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    Trennung unausweichlich?

    Hallo liebe Bricom,

    ich frage mich, ob meine Beziehung vor dem Ende steht, bzw. wann dieses Ende noch kommt oder ob es noch abzuwenden ist.

    Zur Situation - wir sind Mitte & Ende 30, seit einem Jahr zusammen. Es läuft "eigentlich" phantastisch. Er ist sehr liebevoll, wir sind im Alltag sehr aufmerksam miteinander und schätzen die gemeinsame Nähe sehr. Es ist einfach besonders. Das einzige Thema, was offenbar zwischen uns steht, ist der Kinderwunsch.

    Ich hatte nie einen ausgeprägten Kinderwunsch, auch wenn ich dachte, das kommt irgendwann. Bis heute ist er nicht wirklich da. Manchmal denke ich, eine Schwangerschaft kann ich mir schon vorstellen, finde den Gedanken schön, etwas in mir heranwachsen zu lassen, was aus Liebe entstanden ist. Ein Kind als Sinn(-ersatz) im Leben kam mir nie in den Sinn.

    Nun ist es so, dass wir lediglich anfangs mal über das Thema gesprochen und festgestellt hatten, dass wir beide keine genauen Vorstellungen haben.
    Die scheinen sich bei ihm jetzt allerdings zu bilden, und zwar möchte er gerne (2-)3 Kinder, damit auch nicht mehr lange warten.
    Das war ein Schlag ins Gesicht, auch wenn ich dankbar um die ehrliche Antwort bin.

    Er will mir keinen Zeitpunkt definieren um mich zu entscheiden, aber eigentlich steht diese Entscheidung zeitnah an und alles andere als ein klares Ja zu Hochzeit und Kindern führt dann wohl zur Trennung.

    Für mich ist es extrem schwer zu ertragen, da ich mich ohnehin in aller Regel unverstanden fühle (mit dem fehlenden Kinderwunsch) und nun geht daran offenbar meine Beziehung zu dem Mann, den ich liebe und so ins Herz geschlossen habe in die Brüche.

    Ich will ihm nichts vormachen und habe jetzt zusätzlich das Gefühl, mir selbst nicht treu zu bleiben, wenn ich ein erzwungenes "Wollen" des Kinderwunsches anstrebe.

    Ich weiß, dass es letztendlich eine recht klare Situation ist und eine Trennung vermutlich unvermeidbar, aber vielleicht habt ihr dennoch Anregungen oder Tipps.

    Danke!
    _Winterkind

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    AW: Trennung unausweichlich?

    darf ich erstmal nachfragen?

    und zwar finde ich dein posting noch etwas unscharf. denn einerseits sagst du, dass du kein "ja" sagen kannst.
    andererseits schreibst du aber, dass du nicht komplett abgeneigt bist, dass du dir das "heranwachsen lassen" als schön vorstellen kannst, dass ihr beide - also auch du - keine genauen vorstellungen hattet.

    nun wundere ich mich etwas: wieso tendierst du nun, in dem moment, in dem er konkret wird, so klar in richtung ablehnung?

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Zitat Zitat von ambiva2 Beitrag anzeigen
    nun wundere ich mich etwas: wieso tendierst du nun, in dem moment, in dem er konkret wird, so klar in richtung ablehnung?
    Ich kann mir einzelne Aspekte irgendwie vorstellen, nicht aber die 100%ige Verantwortung, das 24/7 als Mutter dasein etc. - und ich benötige für mich ein klares Ja, um so eine wichtige Entscheidung dann auch durchziehen zu können. Daher ist auch ein unklares "vielleicht" für mich nicht genug für seine Vorstellung von Familie mit Kindern...

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Ich hatte auch nie einen Kinderwunsch.

    Mein erster Mann und ich hatten das ganz naiv nie thematisiert. Als er dann mal fragte, wie ich dazu stehen würde, dass wir Eltern werden, habe ich gemerkt, dass mich der Gedanke an Kinder eher zurückschrecken läßt (ein Gedanke war: wenn wir uns trennen {wenn! nicht 'falls'}, steh ich mit den Kindern da). Einen Kompromiss hatte ich anzubieten: dass ich aus biologischen Gründen zwar das Gebären übernehme - er aber den Rest. D.h. ich wäre eben keine 24/7-Mutter, sondern würde weiter in Vollzeit tätig sein, während der Mann sich um Haushalt und Kind(er) kümmert. Die entsetzte Reaktion: "aber ich habe doch studiert!!!". Nun, ich auch und unsere berufliche Position und der Verdienst waren quasi identisch. Damit war das Thema dann vom Tisch.

    Die spätere Trennung erfolgte dann nicht, weil wir uns in Sachen Nachwuchs uneinig waren. Wir hatten uns auseinander entwickelt. Später wurde er dann noch Vater.

    Mein jetziger Mann hatte glücklicherweise keinen Kinderwunsch (aus erster Ehe hat er einen Sohn, keine glückliche Geschichte), so dass dieses Thema nie zwischen uns stand.

    Aber niemals hätte ich ein Kind bekommen, um einen Mann zu halten.


    Wie sieht es aus: würde sich Dein Partner als 24/7-Vater um sein(e) Wunschkind(er) kümmern?
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Zitat Zitat von Ullalla Beitrag anzeigen
    Wie sieht es aus: würde sich Dein Partner als 24/7-Vater um sein(e) Wunschkind(er) kümmern?
    Interessanter Ansatz. Das haben wir noch nicht thematisiert.
    Einerseits frage ich mich, ob ich das "könnte" (mich so ganz raushalten, ich weiß nicht?!) - andererseits, wäre das dann nicht auch ein fauler Kompromiss? Was, wenn er sich irgendwann aus dem Staub macht? Dann ist man doch dennoch mit den Kindern allein.
    Nicht, dass ich das glaube oder erwarten würde, aber ich bin auch realistisch genug, um daran zu denken, dass auch alles schief gehen kann.

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Mhm, sicher dass Du seit einem Jahr mit Deinem Freund zusammen bist?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Zitat Zitat von _Winterkind Beitrag anzeigen
    Was, wenn er sich irgendwann aus dem Staub macht? Dann ist man doch dennoch mit den Kindern allein.
    Nicht, dass ich das glaube oder erwarten würde, aber ich bin auch realistisch genug, um daran zu denken, dass auch alles schief gehen kann.
    Nun, mit so einer Einstellung darfst Du Dich nie fest binden.

    Lebt ihr zusammen?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Zitat Zitat von _Winterkind Beitrag anzeigen

    Ich hatte nie einen ausgeprägten Kinderwunsch, auch wenn ich dachte, das kommt irgendwann. Bis heute ist er nicht wirklich da. Manchmal denke ich, eine Schwangerschaft kann ich mir schon vorstellen ...

    ... dass wir beide keine genauen Vorstellungen haben.

    ... (mit dem fehlenden Kinderwunsch)
    Ich lese Dich als widersprüchlich bzw. uneindeutig.
    Bist Du Dir für Dich denn ganz sicher, dass Du wirklich und wahrhaftig auf gar keinen Fall Kinder möchtest?
    Oder definierst Du "keinen ausgeprägten Kinderwunsch" als gleichbedeutend mit "niemals nie nicht Kinder"?

    Warum reagierst Du jetzt so verschreckt auf seine Aussagen?
    Hast Du das Gefühl, dass alle Verantwortung für Kinder alleine an Dir hängen wird?
    Siehst Du Euch nicht als Elternppaar, das gemeinam alle Verantwortung tragen und auch so leben wird?
    Habt Ihr einmal darüber gesprochen, wie er sich Elternschaft vorstellt?
    Will er als Vater zu gleichen Teilen wie eine Mutter für sein(e) Kind(er) da sein?
    Wird er beruflich zurück treten, um für Eure Kinder da zu sein, oder obliegt dies in seinen Augen eher der Mutter?

    Kann es sein, dass Eure Beziehung an sich eher unausgewogen ist, was Haushaltsführung, Einkaufen, Alltagsorganisation, berufliche Situation betrifft, und Du deshalb Angst hast, dass Deine Lebenssituation mit Kind(ern) für Dich noch ungünstiger werden wird?
    Glück ist Talent für das Schicksal


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    AW: Trennung unausweichlich?

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Nun, mit so einer Einstellung darfst Du Dich nie fest binden.
    Wieso nicht? Ich glaube schon an Liebe und Ehe, ich kenne aber auch die Scheidungsquoten und erlebe genug im Freundes-und Bekanntenkreis. Ich persönlich würde immer mit einkalkulieren, dass es auch in die Brüche gehen kann. Alles andere finde ich naiv.

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Lebt ihr zusammen?
    Nein, bisher nicht.

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    AW: Trennung unausweichlich?

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Bist Du Dir für Dich denn ganz sicher, dass Du wirklich und wahrhaftig auf gar keinen Fall Kinder möchtest?
    Oder definiserst Du "keinen ausgeprägten Kinderwunsch" als gleichbedeutend mit "niemals nie nicht Kinder"?
    Ich kann einfach für mich nicht behaupten, dass ich mich je als Mutter gesehen habe oder das jemals in meiner Vorstellung vorhanden war, so das klassische Familienleben.

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Warum reagierst Du jetzt so verschreckt auf seine Aussagen?
    Hast Du das Gefühl, dass alle Verantwortung für Kinder alleine an Dir hängen wird?
    Siehst Du Euch nicht als Elternppaar, das gemeinam alle Verantwortung tragen und auch so leben wird?
    Habt Ihr einmal darüber gesprochen, wie er sich Elternschaft vorstellt?
    Will er als Vater zu gleichen Teilen wie eine Mutter für sein(e) Kind(er) da sein?
    Wird er beruflich zurück treten, um für Eure Kinder da zu sein, oder obliegt dies in seinen Augen eher der Mutter?
    Wir haben im Detail noch nicht über diese Dinge gesprochen - ich weiß auch gar nicht, ob sie wichtig oder ausschlaggebend wären. Für mich steht da zunächst der Kinderwunsch, der muss da sein (von beiden Seiten) und dann kann man sich verständigen, wie man den Alltag regeln möchte.
    Es mag vielleicht irgendwie mit reinspielen, ich weiß aber nicht, ob diese Punkte für mich etwas ändern.
    Selbst wenn man sich drauf einigt, sich gleichermaßen zu kümmern, so heißt es nicht, dass es auch so kommt.
    Das kann man mir als Pessimismus auslegen, ich nenne es Realismus und ich will kein Kind bekommen basierend auf dem Gedanken, dass er sich mindestens zu x% darum kümmern "muss".

    Zitat Zitat von Nellifer Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass Eure Beziehung an sich eher unausgewogen ist, was Haushaltsführung, Einkaufen, Alltagsorganisation, berufliche Situatiobn betrifft, und Du deshalb Angst hast, dass Deine Lebenssituation mit Kind(ern) für Dich noch ungünstiger werden wird?
    Nein, wir leben nicht zusammen, daher kann ich das nicht beurteilen. Aktuell finde ich unsere Beziehung ausgewogen. Wir treffen uns mal bei ihm, mal bei mir, versuchen die Zahlungen aufzuteilen und uns jeweils dann auch im Haushalt zu helfen, wobei einfach primär jeder "seine Bude" in Ordnung hält.

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