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    Ethische Trennungskonditionen

    Fall:

    Ehe mit zwei jungen Partnern vor bzw. um Mitte 20, kennen sich seit 6 Jahren.
    Frau kommt später nach ausgez. Studienabschluss im med. Bereich aus dem Ausland nach D und lernt Sprache, hat auch Anstellung gefunden, bereitet Anerkennung des Abschlusses vor.
    Dafür Aufgabe von Spezialisierung und Anstellung in der Heimat. Hätte wahrscheinlich sehr gut verdient und auch Akad. Erfolg gehabt, trauert dem manchmal auch nach und fühlt sich in D nicht 100%ig wohl.

    Aus welcher Naivität auch immer sie die Ehe wollten, insb. Er hatte eigentlich früh schon keine Lust mehr, aber fühlt sich verantwortlich, hatte aber bis vor kurzem fast keine Mittel um ausser basisversorgung was zu machen, könnte ihr drdhalb auch nicht wirklich luxus bieten (und steckte im letzten Jahr in einer intensiven Aufbauphase - kost halt Zeit). Jetzt theoretisch aber schon, nut erscheint die Beziehung ein wenig belastet.

    Er Konnte in jüngerer Vergangenheit auf einen Schlag relativ viel verdienten, Frau hat auch bei der Sache unterstützt, aber das war viel Arbeit und Unsicherheit. An sich ist die Beziehung wohl weder super noch total schlecht danach, beide helfen sich zumindest bei ihren karrierevorhaben und geben sich Aufmerksamkeit und Intimität ist anscheinend auch da, wenn beide doch mal zur Ruhe kommen.

    Er sagt jedenfalls er "halte die Fassade aufrecht" wo er kann, aber innerlich will er wohl nicht mit ihr und hängt in Gedanken wohl auch anderen nach. "Damals" fand er "das mit dem kennenlernen" so spannend.
    Und "jetzt wo er was erreicht habe, könnte man ihn ernst nehmen" und er ware "nicht drauf angewiesen" dass "man ihn sich aus Mitleid oder etwa dem Interesse an einem Zootier" annehme.

    Sie sagt, er arbeitete zu viel und sei abwesend gewesen und glaubt wohl es würde jetzt besser werden. Sie hatte mal Angst vor Untreue, aber hat ihm Kontakt zu weiblichen Personen ausser verwandten und Kollegen im Prinzip komplett abgewöhnt.
    M.e. nicht Unberechtigt. Der kerl mag weibliche Aufmerksamkeit. Gerade phantasiert er über seine Masche, als Entrepreneur "zu helfen" - Richtung Freundschaft plus mit ihm als Coach. Wenn er will... Soll er versuchen, wird wahrscheinlich nicht gut gehen (was er eigentlich will ist eine jugendliche Phantasie von Bindung auszuleben, er scheitert daran in seiner ehe eine echte Verbindung aufzubauen und wählt den anscheinend leichten weg, ein unbeschriebenes Blatt zu nehmen und sich für das moralischem Gefühl vorher freizukaufen)

    Dabei kann (will?) er seiner jetz-Frau schon nicht helfen. Sie ist unsicher ob der Akzeptanz durch Schwiegereltern und Deutsche im allgemeinen, hat Angst davor nicht angenommen zu werden und unter ihrer Qualifikation arbeiten zu müssen. Er sagt, sie neige unter stress zu Reizbarkeit und könne sich über nichts (sie arbeitet an etwas und er wird angemotzt, wenn er den Geschirrspüler im raum daneben aufräumt, er beschwere sich nie, wenn sie Musik hört und er arbeitet oder mit Kollegen telefoniert, er sagt es sei eher vorgekommen, dass sie sich verhalten habe als hatte er sie vernachlässigt, weil er einer bitte (mach die Waschmaschine an etc) nicht nachgekommen sei, obwohl es einen guten Grund gab, z.b. ein arbeitsmeeting!). Das mache sie insbesondere dann, wenn "etwas nicht stimme" aber sie 'sagt nicht was es ist'. Er sei verunsichert, ob er 'das nicht wissen sollte' aber 'sie bemuüht sich'. Ich kann nicht beurteilen ob er oder sie bezüglich Aufmerksamkeit die egoistische Person ist, was ich aber weiß, ist dass die "Ausraster" ihn belasten. Ob sie aber Ursache oder Konsequenz einer anderen Dynamik sind, ist offen.
    Sie verstärken sich aber vermutlich selbst, weil er darauf defensiv und mit Rückzug in Arbeit reagiert.

    Er sagt, er bekommt ihre Unsicherheiten maskiert ab, was aber vielleicht nicht so wäre, wenn er mehr Aufmerksamkeit auf sie richten würde.



    Objektiv würde es ihm wahrscheinlich schlechter gehen, wenn er sich von ihr trennt, bzw wenn er nicht mit ihr zusammen gewesen wäre. Sie hat ihm emotional viel geholfen und ihn von einigen schlechten Gewohnheiten befreit. Bei ihr verstehe ich nichtmal warum sie den überhaupt genommen hat, er gibt ihr ja nicht die gleiche emotionale Stabilität, zumindest nicht mehr.

    M.e. ist das Problem, dass er nicht drüber weg steigen kann, dass sie enttäuscht war ob der emotionalen Hilfestellung, die sie ihm gegeben hat, und er denkt "dass ich ihr die Rahmenbedingungen stelle und für Dach und Essen sorge ist genug, motz mich gefälligst nicht an".
    Es ist als habe er sich schon entschieden die Trennung zu machen und als würde er ihre schlechte Seite so lange fördern, bis er sich legitimiert fühlt ohne schlechtes gewissen schluss zu machen. Dabei macht er es m.e. schlimmer. Ethisch wäre: er nimmt sich ihr an und versucht die Beziehung (jetzt, wo er Zeit hat und seine " jagt " nach geld erfolgreich war.) auszubauen und er verzeiht ihr dass sie Macken hat. Oder er zieht einen Schlussstrich und vermeidet dass sie sich in eine Situation begibt, in der sie alles auf ein Land ausrichtet, in dem sie eigentlich gar nicht sein will und in dem sie unter ihrem Potenzial bleibt.

    Er möchte (muss nicht) sie zusammen mit der Hälfte des Zugewinns wieder nach Hause schicken und Ruhe haben. Er denkt glaube ich, dass er wegen des beruflichen Erfolgs neu starten kann und " alles besser" wird. Er hat seine niesche wohl gefunden und gehört jetzt wohl zu denen, die "so nebenher" ganz gut davon leben könnten. Habe gesehen, was er macht, glaubwürdig, ist ein Könner.

    M.e. hat er das aber auch ihr zu verdanken, sie war am Ende die, die ihm zur Seite stand als er im Loch war und m.e. hat sie Fingerspitzengefühl bewiesen bei dem, was sie ihm hat durchgehen lassen und was nicht. Sie hat verstanden, dass er pozenzial hat, aber auch, dass er manchmal "ein böses mädchen" braucht, dass ihn hart konfrontiert - weil er sonst nicht hört. Aber naja, er will sie nicht mehr haben. Vielleicht ein Fall von "ich behalte dich, solange ich dich brauhe?" - liebe ist ja immer egoistisch, machen wir uns nichts vor.
    Aber: Ist was er will nun Ethisch ok, oder nicht?

    M.e. schon, weil jetzt der frühest mögliche Zeitpunkt für ihn ist, sie zumindest zu kompensieren und je früher er sich trennt, desto weniger Chancen fahren für sie ab. So muss man zwar sagen, dass er von ihr profitiert hat, aber er hat zumindest den monetären wert bis hier hin geteilt. Sie kann aufholen, sie hat eine Sprache gelernt (was ein Vorteil sein kann) und sie ist jung genug um auch aus der Beziehung zu lernen und Einen besseren Partner zu finden.
    Andererseits hätte er die ehe gar nicht erst verantworten sollen bzw. Etwas haben die beiden ja geschafft und es wäre ja schön blöd wegen einer unglücklich gelegten schweren Phase am Anfang dieser ehe alles aufzugeben. Besser, er macht sich die Mühe, die er fiktiv herbeiphantasiert doch bei der Beziehung, die er hat, oder?

    Wie seht ihr das?
    Geändert von Anon759 (11.12.2020 um 15:46 Uhr) Grund: Unvollständig.

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    ?

    Sorry du schreibst so wirr das ich gar nicht folgen kann.

    Um wen geht es und was hast du damit zu tun?
    When a man tells you A and does B, believe B because A is what hes trying to get you to believe, B is who he is

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    AW: Ethische Trennungskonditionen

    Anon, bist du der Mann in der Konstellation ?
    Wenn du mit ihr nicht mehr leben willst dann sag ihr das und Trenn dich.
    Lizzy 27.11.2019 Mama 08.11.2020

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Ethische Trennungskonditionen

    Ich bin ein fiktiver stellvertretender mit Einblick in diese Konstellation. Das muss reichen.

    Evtl liegt es daran, dass es auf einem Handy getippt wurde

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    Wofür das Handy alles herhalten muss.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    Zitat Zitat von Anon759 Beitrag anzeigen
    Ich bin ein fiktiver stellvertretender mit Einblick in diese Konstellation. Das muss reichen.

    Evtl liegt es daran, dass es auf einem Handy getippt wurde
    Auch DAS verstehe ich nicht, Du suchst hier Hilfe/ Tips und "wir" sollen uns damit zufrieden geben was Du raus lässt.
    Ich habe einfach nicht verstanden worum es DIR geht.
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

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    Angenommen ich bin der Mann - was würdest du antworten?
    Angenommen ich bin die Frau - was würdest du antworten?

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    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    Auch DAS verstehe ich nicht, Du suchst hier Hilfe/ Tips und "wir" sollen uns damit zufrieden geben was Du raus lässt.
    Ich habe einfach nicht verstanden worum es DIR geht.
    Das Handy schwurbelt. Von so einem Gerät hätte ich mich längst getrennt.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  9. Inaktiver User

    AW: Ethische Trennungskonditionen

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    ?

    Sorry du schreibst so wirr das ich gar nicht folgen kann.

    Da sammer schon zu zwott.

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    AW: Ethische Trennungskonditionen

    An sich ist die Frage doch klar gestellt:
    Was ist in Anbetracht solcher Umstände die ethische Entscheidung?

    "Freikauf" oder "Beziehung versuchen zu verbessern"?

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