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    Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Nach einem quälend langen Entscheidungsprozess habe ich mich vor 4 Wochen endlich von meinem Mann getrennt. 32 Jahre waren wir zusammen, hatten dies Jahr "Silberhochzeit" . Nicht gefeiert, denn es gab nicht zu feiern.

    Nun bin ich ausgezogen. Wohne für 3 Monate in einer Ferienwohnung. Dann ziehe ich um in ein eigenes Häuschen. Dort ist ein grundlegender Umbau vorgesehen. Finanziell wuppe ich das Ganze einigermaßen, kann auf eigenen Füßes stehen.

    Die Trennung tut mir gut, ich blicke nach vorne. Aber es ist alles so ganz anders als erhofft.

    Jahrelang "durfte" ich nicht viel, Sport, Yoga, Chor, Familie besuchen... waren unerwünscht - ich habe mir viel zu viel bieten lassen.
    Nun wollte ich leben, losgehen, Freunde treffen, Kontakte knüpfen. VHS Kurse, Fahrradgruppe, meine Liste ist endlos lang.
    Und nun sitze ich hier, fühle mich als Corona-Gefangene. Ich arbeite zu Hause als Kleinselbstständige. Das hat den Vorteil, dass ich mich nicht anstecken kann. Aber es ist auch ganz schön einsam ohne Arbeitskollegen wenn auch privat alles auf nahezu Null ist.
    Mit zwei lieben Freundinnen laufe ich je einmal pro Woche mit den Hunden. Das tut gut.

    Meine Ursprungsfamilie besuche ich wegen Corona momentan ganz selten.Meine Eltern sind in den 80ern...

    Wann darf ich endlich LEBEN???

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    hallo TE,
    jeden Tag deines Lebens an dem du atmest lebst du.

    In Corona-Zeiten kannst du Freunde und Familie und Bekannte virtuell kontaktieren - mit Briefen, mit Mails, über Telefon - Skype.

    In Corona-Zeiten kannst du virtuelle VHS-Kurse besuchen.

    In Corona-Zeiten kannst du - alleine aber derzeit in Deutschland noch unbegrenzt - spazierengehen, einkaufen gehen gg.f. zum Arzt gehen.

    In Corona-Zeiten kannst du dich von Tante Google informieren lassen -anregungen holen - yt - Mediatheken - Musik hören
    - Reisen planen

    Und nicht zuletzt -in corona-Zeiten kannst du aufarbeiten, warum du 32 Jahre lang in einer - so wie du schreibst extrem einschränkenden Beziehung - geblieben bist und nicht schon vor 10 oder 20 Jahren "Addios Senor mio" gesagt hast.

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Ja, Du hast natürlich Recht.
    Ich bin auch dankbar für meine Gesundheit, meine Familie und auch dafür, dass ich in einem freien Land lebe.
    Dafür, dass ich ein Dach über dem Kopf und immer satt zu essen habe.
    Und für alles, was trotz Corona noch möglich ist.

    Ich hatte nur eine solche Sehnsucht nach Lebendigkeit in den letzten Jahren die ich nicht ausleben konnte - und nun, wo ich den Schritt endlich vollzogen habe- bin ich wieder "gefangen "

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Das Gute im Schlechten zu sehen, bedeutet eine andere Perspektive einzunehmen.
    Ich empfehle dir, dich in einen imaginären Fesselballon zu begeben und deine "Welt" von oben zu betrachten.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Du fühlst dich ausgebremst wie so viele, für die jetzt etwas starten sollte, z.B. junge Menschen, die nach dem Schulabschluss ins Ausland wollten.
    Für Freunde von uns begann in diesem Jahr der lange ersehnte Ruhestand, sie hätten lange auf ein kleines Wohnmobil gespart, doch statt großer Freiheit kam der Lockdown.
    Wir wollten in diesem Jahr nach dem Tod unseres Hundes endlich alles das tun, was vorher nicht ging, spontane Städtereisen, mehrtägige Radtouren, viel Kultur....stattdessen kam Corona.

    (Und bei uns vor 3 Monaten doch wieder ein Hund)

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
    Pläne doch erst mal in Ruhe deinen Umzug, gönn dir viel Entspannung und Schmiede Pläne.

    Alles Gute!

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Es ist alles richtig was Ihr schreibt.
    Es gibt unendlich viel zu planen und zu organisieren.

    Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich physisch, psychisch und finanziell in der Lage bin zu gestalten.

    Es sind halt so Momente, die mich runterziehen. Weihnachten ist so emotionsüberladen - das habe ich weitestgehend abgestreift. Vor Silvester habe ich viel mehr Respekt - warum kann ich nicht erklären.

    Aber dann muss es vorwärts gehen. Die Tage werden inzwischen länger. Für mich ein Symbol, dass es heller wird - in jeder Beziehung.

    Gönnt mir ein bisschen Klage, Wehmut und Jammern in dieser Zeit. Ich bin ein starkes, wenn auch altes Mädchen, und stehe wieder auf.

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Zitat Zitat von Kitty1717 Beitrag anzeigen

    Gönnt mir ein bisschen Klage, Wehmut und Jammern in dieser Zeit. Ich bin ein starkes, wenn auch altes Mädchen, und stehe wieder auf.


    Das kannst du auch machen.... Aber nicht zu sehr ;)

    Dein Umzug steht bald an. Du darfst alles ganz egoistisch ausleben. Das ist toll!

    Dein neuer lebensabschnitt wartet auf Dich

    Und corona mag da sogar hilfreich sein. Du wirst wie phoenix aus der Asche steigen.

    Da mag eine kleine Verschnaufpause (um dich und dein neues Leben kennen zu lernen) gar nicht so schlecht sein...
    When a man tells you A and does B, believe B because A is what hes trying to get you to believe, B is who he is

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Zitat Zitat von Kitty1717 Beitrag anzeigen
    #

    Ich hatte nur eine solche Sehnsucht nach Lebendigkeit in den letzten Jahren die ich nicht ausleben konnte - und nun, wo ich den Schritt endlich vollzogen habe- bin ich wieder "gefangen "
    kann Dich soooo gut verstehen- es geht mir-bin zwar in anderer Lebenssituation- trotzdem ganz genauso und ich leide sehr darunter..

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Yoga geht auch von zu Hause aus. Ich habe im April im ersten Lockdown die App meiner Wahl Kreuz und quer getestet - herrlich. Das ist nicht nur Sport zu Hause, da kommt jede Menge gute Energie mit uns Haus. Die meisten Apps dürften gratis Testzeiträume anbieten oder man nutzt das Angebot auf Youtube.
    Ich fühle mich nicht in meinen Rechten beschränkt. Bedroht fühle ich mich durch Rechte und Beschränkte.

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    AW: Ich sehne mich nach Normalität. Trennung und Corona ist zuviel auf einmal!!

    Zitat Zitat von spreefee Beitrag anzeigen
    Yoga geht auch von zu Hause aus. Ich habe im April im ersten Lockdown die App meiner Wahl Kreuz und quer getestet - herrlich. Das ist nicht nur Sport zu Hause, da kommt jede Menge gute Energie mit uns Haus. Die meisten Apps dürften gratis Testzeiträume anbieten oder man nutzt das Angebot auf Youtube.
    Danke, das ist eine gute Anregung. Da werde ich mal eine entsprechende App suchen.

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