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    Frage Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Hallo zusammen,

    ich habe mich vor knapp zwei Jahren von meinem Mann getrennt und bin aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, nun steht - hoffentlich noch in diesem Jahr - die Scheidung an.

    Das Haus haben wir vor der Heirat gemeinsam gekauft, den Kredit gemeinsam unterschrieben und stehen beide zu 50% im Grundbuch.

    Er möchte gern im Haus wohnen bleiben, den Kredit auf sich allein überschreiben lassen und mich aus dem Grundbuch heraushaben. Soweit sind wir uns einig. Allerdings ist er nicht bereit, mich auszuzahlen, bzw. bietet mir eine Summe, die nach allen sub- und objektiven Maßstäben unangemessen ist. Ich habe ihm gleichfalls ein Angebot gemacht, meines Erachtens einen Freundschaftspreis, den ich überdies nur zur Hälfte sofort und zur anderen Hälfte in Raten (notariell vereinbart und abgesichert) haben möchte. Diesen fand er wiederum unverschämt.

    Unsere beiden "Angebote" liegen so weit auseinander, dass wir uns ohne fremde Hilfe nicht einigen werden. (Btw: meines entspricht einem Verkaufswert von etwa 80% des aktuellen Immobilienpreises in unserer Gegend, seines einem von ca. 50%).

    Jetzt frage ich mich: kann ich bereits vor der Scheidung verlangen, dass die Angelegenheit gerichtlich geregelt wird? Gegen seinen Willen?
    Kann / sollte ich beantragen, dass das Haus mit ins Scheidungsverfahren genommen wird?
    Habe ich nach der rechtskräftigen Scheidung eine andere rechtliche Grundlage, eine gerichtliche Regelung zu verlangen?
    Versäume ich etwas, wenn ich bis zur Scheidung warte, bevor ich etwas unternehme?
    Kennt jemand die Gesetzeslage genau bzw. wo kann ich diese finden?

    Ich finde im Netz leider immer nur die Fälle: gemeinsamer Hauskauf während der Ehezeit oder alleiniger Hauskauf vor der Heirat. Gemeinsamer unehelicher Kauf und anschließend Heirat und Scheidung sind wohl nicht vorgesehen

    Meine Anwältin ist klasse, aber in Immobilienfragen leider nicht kompetent - sagt sie. Wo kann ich mich (oder besser noch: mein Ex und ich uns gemeinsam) zu dem Thema beraten lassen?

    Besten Dank schonmal für Eure Ideen

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Mal ganz grundsätzlich.

    Was meinst du, würde rauskommen, wenn das Haus verkauft, eventuell versteigert wird.

    Nach Abzug aller Kosten wie Makler und Vorfälligkeitsentschädigung für die Bank und der Restschuld?

    Das ist der Betrag, den du bei einem Verkauf realistisch bekommen kannst.

    Das Ganze durch zwei.

    Davon geht ab, was jeder an Eigenkapital vor der Ehe reingesteckt hat.

    Mehr wirst du im Streit nicht kriegen.

    Wie weit ist das von seinem Angebot weg?

    Eventuell hat er auch das Problem, dass ihm bei einer höheren Summe die Bank nicht mitspielt. Das wäre zu klären.
    Geändert von Wolfgang11 (04.08.2020 um 13:09 Uhr)

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Hallo Wolfgang,

    danke Dir.

    Zwischen dem, was er mir als Auszahlung anbietet und dem, was bei einem Verkauf für mich übrig bliebe (abzüglich all der Kosten, die Du aufgelistet hast) liegen etwa 70.000 Euro. Die möchte ich nicht verschenken.

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Ach so - die Bank tut sich schon schwer damit, ihm den Darlehensvertrag zu überschreiben. Er verdient zu knapp. Einen zusätzlichen Kredit bekommt er keinesfalls. Ich war bei dem Gespräch dabei...

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Zitat Zitat von Noctopus36 Beitrag anzeigen
    Ach so - die Bank tut sich schon schwer damit, ihm den Darlehensvertrag zu überschreiben. Er verdient zu knapp. Einen zusätzlichen Kredit bekommt er keinesfalls. Ich war bei dem Gespräch dabei...
    Dann sieht es wohl so aus, dass er dir gar nicht mehr geben kann. Sehe ich das richtig?

    Ich möchte eigentlich gar keine Zahlen sehen. Meine Frage ging eigentlich dahin, ob du bei der Berechnung die Marktsituation und Erlösschmälerungen mit berücksichtigt hast.

    Oft wird so gerechnet: Verkehrswert abzüglich Restschuld, geteilt durch zwei ergibt Auszahlung.

    Für dich stellt sich aber die Frage, ob es besser ist, mit ihm zusammen zu kommen oder den Verkauf durchzusetzen.

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Für dich stellt sich aber die Frage, ob es besser ist, mit ihm zusammen zu kommen oder den Verkauf durchzusetzen.
    Natürlich, die Frage stellt sich auch. Aber dringender brennen mir gerade die oben genannten unter den Nägeln.

    Kann ich bereits vor der Scheidung verlangen, dass die Angelegenheit gerichtlich geregelt wird? Gegen seinen Willen?
    Kann / sollte ich beantragen, dass das Haus mit ins Scheidungsverfahren genommen wird?
    Habe ich nach der rechtskräftigen Scheidung eine andere rechtliche Grundlage, eine gerichtliche Regelung zu verlangen?
    Versäume ich etwas, wenn ich bis zur Scheidung warte, bevor ich etwas unternehme?
    Wo kann ich mich (oder besser noch: mein Ex und ich uns gemeinsam) zu dem Thema beraten lassen?
    Kennt jemand die Gesetzeslage genau bzw. wo kann ich diese finden?

    Denn wenn ich meine Möglichkeiten kenne, kann ich aus ihnen wählen

    Vielleicht zum besseren Verständnis meiner Situation: wir haben zwei Kinder, die noch relativ jung sind. Ich kümmere mich um ihre sämtliche Belange allein und gehe davon aus, das auch in Zukunft zu tun. Wenn ich meinem Ex meine Haushälfte schenke, bricht mir nicht nur ein Teil meiner Altersvorsorge weg, sondern auch eine Rücklage für die Ausbildung der Kinder.
    Geändert von skirbifax (04.08.2020 um 13:40 Uhr) Grund: Zitat repariert und zugeordnet

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Ich habe auf Anraten meiner Anwältin, bereits vor dem Scheidungstermin die Sache mit unserem Haus geklärt.
    Ich bin auch ausgezogen und mein Ex blieb dort wohnen.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Du kannst den Verkauf der Immobilie jederzeit durchsetzen.
    Kostet eben Geld.

    Du kannst die Immobilie und den Zugewinnausgleich ins Scheidungsverfahren aufnehmen. Kostet auch Geld.

    Was du nicht verlangen kannst ist, dass er die Immobilie zu deinen Bedingungen zu übernehmen hat.

    Es macht auch keinen Sinn, wenn er das neben den Unterhaltszahlungen nicht mehr stemmen kann.

    Das beste wäre wohl, wenn du dir einen Anwalt suchst, der wirklich Ahnung hat.

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Hallo,

    habt Ihr denn Zugewinngemeinschaft vereinbart oder Gütertrennung?

    Seltsam finde ich, dass Dir Deine RAin die hier von Dir gestellten prozessualen Fragen nicht beantworten kann. Vielleicht holst Du Dir noch eine Meinung von einem anderen RA ein.

    Sehe gerade @Wolfgang hat es schon gesagt. Ja, anderer Anwalt.

  10. Moderation

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    AW: Scheidung mit Haus - Fragen über Fragen

    Mach ihm ein Gegenangebot, dass du Miteigentümerin bleibst und welche Miete er dann an dich zahlen muss.

    Kann er sich denn tatsächlich das Haus allein leisten?
    Zahlt er Unterhalt für die Kinder?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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