du gut schlafen kannst, zeigt doch auch auf, dass die Trennung die richtige Entscheidung war.

    lg jaws
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  10. User Info Menu

    AW: Partner verlässt mich nach 18 Jahren

    Zitat Zitat von Mondkatze80 Beitrag anzeigen

    Deswegen gehe ich jetzt nur pragmatisch auf den Liebeskummer ein. Liebeskummer ist im Gehirn ja nichts anderes als "Drogenentzug". Deswegen stimme ich den Vorschreibern zu, dass ein Kontaktabbruch (zumindest temporär) nur gut tut! Denn Du musst erstmal "wegkommen" von der "Droge" (Dein Ex).

    Dann könntest Du zumindest Dinge tun, die dazu führen, dass Dein Körper Glückshormone ausschüttet wie z.B. Sport, in die Natur gehen, Orgasmus haben (falls Dir danach ist, halt ein wenig Selbstbefriedigung) und einige Lebensmittel führen ebenfalls dazu, dass man Glückshormone ausschüttet. Du solltest also Bananen, Schokolade und/oder Mandeln essen

    Der Kontakt zu Tieren hilft ebenfalls
    Mein Ex hält sich seit etwa 2 Wochen an die "Kontaktsperre". Ich habe ihm ja geschrieben, dass ich Zeit brauche und auf ihn zugehe, wenn ich soweit bin.

    Ansonsten bin ich bei allem gut dabei. Sport (3-4 x Zumba), Natur (jeden Tag einen ausgiebigen Spaziergang), Glücks-Essen (Bananen, Nüsse + Seelenschmeichler), kuscheln mit meinen beiden Katzis und mit mir selbst. Ich ernähre mich jetzt auch viel gesünder - ein paar Beziehungspfunde sind auch schon weggepurzelt.

    Eine neue Frau wird von vielen Seiten spekuliert. Allerdings glaube ich nicht so recht daran. In den letzten Monaten haben wir fast immer aufeinander gegluckt. Beide im Homeoffice und kaum Ausgang. Wissen tue ich das aber nicht. Außerdem habe ich gerade wieder von einer Freundin gehört, dass er sich bei seiner Tochter beklagt hat, wie schlecht es ihm doch geht und das er so einsam ist... Nun ja, immer die gleiche Leier - aber nicht mehr mein Problem.

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